Joseph Beuys


Joseph Beuys
Einleitung
Joseph Beuys war ein deutscher Künstler, der vor allem in den Bereichen der Bildhauerei, Zeichnung, Installation, Performance und Kunsttheorie tätig war. Sein umfangreiches Werk und seine Theorien üben bis heute einen großen Einfluss auf die zeitgenössische Kunst aus. Beuys sah sich selbst nicht nur als Künstler, sondern auch als Lehrer und politischer Aktivist, der mit seiner Kunst soziale und ökologische Veränderungen bewirken wollte. Er ist bekannt für seinen erweiterten Kunstbegriff und die Formel "Jeder Mensch ist ein Künstler", mit der er ausdrücken wollte, dass jeder die Fähigkeit hat, die Gesellschaft durch kreatives Handeln zu formen.
Leben und Werk
Frühe Jahre und Ausbildung
Joseph Beuys wurde am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren und wuchs in Kleve auf. Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Bomberpilot und Flugzeugführer in der deutschen Luftwaffe. Nach dem Krieg begann er ein Kunststudium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, wo er später selbst als Professor lehrte. Diese Erfahrungen prägten seine Sicht auf Kunst und Gesellschaft maßgeblich.
Künstlerische Praxis und Theorien
Beuys' Kunstwerke umfassen Zeichnungen, Objekte, Installationen und Performances, die oft Materialien wie Filz, Fett und Kupfer enthalten. Diese Materialien hatten für Beuys symbolische Bedeutungen und standen im Zusammenhang mit seinen Ideen zur Heilung und Transformation. Er entwickelte den Begriff der Sozialen Plastik, die darauf abzielt, die Gesellschaft durch Kunst zu formen und zu verbessern.
Bedeutende Werke
Einige seiner bekanntesten Werke sind "Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt" (1965), "I like America and America likes Me" (1974), und "7000 Eichen" (1982). Diese Arbeiten illustrieren Beuys' Glauben an die heilende Kraft der Kunst und sein Engagement für ökologische und soziale Anliegen.
Einfluss und Vermächtnis
Joseph Beuys' Einfluss reicht weit über die Kunstwelt hinaus. Seine Ideen zur Sozialen Plastik und zum erweiterten Kunstbegriff haben die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst maßgeblich beeinflusst und inspirieren weiterhin Künstler, Aktivisten und Theoretiker weltweit.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Material verwendete Joseph Beuys häufig in seinen Werken? (Filz) (!Leinwand) (!Bronze) (!Papier)
In welchem Jahr wurde Joseph Beuys geboren? (1921) (!1930) (!1945) (!1900)
Was symbolisiert die Aktion "7000 Eichen" von Joseph Beuys? (Ökologisches Bewusstsein und soziale Erneuerung) (!Reine ästhetische Gestaltung) (!Kritik am Kunstmarkt) (!Historische Ereignisse des 20. Jahrhunderts)
Welchen Beruf übte Joseph Beuys während des Zweiten Weltkriegs aus? (Flugzeugführer) (!Arzt) (!Lehrer) (!Kunstkritiker)
Welche Universität war für Beuys' Lehrtätigkeit zentral? (Staatliche Kunstakademie Düsseldorf) (!Universität der Künste Berlin) (!Hochschule für bildende Künste Hamburg) (!Bauhaus-Universität Weimar)
Wie lautet Beuys' berühmte Formel zur Kunst? (Jeder Mensch ist ein Künstler) (!Kunst ist Leben, Leben ist Kunst) (!Form folgt Funktion) (!In der Beschränkung zeigt sich der Meister)
Für welche Art von Performances ist Beuys bekannt? (Interaktive und symbolische) (!Musikalische) (!Tanz und Bewegung) (!Digitale Medienkunst)
Welches Ziel verfolgte Beuys mit dem Konzept der Sozialen Plastik? (Die Gesellschaft durch Kunst gestalten und verbessern) (!Die Bildhauerei neu definieren) (!Die Grenzen zwischen den Kunstgattungen aufheben) (!Ein neues Medium der Kunst erschaffen)
In welcher Aktion lebte Beuys drei Tage mit einem wilden Coyoten zusammen? (I like America and America likes Me) (!Der Chef) (!How to Explain Pictures to a Dead Hare) (!The Pack)
Was war ein zentrales Thema in Beuys' Werk? (Heilung und Transformation) (!Geometrische Abstraktion) (!Politische Propaganda) (!Landschaftsmalerei)
Memory
| Filz | Symbol für Wärme und Heilung |
| 7000 Eichen | Ökologisches Projekt in Kassel |
| Soziale Plastik | Kunst als Mittel zur gesellschaftlichen Veränderung |
| I like America and America likes Me | Performance mit einem Coyoten |
| Jeder Mensch ist ein Künstler | Beuys' erweiterter Kunstbegriff |
Kreuzworträtsel
| filz | Welches Material ist zentral in Beuys' Werk? |
| eichen | Mit welchem Baum realisierte Beuys ein großes ökologisches Kunstprojekt? |
| plastik | Wie nennt Beuys das Konzept, Kunst als Werkzeug zur Gestaltung der Gesellschaft? |
| coyote | Mit welchem Tier führte Beuys eine bekannte Performance durch? |
| kunst | Was sah Beuys als Mittel zur Heilung und Transformation? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeichne ein Selbstporträt mit ungewöhnlichen Materialien (z.B. Filz, Fett, oder Kupfer). Reflektiere darüber, wie diese Materialien deine Wahrnehmung von dir selbst und deiner Umwelt beeinflussen.
- Recherchiere über lokale Umweltprojekte in deiner Umgebung und überlege, wie du dich einbringen kannst. Erstelle einen Aktionsplan nach dem Vorbild von Beuys' "7000 Eichen".
Standard
- Entwickle ein Konzept für eine Soziale Plastik, die in deiner Schule oder Gemeinde realisiert werden könnte. Beschreibe, wie dieses Projekt zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen kann.
- Führe eine kleine Performance zum Thema Mensch-Natur-Beziehung durch. Dokumentiere deine Performance mit Fotos oder einem Video und reflektiere über deine Erfahrungen.
Schwer
- Organisiere eine Kunstausstellung mit Werken von dir und deinen Mitschülern, die sich mit Beuys' Themen wie Sozialer Plastik, Ökologie und der Rolle des Menschen in der Gesellschaft auseinandersetzen.
- Schreibe einen Essay über die Bedeutung von Joseph Beuys' Aussage "Jeder Mensch ist ein Künstler" im Kontext der heutigen Gesellschaft. Diskutiere, wie diese Idee die Art und Weise beeinflussen kann, wie wir über Kreativität und gesellschaftlichen Wandel denken.


Mündliche Prüfung
- Diskutiere, wie Joseph Beuys' Konzept der Sozialen Plastik angewendet werden kann, um aktuelle soziale oder ökologische Probleme zu adressieren. Welche praktischen Schritte wären notwendig?
- Erläutere die symbolische Bedeutung der von Beuys häufig verwendeten Materialien Filz und Fett. Wie tragen diese Materialien zur Gesamtaussage seiner Kunst bei?
- Vergleiche Beuys' Kunstverständnis mit dem eines anderen Künstlers deiner Wahl. Inwiefern unterscheiden sich ihre Ansätze zur Rolle der Kunst in der Gesellschaft?
- Reflektiere über die Aktion "I like America and America likes Me". Welche Bedeutung hat diese Performance für das Verständnis von Beuys' Kunst?
- Analysiere die Wirkung von Beuys' "7000 Eichen" auf die Stadt Kassel und darüber hinaus. Inwiefern hat dieses Projekt das Bewusstsein für Umweltthemen verändert?
OERs zum Thema
Links
7000 Eicheln ▫️ Hase ▫️ Muskel

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7000 Eicheln

Die Aktion "7000 Eichen" von Beuys haben die Joblin Factory zu eigenen Arbeiten inspiriert.

7000 Eicheln
Jack Joblin: "7000 Eichen, Stadtverwaldung war ein sehr planungsintensives und kostspieliges Projekt und ist ein Beleg für das Künstlerdasein des Joseph Beuys. Wenn Beuys daran interessiert gewesen wäre, die Menschen zu Künstlern werden zu lassen, dann hätte er seine Zeit nicht in das Beschaffen des Geldes investiert, um schließlich die 7000 Eichen selbst zu pflanzen. Er hätte seine Zeit dafür aufgewendet, die Menschen von dem Pflanzen von Bäumen zu überzeugen und ihre Trägheit zu überwinden. Es ist davon auszugehen, dass er den leichteren Weg gewählt hat. Warum soll immer der Künstler aktiv werden. Jeder Mensch ist Künstler. Jeder Mensch ist Kunst. Auf der Documenta und bei anderen Ausstellungen werden Eicheln als Saatgut an interessierte Menschen verteilt. Die Menschen, welche die Verantwortung über eine Eiche übernehmen, Saatgut annehmen, pflanzen, hegen und pflegen, können gerne ein Basalt-Monument neben ihren Baum stellen, um die Entwicklung wie bei Beuys zu verdeutlichen. Die Menschen müssen selbst aktiv werden. Sie müssen die Verantwortung und die Arbeit übernehmen, um Künstler einer Sozialen Plastik zu sein. Die Menschen müssen selbst Filzecken erschaffen, auch wenn das erst einmal beim Frühstück auf dem Butterbrot passiert.
7000 Eichen schlagen
In einer Nebenaktion zur Guerilla Vernissage der Joblin Factory wurden wärend der DOCUMENTA einige der 7000 Eichen von Joseph Beuys zum Abholzen markiert.
Die 70 zentralen Bäume wurden – wie bei Holzfäller-Arbeiten üblich – mit einem roten Punkt markiert. Darunter wurde der Name Beuys mit einer Schablone aufgesprüht, um darauf hinzuweisen, wer der Eigentümer des Holzes ist und dies auch bekommen soll.
Wollten Sie mit dieser „Beuys-Bäume Schlagen“ Aktion 2012 schon auf die Klimakatastrophe aufmerksam machen?
Die Zerstörung der Lunge der Erde kann in mehreren Interpretationsansätzen in engem Zusammenhang mit der Fleischkunst und unseren aktuellen Themen gesehen werden. Das Synonym "SCHLAGEN" für abholzen, absägen, umhauen, umlegen wurde gewählt, um den Gewaltakt an der Natur hervorzuheben. Unser Fleischthema ist eng mit der Klimakatastrophe verbunden, wie heute jeder weiß.
Mit dieser Konzeptkunst haben Sie sicher den Zorn vieler Kunstliebhaber auf sich gezogen.
Die Farbe ging beim ersten Regen im Herbst ab. Das war also keine anhaltende Aufregung. Die Bäume stehen seit 2005 unter Denkmalschutz.
7000 Eichen
Nach dem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys können die Projekte Biotop und Baum des Jahres als Soziale Plastik betrachtet werden. Auch "7000 Eichen schlagen" kann als eine Hommage an die "7000 Eichen", der Stadtverwaldung in Kassel gesehen werden. Das Baum des Jahres Projekt ruft dazu auf in allen großen deutschen Städten eine Baumstrecke mit den Bäumen des Jahres zu pflanzen. Die Informationen auf MOOCit können dazu dienen, vor Ort z.B. per QR-Code über die einzelnen Bäume und die Soziale Plastik zu informieren. Bei "7000 Eichen schlagen" werden die Beuys-Eichen durch eine Markierung am Baum zum Schlagen freigegeben.
7000 Eichen von Joseph Beuys
Baum des Jahres als Soziale Plastik

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Infos zu den Bäumen des Jahres
Kunstbezug der Sozialen Plastik
Biotop und Bäume des Jahres als Hommage an die 7000 Eichen von Joseph Beuys. MEHR INFOS >>
Bäume im Unterricht
- Bäume Quiz
- Planet-wissen.de >> Baum
- Aduis - Kopiervorlagen für den Unterricht
- Planet-Wissen.de Baum
- ZDF Baum-Buch-Basteln
- Arbeitsblätter - Baumexperte werden
- Arbeitsblätter Grundschule
- Lückentext
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Biotop als Soziale Plastik


Joseph Beuys
Wie kann die Erstellung eines Biotops Kunst sein? Nach dem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys kann das Biotop-Projekt der Gewerbeschule als Soziale Plastik gewertet weren. Das Projekt möchte andere Menschen dazu anregen, selbst Biotope zu erstellen und verfolgt damit als eine Soziale Plastik eine Gesellschaftsveränderung. Das Projekt entspricht nicht dem formalästhetischen Kunstverständnis und jeder Mensch kann sich an dem Vorhaben beteiligen. Die Schülerfirma Fair-Image schärft damit das Bewusstsein für die wilde Natur in kleinen Tümpeln und Gewässern. Fair-Image sieht die Aktion als Hommage an die 7000 Eichen - der Stadtverwaldung - von Joseph Beuys.
Presse: Biotop-Projekt der Gewerbeschule Lörrach
Schüler packen beim Amphibienschutz in Weil am Rhein mit an
Aus einem Ärgernis wird ein nachhaltiges Projekt: Nachdem ein altes Gewässer auf einem Grundstück am Tüllinger zerstört wurde, ist nun mit Hilfe von Schülern ein Biotop entstanden. So wird aus einem Ärgernis ein nachhaltig wirkendes Projekt: 14 Schüler und eine Schülerin der Gewerbeschule Lörrach legten auf dem Grundstück von Anneliese Thorn am Tüllinger einen Amphibienteich an, nachdem das alte Gewässer zerstört worden war. Am Dienstag hatte die Gruppe ihren letzten Arbeitseinsatz. Die Gastgeberin war einmal mehr begeistert von dem Einsatz der jungen Leute, die unter Anleitung von Johannes Meyer und Armin Wikmann vom Streuobstklassenzimmer sowie ihrer Lehrer Michael Bruder und ... MEHR INFO >>


Joseph Beuys
Einleitung
Ein Biotop ist ein abgegrenzter Lebensraum, dessen charakteristische abiotische Bedingungen (z. B. Wasserhaushalt, Licht, Temperatur, Bodenbeschaffenheit, Nährstoffkreislauf) bestimmen, welche Lebensgemeinschaft aus Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen dort vorkommt. Zusammen mit der Biozönose bildet das Biotop ein Ökosystem. Der Begriff geht auf den Zoologen Friedrich Dahl zurück und setzt sich aus Bios (Leben) und Topos (Ort) zusammen.
Biotope reichen von natürlichen Wäldern, Flüssen und Mooren über Wiesen und Dünen bis zu vom Menschen geprägten Kulturlandschaften wie Streuobstwiesen, Feldhecken, Schulteichen oder begrünten Dächern. Sie liefern zentrale Ökosystemleistungen: Sie regulieren Klima und Mikroklima, filtern Wasser, speichern Kohlenstoff, sichern Bestäubung und bieten Erholung.
Der Biotopschutz ist Kern des Naturschutzes. Er erfolgt durch rechtliche Regelungen, Schutzgebiete, Biotopverbund-Planung, Renaturierung und Monitoring (z. B. Biotopkartierung, Rote Liste). Biotope sind im Kontext von Klimawandel, invasiven Arten, Zersiedelung und Intensivlandwirtschaft zunehmend gefährdet. Du lernst hier, Biotope zu erkennen, zu verstehen, zu vergleichen und praktische Schutzideen zu entwickeln.
Grundbegriffe und Aufbau von Biotopen
Elemente des Biotops
- Abiotische Faktoren: Licht, Temperatur, pH-Wert, Salinität, Feuchtigkeit, Substrat, Nährstoffe
- Biotische Faktoren: Produzenten (Pflanzen, Phytoplankton), Konsumenten (Tiere), Destruenten (Bakterien, Pilze)
- Nahrungskette und Nahrungsnetz: Energiefluss von Photosynthese bis Zersetzung
- Habitat und Mikrohabitat: Lebensraum-Skalen vom Landschaftsausschnitt bis zur Rindenspalte
- Sukzession: zeitliche Entwicklung vom Pionierstadium bis zum Klimax
- Störungen: Hochwasser, Feuer, Sturm, Beweidung formen Dynamik
Typen von Biotopen (Auswahl)
- Wald (Laub-, Misch-, Nadelwald; Bedeutung von Totholz)
- Fluss und Aue (Quellbereich, Oberlauf, Mittellauf, Unterlauf, Auenwald)
- See und Teich (Litoral, Pelagial, Profundal)
- Moor und Sumpf (Hochmoor, Niedermoor als Kohlenstoffsenke)
- Trockenrasen und Magerrasen (artenreiche Offenland-Biotope)
- Düne/Küste (Vordüne, Weißdüne, Graudüne, Braundüne)
- Streuobstwiese (Agrobiodiversität, Obstbaum-Altbäume)
- Städtische Biotope (Brachen, Dachbegrünung, Fassadenbegrünung, Innenhöfe)
Prozesse, Leistungen und Gefährdungen
Ökosystemleistungen
- Regulierende Ökosystemleistungen: Klimaregulation, Wasserreinigung, Erosionsschutz
- Versorgende Ökosystemleistungen: Trinkwasser, Holz, Wildpflanzen
- Kulturelle Ökosystemleistungen: Erholung, Bildung, Landschaftsästhetik
- Unterstützende Ökosystemleistungen: Bodenbildung, Nährstoffkreislauf, Bestäubung
Gefährdungen und Schutz
- Lebensraumverlust: Flächenversiegelung, Zerschneidung durch Verkehr
- Nährstoffeinträge und Pestizid-Belastung
- Klimawandel: Dürre, Hitze, Meeresspiegelanstieg
- Neobiota verdrängen endemiche Arten
- Schutzinstrumente: Schutzgebiet, Managementplan, Biotopverbund, Grünbrücke, Renaturierung, Extensive Bewirtschaftung
Planung, Recht und Monitoring
Rechtlicher Rahmen (D/A/CH/EU)
- Bundesnaturschutzgesetz (DE), Naturschutzgesetz (Länder), FFH-Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie, Natura 2000
- Ramsar-Konvention (Feuchtgebiete), Berner Konvention, UN-Biodiversitätskonvention
- Biotopkartierung: systematische Erfassung von Biotoptypen, Habitatqualität und Indikatorarten
Methoden der Erfassung
- Vegetationsaufnahme (z. B. Braun-Blanquet)
- Zeigerwerte nach Ellenberg
- GIS-gestützte Fernerkundung, Drohnenkartierung
- Citizen Science: ArtenFinder, iNaturalist
- Langzeitmonitoring und adaptives Management
Beispiele und Fallstudien
Feuchtbiotope
- Hochmoor: Torfmoos-Dominanz, extrem nährstoffarm, starke Kohlenstoffsenke
- Auenlandschaft: dynamische Hochwasser-Impulse, hohe Biodiversität
Trocken- und Stadtbiotope
- Trockenrasen: seltene Orchideen, Reptilien
- Stadtökologie: Mauersegler, Feldsperling, Wildbiene auf Dachbegrünung
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen (Set 1)
Was beschreibt ein Biotop am treffendsten? (Einen räumlich abgegrenzten Lebensraum mit charakteristischen Umweltbedingungen) (!Eine Artengemeinschaft ohne Raumbezug) (!Eine einzelne Tierart) (!Ein Schutzgebiet ohne Lebensgemeinschaft)
Welche Kombination ergibt ein Ökosystem? (Biotop und Biozönose) (!Nahrungskette und Pyramide) (!Produzent und Konsument) (!Wald und Stadt)
Welcher Faktor ist abiotisch? (Temperatur) (!Bestäubung) (!Fraßdruck) (!Konkurrenz)
Was ist ein Mikrohabitat? (Ein sehr kleiner spezieller Teilraum eines Habitats) (!Ein großräumiges Schutzgebiet) (!Eine Region zwischen zwei Kontinenten) (!Ein Tierwanderkorridor)
Welche Zone gehört zu Stillgewässern? (Litoral) (!Pelzium) (!Epilobus) (!Eurytop)
Welche Aussage zu Mooren ist korrekt? (Hochmoore sind nährstoffarm und speichern viel Kohlenstoff) (!Niedermoore entstehen nur in Wüsten) (!Moore enthalten keinen Torf) (!Moore bestehen aus Kalkgestein)
Was fördert die Artenvielfalt in Wäldern stark? (Totholz in verschiedenen Zerfallsstadien) (!Komplette Beseitigung des Unterwuchses) (!Monokultur mit einer Altersklasse) (!Vollständige Entwässerung)
Wofür steht Biotopverbund? (Vernetzung von Lebensräumen durch Korridore und Trittsteine) (!Erhöhung des Düngereinsatzes) (!Vergrößerung einzelner Felder) (!Reine Jagdruhezonen ohne Vegetation)
Welche typische Störung prägt Auen? (Hochwasser) (!Vulkanismus) (!Permafrost) (!Dauerfrost in Tropen)
Welche Methode dient der Vegetationsanalyse? (Braun-Blanquet) (!Doppler-Radar) (!Ohmsches Gesetz) (!Keplersche Gesetze)
Quiz: Teste Dein Wissen (Set 2)
Was ist eine Biozönose? (Die Gesamtheit aller Lebewesen in einem Biotop) (!Eine Bodenart in Flussauen) (!Ein Moorpflanzen-Gen) (!Ein Messgerät für pH-Werte)
Welcher Begriff bezeichnet die zeitliche Entwicklung eines Biotops? (Sukzession) (!Erosion) (!Selektion) (!Exkursion)
Welche Struktur verbessert die Durchlässigkeit für Wildtiere? (Grünbrücke) (!Lärmschutzwand ohne Öffnungen) (!Betonrinne) (!Lichtmast)
Welcher Gewässerabschnitt liegt am Ufer eines Sees? (Litoral) (!Profundal als Uferzone) (!Atmosphärische Grenzschicht) (!Abyssal der Tiefsee)
Was ist eine regulierende Ökosystemleistung? (Klimaregulation) (!Mineralsammlung) (!Autoschmierung) (!Textilveredelung)
Welche Aussage zu Trockenrasen ist richtig? (Sie sind artenreich und benötigen extensive Nutzung oder Pflege) (!Sie entstehen nur auf Moorboden) (!Sie sind stets nährstoffreich und feucht) (!Sie bestehen ausschließlich aus Nadelbäumen)
Welche Maßnahme gehört zur Renaturierung eines Flusses? (Rückverlegung von Deichen und Wiederanschluss der Aue) (!Begradigung und Betonierung) (!Aufstauen ohne Fischpass) (!Entfernung von Ufergehölzen)
Was ist eine Indikatorart? (Eine Art, deren Vorkommen Rückschlüsse auf Standortbedingungen erlaubt) (!Eine Art, die alle Lebensräume gleichermaßen nutzt) (!Eine Art, die nur in Zoos lebt) (!Eine Art, die immer invasiv ist)
Welche Richtlinie bildet die Basis von Natura 2000? (FFH-Richtlinie und Vogelschutzrichtlinie) (!Chemikalienrichtlinie REACH allein) (!Wasserrahmenrichtlinie allein) (!Common Agricultural Policy ohne Naturschutz)
Welcher Begriff steht für die Vielfalt der Arten, Gene und Ökosysteme? (Biodiversität) (!Bioakkumulation) (!Biomasseverbrennung) (!Biometrie)
Memory (Set 1)
| Biotop | Lebensraum |
| Biozönose | Lebensgemeinschaft |
| Totholz | Strukturvielfalt |
| Hochmoor | Kohlenstoffsenke |
| Aue | Hochwasser-Dynamik |
| Trockenrasen | Orchideenreichtum |
| Grünbrücke | Wanderkorridor |
Memory (Set 2)
| Sukzession | zeitliche Entwicklung |
| Indikatorart | Standortsignal |
| Litoral | Uferzone |
| Renaturierung | Wiederherstellung |
| Biotopverbund | Vernetzung |
| Dachbegrünung | Stadtnatur |
| Niedermoor | Grundwasserernährung |
Drag and Drop (Abfolge: Fluss von der Quelle bis zur Mündung)
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Quelle | Oberlauf mit steilem Gefälle |
| Kiesbett | Mittellauf mit Mäandern |
| Aue | Überflutungsfläche |
| Altarme | Altwasser in der Ebene |
| Mündung | Übergang ins Meer |
Drag and Drop (Sukzession auf Brachfläche)
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Pionierpflanzen | Erstbesiedler |
| Staudenflur | Folgestadium |
| Gehölzjungwuchs | Verbuschung |
| Jungwald | geschlossene Baumschicht |
| Klimax | relativ stabiles Endstadium |
Kreuzworträtsel (Set 1)
| Biotop | Abgegrenzter Lebensraum mit bestimmten Umweltfaktoren |
| Biozönose | Gemeinschaft aller Arten in einem Biotop |
| Ökosystem | Einheit aus Lebensraum und Lebensgemeinschaft |
| Renaturierung | Wiederherstellung naturnaher Zustände |
| Totholz | Wichtiges Strukturelement im Wald |
| Moor | Feuchtbiotop mit Torfbildung |
Kreuzworträtsel (Set 2)
| Auenwald | Waldtyp der Flussaue |
| Trockenrasen | Artenreiches Offenland auf mageren Standorten |
| Sukzession | Zeitliche Entwicklung eines Lebensraums |
| Naturschutz | Rechtlich verankerte Erhaltung von Natur |
| Biodiversität | Vielfalt der Arten und Lebensräume |
| Litoral | Uferzone eines Stillgewässers |
LearningApps
Lückentext (Set 1)
Lückentext (Set 2)
Offene Aufgaben
Leicht
- Biotop in deiner Nähe: Beschreibe in 8–10 Sätzen die sichtbaren Umweltfaktoren.
- Skizze: Zeichne ein Biotop deiner Wahl und kennzeichne Produzenten, Konsumenten und Destruenten.
- Fotodokumentation: Erstelle 6 Fotos, die Strukturen wie Totholz, Uferzone oder Hecke zeigen, und beschrifte sie.
- Beobachtung: Liste 10 Arten (Pflanzen/Tiere) in einem Park und ordne sie grob Trophieebenen zu.
Standard
- Vergleich: Gegenüberstellung von Trockenrasen und Streuobstwiese hinsichtlich Pflege und Artenvielfalt.
- Flusslandschaft: Erstelle eine Skizze von Quelle bis Mündung mit Beschriftung von Aue, Mäander und Altarm.
- Stadtökologie: Plane Mikrohabitate für Wildbienen auf dem Schulhof (Material, Standort, Pflege).
- Datenanalyse: Werte eine kleine Artenliste aus (z. B. 20 Beobachtungen) und interpretiere in 5 Sätzen die Habitatqualität.
Schwer
- Renaturierungs-Konzept: Entwirf Maßnahmen für einen begradigten Bach (Ziel, Schritte, Monitoring).
- Biotopverbund: Skizziere einen Korridorplan zwischen zwei Waldfragmenten inkl. Grünbrücke und Trittsteinen.
- Klimawandel: Analysiere in 800 Wörtern Auswirkungen von Dürre auf Auenwald und mögliche Anpassungen.
- Citizen Science: Plane ein Schulprojekt zur Biotopkartierung mit iNaturalist und Datenauswertung.


Lernkontrolle
- Transfer: Erkläre, wie Totholz gleichzeitig Artenvielfalt und Nährstoffkreislauf beeinflusst.
- Systemdenken: Zeige an einem Beispiel, wie eine Veränderung des Wasserhaushalts mehrere Trophieebenen betrifft.
- Planung: Begründe die Reihenfolge von Maßnahmen in einer Renaturierung (Zieldefinition, Umsetzung, Monitoring).
- Bewertung: Diskutiere Zielkonflikte zwischen Hochwasserschutz und Auen-Renaturierung.
- Innovation: Entwickle ein Konzept für Stadtökologie mit Fokus auf Dachbegrünung und Fassadenbegrünung.
OERs zum Thema
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Kunstbezug der Sozialen Plastik
Biotop und Bäume des Jahres als Hommage an die 7000 Eichen von Joseph Beuys. MEHR INFOS >>
Wie kann die Erstellung eines Biotops Kunst sein? Nach dem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys kann das Biotop-Projekt der Gewerbeschule als Soziale Plastik gewertet weren. Das Projekt möchte andere Menschen dazu anregen, selbst Biotope zu erstellen und verfolgt damit als eine Soziale Plastik eine Gesellschaftsveränderung. Das Projekt entspricht nicht dem formalästhetischen Kunstverständnis und jeder Mensch kann sich an dem Vorhaben beteiligen. Die Schülerfirma Fair-Image schärft damit das Bewusstsein für die wilde Natur in kleinen Tümpeln und Gewässern. Fair-Image sieht die Aktion als Hommage an die 7000 Eichen - der Stadtverwaldung - von Joseph Beuys.
Soziale Plastik auf MOOCit
Nach dem erweiterten Kunstbegriff können MOOCs und andere Projekte auf dem MOOCwiki.org bzw. MOOCit.de Soziale Plastiken sein. Sie können hier geplant, gestartet, gestaltet, geformt werden. Auf dieser Seite wird erklärt, was diese Begriffe heißen und warum die Projekte auf diesem Portal Soziale Plastiken sein können.
Soziale Plastik auf MOOCit
- Gesellschaftsveränderung: Die Soziale Plastik verfolgt das Ziel auf die Gesellschaft gestaltend einzuwirken. Es können kreative Aktionen oder Prozesse sein, welche die Verhältnisse formen bzw. ändern.
- Kein formalästhetisches Kunstverständnis: Soziale Plastiken sind nicht auf materielle Artefakte beschränkt.
- Jeder Mensch kann Künstler sein: Auf MOOCit kann jede(r) Soziale Plastiken erstellen.
- Multiples: Die Kunstprojekte auf MOOCit können als Art Multiples betrachtet werden, welche das Ziel verfolgen, mehr Menschen mit den gesellschaftsverändernden Ideen zu erreichen, als dies mit anderen Mitteln der Fall wäre.
Erweiterter Kunstbegriff
Soziale Plastik
Joseph Beuys
Mit MOOCs die Welt verändern?
Mach mit. MOOCit. MOOCit ist ein kostenloses Angebot für alle, die am Schulleben beteiligt sind. Hier können für die Bildungsarbeit Mini-MOOCs selbst erstellt werden. Die besten MOOCs werden mit Zertifikaten ausgezeichnet. P4P Mini-MOOCs ermöglichen ein neuartiges Lernen und sollen das Bildungswesen in Deutschland revolutionieren.
Wir bieten Fortbildungen zum Themengebiet MOOCs in der Bildung an. Mini MOOCS vor, in und nach der Präsenzphase. Die Teilnehmer lernen das Wiki-Portal „MOOCit.de“ kennen, bekommen konkrete Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt und können selbst MOOCs erstellen (Hierzu sind keine Programmierkenntnisse erforderlich!) |
Soziale Plastik auf MOOCit
- 2021 - Biotop und Planung der Sozialen Plastik "Baum des Jahres", Gewerbeschule Lörrach (GWS)
- 2020 - Biotop, GWS
- 2019 - Liedlernen.de, Christophorus Kindergarten Freiburg
- 2018 - Freiburgspiel, Emil-Thoma-Realschule
- 2018 - MOOC the nature, Realschule Endingen
- 2017 - Rette unsere Zukunft, Realschule Endingen
- 2017 - Deutschland gegen Krieg (von A bis Z), GWS
- 2017 - Ausschnitte & Back on Wood, GWS
- 2017 - Kult-Spiel.de, GWS
- 2016 - Jedes Jahr Dylan & Brecht, Emil-Thoma-Realschule Freiburg
- 2016 - MOOCit Wettbewerb, GWS
- 2015 - Fair macht Schule, GWS
- 2015 - Taschen-Bücher: Maul- & Laber-Taschen, GWS
- 2015 - Der Grundrechte-Countdown im digitalen Zeitalter, GWS
- 2014 - Kurzfilmkanon Wettbewerb, GWS
- 2013 - Ich komm' nicht in die Tüte, GWS
- 2012 - That's Art Wettbewerb, GWS
- 2011 - Kritzel-Kollektion & SC Freiburg Kritzel-Edition, GWS
- 2010 - WM-Wettbewerb, GWS
- Seit 2009 Hilfsprojekt Mandi, GWS
- Seit 2008 Schülerfirma Fair-Image.de, Gewerbeschule Lörrach (GWS)
Kunstprojekte
Kunst + Bildung
- Kunstgeschichte
- Das große Kunstquiz 1 2 3 4 5 6 7
- Techniken, z.B. Druck: Tonertransferdruck, Holzschnitt, Siebdruck
- Jeder Mensch ist Kunst & Timm Ulrichs ist Kunst
- Klimawandel
- Rassismus
- Diskursive Kunst
Kunst + Spiel
Kunst + Literatur
- Addbooks (Konzeptkunst)
- Die wichtigsten Texte der Menschheitsgeschichte
- Märchen lernen
- Comic
- Literaturkanon
- Dylan & Brecht
Kunst + Film
Kunst + Musik
- Liedlernen.de
- Adventskalenderbuch
- Mein Mitmach-Liederbuch
- TOP 1000X
- Top 500 Songs des Rolling Stone Magazins
Kunst + Welt retten
- Fair-Image.de
- Rette unsere Zukunft
- Ich komm' nicht in die Tüte
- Kritzel-Kollektion
- Deutschland gegen Krieg (von A bis Z)
- Der Grundrechte-Countdown im digitalen Zeitalter
- MOOC the nature
- Upcycling Spiel
- Baum des Jahres
Kunst + Lokale Kultur
Beispiel
- Freiburgspiel.de
- Freiburger Stadt-Tour
- SC Freiburg Kritzel Edition
- Museum Natur und Mensch
- Stimmen Festival
Kunst + Du
Deine Kunst
Kunst + P4P MOOC Fortbildung
- P4P MOOCs aus OERs kombinieren
- Animierte Videos herstellen
- Interaktive Aufgaben erstellen
- MOOC Reihen anlegen
- Medienmentoren ausbilden
- Tablet-Führerschein konzipieren
- Digitalisierungsstrategie entwickeln
Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst. Ich bin Kunst. Fleisch ist Kunst.
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Dürers Hase erklärt den Menschen zur Kunst - Jeder Mensch ist Kunst

Wie der tote Hase den Menschen zur Kunst erklärt
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Muskel
Die Capri Batterie von Beuys leuchtet schön ohne Strom. Die Energie kommt von einer Zitrone. Das passt. Die Energie, die wir thematisieren kommt aus dem Fleisch. Das erzeugt ein Blutrotes Licht oder einen Spiegel - das läuft auf das gleiche hinaus.

Jeder Mensch ist Kunst | Every human is Art






Joseph Beuys
Sie sind Kunst. Jedenfalls können Sie es sein, wenn Sie eine Aussage von Joseph Beuys ernst nehmen, die in einem TV-Talk entstand. Beuys antwortete am 27.01.1983 in einer Live-Sendung des Österreichischen Rundfunks (ORF), im „Club 2“ mit dem Thema „Kunst oder Schwindel“ nach ca. 47 Minuten auf die per Telefon geäußerte Publikumsfrage, wann er seinen Hut abnehmen würde, mit diesen Worten:
„Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird.“
Jeder Mensch ist Kunst!?
Scheinbar haben sich an diesem Tag mehrere Leute echauffiert. Die Kunsthistorikerin Fässler findet es im Anschluss typisch, wenn beim Publikum in einem intellektuellen Diskurs vor allem die oberflächliche Frage gestellt wird, warum Beuys so unhöflich ist und in einer sitzenden Gesprächsrunde sich nicht an die Etikette halten kann. Jahre später bringt auch der damalige Meisterschüler und in Beuys-Jubiläumsjahren immer präsente Johannes Stüttgen den Menschen als Kunstwerk ins Spiel: „Er (Beuys) ist als Künstler gleichzeitig Bestandteil des Kunstwerks“ (Stüttgen in SWP, 2021). In einem Vortrag, der auf YouTube zu finden ist, wird er auch konkreter: Es gilt „also nicht: Jeder Mensch ist ein Künstler. Sondern jetzt heißt es: Jeder Mensch ist ein Kunstwerk“ (Stüttgen in Der erweiterte Kunstbegriff, 2021, Min. 1:20:10). Was hat diese Aussage mit uns heute zu tun? Ist nun also nicht nur jeder Mensch ein Künstler, sondern kann auch jeder Mensch ein Kunstwerk sein? Kann jeder Mensch Kunst sein, ob er nun bei der Müllabfuhr ist, Krankenpfleger, Arzt, Ingenieur oder Landwirt? (Der Spiegel, 1984) Kann nun jeder Mensch sich und andere zur Kunst erklären? Für die Kunstwelt wäre dies doch eine Sensation. Es wäre mehr als die seit den 60er Jahren immer wieder versprochene Partizipation an der Kunst – es wäre eine Übernahme der Kunst durch jeden Menschen. Der Internetfund in dem ORF-Archiv könnte ein Glücksfall für die Kunsttheorie sein oder sogar eine Revolution auslösen, die Beuys immer anstrebte, da das Zitat eine ungeheure Energie beinhaltet, aber leider noch nicht ausreichend in der Fachliteratur diskutiert wurde. Es geht um die ganz großen Themen, wie Freiheit, Demokratie, Liebe und Tod. Oder wäre es für die Kunstwelt eher ein Zitat, das man besser schnell wieder vergessen und den Mantel des Schweigens darüber legen sollte?
Situation & Glaubwürdigkeit
Glaubwürdig und passend erscheint das Zitat, wenn man sich mit dem Werk des Künstlers auseinandersetzt. „Alles kann Kunst werden. Insbesondere alles Kraftspeichernde. So lautet die Kunstformel,“ (Kufus / Veiel, 2017, Min. 7:53) behauptet Beuys. „An und für sich ist der Kunstbegriff so erweitert, dass jede normale Situation Kunst ist“ (Kufus / Veiel, 2017, Min. 12:05). Zudem ist Beuys dafür bekannt, sich mit hoher Präzision auszudrücken und seine Worte mit Bedacht zu wählen. Es ist also auf den ersten Blick davon auszugehen: nach Beuys schlummert in jedem Menschen die Möglichkeit, ein Kunstwerk zu sein. Jeder von uns kann Künstler sein. Und unsere Kunst ist – nach diesem 80er Zitat – schon immer direkt vor unseren Augen. Sie liegt oder besser läuft auf der Straße. Jeder Mensch ist ein Kunstwerk. Jeder Mensch kann ein Kunstwerk sein. Wenn wir es wollen und wenn wir in der Lage sind, dies wahrzunehmen, ist die Welt voller Kunst. Für eine Kunsterfahrung brauchen wir nicht unbedingt einen Museumsbesuch, es reicht ein Blick in den Spiegel oder aus dem Fenster. Ein Spaziergang oder ein Ausflug in die Stadt kommt einem kulturellen Ereignis, einem Louvre-Besuch gleich. Manch einer wird vielleicht vorgeben, eine Galerie zu besuchen und doch in ein Wirtshaus wandern. Wenn wir alle Menschen als Kunstwerke erfahren könnten, wäre unser Leben reicher. Lassen wir uns auf den Versuch ein: Jeder Mensch ist ein Kunstwerk. Gehen wir zu Menschen und versuchen wir diese als Kunst zu erkennen. Nach einiger Zeit des intensiven Betrachtens drängt sich (bei mir) der Konjunktiv in die Gedanken: Jeder Mensch könnte ein Kunstwerk sein. Die Wahrnehmung des Menschen als Kunst ist nicht so einfach. Sie findet oszillierend statt. Meist sind Menschen für uns „nur“ Menschen. Manchmal kann es schwer sein, Menschen nicht nur als wandelnde Objekte zu sehen. Manchmal gelingt es uns, Menschen als Subjekte zu respektieren. In seltenen Augenblicken können wir sie als Kunst – also nicht mehr als „Werk“ – erfahren und wünschen uns, dass diese Augenblicke nicht verfliegen: „Verweile doch. Du bist so schön.“ möchten wir wie Goethes Faust sagen. Und Fragen kommt auf: Ist das, was wir als Kunst schätzen, eine hochstilisierte Facette des Subjektiven? Kann jeder Mensch die Menschen als Kunst empfinden?
Rolle des Künstlers
Wenn jeder Mensch Kunst sein kann, welche Rolle spielt dann der Künstler? Wer ist der Divino artista? In dem ewigen Dreigestirn Künstler, Kunst und Betrachter gibt es m.E. drei Möglichkeit: A) Der Betrachter ist der Künstler, weil in seinem Auge oder besser in seinem Gehirn der Mensch als Kunst entsteht. Seine Instrumente sind nicht mehr Pinsel und Farbe, sondern sein Geist. Der Betrachter wäre eine Art Konzeptkünstler, da seine Idee von Kunst keine zusätzliche visuelle Umsetzung benötigt. B) Der Mensch als Kunst ist der „göttliche Schöpfer“, weil er die Menschen dazu bringt, ihn als Kunst wahrzunehmen. Aber sind das dann nur die Menschen, die wir eh als eine Art „Gesamtkunstwerk“ betrachten, wie z.B. Da Vinci, Goethe, Dylan, Brecht oder eben Beuys? Müssen diese Menschen eine schöpferische Lebensleistung vollbringen, damit sie als Kunst anerkannt werden? Oder: C) Der Künstler ist nicht vorhanden, da zwar das Urteil über einen Menschen als Kunst für den Betrachter wahrhaftig ist, aber das Verständnis darüber fehlt, das erklären könnte, warum der Mensch Kunst ist. Der Betrachter bleibt dann nur der Betrachter. Ihm fehlt das Schöpferische. Der Mensch als Kunst bleibt Kunst. Auch dieser Mensch ist kein schaffender Künstler. Ist der Künstler nun Gott, die Psyche des Betrachters, seine Eltern oder eine mystische Bestimmung? Muss so lange nach Verständnis oder Schöpfung gesucht werden, bis der Künstler gefunden ist? Können wir mit dem fehlenden Künstler leben? Heißt es dann: Kein Mensch ist Künstler? Für den ungewissen Zustand bis Verständnis erreicht ist, fehlt der Künstler. Dieser taucht vielleicht auch niemals auf. Das ist mehr als Chance zu begreifen, als dass es einen Verlust darstellt, da offene Diskurse immer Bewegung bedeuten, welche eine Entwicklung des Geistes hervorrufen können. Das Erzeugen eines Verständnisses oder eines Konsenses muss nicht die Aufgabe der Kunst sein.
Private Plastik, Subjektkunst & der Mensch-An-Sich
Die private Plastik ist immer eine Soziale Plastik: Für Beuys waren die Gedanken, Worte und Werke eine Soziale Plastik, wenn diese die Welt formen. So konnte jeder Mensch Künstler an einer geformten Welt werden. Plastik oder Skulptur war in diesem Sinne also kein Gegenstand, auf den man z.B. einen Hut legen kann. Die Idee des Menschen als Kunst schafft eine private Plastik, indem die persönlichen Gedanken geformt werden. Und: Ein geformter Geist kann nicht nicht die Gesellschaft formen. Obgleich das Grundinteresse der Betrachtung des Menschen-An-Sich als Kunst nicht einer Weltverbesserung dienen soll, so sind die Auswirkungen eines diesbezüglich von Gedanken geformten Geistes auf die Gesellschaft doch nachzuvollziehen. Sie haben kein heuchlerisches Interesse. Die Gedanken können frei, sogar egoistisch sein. Der Gedanke des Menschen als Kunst kann als Schatz betrachtet werden, an dem man sich bereichern kann, ohne wo anders Armut herbeizuführen. Die Entscheidung, Menschen als Kunst wahrzunehmen kann nicht im Privaten bleiben, da diese die Haltung allen Menschen gegenüber verändert. In jedem Menschen steckt das Potential Kunst zu sein - unabhängig von Herkunft, Glaubenszugehörigkeit, Geschlecht usw. Die Freiheit über die Entscheidung und die vielseitige, persönliche Erfahrung des Menschen als Kunst ist hierfür ebenfalls essenziell. Diese Haltung vor Menschen kann positive Effekte auf die Gesellschaftsentwicklung haben. Die Verinnerlichung des Menschen als Kunst könnte eine wirkliche Änderung der Gesellschaft bewirken, sollte es gelingen, eine aufrichtige Empfindung der Menschen als Kunst zu etablieren. Werden Menschen als Kunst gesehen, können diese Menschen als Kunst nicht anders als nur mit höchstem Respekt behandelt werden. Diese Grundhaltung übertragen auf alle Menschen der Welt würde sicherlich viele Probleme auf der Welt lösen. Sie ist auch die schlüssigste Haltung, wenn man an die Idee des erweiterten Kunstbegriffs denkt. Der Mensch als Kunst wäre hier ein Perpetuum mobile des Respekts vor dem Menschen. Die private Plastik der geformten Gedanken wäre immer eine Soziale Plastik der geformten Welt.
Themen: Kunst gegen Krieg und Kunst der Pandemie
Für die Soziale Plastik von Beuys ist Fridays for Future ein aktuelles passendes Beispiel, um diese Interpretation der Kunst zu verstehen. Hier wird durch das Engagement der Menschen die Welt geformt. Somit werden sie zu Künstlern. Bei der Privaten Plastik geht es um Themen wie die zwischenmenschlichen Beziehungen, alles Fleischliche, die Wertschätzung des persönlichen Kontaktes in einer Pandemie, Sex, die Unversehrtheit des Fleisches, Gewalt, Schönheit, das Zeigen der eigenen Wunde und auch um den Krieg. Die Private Plastik mit Gesellschaftsrelevanz lässt sich durch Kriege gut erklären. Hier hat sich in den Köpfen der einzelnen Kriegsparteien über Jahre hinweg eine Idee geformt. Diese Idee vertreten diese Menschen auch gegen einen übermächtigen Gegner und stellen sich mit Fleisch und Blut gegen den Feind, auch wenn dies Familien zerreißt, Tod und Verderben bedeutet. Beide Seiten glauben an Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und eine schöne Zukunft. Bis dahin ist die Private Plastik wertneutral. Im Ukraine-Krieg würde man mit dieser Haltung keine Seite bevorzugen. Wenn nun der Mensch als Kunst wahrgenommen werden würde, dann würde kein Mensch, kein Soldat auf andere Menschen schießen oder ihnen anderes Leid zufügen. Jeder einzelne Mensch würde sich über die gesellschaftlichen Zwänge hinwegsetzen und keine Kunst gefährden. Das Erkennen des geformten Geistes würde viele weitere Geister inspirieren. Der "Mensch als Kunst" würde sich von der Privaten zur Sozialen Plastik wandeln und eine ethische Komponente erlangen, auch wenn dies eine (utopische) Zielethik wäre, die vielleicht durch Synkretismus und nicht durch Diskursethik entsteht. Der Respekt vor dem Menschen steht im Zentrum dieser Kunst. Die Private Plastik im Kopf der Menschen würde eine Soziale Plastik der geformten Welt bedeuten.
Leseprobe Online-Texte: Kann Plastik die Welt verändern?
Der Mensch kann nicht nicht Kunst sein
Der Mensch kann sich weigern, Kunst zu sein oder die Fragestellung danach ignorieren. Er kann fühlen, denken, tun und lassen, was er will, der Mensch-An-Sich bleibt Kunst. Gedanken und Nicht-Gedanken, Ideen und Nicht-Ideen sind persönliche Plastik und damit immer auch Soziale Plastik. [Meist bewirken die Ideen, die man nicht hat mehr, als die Ideen, die man hat.] Als ein sich stetig wandelndes Subjekt oder als ein selbstverantwortetes Objekt bleibt der Mensch Kunst. Der Mensch-An-Sich als Kunst ist nie nur ein Objekt. Er ist nie nur ein Werk. Er ist auch nicht nur ein Subjekt. Er ist auch nicht die Summe aus seiner Betrachtung als ein Objekt und /oder als ein Subjekt. Er ist „mehr“ als ein Mensch, wenn es gelingt, ihn als Kunst zu erkennen. Die Möglichkeit jedes Menschen andere Menschen sowohl als ein objektives KunstWERK, als auch als subjektive Kunst zu erkennen, lässt vermuten, dass hier ein Axiom (nach Watzlawick) entstehen könnte: Der Mensch kann nicht nicht Kunst sein. Das wäre eine revolutionäre Neuerung zu den eher gebräuchlichen Erkenntnissen: Der Mensch kann nicht nicht entscheiden, was Kunst ist. Und: Der Mensch kann nicht nicht Kunst schaffen.
Die Unmöglichkeit des Menschen keine Kunst zu sein
Wenn jeder Mensch-An-Sich Kunst ist, dann ist es einfach, ein Künstler zu sein. Es genügt sich zu besinnen. An jedem Ort. Zu jeder Zeit. Wir brauchen kein Museum, keine Galerie und kein Internet. Auch wenn Beuys meinte: „Der Fehler fängt schon an, wenn einer sich anschickt Keilrahmen und Leinwand zu kaufen“ (Asholt / Fähnders, 2000, S. 90). Jeder Mensch kann trotzdem Bilder malen. Man darf trotzdem Zeichnungen, Fotos, Drucke, Skulpturen erschaffen und auf jedem erdenklichen Netzwerk posten. Man sollte oder muss trotzdem jeden Freitag zu einer Demonstration gehen und aktiv die Welt durch eine Soziale Plastik ändern. Es ist jedoch so, wir ändern schon die Welt mit einer viel persönlicheren Handlung: Der gedanklichen Leistung, jemanden als Kunst zu empfinden. Diese Haltung formt unseren Geist und macht diesen zur Plastik. Dieser geformte Geist bzw. diese persönliche Plastik hat immer auch Auswirkungen auf die Gesellschaft. Alles kann Kunst sein. Jeder Mensch kann Kunst sein. Auch ohne einen Künstler. Damit ist die Kunst aber nicht tot. Die Kunst ist damit in keiner Krise. Die Kunst ist, wie so oft, an einem Neuanfang mit vielen Möglichkeiten und Aussichten. Jeder Mensch besitzt die Freiheit, für sich selbst zu entscheiden, ob die Erweiterung „Mensch als Kunst“ für ihn eine Bereicherung sein kann.
Erscheinungsrelikte
Was bedeutet die Erkenntnis, dass Menschen Kunst sind, im Rückblick? Die Mona Lisa ist in der Betrachtung des Menschen als Kunst ein Erscheinungsrelikt bzw. ein Apparition Relic. Nach René Magritte müsste unter dem Gemälde der Satz stehen: „Das ist nicht La Gioconda.“ oder „Das ist kein Mensch.“ Es ist nur ein Abbild eines Menschen, der als Kunst gesehen wurde. Das Gemälde zeigt den Menschen (in diesem Fall die Mona Lisa) in seiner Zeit als Kunst. Von dem Künstler Leonardo da Vinci als Kunst empfunden, gesehen und für die Nachwelt mit besonderen technischen und ausdrucksstarken Mitteln als Kunst festgehalten. Das Lächeln der Mona bezieht sich in dieser Interpretation auf die Erkenntnis, dass diese Frau von Leonardo da Vinci als Kunst wahrgenommen wird. Vielleicht fragen die Augen der Mona Lisa nun auch: Ich bin Kunst, was bist Du? Alle kunstgeschichtlichen Darstellungen von Menschen sind darauf zu untersuchen, in wie fern die Menschen Kunst sind. Ein besonderes Augenmerk ist sicherlich dabei auf das Selbstbildnis zu richten.
Kunstanalyse
Für die Kunstanalyse ist der Mensch als Kunst eine Mammutaufgabe. Da es sich bei jedem Menschen um eine viel komplexere Kunst handelt, als dies z.B. ein zweidimensionales Gemälde oder eine Videoinstallation darstellen kann, sind neue Wege der Ausdeutung erforderlich. In der Ikonographischen Analyse wird deutlich, wie weit sich die Analyse eines Menschen als Kunst von einem formalästhetischen Kunstwerk unterscheidet. Dem Menschen wird man als Menschen und als Kunst durch eine herkömmliche Herangehensweise nicht gerecht. Selbst die einfachste Biographie ist in ihren Facetten so undurchdringlich, dass schon allein in diesem Punkt der Betrachtung eine abschließende Analyse unmöglich scheint. Trotzdem ist eine ständig scheiternde Untersuchung auch eine Kunstanalyse, die sich wissenschaftlich weiterentwickelt, bis diese Kunstform angemessen beschrieben werden kann. Es zeigt, dass der Mensch als Kunst im Stande ist, den Rahmen der gewohnten Betrachtung zu sprengen. Spannender könnte Kunst kaum sein.
Diskursive Kunst
Demokratischer könnte Kunst kaum sein. Menschen sind überall. Menschen sind immer präsent. Manche schreien stumm: „Ich bin Kunst.“ Da sich durch die wandelnde Sicht auf das, was Kunst ist und sein kann auch viele seit Jahrhunderten festgelegten Gegebenheiten ändern, sind Neudefinitionen bzw. Umformulierungen in mehreren Zweigen der Wissenschaft, Kultur und Bildung erforderlich. Eine Frage wäre: Wie soll diese Kunst heißen? Fleischkunst / Flesh Art im Bezug auf das menschliche Fleisch oder auch das tierische Fleisch und als Antwort auf die Eat oder Meat Art? Subjektkunst / Subject Art, um den Charakter des Subjekts im Gegensatz zur Objektkunst herauszustellen und mit „Mensch = Kunst“ einen Gegenpol zu Arno Holz‘ subjekteliminierenden Formel „Kunst = Natur – X“ zu setzen? Oder: Diskursive Kunst / Discursive Art, um den demokratischen Kern der Kunst hervorzuheben, der sich mit der Entscheidung darüber, was bzw. wer Kunst ist, auseinandersetzt? Das Vertrauen in die Entscheidung jedes Menschen, was Kunst ist, spiegelt sich im Diskurs über Kunst wider. Gerade diese Variante hätte m.E. viel Wichtiges für unsere heutige Gesellschaft zu bieten. Zu unterscheiden sind beim Menschen als Kunst der innere Diskurs von einem öffentlichen Diskurs. Die Dauerfrage beider Diskurse lautet: Warum ist dieser Mensch Kunst? Selbstverständlich wird bei Menschen als Kunst nicht alles Kunst sein, was mit Gedanken, Aussagen und Ausstellungen von Menschen dazu gemacht wird. Kunst wird sicherlich auch häufig mit Freundschaft, Liebe und Triebe verwechselt. Es ist gut vorstellbar, dass wir uns empören werden, wie die Aussage ausgeschlachtet und zersetzt werden wird. Aber ist das nicht schon immer in der Kunst so gewesen? Kunst erzeugt wichtige Diskurse – vor allem für unser alltägliches Leben. Der Diskurs ist die Methode der Demokratie. Kontroversen müssen wir vermutlich aushalten, wenn das Gefühl für Kunst wieder in die Gesellschaft kommen soll – und das muss es. Nicht nur, weil Kunst Kapital ist (Vgl. Beuys in Der Spiegel, 1984) , sondern auch, weil Kunst für die Entwicklung des Menschen wichtig ist. Gerade in der Bildung scheint m.E. eine wirkliche Erweiterung des Kunstbegriffes gefragt zu sein. Viele Menschen begreifen die Kunst als etwas, das in der Maslowschen Pyramide unerreicht ganz oben bei der Selbstverwirklichung oder gar Transzendenz zu finden und nur wenigen zugänglich ist. Dabei ist Kunst auch(!) ein Grundbedürfnis, wie Atmen, Essen und Schlafen. Mit dem alltäglichen Menschen als Kunst kann dieses (Defizit-)Bedürfnis nach Kunst gestillt werden, um ohne besondere Mittel, wie Reichtum und Sicherheit zu einem (Wachstums-)Bedürfnis Kunst zu gelangen. Das heißt allerdings nicht, dass bei Armut die Gedanken nicht an Existenzbedürfnisse gebunden wären. Armut bleibt immer noch ein großer Feind der Kultur.
Wird das Schweigen von Beuys unterschätzt?
Warum hat Beuys sich in seinen letzten Jahren nicht zu diesen revolutionären Gedanken öffentlich geäußert? Warum hat er diese Theorie nicht weiterentwickelt? Wird das Schweigen von Beuys unterschätzt? Vielleicht hat das folgende Beuys-Zitat mit der Antwort zu tun: „Die meisten Künstler wollen nicht um ein neues Verständnis von Kunst kämpfen, das sich mit jedermanns Arbeit befasst und mit jedermanns Problemen. Es gibt keine neuen Theorien unter Künstlern, in der Welt der Kunst an sich. Auch unter Kritikern nicht. Ganz zu schweigen von den Galerien. Die kümmern sich nur ums Geschäft“ (Kufus / Veiel, 2017, Min. 26:23). In der Tat ist es schwer vorstellbar, wie sich der Kunstbetrieb auf das „Mensch-als-Kunst-Zitat“ einlassen soll. Werden nun Menschen im Museum ausgestellt? Wie wird Geld gemacht? Kaufen oder leihen sich die Superreichen nun Menschen als Kunst? Wer bestimmt den Preis für den Menschen als Kunst? Wird es Agenturen geben, die sich um die „Haltung“ der MaK (Menschen als Kunst) kümmern?
Einengung des erweiterten Kunstbegriffs
Im WERK erstarren die Ideen: Vielleicht war das alles von Beuys auch nicht so gemeint!? Es gibt in der Ausführung von Beuys und Stüttgen einen kleinen Haken. Ist es richtig, von dem Menschen als KunstWERK zu reden oder sollte es besser „jeder Mensch ist Kunst“ heißen? Genauer müsste man fragen: Kann der „Mensch-An-Sich“ Kunst sein? A) Missverständnisse: Der Begriff „Kunstwerk“ in Bezug auf den Menschen kann zu Missverständnissen führen, da im heutigen Gebrauch der Sprache unter einem Werk etwas Materielles, Geschaffenes oder Abgeschlossenes verstanden wird. B) Nur Künstler: Der Begriff „Werk“ engt den erweiterten Kunstbegriff ein, wenn er nur Künstler als Kunst akzeptieren will, die bewusst Werke schaffen bzw. eine künstlerische Handlung vollziehen. Kann denn ein Mensch nur „Kunst“ mit einem „Werk“ sein? Heißt die Formel hier: „Mensch + Werk = Kunst“? Wäre mit dieser Einschränkung die Erweiterung des Kunstbegriffes nicht beschnitten? Das wäre kein revolutionärer Gedanke. Die Verdichtung von Künstler und Kunst findet z.B. im Dadaismus, Happening, Fluxus, Body Art, Aktionskunst, Performance oder Konzeptkunst häufig statt. Denken wir nur an „The Artist Is Present“ von Marina Abramovic. C) Moralische Vorgaben: Eine Einengung des erweiterten Kunstbegriffs findet für uns heute auch statt, wenn mit der Nähe zur Anthroposophie argumentiert und in manchen Fällen auch eine Moral vorgegeben wird. Um Ideen und Gedanken als Kunst zu akzeptieren, brauchen wir keine Glaubenslehre als Begründung heranziehen, wir finden diese auch in der Kommunikationswissenschaft. Ein Mensch als Kunst muss keine Welt verbessern wollen. D) Objektivierungen: Eine weitere Einengung des Kunstbegriffs wäre es, wenn Subjekte objektiviert werden müssten, um Kunst sein zu können. Der Charakter eines Werkes ist der eines Objektes, ein Objekt, das im Auge des Betrachters entsteht oder von dem Menschen als Kunst selbst geschaffen wird, wie dies bei Beuys mit den oberflächlichen Aushängeschildern (Hut, Anglerweste usw.) der Fall ist. Beim Menschen-An-Sich als Kunst werden aber auch (oder vor allem) Subjekte als Kunst betrachtet. Der Augenblick als Objekt kann beim Menschen als KunstWERK gewünscht sein, damit es den Betrachtern leichter fällt einzelne Elemente der Kunst besser zu verstehen. Wenn Beuys also oberflächlich seinen Hut als Teil des Kunstwerks „ins Spiel“ bringt, formuliert er es verständlich. Der Hut ist Objekt. Seine Weste ist Objekt. „Das Theater mit dem Hut“ (wie er es selbst bezeichnet) ist eine Objektivierung von seiner Person als KunstWERK. Es ist jedoch sicherlich auch Beuys in diesem Moment klar, dass er als Subjekt besteht. Er sagt allerdings nicht, dass dieses Subjekt auch als Kunst (ohne Werk) existiert. Eine Einengung des erweiterten Kunstbegriffs auf Menschen als Objekte scheint aber nicht sinnvoll. Aus diesem Grund sollte m.E. der offene Begriff „Kunst“ für den „Menschen als Kunst“ verwendet werden. Dies wird dem Menschen-An-Sich eher gerecht.
Beuys und der Mensch als KunstWERK
Private Plastik
Kunstrechte
Joblin Factory und Jeder Mensch ist Kunst
Fleisch in der Kunstgeschichte
Der Wille schön zu sein, ist der Wunsch Kunst zu sein
Kunstrechte
Wer könnte Jack Joblin sein?

Radikale Beuys-Folge
Info

Präsentation

Bücher
Jeder Mensch ist Kunst



„Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird.“
Mit der Selbstausstellung "Jeder Mensch ist Kunst. Fleisch ist Kunst." setzt die Joblin Factory vor allem mit "Memento Multiples" ein Thema bildnerisch um, das bereits von Joseph Beuys, Wolf Vostell und einigen anderen Künstlern angerissen, aber nie fortgesetzt oder künstlerisch verwirklicht wurde. Bislang blieb die Idee des Menschen als Kunst nur in der Kunsttheorie eine Entwicklungsoption. Der Mensch-An-Sich war nie Kunst. Durch das Erkennen eines Menschen als Kunst formt sich unser Geist. Der geformte Geist ist keine soziale, sondern eine private Plastik. Die Joblin Factory sieht sich als einzig wahre Nachfolger von Beuys. Im Folgenden geben Informationen zu Künstlern, Materialien, Publikationen und Ausstellungsbeispiele einen Einblick in die Arbeit der Künstlergemeinschaft. "Jeder Mensch ist Kunst" ist eine Publikationsreihe, welche den Themenkomplex "Mensch als Kunst" und "Fleisch-Kunst" beleuchtet:
Kerngedanke
- Ausgangspunkt ist ein Zitat von Joseph Beuys (1983): „Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. … der Mensch selbst soll das Kunstwerk werden.“
- Daraus folgt die These: Jeder Mensch ist Kunst, unabhängig von Beruf, Rolle oder Status.
Begründung und Argumentationslinien
Erweiterter Kunstbegriff
Kunst ist nicht auf Objekte beschränkt, sondern umfasst auch Gedanken, Worte, Gesellschaft und Individuen.
Rolle von Betrachter und Künstler
- Wer Kunst im Menschen erkennt, wird selbst zum Künstler.
- Der Mensch kann zugleich Subjekt und Werk sein.
Private Plastik & Soziale Plastik
- Private Plastik: innere Formung von Denken und Fühlen.
- Soziale Plastik: gesellschaftliche Veränderung durch Gestaltung.
Ethik und Menschenbild
- Wenn jeder Mensch Kunst ist, erfordert das Respekt und Achtung.
- Dieses Denken eröffnet ein neues Menschenbild ohne Ausgrenzung und Gewalt.
Utopie und Kritik
- Die Idee stößt auf Widerstände im Kunstbetrieb und in der Gesellschaft.
- Gefahr: Objektivierung oder moralische Engführung des Begriffs „Kunst“.
- Beuys’ Zurückhaltung gegenüber seiner eigenen radikalen Idee wird kritisch hinterfragt.
Schlussfolgerung
- Der Mensch ist an sich Kunst – nicht nur metaphorisch, sondern als Haltung und Wirklichkeit der Wahrnehmung.
- Selbst wenn nie vollständig realisiert, bleibt die Idee ein Impuls für neue Sichtweisen auf Kunst, Gesellschaft und Menschlichkeit.
- Provokante Konklusion: Der Mensch kann nicht nicht Kunst sein.

Ausstellungsobjekte >> Memento Multiples
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Diskussionen
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Theoretisches Fundament: Du bist Kunst - Beuys und die Unmöglichkeit des Menschen keine Kunst zu sein
"Jeder Mensch ist ein Kunstwerk." Das behaupten sowohl Joseph Beuys, als auch Wolf Vostell. Mit dieser These setzen sich die Autoren von "Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst." auseinander. LESEPROBE: Sie sind Kunst. Jedenfalls können Sie es sein, wenn Sie eine Aussage von Joseph Beuys ernst nehmen, die in einem TV-Talk entstand. Beuys antwortet am 27.01.1983 in einer Live-Sendung des Österreichischen Rundfunks (ORF), im „Club 2“ mit dem Thema „Kunst oder Schwindel“ nach ca. 47 Minuten auf die per Telefon geäußerte Publikumsfrage, wann er seinen Hut abnehmen würde, mit diesen Worten: „Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird.“ (Beuys, 1983, Min. 47:16) ZUSAMMENFASSUNG: "Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst." >>
Theoretisches Fundament: Du bist Kunst - Beuys und die Unmöglichkeit des Menschen keine Kunst zu sein
"Jeder Mensch ist ein Kunstwerk." Das behaupten sowohl Joseph Beuys, als auch Wolf Vostell. Mit dieser These setzen sich die Autoren von "Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst." auseinander. LESEPROBE: Sie sind Kunst. Jedenfalls können Sie es sein, wenn Sie eine Aussage von Joseph Beuys ernst nehmen, die in einem TV-Talk entstand. Beuys antwortet am 27.01.1983 in einer Live-Sendung des Österreichischen Rundfunks (ORF), im „Club 2“ mit dem Thema „Kunst oder Schwindel“ nach ca. 47 Minuten auf die per Telefon geäußerte Publikumsfrage, wann er seinen Hut abnehmen würde, mit diesen Worten: „Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird.“ (Beuys, 1983, Min. 47:16) ZUSAMMENFASSUNG: "Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst." >>
Praktische Umsetzung: Fleisch ist Kunst


Joseph Beuys
Die Gegenwart des toten Fleisches macht die Gegenwart des lebendigen Fleisches bewusst. In "Jeder Mensch ist Kunst. Fleisch ist Kunst." geht es um die künstlerische Umsetzung des Axioms "Der Mensch-An-Sich kann nicht nicht Kunst sein." LESEPROBE: Sie und Ihre Galerie-Besucher sind Kunst. (...) Für Ben Vautier war alles Kunst, was man signieren konnte. Er signierte in den 1960ern auch sich selbst. Der selbsternannter „Totalkünstler“ Timm Ulrichs erklärte sich 1961 zum ersten lebenden Kunstwerk. 1969 bildet mit „The Singing Sculpture“ den Auftakt zur „Living Sculputure“, einer Selbsternennung zur Kunst von Gilbert & George. Joseph Beuys, Wolf Vostell und Johannes Stüttgen behaupten "Jeder Mensch ist ein Kunstwerk." Die Joblin Factory setzt sich seit Jahren mit dieser Betrachtungsweise des Menschen als Kunst theoretisch in Publikationen und in künstlerischen Arbeiten auseinander. Mit „Jeder Mensch ist Kunst. Fleisch ist Kunst.“ stellt die Joblin Factory einen Ausstellungskatalog für Galerien vor. Galeristen können aus vier Kategorien Werke zu einer klassischen Ausstellung oder zu einem Multiple-Shop kombinieren.
Inhalt
- Jeder Mensch ist Kunst. Multiple Shop: Die Joblin Factory verwandelt Ihre Galerie in einen Shop für signierte Multiples und ausgewählte Kunstwerke. Gründe für einen Galerie-Shop, die Zielgruppe und eine Auswahl an Multiples finden Sie in Kapitel 1.
- Jack Joblin Lachskunst Originalarbeiten: Klassische Ausstellung mit Lachsgegenständen und Bildern aus Lachs. Nicht alle aufgeführten Werke der letzten 25 Jahre sind noch in dem abgelichteten Zustand vorhanden.
- Bob Joblin Series: Die Ausstellungsoptionen in diesem Bereich erstrecken sich über Malerei, Bücher, Dosen, Lachs, Foto, Automaten, Dokumentationen der Herstellung und des Fleischverfalls und digitaler Kunst. Die Arbeiten lassen sich auch gut mit den Shop-Multiples kombinieren.
- Joblin Factory Fotoarbeiten: Totes Fleisch vs. lebendiges Fleisch. In diesem Kapitel sind Joblin Factory Mitarbeiter mit Werken von Jack Joblin zu sehen.
Ich bin Kunst - Jack Joblin im Interview
In „Jeder Mensch ist Kunst. Ich bin Kunst.“ wird Jack Joblin von einem langjährigen Begleiter seiner Arbeit interviewt, Thomas Gloom. Der Leser bekommt Einblicke in die heterogene Künstlergemeinschaft „Joblin Factory“ und erfährt viel über die ungewöhnliche Konzeptkunst, die sich als konsequente Fortsetzung des beuysschen Universums versteht und eine „wirkliche“ Erweiterung des Kunstbegriffs durch die Private Plastik im Auge hat. (DER SPIEGLER) „Mit unseren JEDER MENSCH IST KUNST. FLEISCH IST KUNST. Shop-Ausstellungen, wollen wir durch Memento Multiples und Lachsgemälde die Menschen dazu anregen, sich selbst oder ihre Nächsten als Kunst zu erkennen. Die Gegenwart des toten Fleisches, macht die Gegenwart des lebendigen Fleisches bewusst. Das tote Fleisch verweist auf das lebendige Fleisch, das die eigentliche Kunst ist.“
(Jack Joblin)
Jack Joblin Interview
- Bei Beuys müssen die Mensch handeln, um Kunst zu sein - Bei mir ist der Mensch-An-Sich Kunst
- Kunstwahlgrundsätze
- Kunstrechte statt Grundrechte
- Diskursive Kunst
- Sierra & Koon
- Spiegel als Brücke zum Kunstselbstverständnis
- Guerilla Ausstellung und Abholzung der 7000 Beuys Eichen
- Memento Multiple Topp Shop
- FleischesKUNST
- Würde Jesus austreten?
- Addbooks = Kunst + Literatur
- P4P MOOCs für Menschen als Kunst
- Private Plastik = Kunst + Welt retten
- Jack Joblin
Zusatztexte
- Spezial Online
- Wird Kunst beliebig?
- Besser ein heimlicher Misanthrop, als ein scheinheiliger Anthroposoph
- Kinder sind Kunst
- Sind Tiere Kunst?
- Ölfarben sind ein Symbol der Unterdrückung
- Beispiele
- Synkretismus in der Kunstanalyse des Menschen als Kunst
- Bob Joblin Interview
- Kostenlose Kunst - Jeder Mensch ist Kunst
- Kunst und die Schönheitsindustrie
- Plastik verändert die Welt
Kruzifix Kaaba
DOCUMENTA 15 / Guerilla Vernissage
DOCUMENTA 15 Jeder Mensch ist Kunst
Mitarbeiter der Joblin Factory sind an Lachsbildern, am Beuys-Hut, einem goldenen Dürerhasen und anderen Beuys-Utensilien zu erkennen.
- Lachsbilder wandern mit Menschen durch Kassel
- Bücher + Postkarten werden verschenkt >> Parkbänke
- Postkarten (Spiegelpostkarten, Tiere, Jesus, ...) liegen überall aus: Museen, Restaurants, Bars, Kneipen, ...
- Edelstahlspiegel (Blanko, Filz, Postkarte) sind in den Museen zu finden
- Einkaufwagenchips: Werden auf dem Boden vor dem Fridericianum verstreut und sind auf Parkbänke usw. zu finden
- Museumsklo >> Spiegelbeschriftungen
- 7000 Eicheln werden gesammelt + Einzelne Eichen werden für das schlagen vorbereitet >> Farbspray
Guerilla Vernissage 15
Dokumentation der Joblin Factory Guerilla Vernissage "Fish You Were Here" auf der documenta.

DOCUMENTA 15 GUERILLA VERNISSAGE: Das Beuys Jahr ging unspektakulär zu Ende. Direkte Demokratie wurde aus den Parteiprogrammen in Deutschland gestrichen. In den nächsten Jahren steht kein Beuys-Jubiläum an. Und doch wird Beuys 2022 auf der Documenta 15 erscheinen. Vertreten wird er von der Joblin Factory mit einer Guerilla Vernissage. Passend zum Partizipationsthema nimmt Beuys mit dem Thema „Jeder Mensch ist Kunst“ teil. Die Idee ist, dass die Besucher der Documenta selbst die Kunst sind und sich auch als solche erfahren (ohne selbst im Sinne einer Sozialen Plastik tätig sein zu müssen oder Teil eines „externen“ Kunstwerkes zu werden). Mehrere Mitarbeiter der Joblin Factory machen mit Multiples, T-Shirt-Verkäufen, Taschenspiegel-Schenkungen, Spiegel und Fleisch auf das Thema aufmerksam. Die Joblin Factory wurde nicht offiziell eingeladen. Die Documenta-Besucher können den Joblin-Künstlern aber in ganz Kassel auf den Straßen und den geschlossenen Ausstellungsräumen begegnen. Auch Sie können sich auf der DOCUMENTA als Kunst ausstellen. Mehr Informationen finden Sie unter Konzept >>.
Majelis
Majelis sind Zusammenkünfte in kleinen und großen Arbeitsgruppen. Sollten Sie sich selbst im Sinne von "Jeder Mensch ist Kunst" als Kunst ausstellen, dann machen Sie dies bitte von Anfang bis zum Ende der DOCUMENTA an welchem Ort Sie es wünschen. Verbinden Sie sich auch gerne mit anderen "Menschen als Kunst" zu einer Kunst- und Arbeitsgemeinschaft. Jeder Mensch ist Kunst ist die konsequente Erweiterung des Kunstbegriffs nach Beuys. Mehr Informationen finden Sie hier >>
Lumbung
lumbung ist das indonesische Wort für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune, in welcher die überschüssige Ernte zum Wohle der Gemeinschaft gelagert wird. Es werden also Ressourcen gesammelt und gemeinsam genutzt. Durch den erweiterten Kunstbegriff nach Joseph Beuys ist klar, dass diese Ressourcen Kunst sein können - auch wenn diese nur aus Ideen und Gedanken bestehen. Sollten Sie Kulturprojekte online ausleben wollen, dann laden wir Sie dazu ein, kostenlos auf dem MOOCwiki.org Ihre Arbeiten vorzustellen. Wir nennen die Online-Majelis P4P MOOCs. Peer for Peer Massive Open Online Courses bzw. Culture (P4P MOOCs) sind Online-Lernkurse von Lernenden für Lernende (SchülerInnen, Auszubildende, Studierende) und Kultur-Projekte. Sie können aus Open Educational Resources (OERs bzw. frei zugängliche Online-Materialien) und eigenen Inhalten zusammengestellt werden. Typische Elemente der P4P MOOCs sind Videos, interaktive, offene Aufgaben bzw. Anregungen zu Aktivitäten. Die Kultur MOOCs können Diskursive Kunst sein. Mehr Informationen finden Sie unter Konzept, Veranstaltungen, KünstlerInnen und Tickets.
Wer ist Kunst?

Das Schweigen von Beuys wird unterschätzt &
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WER IST KUNST? SPIEL




Ich bin (auch) Kunst!
Kult-Spiel














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WER IST AN DEINEM TAG KUNST?
Ein Tag als Datum im gregorianischen Kalender (ab 15. Oktober 1582, vor 4. Oktober 1582 im julianischen Kalender).
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Wie der tote Hase den Menschen zur Kunst erklärt

Wie der tote Hase den Menschen zur Kunst erklärt
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Fleisch in der Kunstgeschichte
Von der Höhlenmalerei bis zur Meat-Art

Jack Joblin Factory

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Der Mensch als Kunst
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- AI Essay zu Beuys Zitat
- AI Timm Ulrichs
- AI Hört auf zu malen - Der Mensch als Kunst in einer Ausstellung
- AI T-Shirt Sprüche
Mensch-Kunst-Künstler
Manifest
- AI Chat - Es gibt niemanden, der nicht entscheidet was Kunst ist
- AI Chat - Es gibt niemanden, der nicht Kunst schafft
- AI Chat - Es gibt niemanden, der nicht Kunst ist
Kunstrechte
- AI Chat - Die Würde des Menschen als Kunst
- AI Chat - Handlungsfreiheit des Menschen als Kunst
- AI Chat - Gleichberechtigung - Alle Menschen sind Kunst
Spiegelausstellungen der Joblin Factory
- AI Werbung für die Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst"
- AI Rezensionen für die Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst"
Fleisch- / Lachsausstellungen der Joblin Factory
- AI Werbung für die SalmonArt Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst"
- AI Rezensionen für die SalmonArt Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst"
- AI Fleisch, Symbol für den Menschen als Kunst
Wie der goldene Hase den Mensch zur Kunst erklärt
Vorteile für Galerien
- Originell: Sowohl die Kunstwerke, als auch die Konzeption der Ausstellungen (z.B. als Multiple Shop) wird Ihrer Galerie viel Aufmerksamkeit bringen.
- Wirkliche Erweiterung des Kunstbegriffs: Sie fördern das Bewusstsein der Menschen für die private Plastik bzw. die diskursive Kunst und tragen mit der Ausstellung als Pionier zur wirklichen Erweiterung des Kunstbegriffs bei.
- Ausstellungskatalog: Für jede Ausstellung publiziert der Glanz-Verlag einen Ausstellungskatalog zur Dokumentation, bei dem die Galerie namentlich im Titel erwähnt wird. Dies hat zur Folge, dass die Galerie in sämtlichen Verzeichnissen des Buchhandel zu finden ist: Verzeichnis lieferbarer Bücher (VlB), Libri (Barsortiment), Buchhandel.de, Deutsche Nationalbibliothek, Amazon (KDP), ...
- Online: Jede Galerie kann auf den Portalen Glanz-Verlag.de und JederMenschIstKunst.de für die Ausstellung werben. Diese Werbung kann zeitlos mit Ihren Texten, Bildern und Links versehen werden, die für Ihre Galerie werben. Wie stark das Portal ist, sehen Sie an der Statistik >>
Künstler
Dr. Udo Glanz ist Autor, Künstler, Pädagoge und Verleger. In seinem Verlag kombiniert er Print- und Online-Kulturmaterialien. Er entwickelte das Kultur- und Bildungsportal www.MOOCit.de / MOOCwiki.org, mit dem er auch in der Lehrerfortbildung wirkt. Glanz leitet mehrere Kunstprojekte u.a. die Joblin Factory, in welcher er mehrere Personen vertritt und ist Autor der Bücher-Reihe "Jeder Mensch ist Kunst." Mit der Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst. Fleisch ist Kunst." setzt er die Erkenntnisse aus seiner Kunstpromotion und der jahrelangen Erfahrung im Kulturbereich künstlerisch um.
Ausstellungen (Auswahl)
Konstante und wechselnde Ausstellungen finden Online auf Glanz-Verlag.de, MOOCit.de, Joblin.de, JederMenschIstKunst.de statt.
- 2022 - Aufruf zur Guerilla Vernissage: Jeder Mensch ist Kunst | Documenta 15 (in Planung)
- 2021 - Topp Shop Ausstellungen
- 2021 - Jeder Mensch ist Kunst
- 2021 - documenta Guerilla Vernissage (Dokumentation)
- 2020 - Gift Shop Vernissage - Jack Joblin
- 2017 - Beuys Eichen schlagen | Guerilla Vernissage | Documenta 14
- 2012 - Fish You Were Here | Guerilla Vernissage (Aktionskunst) | Documenta 13
- 2007 - Salmon Art | Lachskunst Ausstellung | Vorderhaus, Freiburg
- 2006 - Salmon Art | Lachskunst Ausstellung (Fleischstrukturen) | Café Ruefetto, Freiburg
- 2000 - Last Supper | Lachskunst Ausstellung (Objektkunst) | Pädagogische Hochschule Freiburg

Links | Teilen | Kontakt
- Glanz-Verlag.de
- Wikipedia >> Glanz-Verlag
- Jeder Mensch ist Kunst
- Buchhandel.de >> Udo Glanz
- Deutsche Nationalbibliothek >> Udo Glanz
- Wikipedia >> Udo Glanz
- Joblin Factory
- Mosaik
- Jeder Mensch ist Kunst im Kunstunterricht
- Jack Joblin Spreadshirt
- Jack Joblin Redbubbble
- Brief an Influencerin
- Info Flyer - Jeder Mensch ist Kunst - Beuys ist jetzt regelmäßig auf der Documenta
- Fundraising Video Drehbuch - Jeder Mensch ist Kunst
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Jeder Mensch ist Kunst

Jeder Mensch ist Kunst | Every human is Art






Joseph Beuys
Sie sind Kunst. Jedenfalls können Sie es sein, wenn Sie eine Aussage von Joseph Beuys ernst nehmen, die in einem TV-Talk entstand. Beuys antwortete am 27.01.1983 in einer Live-Sendung des Österreichischen Rundfunks (ORF), im „Club 2“ mit dem Thema „Kunst oder Schwindel“ nach ca. 47 Minuten auf die per Telefon geäußerte Publikumsfrage, wann er seinen Hut abnehmen würde, mit diesen Worten:
„Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird.“
Jeder Mensch ist Kunst!?
Scheinbar haben sich an diesem Tag mehrere Leute echauffiert. Die Kunsthistorikerin Fässler findet es im Anschluss typisch, wenn beim Publikum in einem intellektuellen Diskurs vor allem die oberflächliche Frage gestellt wird, warum Beuys so unhöflich ist und in einer sitzenden Gesprächsrunde sich nicht an die Etikette halten kann. Jahre später bringt auch der damalige Meisterschüler und in Beuys-Jubiläumsjahren immer präsente Johannes Stüttgen den Menschen als Kunstwerk ins Spiel: „Er (Beuys) ist als Künstler gleichzeitig Bestandteil des Kunstwerks“ (Stüttgen in SWP, 2021). In einem Vortrag, der auf YouTube zu finden ist, wird er auch konkreter: Es gilt „also nicht: Jeder Mensch ist ein Künstler. Sondern jetzt heißt es: Jeder Mensch ist ein Kunstwerk“ (Stüttgen in Der erweiterte Kunstbegriff, 2021, Min. 1:20:10). Was hat diese Aussage mit uns heute zu tun? Ist nun also nicht nur jeder Mensch ein Künstler, sondern kann auch jeder Mensch ein Kunstwerk sein? Kann jeder Mensch Kunst sein, ob er nun bei der Müllabfuhr ist, Krankenpfleger, Arzt, Ingenieur oder Landwirt? (Der Spiegel, 1984) Kann nun jeder Mensch sich und andere zur Kunst erklären? Für die Kunstwelt wäre dies doch eine Sensation. Es wäre mehr als die seit den 60er Jahren immer wieder versprochene Partizipation an der Kunst – es wäre eine Übernahme der Kunst durch jeden Menschen. Der Internetfund in dem ORF-Archiv könnte ein Glücksfall für die Kunsttheorie sein oder sogar eine Revolution auslösen, die Beuys immer anstrebte, da das Zitat eine ungeheure Energie beinhaltet, aber leider noch nicht ausreichend in der Fachliteratur diskutiert wurde. Es geht um die ganz großen Themen, wie Freiheit, Demokratie, Liebe und Tod. Oder wäre es für die Kunstwelt eher ein Zitat, das man besser schnell wieder vergessen und den Mantel des Schweigens darüber legen sollte?
Situation & Glaubwürdigkeit
Glaubwürdig und passend erscheint das Zitat, wenn man sich mit dem Werk des Künstlers auseinandersetzt. „Alles kann Kunst werden. Insbesondere alles Kraftspeichernde. So lautet die Kunstformel,“ (Kufus / Veiel, 2017, Min. 7:53) behauptet Beuys. „An und für sich ist der Kunstbegriff so erweitert, dass jede normale Situation Kunst ist“ (Kufus / Veiel, 2017, Min. 12:05). Zudem ist Beuys dafür bekannt, sich mit hoher Präzision auszudrücken und seine Worte mit Bedacht zu wählen. Es ist also auf den ersten Blick davon auszugehen: nach Beuys schlummert in jedem Menschen die Möglichkeit, ein Kunstwerk zu sein. Jeder von uns kann Künstler sein. Und unsere Kunst ist – nach diesem 80er Zitat – schon immer direkt vor unseren Augen. Sie liegt oder besser läuft auf der Straße. Jeder Mensch ist ein Kunstwerk. Jeder Mensch kann ein Kunstwerk sein. Wenn wir es wollen und wenn wir in der Lage sind, dies wahrzunehmen, ist die Welt voller Kunst. Für eine Kunsterfahrung brauchen wir nicht unbedingt einen Museumsbesuch, es reicht ein Blick in den Spiegel oder aus dem Fenster. Ein Spaziergang oder ein Ausflug in die Stadt kommt einem kulturellen Ereignis, einem Louvre-Besuch gleich. Manch einer wird vielleicht vorgeben, eine Galerie zu besuchen und doch in ein Wirtshaus wandern. Wenn wir alle Menschen als Kunstwerke erfahren könnten, wäre unser Leben reicher. Lassen wir uns auf den Versuch ein: Jeder Mensch ist ein Kunstwerk. Gehen wir zu Menschen und versuchen wir diese als Kunst zu erkennen. Nach einiger Zeit des intensiven Betrachtens drängt sich (bei mir) der Konjunktiv in die Gedanken: Jeder Mensch könnte ein Kunstwerk sein. Die Wahrnehmung des Menschen als Kunst ist nicht so einfach. Sie findet oszillierend statt. Meist sind Menschen für uns „nur“ Menschen. Manchmal kann es schwer sein, Menschen nicht nur als wandelnde Objekte zu sehen. Manchmal gelingt es uns, Menschen als Subjekte zu respektieren. In seltenen Augenblicken können wir sie als Kunst – also nicht mehr als „Werk“ – erfahren und wünschen uns, dass diese Augenblicke nicht verfliegen: „Verweile doch. Du bist so schön.“ möchten wir wie Goethes Faust sagen. Und Fragen kommt auf: Ist das, was wir als Kunst schätzen, eine hochstilisierte Facette des Subjektiven? Kann jeder Mensch die Menschen als Kunst empfinden?
Rolle des Künstlers
Wenn jeder Mensch Kunst sein kann, welche Rolle spielt dann der Künstler? Wer ist der Divino artista? In dem ewigen Dreigestirn Künstler, Kunst und Betrachter gibt es m.E. drei Möglichkeit: A) Der Betrachter ist der Künstler, weil in seinem Auge oder besser in seinem Gehirn der Mensch als Kunst entsteht. Seine Instrumente sind nicht mehr Pinsel und Farbe, sondern sein Geist. Der Betrachter wäre eine Art Konzeptkünstler, da seine Idee von Kunst keine zusätzliche visuelle Umsetzung benötigt. B) Der Mensch als Kunst ist der „göttliche Schöpfer“, weil er die Menschen dazu bringt, ihn als Kunst wahrzunehmen. Aber sind das dann nur die Menschen, die wir eh als eine Art „Gesamtkunstwerk“ betrachten, wie z.B. Da Vinci, Goethe, Dylan, Brecht oder eben Beuys? Müssen diese Menschen eine schöpferische Lebensleistung vollbringen, damit sie als Kunst anerkannt werden? Oder: C) Der Künstler ist nicht vorhanden, da zwar das Urteil über einen Menschen als Kunst für den Betrachter wahrhaftig ist, aber das Verständnis darüber fehlt, das erklären könnte, warum der Mensch Kunst ist. Der Betrachter bleibt dann nur der Betrachter. Ihm fehlt das Schöpferische. Der Mensch als Kunst bleibt Kunst. Auch dieser Mensch ist kein schaffender Künstler. Ist der Künstler nun Gott, die Psyche des Betrachters, seine Eltern oder eine mystische Bestimmung? Muss so lange nach Verständnis oder Schöpfung gesucht werden, bis der Künstler gefunden ist? Können wir mit dem fehlenden Künstler leben? Heißt es dann: Kein Mensch ist Künstler? Für den ungewissen Zustand bis Verständnis erreicht ist, fehlt der Künstler. Dieser taucht vielleicht auch niemals auf. Das ist mehr als Chance zu begreifen, als dass es einen Verlust darstellt, da offene Diskurse immer Bewegung bedeuten, welche eine Entwicklung des Geistes hervorrufen können. Das Erzeugen eines Verständnisses oder eines Konsenses muss nicht die Aufgabe der Kunst sein.
Private Plastik, Subjektkunst & der Mensch-An-Sich
Die private Plastik ist immer eine Soziale Plastik: Für Beuys waren die Gedanken, Worte und Werke eine Soziale Plastik, wenn diese die Welt formen. So konnte jeder Mensch Künstler an einer geformten Welt werden. Plastik oder Skulptur war in diesem Sinne also kein Gegenstand, auf den man z.B. einen Hut legen kann. Die Idee des Menschen als Kunst schafft eine private Plastik, indem die persönlichen Gedanken geformt werden. Und: Ein geformter Geist kann nicht nicht die Gesellschaft formen. Obgleich das Grundinteresse der Betrachtung des Menschen-An-Sich als Kunst nicht einer Weltverbesserung dienen soll, so sind die Auswirkungen eines diesbezüglich von Gedanken geformten Geistes auf die Gesellschaft doch nachzuvollziehen. Sie haben kein heuchlerisches Interesse. Die Gedanken können frei, sogar egoistisch sein. Der Gedanke des Menschen als Kunst kann als Schatz betrachtet werden, an dem man sich bereichern kann, ohne wo anders Armut herbeizuführen. Die Entscheidung, Menschen als Kunst wahrzunehmen kann nicht im Privaten bleiben, da diese die Haltung allen Menschen gegenüber verändert. In jedem Menschen steckt das Potential Kunst zu sein - unabhängig von Herkunft, Glaubenszugehörigkeit, Geschlecht usw. Die Freiheit über die Entscheidung und die vielseitige, persönliche Erfahrung des Menschen als Kunst ist hierfür ebenfalls essenziell. Diese Haltung vor Menschen kann positive Effekte auf die Gesellschaftsentwicklung haben. Die Verinnerlichung des Menschen als Kunst könnte eine wirkliche Änderung der Gesellschaft bewirken, sollte es gelingen, eine aufrichtige Empfindung der Menschen als Kunst zu etablieren. Werden Menschen als Kunst gesehen, können diese Menschen als Kunst nicht anders als nur mit höchstem Respekt behandelt werden. Diese Grundhaltung übertragen auf alle Menschen der Welt würde sicherlich viele Probleme auf der Welt lösen. Sie ist auch die schlüssigste Haltung, wenn man an die Idee des erweiterten Kunstbegriffs denkt. Der Mensch als Kunst wäre hier ein Perpetuum mobile des Respekts vor dem Menschen. Die private Plastik der geformten Gedanken wäre immer eine Soziale Plastik der geformten Welt.
Themen: Kunst gegen Krieg und Kunst der Pandemie
Für die Soziale Plastik von Beuys ist Fridays for Future ein aktuelles passendes Beispiel, um diese Interpretation der Kunst zu verstehen. Hier wird durch das Engagement der Menschen die Welt geformt. Somit werden sie zu Künstlern. Bei der Privaten Plastik geht es um Themen wie die zwischenmenschlichen Beziehungen, alles Fleischliche, die Wertschätzung des persönlichen Kontaktes in einer Pandemie, Sex, die Unversehrtheit des Fleisches, Gewalt, Schönheit, das Zeigen der eigenen Wunde und auch um den Krieg. Die Private Plastik mit Gesellschaftsrelevanz lässt sich durch Kriege gut erklären. Hier hat sich in den Köpfen der einzelnen Kriegsparteien über Jahre hinweg eine Idee geformt. Diese Idee vertreten diese Menschen auch gegen einen übermächtigen Gegner und stellen sich mit Fleisch und Blut gegen den Feind, auch wenn dies Familien zerreißt, Tod und Verderben bedeutet. Beide Seiten glauben an Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und eine schöne Zukunft. Bis dahin ist die Private Plastik wertneutral. Im Ukraine-Krieg würde man mit dieser Haltung keine Seite bevorzugen. Wenn nun der Mensch als Kunst wahrgenommen werden würde, dann würde kein Mensch, kein Soldat auf andere Menschen schießen oder ihnen anderes Leid zufügen. Jeder einzelne Mensch würde sich über die gesellschaftlichen Zwänge hinwegsetzen und keine Kunst gefährden. Das Erkennen des geformten Geistes würde viele weitere Geister inspirieren. Der "Mensch als Kunst" würde sich von der Privaten zur Sozialen Plastik wandeln und eine ethische Komponente erlangen, auch wenn dies eine (utopische) Zielethik wäre, die vielleicht durch Synkretismus und nicht durch Diskursethik entsteht. Der Respekt vor dem Menschen steht im Zentrum dieser Kunst. Die Private Plastik im Kopf der Menschen würde eine Soziale Plastik der geformten Welt bedeuten.
Leseprobe Online-Texte: Kann Plastik die Welt verändern?
Der Mensch kann nicht nicht Kunst sein
Der Mensch kann sich weigern, Kunst zu sein oder die Fragestellung danach ignorieren. Er kann fühlen, denken, tun und lassen, was er will, der Mensch-An-Sich bleibt Kunst. Gedanken und Nicht-Gedanken, Ideen und Nicht-Ideen sind persönliche Plastik und damit immer auch Soziale Plastik. [Meist bewirken die Ideen, die man nicht hat mehr, als die Ideen, die man hat.] Als ein sich stetig wandelndes Subjekt oder als ein selbstverantwortetes Objekt bleibt der Mensch Kunst. Der Mensch-An-Sich als Kunst ist nie nur ein Objekt. Er ist nie nur ein Werk. Er ist auch nicht nur ein Subjekt. Er ist auch nicht die Summe aus seiner Betrachtung als ein Objekt und /oder als ein Subjekt. Er ist „mehr“ als ein Mensch, wenn es gelingt, ihn als Kunst zu erkennen. Die Möglichkeit jedes Menschen andere Menschen sowohl als ein objektives KunstWERK, als auch als subjektive Kunst zu erkennen, lässt vermuten, dass hier ein Axiom (nach Watzlawick) entstehen könnte: Der Mensch kann nicht nicht Kunst sein. Das wäre eine revolutionäre Neuerung zu den eher gebräuchlichen Erkenntnissen: Der Mensch kann nicht nicht entscheiden, was Kunst ist. Und: Der Mensch kann nicht nicht Kunst schaffen.
Die Unmöglichkeit des Menschen keine Kunst zu sein
Wenn jeder Mensch-An-Sich Kunst ist, dann ist es einfach, ein Künstler zu sein. Es genügt sich zu besinnen. An jedem Ort. Zu jeder Zeit. Wir brauchen kein Museum, keine Galerie und kein Internet. Auch wenn Beuys meinte: „Der Fehler fängt schon an, wenn einer sich anschickt Keilrahmen und Leinwand zu kaufen“ (Asholt / Fähnders, 2000, S. 90). Jeder Mensch kann trotzdem Bilder malen. Man darf trotzdem Zeichnungen, Fotos, Drucke, Skulpturen erschaffen und auf jedem erdenklichen Netzwerk posten. Man sollte oder muss trotzdem jeden Freitag zu einer Demonstration gehen und aktiv die Welt durch eine Soziale Plastik ändern. Es ist jedoch so, wir ändern schon die Welt mit einer viel persönlicheren Handlung: Der gedanklichen Leistung, jemanden als Kunst zu empfinden. Diese Haltung formt unseren Geist und macht diesen zur Plastik. Dieser geformte Geist bzw. diese persönliche Plastik hat immer auch Auswirkungen auf die Gesellschaft. Alles kann Kunst sein. Jeder Mensch kann Kunst sein. Auch ohne einen Künstler. Damit ist die Kunst aber nicht tot. Die Kunst ist damit in keiner Krise. Die Kunst ist, wie so oft, an einem Neuanfang mit vielen Möglichkeiten und Aussichten. Jeder Mensch besitzt die Freiheit, für sich selbst zu entscheiden, ob die Erweiterung „Mensch als Kunst“ für ihn eine Bereicherung sein kann.
Erscheinungsrelikte
Was bedeutet die Erkenntnis, dass Menschen Kunst sind, im Rückblick? Die Mona Lisa ist in der Betrachtung des Menschen als Kunst ein Erscheinungsrelikt bzw. ein Apparition Relic. Nach René Magritte müsste unter dem Gemälde der Satz stehen: „Das ist nicht La Gioconda.“ oder „Das ist kein Mensch.“ Es ist nur ein Abbild eines Menschen, der als Kunst gesehen wurde. Das Gemälde zeigt den Menschen (in diesem Fall die Mona Lisa) in seiner Zeit als Kunst. Von dem Künstler Leonardo da Vinci als Kunst empfunden, gesehen und für die Nachwelt mit besonderen technischen und ausdrucksstarken Mitteln als Kunst festgehalten. Das Lächeln der Mona bezieht sich in dieser Interpretation auf die Erkenntnis, dass diese Frau von Leonardo da Vinci als Kunst wahrgenommen wird. Vielleicht fragen die Augen der Mona Lisa nun auch: Ich bin Kunst, was bist Du? Alle kunstgeschichtlichen Darstellungen von Menschen sind darauf zu untersuchen, in wie fern die Menschen Kunst sind. Ein besonderes Augenmerk ist sicherlich dabei auf das Selbstbildnis zu richten.
Kunstanalyse
Für die Kunstanalyse ist der Mensch als Kunst eine Mammutaufgabe. Da es sich bei jedem Menschen um eine viel komplexere Kunst handelt, als dies z.B. ein zweidimensionales Gemälde oder eine Videoinstallation darstellen kann, sind neue Wege der Ausdeutung erforderlich. In der Ikonographischen Analyse wird deutlich, wie weit sich die Analyse eines Menschen als Kunst von einem formalästhetischen Kunstwerk unterscheidet. Dem Menschen wird man als Menschen und als Kunst durch eine herkömmliche Herangehensweise nicht gerecht. Selbst die einfachste Biographie ist in ihren Facetten so undurchdringlich, dass schon allein in diesem Punkt der Betrachtung eine abschließende Analyse unmöglich scheint. Trotzdem ist eine ständig scheiternde Untersuchung auch eine Kunstanalyse, die sich wissenschaftlich weiterentwickelt, bis diese Kunstform angemessen beschrieben werden kann. Es zeigt, dass der Mensch als Kunst im Stande ist, den Rahmen der gewohnten Betrachtung zu sprengen. Spannender könnte Kunst kaum sein.
Diskursive Kunst
Demokratischer könnte Kunst kaum sein. Menschen sind überall. Menschen sind immer präsent. Manche schreien stumm: „Ich bin Kunst.“ Da sich durch die wandelnde Sicht auf das, was Kunst ist und sein kann auch viele seit Jahrhunderten festgelegten Gegebenheiten ändern, sind Neudefinitionen bzw. Umformulierungen in mehreren Zweigen der Wissenschaft, Kultur und Bildung erforderlich. Eine Frage wäre: Wie soll diese Kunst heißen? Fleischkunst / Flesh Art im Bezug auf das menschliche Fleisch oder auch das tierische Fleisch und als Antwort auf die Eat oder Meat Art? Subjektkunst / Subject Art, um den Charakter des Subjekts im Gegensatz zur Objektkunst herauszustellen und mit „Mensch = Kunst“ einen Gegenpol zu Arno Holz‘ subjekteliminierenden Formel „Kunst = Natur – X“ zu setzen? Oder: Diskursive Kunst / Discursive Art, um den demokratischen Kern der Kunst hervorzuheben, der sich mit der Entscheidung darüber, was bzw. wer Kunst ist, auseinandersetzt? Das Vertrauen in die Entscheidung jedes Menschen, was Kunst ist, spiegelt sich im Diskurs über Kunst wider. Gerade diese Variante hätte m.E. viel Wichtiges für unsere heutige Gesellschaft zu bieten. Zu unterscheiden sind beim Menschen als Kunst der innere Diskurs von einem öffentlichen Diskurs. Die Dauerfrage beider Diskurse lautet: Warum ist dieser Mensch Kunst? Selbstverständlich wird bei Menschen als Kunst nicht alles Kunst sein, was mit Gedanken, Aussagen und Ausstellungen von Menschen dazu gemacht wird. Kunst wird sicherlich auch häufig mit Freundschaft, Liebe und Triebe verwechselt. Es ist gut vorstellbar, dass wir uns empören werden, wie die Aussage ausgeschlachtet und zersetzt werden wird. Aber ist das nicht schon immer in der Kunst so gewesen? Kunst erzeugt wichtige Diskurse – vor allem für unser alltägliches Leben. Der Diskurs ist die Methode der Demokratie. Kontroversen müssen wir vermutlich aushalten, wenn das Gefühl für Kunst wieder in die Gesellschaft kommen soll – und das muss es. Nicht nur, weil Kunst Kapital ist (Vgl. Beuys in Der Spiegel, 1984) , sondern auch, weil Kunst für die Entwicklung des Menschen wichtig ist. Gerade in der Bildung scheint m.E. eine wirkliche Erweiterung des Kunstbegriffes gefragt zu sein. Viele Menschen begreifen die Kunst als etwas, das in der Maslowschen Pyramide unerreicht ganz oben bei der Selbstverwirklichung oder gar Transzendenz zu finden und nur wenigen zugänglich ist. Dabei ist Kunst auch(!) ein Grundbedürfnis, wie Atmen, Essen und Schlafen. Mit dem alltäglichen Menschen als Kunst kann dieses (Defizit-)Bedürfnis nach Kunst gestillt werden, um ohne besondere Mittel, wie Reichtum und Sicherheit zu einem (Wachstums-)Bedürfnis Kunst zu gelangen. Das heißt allerdings nicht, dass bei Armut die Gedanken nicht an Existenzbedürfnisse gebunden wären. Armut bleibt immer noch ein großer Feind der Kultur.
Wird das Schweigen von Beuys unterschätzt?
Warum hat Beuys sich in seinen letzten Jahren nicht zu diesen revolutionären Gedanken öffentlich geäußert? Warum hat er diese Theorie nicht weiterentwickelt? Wird das Schweigen von Beuys unterschätzt? Vielleicht hat das folgende Beuys-Zitat mit der Antwort zu tun: „Die meisten Künstler wollen nicht um ein neues Verständnis von Kunst kämpfen, das sich mit jedermanns Arbeit befasst und mit jedermanns Problemen. Es gibt keine neuen Theorien unter Künstlern, in der Welt der Kunst an sich. Auch unter Kritikern nicht. Ganz zu schweigen von den Galerien. Die kümmern sich nur ums Geschäft“ (Kufus / Veiel, 2017, Min. 26:23). In der Tat ist es schwer vorstellbar, wie sich der Kunstbetrieb auf das „Mensch-als-Kunst-Zitat“ einlassen soll. Werden nun Menschen im Museum ausgestellt? Wie wird Geld gemacht? Kaufen oder leihen sich die Superreichen nun Menschen als Kunst? Wer bestimmt den Preis für den Menschen als Kunst? Wird es Agenturen geben, die sich um die „Haltung“ der MaK (Menschen als Kunst) kümmern?
Einengung des erweiterten Kunstbegriffs
Im WERK erstarren die Ideen: Vielleicht war das alles von Beuys auch nicht so gemeint!? Es gibt in der Ausführung von Beuys und Stüttgen einen kleinen Haken. Ist es richtig, von dem Menschen als KunstWERK zu reden oder sollte es besser „jeder Mensch ist Kunst“ heißen? Genauer müsste man fragen: Kann der „Mensch-An-Sich“ Kunst sein? A) Missverständnisse: Der Begriff „Kunstwerk“ in Bezug auf den Menschen kann zu Missverständnissen führen, da im heutigen Gebrauch der Sprache unter einem Werk etwas Materielles, Geschaffenes oder Abgeschlossenes verstanden wird. B) Nur Künstler: Der Begriff „Werk“ engt den erweiterten Kunstbegriff ein, wenn er nur Künstler als Kunst akzeptieren will, die bewusst Werke schaffen bzw. eine künstlerische Handlung vollziehen. Kann denn ein Mensch nur „Kunst“ mit einem „Werk“ sein? Heißt die Formel hier: „Mensch + Werk = Kunst“? Wäre mit dieser Einschränkung die Erweiterung des Kunstbegriffes nicht beschnitten? Das wäre kein revolutionärer Gedanke. Die Verdichtung von Künstler und Kunst findet z.B. im Dadaismus, Happening, Fluxus, Body Art, Aktionskunst, Performance oder Konzeptkunst häufig statt. Denken wir nur an „The Artist Is Present“ von Marina Abramovic. C) Moralische Vorgaben: Eine Einengung des erweiterten Kunstbegriffs findet für uns heute auch statt, wenn mit der Nähe zur Anthroposophie argumentiert und in manchen Fällen auch eine Moral vorgegeben wird. Um Ideen und Gedanken als Kunst zu akzeptieren, brauchen wir keine Glaubenslehre als Begründung heranziehen, wir finden diese auch in der Kommunikationswissenschaft. Ein Mensch als Kunst muss keine Welt verbessern wollen. D) Objektivierungen: Eine weitere Einengung des Kunstbegriffs wäre es, wenn Subjekte objektiviert werden müssten, um Kunst sein zu können. Der Charakter eines Werkes ist der eines Objektes, ein Objekt, das im Auge des Betrachters entsteht oder von dem Menschen als Kunst selbst geschaffen wird, wie dies bei Beuys mit den oberflächlichen Aushängeschildern (Hut, Anglerweste usw.) der Fall ist. Beim Menschen-An-Sich als Kunst werden aber auch (oder vor allem) Subjekte als Kunst betrachtet. Der Augenblick als Objekt kann beim Menschen als KunstWERK gewünscht sein, damit es den Betrachtern leichter fällt einzelne Elemente der Kunst besser zu verstehen. Wenn Beuys also oberflächlich seinen Hut als Teil des Kunstwerks „ins Spiel“ bringt, formuliert er es verständlich. Der Hut ist Objekt. Seine Weste ist Objekt. „Das Theater mit dem Hut“ (wie er es selbst bezeichnet) ist eine Objektivierung von seiner Person als KunstWERK. Es ist jedoch sicherlich auch Beuys in diesem Moment klar, dass er als Subjekt besteht. Er sagt allerdings nicht, dass dieses Subjekt auch als Kunst (ohne Werk) existiert. Eine Einengung des erweiterten Kunstbegriffs auf Menschen als Objekte scheint aber nicht sinnvoll. Aus diesem Grund sollte m.E. der offene Begriff „Kunst“ für den „Menschen als Kunst“ verwendet werden. Dies wird dem Menschen-An-Sich eher gerecht.
Beuys und der Mensch als KunstWERK
Private Plastik
Kunstrechte
Joblin Factory und Jeder Mensch ist Kunst
Fleisch in der Kunstgeschichte
Der Wille schön zu sein, ist der Wunsch Kunst zu sein
Kunstrechte
Wer könnte Jack Joblin sein?

Radikale Beuys-Folge
Info

Präsentation

Bücher
Jeder Mensch ist Kunst



„Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird.“
Mit der Selbstausstellung "Jeder Mensch ist Kunst. Fleisch ist Kunst." setzt die Joblin Factory vor allem mit "Memento Multiples" ein Thema bildnerisch um, das bereits von Joseph Beuys, Wolf Vostell und einigen anderen Künstlern angerissen, aber nie fortgesetzt oder künstlerisch verwirklicht wurde. Bislang blieb die Idee des Menschen als Kunst nur in der Kunsttheorie eine Entwicklungsoption. Der Mensch-An-Sich war nie Kunst. Durch das Erkennen eines Menschen als Kunst formt sich unser Geist. Der geformte Geist ist keine soziale, sondern eine private Plastik. Die Joblin Factory sieht sich als einzig wahre Nachfolger von Beuys. Im Folgenden geben Informationen zu Künstlern, Materialien, Publikationen und Ausstellungsbeispiele einen Einblick in die Arbeit der Künstlergemeinschaft. "Jeder Mensch ist Kunst" ist eine Publikationsreihe, welche den Themenkomplex "Mensch als Kunst" und "Fleisch-Kunst" beleuchtet:
Kerngedanke
- Ausgangspunkt ist ein Zitat von Joseph Beuys (1983): „Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. … der Mensch selbst soll das Kunstwerk werden.“
- Daraus folgt die These: Jeder Mensch ist Kunst, unabhängig von Beruf, Rolle oder Status.
Begründung und Argumentationslinien
Erweiterter Kunstbegriff
Kunst ist nicht auf Objekte beschränkt, sondern umfasst auch Gedanken, Worte, Gesellschaft und Individuen.
Rolle von Betrachter und Künstler
- Wer Kunst im Menschen erkennt, wird selbst zum Künstler.
- Der Mensch kann zugleich Subjekt und Werk sein.
Private Plastik & Soziale Plastik
- Private Plastik: innere Formung von Denken und Fühlen.
- Soziale Plastik: gesellschaftliche Veränderung durch Gestaltung.
Ethik und Menschenbild
- Wenn jeder Mensch Kunst ist, erfordert das Respekt und Achtung.
- Dieses Denken eröffnet ein neues Menschenbild ohne Ausgrenzung und Gewalt.
Utopie und Kritik
- Die Idee stößt auf Widerstände im Kunstbetrieb und in der Gesellschaft.
- Gefahr: Objektivierung oder moralische Engführung des Begriffs „Kunst“.
- Beuys’ Zurückhaltung gegenüber seiner eigenen radikalen Idee wird kritisch hinterfragt.
Schlussfolgerung
- Der Mensch ist an sich Kunst – nicht nur metaphorisch, sondern als Haltung und Wirklichkeit der Wahrnehmung.
- Selbst wenn nie vollständig realisiert, bleibt die Idee ein Impuls für neue Sichtweisen auf Kunst, Gesellschaft und Menschlichkeit.
- Provokante Konklusion: Der Mensch kann nicht nicht Kunst sein.

Ausstellungsobjekte >> Memento Multiples
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Diskussionen
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Theoretisches Fundament: Du bist Kunst - Beuys und die Unmöglichkeit des Menschen keine Kunst zu sein
"Jeder Mensch ist ein Kunstwerk." Das behaupten sowohl Joseph Beuys, als auch Wolf Vostell. Mit dieser These setzen sich die Autoren von "Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst." auseinander. LESEPROBE: Sie sind Kunst. Jedenfalls können Sie es sein, wenn Sie eine Aussage von Joseph Beuys ernst nehmen, die in einem TV-Talk entstand. Beuys antwortet am 27.01.1983 in einer Live-Sendung des Österreichischen Rundfunks (ORF), im „Club 2“ mit dem Thema „Kunst oder Schwindel“ nach ca. 47 Minuten auf die per Telefon geäußerte Publikumsfrage, wann er seinen Hut abnehmen würde, mit diesen Worten: „Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird.“ (Beuys, 1983, Min. 47:16) ZUSAMMENFASSUNG: "Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst." >>
Theoretisches Fundament: Du bist Kunst - Beuys und die Unmöglichkeit des Menschen keine Kunst zu sein
"Jeder Mensch ist ein Kunstwerk." Das behaupten sowohl Joseph Beuys, als auch Wolf Vostell. Mit dieser These setzen sich die Autoren von "Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst." auseinander. LESEPROBE: Sie sind Kunst. Jedenfalls können Sie es sein, wenn Sie eine Aussage von Joseph Beuys ernst nehmen, die in einem TV-Talk entstand. Beuys antwortet am 27.01.1983 in einer Live-Sendung des Österreichischen Rundfunks (ORF), im „Club 2“ mit dem Thema „Kunst oder Schwindel“ nach ca. 47 Minuten auf die per Telefon geäußerte Publikumsfrage, wann er seinen Hut abnehmen würde, mit diesen Worten: „Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird.“ (Beuys, 1983, Min. 47:16) ZUSAMMENFASSUNG: "Jeder Mensch ist Kunst. Du bist Kunst." >>
Praktische Umsetzung: Fleisch ist Kunst


Joseph Beuys
Die Gegenwart des toten Fleisches macht die Gegenwart des lebendigen Fleisches bewusst. In "Jeder Mensch ist Kunst. Fleisch ist Kunst." geht es um die künstlerische Umsetzung des Axioms "Der Mensch-An-Sich kann nicht nicht Kunst sein." LESEPROBE: Sie und Ihre Galerie-Besucher sind Kunst. (...) Für Ben Vautier war alles Kunst, was man signieren konnte. Er signierte in den 1960ern auch sich selbst. Der selbsternannter „Totalkünstler“ Timm Ulrichs erklärte sich 1961 zum ersten lebenden Kunstwerk. 1969 bildet mit „The Singing Sculpture“ den Auftakt zur „Living Sculputure“, einer Selbsternennung zur Kunst von Gilbert & George. Joseph Beuys, Wolf Vostell und Johannes Stüttgen behaupten "Jeder Mensch ist ein Kunstwerk." Die Joblin Factory setzt sich seit Jahren mit dieser Betrachtungsweise des Menschen als Kunst theoretisch in Publikationen und in künstlerischen Arbeiten auseinander. Mit „Jeder Mensch ist Kunst. Fleisch ist Kunst.“ stellt die Joblin Factory einen Ausstellungskatalog für Galerien vor. Galeristen können aus vier Kategorien Werke zu einer klassischen Ausstellung oder zu einem Multiple-Shop kombinieren.
Inhalt
- Jeder Mensch ist Kunst. Multiple Shop: Die Joblin Factory verwandelt Ihre Galerie in einen Shop für signierte Multiples und ausgewählte Kunstwerke. Gründe für einen Galerie-Shop, die Zielgruppe und eine Auswahl an Multiples finden Sie in Kapitel 1.
- Jack Joblin Lachskunst Originalarbeiten: Klassische Ausstellung mit Lachsgegenständen und Bildern aus Lachs. Nicht alle aufgeführten Werke der letzten 25 Jahre sind noch in dem abgelichteten Zustand vorhanden.
- Bob Joblin Series: Die Ausstellungsoptionen in diesem Bereich erstrecken sich über Malerei, Bücher, Dosen, Lachs, Foto, Automaten, Dokumentationen der Herstellung und des Fleischverfalls und digitaler Kunst. Die Arbeiten lassen sich auch gut mit den Shop-Multiples kombinieren.
- Joblin Factory Fotoarbeiten: Totes Fleisch vs. lebendiges Fleisch. In diesem Kapitel sind Joblin Factory Mitarbeiter mit Werken von Jack Joblin zu sehen.
Ich bin Kunst - Jack Joblin im Interview
In „Jeder Mensch ist Kunst. Ich bin Kunst.“ wird Jack Joblin von einem langjährigen Begleiter seiner Arbeit interviewt, Thomas Gloom. Der Leser bekommt Einblicke in die heterogene Künstlergemeinschaft „Joblin Factory“ und erfährt viel über die ungewöhnliche Konzeptkunst, die sich als konsequente Fortsetzung des beuysschen Universums versteht und eine „wirkliche“ Erweiterung des Kunstbegriffs durch die Private Plastik im Auge hat. (DER SPIEGLER) „Mit unseren JEDER MENSCH IST KUNST. FLEISCH IST KUNST. Shop-Ausstellungen, wollen wir durch Memento Multiples und Lachsgemälde die Menschen dazu anregen, sich selbst oder ihre Nächsten als Kunst zu erkennen. Die Gegenwart des toten Fleisches, macht die Gegenwart des lebendigen Fleisches bewusst. Das tote Fleisch verweist auf das lebendige Fleisch, das die eigentliche Kunst ist.“
(Jack Joblin)
Jack Joblin Interview
- Bei Beuys müssen die Mensch handeln, um Kunst zu sein - Bei mir ist der Mensch-An-Sich Kunst
- Kunstwahlgrundsätze
- Kunstrechte statt Grundrechte
- Diskursive Kunst
- Sierra & Koon
- Spiegel als Brücke zum Kunstselbstverständnis
- Guerilla Ausstellung und Abholzung der 7000 Beuys Eichen
- Memento Multiple Topp Shop
- FleischesKUNST
- Würde Jesus austreten?
- Addbooks = Kunst + Literatur
- P4P MOOCs für Menschen als Kunst
- Private Plastik = Kunst + Welt retten
- Jack Joblin
Zusatztexte
- Spezial Online
- Wird Kunst beliebig?
- Besser ein heimlicher Misanthrop, als ein scheinheiliger Anthroposoph
- Kinder sind Kunst
- Sind Tiere Kunst?
- Ölfarben sind ein Symbol der Unterdrückung
- Beispiele
- Synkretismus in der Kunstanalyse des Menschen als Kunst
- Bob Joblin Interview
- Kostenlose Kunst - Jeder Mensch ist Kunst
- Kunst und die Schönheitsindustrie
- Plastik verändert die Welt
Kruzifix Kaaba
DOCUMENTA 15 / Guerilla Vernissage
DOCUMENTA 15 Jeder Mensch ist Kunst
Mitarbeiter der Joblin Factory sind an Lachsbildern, am Beuys-Hut, einem goldenen Dürerhasen und anderen Beuys-Utensilien zu erkennen.
- Lachsbilder wandern mit Menschen durch Kassel
- Bücher + Postkarten werden verschenkt >> Parkbänke
- Postkarten (Spiegelpostkarten, Tiere, Jesus, ...) liegen überall aus: Museen, Restaurants, Bars, Kneipen, ...
- Edelstahlspiegel (Blanko, Filz, Postkarte) sind in den Museen zu finden
- Einkaufwagenchips: Werden auf dem Boden vor dem Fridericianum verstreut und sind auf Parkbänke usw. zu finden
- Museumsklo >> Spiegelbeschriftungen
- 7000 Eicheln werden gesammelt + Einzelne Eichen werden für das schlagen vorbereitet >> Farbspray
Guerilla Vernissage 15
Dokumentation der Joblin Factory Guerilla Vernissage "Fish You Were Here" auf der documenta.

DOCUMENTA 15 GUERILLA VERNISSAGE: Das Beuys Jahr ging unspektakulär zu Ende. Direkte Demokratie wurde aus den Parteiprogrammen in Deutschland gestrichen. In den nächsten Jahren steht kein Beuys-Jubiläum an. Und doch wird Beuys 2022 auf der Documenta 15 erscheinen. Vertreten wird er von der Joblin Factory mit einer Guerilla Vernissage. Passend zum Partizipationsthema nimmt Beuys mit dem Thema „Jeder Mensch ist Kunst“ teil. Die Idee ist, dass die Besucher der Documenta selbst die Kunst sind und sich auch als solche erfahren (ohne selbst im Sinne einer Sozialen Plastik tätig sein zu müssen oder Teil eines „externen“ Kunstwerkes zu werden). Mehrere Mitarbeiter der Joblin Factory machen mit Multiples, T-Shirt-Verkäufen, Taschenspiegel-Schenkungen, Spiegel und Fleisch auf das Thema aufmerksam. Die Joblin Factory wurde nicht offiziell eingeladen. Die Documenta-Besucher können den Joblin-Künstlern aber in ganz Kassel auf den Straßen und den geschlossenen Ausstellungsräumen begegnen. Auch Sie können sich auf der DOCUMENTA als Kunst ausstellen. Mehr Informationen finden Sie unter Konzept >>.
Majelis
Majelis sind Zusammenkünfte in kleinen und großen Arbeitsgruppen. Sollten Sie sich selbst im Sinne von "Jeder Mensch ist Kunst" als Kunst ausstellen, dann machen Sie dies bitte von Anfang bis zum Ende der DOCUMENTA an welchem Ort Sie es wünschen. Verbinden Sie sich auch gerne mit anderen "Menschen als Kunst" zu einer Kunst- und Arbeitsgemeinschaft. Jeder Mensch ist Kunst ist die konsequente Erweiterung des Kunstbegriffs nach Beuys. Mehr Informationen finden Sie hier >>
Lumbung
lumbung ist das indonesische Wort für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune, in welcher die überschüssige Ernte zum Wohle der Gemeinschaft gelagert wird. Es werden also Ressourcen gesammelt und gemeinsam genutzt. Durch den erweiterten Kunstbegriff nach Joseph Beuys ist klar, dass diese Ressourcen Kunst sein können - auch wenn diese nur aus Ideen und Gedanken bestehen. Sollten Sie Kulturprojekte online ausleben wollen, dann laden wir Sie dazu ein, kostenlos auf dem MOOCwiki.org Ihre Arbeiten vorzustellen. Wir nennen die Online-Majelis P4P MOOCs. Peer for Peer Massive Open Online Courses bzw. Culture (P4P MOOCs) sind Online-Lernkurse von Lernenden für Lernende (SchülerInnen, Auszubildende, Studierende) und Kultur-Projekte. Sie können aus Open Educational Resources (OERs bzw. frei zugängliche Online-Materialien) und eigenen Inhalten zusammengestellt werden. Typische Elemente der P4P MOOCs sind Videos, interaktive, offene Aufgaben bzw. Anregungen zu Aktivitäten. Die Kultur MOOCs können Diskursive Kunst sein. Mehr Informationen finden Sie unter Konzept, Veranstaltungen, KünstlerInnen und Tickets.
Wer ist Kunst?

Das Schweigen von Beuys wird unterschätzt &
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WER IST KUNST? SPIEL




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Fair-Image wird von CHILDREN JUGEND HILFT! gefördert und ist mit der deutschlandweiten AI Fair-Image Challenge SIEGERPROJEKT 2025. Alle Infos zur Challenge hier >>. Infos zum Camp25 gibt es hier. Wenn auch Ihr Euch ehrenamtlich engagiert und noch finanzielle Unterstützung für Eurer Projekt braucht, dann stellt gerne einen Antrag bei JUGEND HILFT.

WER IST AN DEINEM TAG KUNST?
Ein Tag als Datum im gregorianischen Kalender (ab 15. Oktober 1582, vor 4. Oktober 1582 im julianischen Kalender).
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Wie der tote Hase den Menschen zur Kunst erklärt

Wie der tote Hase den Menschen zur Kunst erklärt
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Fleisch in der Kunstgeschichte
Von der Höhlenmalerei bis zur Meat-Art

Jack Joblin Factory

AI Produktionen
Der Mensch als Kunst
- AI Chat
- AI Essay zu Beuys Zitat
- AI Timm Ulrichs
- AI Hört auf zu malen - Der Mensch als Kunst in einer Ausstellung
- AI T-Shirt Sprüche
Mensch-Kunst-Künstler
Manifest
- AI Chat - Es gibt niemanden, der nicht entscheidet was Kunst ist
- AI Chat - Es gibt niemanden, der nicht Kunst schafft
- AI Chat - Es gibt niemanden, der nicht Kunst ist
Kunstrechte
- AI Chat - Die Würde des Menschen als Kunst
- AI Chat - Handlungsfreiheit des Menschen als Kunst
- AI Chat - Gleichberechtigung - Alle Menschen sind Kunst
Spiegelausstellungen der Joblin Factory
- AI Werbung für die Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst"
- AI Rezensionen für die Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst"
Fleisch- / Lachsausstellungen der Joblin Factory
- AI Werbung für die SalmonArt Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst"
- AI Rezensionen für die SalmonArt Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst"
- AI Fleisch, Symbol für den Menschen als Kunst
Wie der goldene Hase den Mensch zur Kunst erklärt
Vorteile für Galerien
- Originell: Sowohl die Kunstwerke, als auch die Konzeption der Ausstellungen (z.B. als Multiple Shop) wird Ihrer Galerie viel Aufmerksamkeit bringen.
- Wirkliche Erweiterung des Kunstbegriffs: Sie fördern das Bewusstsein der Menschen für die private Plastik bzw. die diskursive Kunst und tragen mit der Ausstellung als Pionier zur wirklichen Erweiterung des Kunstbegriffs bei.
- Ausstellungskatalog: Für jede Ausstellung publiziert der Glanz-Verlag einen Ausstellungskatalog zur Dokumentation, bei dem die Galerie namentlich im Titel erwähnt wird. Dies hat zur Folge, dass die Galerie in sämtlichen Verzeichnissen des Buchhandel zu finden ist: Verzeichnis lieferbarer Bücher (VlB), Libri (Barsortiment), Buchhandel.de, Deutsche Nationalbibliothek, Amazon (KDP), ...
- Online: Jede Galerie kann auf den Portalen Glanz-Verlag.de und JederMenschIstKunst.de für die Ausstellung werben. Diese Werbung kann zeitlos mit Ihren Texten, Bildern und Links versehen werden, die für Ihre Galerie werben. Wie stark das Portal ist, sehen Sie an der Statistik >>
Künstler
Dr. Udo Glanz ist Autor, Künstler, Pädagoge und Verleger. In seinem Verlag kombiniert er Print- und Online-Kulturmaterialien. Er entwickelte das Kultur- und Bildungsportal www.MOOCit.de / MOOCwiki.org, mit dem er auch in der Lehrerfortbildung wirkt. Glanz leitet mehrere Kunstprojekte u.a. die Joblin Factory, in welcher er mehrere Personen vertritt und ist Autor der Bücher-Reihe "Jeder Mensch ist Kunst." Mit der Ausstellung "Jeder Mensch ist Kunst. Fleisch ist Kunst." setzt er die Erkenntnisse aus seiner Kunstpromotion und der jahrelangen Erfahrung im Kulturbereich künstlerisch um.
Ausstellungen (Auswahl)
Konstante und wechselnde Ausstellungen finden Online auf Glanz-Verlag.de, MOOCit.de, Joblin.de, JederMenschIstKunst.de statt.
- 2022 - Aufruf zur Guerilla Vernissage: Jeder Mensch ist Kunst | Documenta 15 (in Planung)
- 2021 - Topp Shop Ausstellungen
- 2021 - Jeder Mensch ist Kunst
- 2021 - documenta Guerilla Vernissage (Dokumentation)
- 2020 - Gift Shop Vernissage - Jack Joblin
- 2017 - Beuys Eichen schlagen | Guerilla Vernissage | Documenta 14
- 2012 - Fish You Were Here | Guerilla Vernissage (Aktionskunst) | Documenta 13
- 2007 - Salmon Art | Lachskunst Ausstellung | Vorderhaus, Freiburg
- 2006 - Salmon Art | Lachskunst Ausstellung (Fleischstrukturen) | Café Ruefetto, Freiburg
- 2000 - Last Supper | Lachskunst Ausstellung (Objektkunst) | Pädagogische Hochschule Freiburg

Links | Teilen | Kontakt
- Glanz-Verlag.de
- Wikipedia >> Glanz-Verlag
- Jeder Mensch ist Kunst
- Buchhandel.de >> Udo Glanz
- Deutsche Nationalbibliothek >> Udo Glanz
- Wikipedia >> Udo Glanz
- Joblin Factory
- Mosaik
- Jeder Mensch ist Kunst im Kunstunterricht
- Jack Joblin Spreadshirt
- Jack Joblin Redbubbble
- Brief an Influencerin
- Info Flyer - Jeder Mensch ist Kunst - Beuys ist jetzt regelmäßig auf der Documenta
- Fundraising Video Drehbuch - Jeder Mensch ist Kunst
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Fair-Image wird von CHILDREN JUGEND HILFT! gefördert und ist mit der deutschlandweiten AI Fair-Image Challenge SIEGERPROJEKT 2025. Alle Infos zur Challenge hier >>. Infos zum Camp25 gibt es hier. Wenn auch Ihr Euch ehrenamtlich engagiert und noch finanzielle Unterstützung für Eurer Projekt braucht, dann stellt gerne einen Antrag bei JUGEND HILFT.


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