Fish-Art - Joblin

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Begriff FishArt

Der Begriff Fish-Art (Fischkunst) wurde in den 1950ern von dem Künstler Jack Joblin geprägt. Es handelt sich dabei um eine Richtung der zeitgenössischen Kunst, die als Vorläufer zur Eat- und Meat-Art gesehen werden kann. J.J. nannte seine ersten Ausstellungen Fish-Meat. Da der verarbeitete Lachs früher vor allem in „gehobenen“ Kreisen als edle Speise galt, wird der „Salmon Art“ (Lachskunst) häufig eine Kapitalismus- und Gesellschaftskritik unterstellt. Diese wurde allerdings nie direkt von Joblin bestätigt.

Fish-Meat

Fisch-Fleisch: Viele Ausstellungsbesucher waren bei Joblins Werken über das Arbeitsmaterial verunsichert: Lachs, Wachs, Lack, Fleisch? Zusätzlich verunsicherten manche Titel: Neither Fish. Nor Meat. (engl. eigentlich „neither fish, nor fowl“ / Direktübersetzung: „Weder Fisch, noch Huhn.“). Fisch ist kein Fleisch. Joblin stellte aber Fleisch mit Fisch dar. Er verknüpft die Fischkunst mit der Fleischkunst aus verschiedenen Gründen:

1. Doppel-Vergiftung: Joblin erkrankte in seiner Jugend einmal an einer Fisch- und zweimal an einer Fleischvergiftung. Die Verunreinigung des Körpers (Hautausschläge) machte ihn zu einem – wie er es nannte – Hobbyhygieniker. Beide Vergiftungen ließen ihn diese Nahrungsmittel zeitlebens kritisch betrachten.


2. Jesus: Der Fisch ist das Symbol des fleischgewordener Sohn Gottes (siehe Meat-Art * Bibelfisch)


3. Rote Vergänglichkeit & lachsfarbene Fleischimpression: Der Fisch wurde als Farbe verwendet, um den täuschend echten Eindruck der Faserhaftigkeit und Struktur des Fleisches zu treffen. Erste Versuche mit Fleisch in Formaldehyd und Gießharz hatten den Farbverlust zur Folge. Zusätzlich wurde das Fleisch unantastbar. Die bessere Konservierungsmöglichkeit des Lachses ermöglichte Joblin das Erhalten eines haptischen Erscheinungsbildes inklusive der roten Farbe der „Muskelstränge“. Das Streben nach Beständigkeit war ein Hauptmerkmal seiner Arbeit. Der verzögerte Verfall des Lachses gehörte mit der Zeit genauso zum Prozess, wie die Hoffnungslosigkeit die Vergänglichkeit zu stoppen.


Dies hat für die Betrachter einen unerwarteten Widerspruch zwischen Werk und Titel bereit, der zu denken gibt. Joblin: „Fleisch gibt immer etwas zu bedenken.“

Fleisch-Rot

Liebe. Erotik. Lust. Sexualität. Verführung. Begierde. Glück. Lebensfreude. Energie. Aktivität. Dynamik. Temperament. Kraft. Hitze. Wärme. Rosen. Mohn. Blut. Fleisch. Feuer. Hass. Aggressivität. Wut. Zorn. Lärm. Unmoral. Gefahr. Verbot. Warnung. Scham. Verlegenheit.

Hinduistisches Rot ist das Wurzelchakra. Jüdisches Rot ist Sünde und Opfer. Christliches Rot kommt von Märtyrern. Katholisches Rot ist Fleisch Christus. Protestantisches Rot sieht Feuerzungen. Kommunistisches Rot heißt Revolution. Russisches Rot ist schön und wertvoll. Ghanaisches Rot verheißt Trauer. Japanisches Rot steht für die Frau. Koreanische Namen in Rot sind tot. Chinesisches Rot bedeutet Reichtum und Glück. Phönizianisches Rot bedeutete schlechte Aussichten für Schnecken.

Purpur. Scharlach. Karmin. Zinnober. Permanent. Feuer. Magenta. Cadmium. Blut. Wein. Rote Hemden. Rote Socken. Roter Teppich. Rotes Kreuze. Roter Gurt. Roter Teufel. Rote Laterne. Rote Haare. Rote Haut. Rote Augen. Rote Käppchen. Rote Körperchen. Roter Riese. Rotes Leben. Rotes Kehlchen. Rotes Meer. Rote Erde. Roter Fluss. Rotes Becken. Roter Halbmond. Rotes Licht. Rote Garden. Rote Khmer. Rotes Blut. Rotes Fleisch. Roter Barsch. Roter Lachs.






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