VIDEO Literaturgeschichte: Unterschied zwischen den Versionen
Glanz (Diskussion | Beiträge) |
Glanz (Diskussion | Beiträge) |
||
| (3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 313: | Zeile 313: | ||
Autoren: [[Erich Kästner]], [[Irmgard Keun]], [[Alfred Döblin]], [[Bertolt Brecht]] | Autoren: [[Erich Kästner]], [[Irmgard Keun]], [[Alfred Döblin]], [[Bertolt Brecht]] | ||
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v= | {{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=OlX-gOpahUw |500|center}} | ||
| Zeile 337: | Zeile 337: | ||
Autoren: [[Reinhold Schneider]], [[Werner Bergengruen]], [[Gertrud von le Fort]] | Autoren: [[Reinhold Schneider]], [[Werner Bergengruen]], [[Gertrud von le Fort]] | ||
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v= | {{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=Bx9LDhMwhlg |500|center}} | ||
| Zeile 344: | Zeile 344: | ||
<br> | <br> | ||
<br> | <br> | ||
= Trümmerliteratur / Nachkriegsliteratur = | = Trümmerliteratur / Nachkriegsliteratur = | ||
Ab 1945; knappe, klare Sprache; Schuld, Verlust, Neubeginn, zerstörte Welt. | Ab 1945; knappe, klare Sprache; Schuld, Verlust, Neubeginn, zerstörte Welt. | ||
| Zeile 530: | Zeile 531: | ||
Autoren: [[Elfriede Jelinek]], [[Roland Schimmelpfennig]], [[Dea Loher]], [[Heiner Müller]] | Autoren: [[Elfriede Jelinek]], [[Roland Schimmelpfennig]], [[Dea Loher]], [[Heiner Müller]] | ||
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v= | {{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=-17JCFSwPcM |500|center}} | ||
| Zeile 537: | Zeile 538: | ||
<br> | <br> | ||
<br> | <br> | ||
= Ökoliteratur / Climate Fiction = | = Ökoliteratur / Climate Fiction = | ||
Umwelt, Klimakrise, Naturverhältnis; Zukunftsszenarien oder Naturbeobachtung als Kritik. | Umwelt, Klimakrise, Naturverhältnis; Zukunftsszenarien oder Naturbeobachtung als Kritik. | ||
| Zeile 542: | Zeile 544: | ||
Autoren: [[Margaret Atwood]], [[Kim Stanley Robinson]], [[Octavia E. Butler]] | Autoren: [[Margaret Atwood]], [[Kim Stanley Robinson]], [[Octavia E. Butler]] | ||
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v= | {{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=KLePBlkDi2Y |500|center}} | ||
| Zeile 549: | Zeile 551: | ||
<br> | <br> | ||
<br> | <br> | ||
= Postmoderne / Gegenwartsliteratur = | = Postmoderne / Gegenwartsliteratur = | ||
Spielerisch, intertextuell, oft ironisch; Mischung von Stilen und Medien; Vielfalt von Perspektiven. | Spielerisch, intertextuell, oft ironisch; Mischung von Stilen und Medien; Vielfalt von Perspektiven. | ||
Aktuelle Version vom 11. Februar 2026, 11:14 Uhr


VIDEO Literaturgeschichte
Antike
Grundformen (Epos, Drama, Lyrik); Mythos, Schicksal, Rhetorik. Kurzbeschreibung: Literarische Grundmodelle aus Epos, Drama und Lyrik prägen die europäische Tradition; zentrale Themen sind Mythos, Schicksal (z. B. Tragik) und Rhetorik als Kunst öffentlicher Rede. Autoren: Homer, Sappho, Aischylos, Sophokles, Euripides, Aristophanes, Vergil, Ovid, Horaz
Spätantike / Frühchristliche Literatur
Christliche Weltdeutung; Predigt, Legende, Bekenntnis. Kurzbeschreibung: Übergang von antiker zu christlicher Kultur: Texte dienen der theologischen Deutung der Welt, vermitteln Dogma und Ethik; typische Gattungen sind Predigt, Heiligenlegende und Bekenntnis als Selbstdeutung im Horizont des Glaubens. Autoren: Augustinus, Hieronymus, Ambrosius, Gregor von Nazianz, Prudentius
Mittelalter
Geistlich + höfisch; Minne, Ritterepik, religiöse Ordnung. Kurzbeschreibung: Literatur im Spannungsfeld von Kirche und höfischer Kultur; geistliche Texte (z. B. Mystik) stehen neben höfischen Formen wie Minnesang und Ritterroman; Ordnungsvorstellungen sind stark durch Religion und Ständeordnung geprägt. Autoren: Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach, Hartmann von Aue, Gottfried von Straßburg, Hildegard von Bingen, Meister Eckhart
Renaissance / Humanismus
Antike als Vorbild; Bildung, Wissenschaft, Menschenbild. Kurzbeschreibung: Rückgriff auf die Antike als Bildungs- und Stilideal; der Humanismus betont Bildung (studia humanitatis), Philologie und ein neues Menschenbild zwischen Individualismus und Weltzugewandtheit; Literatur wird Teil von Wissenschaft und öffentlicher Debatte. Autoren: Petrarca, Boccaccio, Erasmus, Thomas Morus, Ulrich von Hutten
Reformation
Flugschriften, Bibelsprache, Streitkultur; volksnah und politisch. Kurzbeschreibung: Die Reformation nutzt neue Medien der Frühneuzeit wie Flugschrift und Pamphlet; die Bibelübersetzung prägt Standardsprache und Stil, während Polemik und Streitkultur Literatur stark politisieren und popularisieren. Autoren: Martin Luther, Philipp Melanchthon, Ulrich Zwingli, Johannes Calvin, Thomas Müntzer
Barock
Vanitas, Memento mori, Carpe diem; strenge Formen, starke Bilder. Kurzbeschreibung: Barocke Literatur reagiert auf Krisenerfahrungen mit Themen der Vanitas, des Memento mori und des Carpe diem; charakteristisch sind formstrenge Gattungen (z. B. Sonett) sowie ausgeprägte Metaphern- und Allegorik. Autoren: Andreas Gryphius, Paul Fleming, Martin Opitz, Grimmelshausen, Catharina Regina von Greiffenberg
Pietismus
Religiöse Innerlichkeit, Frömmigkeit, Selbstprüfung; Tagebuch- und Bekenntnisformen. Kurzbeschreibung: Der Pietismus betont Frömmigkeit als persönliche Innerlichkeit und Gewissensprüfung; verbreitet sind Erbauungsliteratur, Tagebuch- und Bekenntnisformen, die religiöse Erfahrung sprachlich ordnen und moralisch ausrichten. Autoren: Philipp Jakob Spener, August Hermann Francke, Zinzendorf
Aufklärung
Vernunft, Kritik, Bildung; didaktisch und argumentativ. Kurzbeschreibung: Literatur als Medium der Aufklärung: Sie fördert Vernunft, Kritik und Bildung und arbeitet häufig mit Essay, Fabel und Drama als didaktischen Formen; zentrale Ziele sind Toleranz und gesellschaftliche Reform. Autoren: Lessing, Immanuel Kant, Voltaire, Rousseau, Diderot
Empfindsamkeit
Gefühl, Moral, Sensibilität; Briefform, Naturideal. Kurzbeschreibung: Die Empfindsamkeit akzentuiert Gefühl und moralische Sensibilität; beliebt sind Briefroman und intime Erzählweisen, oft verbunden mit einem Naturideal und der Suche nach authentischer Subjektivität. Autoren: Samuel Richardson, Laurence Sterne, Klopstock, Sophie von La Roche
Rokoko
Leicht, elegant, galant; kleine Formen, Spiel und Lebenslust. Kurzbeschreibung: Rokoko-Literatur bevorzugt leichte, spielerische Formen und einen galanten Ton; sie kultiviert Witz, Anmut und kleine Gattungen (z. B. Idylle, Anakreontik) als Gegenpol zu Pathos und Strenge. Autoren: Gleim, Hagedorn, Weiße
Sturm und Drang
Geniekult, Protest, Leidenschaft; Regelbruch, Naturpathos. Kurzbeschreibung: Sturm und Drang betont Genie und Affekt gegen Norm und Regelpoetik; Literatur wird Ausdruck von Leidenschaft und Freiheitsideen, oft mit Natur-Pathos und Konflikten zwischen Individuum und Gesellschaft. Autoren: Goethe, Schiller, Lenz, Klinger
Weimarer Klassik
Maß, Form, Humanität; Ausgleich von Gefühl und Vernunft. Kurzbeschreibung: Die Weimarer Klassik verbindet Humanität mit Ästhetik und formaler Harmonie; Ziel ist der Ausgleich von Vernunft und Gefühl sowie die Idee einer Bildung durch Kunst (z. B. Ästhetische Erziehung). Autoren: Goethe, Schiller, Wieland, Herder
Romantik
Sehnsucht, Traum, Fragment; Fantastik, Natur, Ironie. Kurzbeschreibung: Romantik thematisiert Sehnsucht, Traum und das Offene im Fragment; sie verbindet Fantastik mit Naturerfahrung und nutzt Ironie sowie Intertextualität zur Selbstreflexion von Kunst und Wirklichkeit. Autoren: Novalis, E. T. A. Hoffmann, Ludwig Tieck, Eichendorff, Friedrich Schlegel
Biedermeier
Rückzug ins Private; Alltag, Ordnung, leiser Ton. Kurzbeschreibung: Biedermeier-Literatur reflektiert politische Restauration und Zensur durch Rückzug in Privatheit und Alltag; charakteristisch sind ein leiser Ton, realistische Detailbeobachtung und das Ideal häuslicher Ordnung. Autoren: Adalbert Stifter, Eduard Mörike, Droste-Hülshoff
Vormärz / Junges Deutschland
Politisch, engagiert, gesellschaftskritisch; direkt/polemisch. Kurzbeschreibung: Vormärz und Junges Deutschland verstehen Literatur als Instrument politischer Öffentlichkeit; sie arbeiten mit Satire, Polemik und sozialer Kritik gegen Restauration, Zensur und Ungleichheit. Autoren: Georg Büchner, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Karl Gutzkow
Poetischer Realismus
Wirklichkeitsnah, aber verdichtet; bürgerliche Welt, Psychologie. Kurzbeschreibung: Poetischer Realismus verbindet genaue Wirklichkeitsbeobachtung mit künstlerischer Verdichtung; im Zentrum stehen bürgerliche Milieus, Psychologie und moralische Konflikte, häufig in Novelle und Roman. Autoren: Theodor Fontane, Gottfried Keller, Theodor Storm, Conrad Ferdinand Meyer
Naturalismus
Milieu, Determinismus; Sekundenstil, Dialekt, soziale Härte. Kurzbeschreibung: Naturalismus radikalisiert Realismus: Er erklärt Verhalten durch Milieu und Determinismus und strebt dokumentarische Genauigkeit an; typisch sind Sekundenstil, Dialekt und die Darstellung sozialer Armut und Konflikte. Autoren: Gerhart Hauptmann, Arno Holz, Johannes Schlaf
Heimatkunst
Region, Dorf, Tradition (idealisiert/teils kritisch); Gegenpol zur Großstadt. Kurzbeschreibung: Heimatkunst betont Region und ländliche Tradition als Gegenentwurf zur Urbanisierung; sie kann idealisierend wirken, aber auch soziale und kulturelle Spannungen im Dorfmilieu thematisieren. Autoren: Ludwig Ganghofer, Hermann Löns, Clara Viebig
Symbolismus
Rätselhafte Symbole, Kunstsprache; Stimmung statt Handlung. Kurzbeschreibung: Symbolismus setzt auf Symbol und kunstvolle Poetik; Bedeutung entsteht durch Andeutung, Synästhesie und Klang, häufig als Stimmungs- und Wahrnehmungskunst statt linearer Handlung. Autoren: Stefan George, Rilke, Hofmannsthal, Baudelaire
Impressionismus
Moment und Wahrnehmung; feine Stimmungen, Atmosphäre. Kurzbeschreibung: Impressionismus richtet den Blick auf flüchtige Wahrnehmung und den Augenblick; Sprache arbeitet mit Nuancen, Licht- und Klangwirkungen und erzeugt dichte Atmosphäre statt dramatischer Zuspitzung. Autoren: Arthur Schnitzler, Hofmannsthal, Rilke
Fin de siècle / Dekadenz
Überdruss, Nervosität, Künstlichkeit; Endzeitgefühl. Kurzbeschreibung: Fin de siècle / Dekadenz thematisiert kulturellen Überdruss und Nervosität der Moderne; Kunst kultiviert das Künstliche, oft verbunden mit Ästhetizismus und Krisenerfahrung von Modernität. Autoren: Oscar Wilde, Hofmannsthal, Thomas Mann, Arthur Schnitzler
Literatur der Moderne / Avantgarde
Formbruch, Montage, Fragment; experimentell, mediennah. Kurzbeschreibung: Moderne/Avantgarde bricht traditionelle Formen zugunsten von Montage, Fragment und neuen Medienbezügen; Literatur reagiert auf Industrialisierung, Großstadt und neue Wahrnehmungsformen, experimentiert mit Erzähltechniken. Autoren: Franz Kafka, James Joyce, Virginia Woolf, Robert Musil
Expressionismus
Ich-Krise, Großstadt, Krieg; Metaphern, Brüche, radikale Formen. Kurzbeschreibung: Expressionismus artikuliert Ich-Krise und Entfremdung in Großstadt und Krieg; Sprache arbeitet mit drastischer Metapher und formalen Brüchen, um innere Spannung und gesellschaftliche Krise sichtbar zu machen. Autoren: Georg Heym, Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler, Georg Trakl
Dadaismus
Anti-Kunst, Nonsens, Collage; Protest gegen Ordnung und Krieg. Kurzbeschreibung: Dadaismus ist eine radikale Avantgarde gegen bürgerliche Kunst und Kriegslogik; er nutzt Nonsens, Collage und Lautgedicht als Strategie der Irritation und Protestkultur. Autoren: Hugo Ball, Tristan Tzara, Hans Arp, Kurt Schwitters
Surrealismus
Traumlogik, Unbewusstes; bizarre Bildwelten, Automatismus. Kurzbeschreibung: Surrealismus zielt auf das Unbewusste und nutzt Traumlogik sowie Automatismus; Texte verbinden Wirklichkeit mit überraschenden Bildketten und psychoanalytischen Impulsen. Autoren: André Breton, Paul Éluard, Louis Aragon, Salvador Dalí (als zentraler Künstler des Surrealismus)
Neue Sachlichkeit
Nüchtern, beobachtend, reportagig; Gesellschaft der Zwischenkriegszeit. Kurzbeschreibung: Neue Sachlichkeit setzt auf Nüchternheit und Reportage-Ton; sie beschreibt die Gesellschaft der Weimarer Republik mit Distanz, Alltagsdetail und sozialer Analyse, oft in Roman, Drama und journalistischer Prosa. Autoren: Erich Kästner, Irmgard Keun, Alfred Döblin, Bertolt Brecht
Exilliteratur
Schreiben im Ausland (1933–1945); Diktaturkritik, Identitäts- und Heimatverlust. Kurzbeschreibung: Exilliteratur entsteht durch erzwungene Emigration nach 1933; sie übt Kritik an Nationalsozialismus und reflektiert Identitäts- und Heimatverlust sowie politische Verantwortung im Medium Literatur. Autoren: Thomas Mann, Bertolt Brecht, Anna Seghers, Lion Feuchtwanger
Innere Emigration
Schreiben „im Land“ unter Diktatur; indirekte Kritik, Verschlüsselung, Rückzug. Kurzbeschreibung: „Innere Emigration“ bezeichnet Schreiben im NS-Staat ohne offene Opposition; Texte arbeiten häufig mit Allegorie, Chiffre und indirekter Kritik oder wählen unpolitische Stoffe als Schutz vor Zensur. Autoren: Reinhold Schneider, Werner Bergengruen, Gertrud von le Fort
Trümmerliteratur / Nachkriegsliteratur
Ab 1945; knappe, klare Sprache; Schuld, Verlust, Neubeginn, zerstörte Welt. Kurzbeschreibung: Nach 1945 entsteht eine Literatur der „Stunde Null“: knappe Sprache, Kahlschlagliteratur-Tendenzen, Themen von Schuld, Trauma und Neubeginn; häufig werden Ruinenlandschaften und moralische Desorientierung gestaltet. Autoren: Wolfgang Borchert, Heinrich Böll, Günter Eich, Ilse Aichinger
Dokumentarliteratur
Fakten, Protokolle, Originaltöne; Literatur als Aufklärung/Anklage. Kurzbeschreibung: Dokumentarliteratur kombiniert literarische Verfahren mit Dokumenten, Protokollen und Originalton; Ziel ist Aufklärung und oft Anklage (z. B. in politischen Prozessen), wobei die Grenze zwischen Fakt und Darstellung reflektiert wird. Autoren: Peter Weiss, Rolf Hochhuth, Heinar Kipphardt
Beat-Literatur
Gegenkultur, Unterwegssein; spontane, rhythmische Sprache; Kritik an Konformismus. Kurzbeschreibung: Beat-Literatur der Beat Generation verbindet Gegenkultur mit Motiven des Unterwegsseins; Stilmittel sind Rhythmus, Improvisation und mündlicher Duktus, oft als Kritik an sozialem Konformismus. Autoren: Jack Kerouac, Allen Ginsberg, William S. Burroughs
Neue Subjektivität
V. a. 1970er; Ich-Erfahrung, Gefühle, Alltag; persönliche Perspektive statt großer Ideologien. Kurzbeschreibung: Neue Subjektivität rückt Alltag und persönliche Erfahrung ins Zentrum; sie bevorzugt autobiografische und essayistische Formen, reflektiert Gefühl und Beziehung statt ideologischer Großentwürfe. Autoren: Peter Handke, Nicolas Born, Sarah Kirsch
Feministische Literatur
Kritik an Geschlechterrollen; neue Stimmen, Körper- und Machtfragen, Selbstbestimmung. Kurzbeschreibung: Feministische Literatur analysiert Geschlechterrollen und Machtverhältnisse; sie thematisiert Körperpolitik, Arbeit, Sprache und Selbstbestimmung und entwickelt Gegenentwürfe zu patriarchalen Erzählmustern. Autoren: Simone de Beauvoir, Ingeborg Bachmann, Elfriede Jelinek, Alice Schwarzer (publizistisch prägend)
Postkoloniale Literatur
Folgen von Kolonialismus; Identität, Macht; Perspektiven der „anderen“ Geschichte, Sprachmischungen. Kurzbeschreibung: Postkoloniale Literatur untersucht Nachwirkungen von Kolonialismus und Imperialismus; sie verhandelt Identität und Macht aus marginalisierten Perspektiven und arbeitet oft mit Mehrsprachigkeit und hybriden Formen. Autoren: Chinua Achebe, Salman Rushdie, Ngũgĩ wa Thiong'o, Edward Said (theoretisch prägend)
Magischer Realismus
Realistische Welt mit leisen, rätselhaften Verschiebungen; das Unheimliche im Alltäglichen. Kurzbeschreibung: Magischer Realismus verbindet realistische Darstellung mit subtilen, unerklärten Verschiebungen; das Unheimliche erscheint im Alltag, ohne dass die Erzählwelt ihre realistische Logik vollständig aufgibt. Autoren: Gabriel García Márquez, Isabel Allende, Juan Rulfo
Konkrete Poesie
Sprache als Material; Schriftbild, Anordnung, Klang; Bedeutung entsteht auch visuell. Kurzbeschreibung: Konkrete Poesie behandelt Sprache als Material: Bedeutung entsteht durch Typografie, räumliche Anordnung und Klang; sie überschneidet sich mit Visuelle Poesie und experimenteller Kunst. Autoren: Eugen Gomringer, Ernst Jandl, Dieter Roth
Popliteratur
Gegenwart, Medien, Marken, Musik; lakonisch, oft autobiografisch; Alltag und Konsum im Fokus. Kurzbeschreibung: Popliteratur verarbeitet Popkultur, Medien und Konsumzeichen; sie arbeitet häufig mit Lakonie, Montage und autobiografischen Stimmen und reflektiert Gegenwartsidentität in einer von Marken geprägten Kultur. Autoren: Christian Kracht, Benjamin von Stuckrad-Barre, Bret Easton Ellis
Metafiktion / selbstreflexives Erzählen
Texte, die ihr eigenes Erzählen offenlegen; Spiel mit Autor:in, Leser:in, Wahrheit. Kurzbeschreibung: Metafiktion macht Erzählverfahren sichtbar und thematisiert das Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit; typische Mittel sind Erzählerkommentare, Intertextualität und das Spiel mit Autor- und Leserrollen. Autoren: Jorge Luis Borges, Italo Calvino, John Barth
Minimalismus
Stark reduzierte Sprache; Andeutung statt Erklärung; kurze, präzise Sätze („Eisberg“-Prinzip). Kurzbeschreibung: Minimalismus arbeitet mit sprachlicher Reduktion und Andeutung; Informationen werden ausgespart (vgl. Eisbergmodell), wodurch Bedeutung aus Lücken, Details und Dialogen entsteht. Autoren: Ernest Hemingway, Raymond Carver, Lydia Davis
Migrationsliteratur
Erfahrungen von Ankommen, Mehrsprachigkeit, Zugehörigkeit; neue Perspektiven auf Gesellschaft und Erinnerung. Kurzbeschreibung: Migrationsliteratur thematisiert Migration und Erfahrungen von Ankommen; sie reflektiert Mehrsprachigkeit, Zugehörigkeit und Erinnerung und erweitert nationale Literaturbegriffe durch transkulturelle Perspektiven. Autoren: Emine Sevgi Özdamar, Feridun Zaimoglu, W. G. Sebald, Herta Müller
Interkulturelle Literatur
Begegnung von Kulturen; Missverständnisse, Übersetzen, Mehrfachzugehörigkeit; oft hybrid im Stil. Kurzbeschreibung: Interkulturelle Literatur inszeniert kulturelle Begegnungen, Übersetzung und Missverständnisse; sie arbeitet häufig mit hybriden Formen und thematisiert Mehrfachzugehörigkeit sowie kulturelle Aushandlungsprozesse. Autoren: Yoko Tawada, Ilija Trojanow, Navid Kermani
Genre-Literatur (als Stilfeld)
Bewusste Arbeit mit Mustern wie Krimi, Fantasy, Sci-Fi; gesellschaftliche Themen „durch Genre“. Kurzbeschreibung: Genre-Literatur nutzt konventionalisierte Muster (z. B. Kriminalroman, Fantasy, Science-Fiction) als Erzählrahmen; sie kann gesellschaftliche Fragen über Spekulation, Spannung und Weltbau verhandeln. Autoren: Agatha Christie, J. R. R. Tolkien, Ursula K. Le Guin, Isaac Asimov
Digitale Literatur / Hypertext
Netzbasierte Formen, interaktive Erzählwege; Multimodalität (Text + Bild + Ton), fragmentarisch. Kurzbeschreibung: Digitale Literatur nutzt Hypertext und netzbasierte Strukturen; Leser:innen können Erzählpfade wählen, häufig entstehen multimodale und fragmentarische Formen zwischen Literatur, Spiel und Interface. Autoren: Shelley Jackson, Michael Joyce, Stuart Moulthrop
Gegenwartsdrama / Postdramatisches Theater
Weniger klassische Handlung; Szenen, Bilder, Stimmen; Theater als Performance/Collage. Kurzbeschreibung: Gegenwartsdrama und Postdramatisches Theater lösen die klassische Handlung zugunsten von Szenen, Stimmen und Performance; Text ist oft Material unter anderen (Bild, Körper, Sound) und arbeitet mit Collage-Strukturen. Autoren: Elfriede Jelinek, Roland Schimmelpfennig, Dea Loher, Heiner Müller
Ökoliteratur / Climate Fiction
Umwelt, Klimakrise, Naturverhältnis; Zukunftsszenarien oder Naturbeobachtung als Kritik. Kurzbeschreibung: Ökoliteratur und Climate Fiction reflektieren das Verhältnis von Mensch und Natur unter Bedingungen der Klimakrise; sie nutzen Zukunftsszenarien oder Naturbeobachtung als kulturelle Kritik und fragen nach Verantwortung, Nachhaltigkeit und Systemwandel. Autoren: Margaret Atwood, Kim Stanley Robinson, Octavia E. Butler
Postmoderne / Gegenwartsliteratur
Spielerisch, intertextuell, oft ironisch; Mischung von Stilen und Medien; Vielfalt von Perspektiven. Kurzbeschreibung: Postmoderne Literatur arbeitet mit Intertextualität, Ironie und Genre-Mischung; sie reflektiert Wahrheit und Erzählbarkeit, nutzt Pastiche und Mehrperspektivität und thematisiert Medien- und Diskurswelten der Gegenwart. Autoren: Thomas Pynchon, Umberto Eco, Elfriede Jelinek, W. G. Sebald
Schulfach+


aiMOOCs



aiMOOC Projekte


THE MONKEY DANCE





|
|
|

Sponsoren, Förderer, Kooperationspartner

Children for a better world >> Förderung der AI Fair-Image Challenge
Fair-Image wird von CHILDREN JUGEND HILFT! gefördert und ist mit der deutschlandweiten AI Fair-Image Challenge SIEGERPROJEKT 2025. Alle Infos zur Challenge hier >>. Infos zum Camp25 gibt es hier. Wenn auch Ihr Euch ehrenamtlich engagiert und noch finanzielle Unterstützung für Eurer Projekt braucht, dann stellt gerne einen Antrag bei JUGEND HILFT.

