Tierschutz



Einleitung

Tierschutz bedeutet, Tiere als fühlende Lebewesen zu achten und sie vor vermeidbaren Leiden, Schmerzen und Schäden zu schützen. In vielen Ländern ist Tierschutz nicht nur eine persönliche Haltung, sondern auch ein rechtlicher Rahmen: In Deutschland gilt im Tierschutzgesetz der Grundsatz, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Im Grundgesetz (Artikel 20a) ist der Schutz der Tiere zudem als Staatsziel verankert.
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Tierschutz praktisch funktioniert: von Tierethik über Artgerechte Tierhaltung bis zu Tierversuch, Tiertransport, Schlachtung, Haustierhaltung und Wildtiere. Du übst außerdem, Informationen kritisch zu prüfen, Handlungsoptionen abzuwägen und eigene Projekte umzusetzen.



Lernziele

Nach diesem Kurs kannst Du …

  1. Tierschutz von Tierrechten und Tierwohl unterscheiden.
  2. zentrale Prinzipien der Tierethik erklären (z.B. Leidvermeidung, Verantwortung, Abwägung).
  3. grundlegende Regeln aus Tierschutzgesetz und Artikel 20a einordnen.
  4. typische Konflikte analysieren (z.B. Nutztierhaltung vs. Preis, Tierversuch vs. Forschung).
  5. konkrete Verbesserungen für Alltag, Schule und Umfeld planen (z.B. Haustier, Konsum, Engagement).


Einstieg: Warum Tierschutz?

Tierschutz berührt viele Lebensbereiche:

  1. Haustiere (z.B. Hund, Katze, Kaninchen): Haltung, Pflege, Beschäftigung, Tierarzt.
  2. Nutztiere (z.B. Schwein, Huhn, Rind): Haltungssysteme, Transport, Schlachtung, Lebensmittelkette.
  3. Wildtiere (z.B. Igel, Vögel): Lebensraum, menschliche Eingriffe, Artenschutz.
  4. Forschung und Medizin: Tierversuche, Alternativen, 3R-Prinzip.
  5. Freizeit und Konsum: Mode (z.B. Pelz), Tourismus, Zirkus, Onlinehandel mit Tieren.


Leitfrage

Wie können Menschen Tiere nutzen oder mit ihnen leben, ohne unnötiges Leid zu verursachen – und wer entscheidet, was „unnötig“ ist?


Grundlagen: Begriffe und Perspektiven


Tierschutz, Tierwohl, Tierrechte

Tierschutz konzentriert sich auf den Schutz einzelner Tiere vor Leid, Schmerzen und Schäden und auf Mindeststandards in Haltung und Umgang.
Tierwohl fragt stärker danach, wie „gut“ es Tieren geht: Gesundheit, Verhalten, Stress, positive Erfahrungen. Häufig werden dafür Konzepte wie die Fünf Freiheiten genutzt.
Tierrechte gehen darüber hinaus und argumentieren, dass Tiere grundlegende Rechte haben sollten (z.B. nicht als Mittel zum Zweck behandelt zu werden).


Die Fünf Freiheiten (Kurzüberblick)

Die Fünf Freiheiten dienen als Orientierung für Tierwohl:

  1. Freiheit von Hunger und Durst
  2. Freiheit von Unbehagen
  3. Freiheit von Schmerz, Verletzungen und Krankheit
  4. Freiheit von Angst und Leiden
  5. Freiheit zum Ausleben normalen Verhaltens


Rechtliche Grundlagen (Deutschland und Europa)


Deutschland: Tierschutz als Staatsziel und Gesetz

In Deutschland ist Tierschutz als Staatsziel in Artikel 20a des Grundgesetz verankert. Das bedeutet: Staatliches Handeln (Gesetze, Verwaltung, Gerichte) soll den Schutz der Tiere berücksichtigen.
Das Tierschutzgesetz legt zentrale Grundsätze fest, z.B. das Verbot, Tieren ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. In weiteren Regelungen geht es um Tierhaltung, Eingriffe (z.B. Amputationen), Transport, Schlachtung und Tierversuch.


Europa: Transport, Mindeststandards, Kontrollen

In der EU regeln Verordnungen unter anderem den Tiertransport im wirtschaftlichen Kontext und Anforderungen an Beförderung, Pausen, Versorgung und Kontrollen. Für den Alltag bedeutet das: Tierschutz ist oft ein Zusammenspiel aus EU-Regeln, Bundesrecht und Landesvollzug (Veterinärämter).


Tierhaltung verstehen: Bedürfnisse, Stress, Gesundheit


Artgerechte Tierhaltung

Artgerechte Tierhaltung orientiert sich an artspezifischen Bedürfnissen:

  1. Verhalten: Bewegung, Sozialkontakt, Rückzug, Nestbau, Wühlen, Scharren.
  2. Umwelt: Platz, Klima, Licht, Liegeflächen, Hygiene, Beschäftigung.
  3. Gesundheit: Verletzungen vermeiden, Krankheiten früh erkennen, tierärztliche Versorgung.
  4. Handling: ruhiger Umgang, Stressminimierung, Transporttraining.


Tierschutzindikatoren (Woran erkennt man Probleme?)

Typische Hinweise:

  1. Stress (z.B. stereotypes Verhalten, Angstreaktionen)
  2. Verletzung und Erkrankung (z.B. Lahmheit, Wunden, Atemprobleme)
  3. Haltungsfehler (z.B. zu wenig Beschäftigung, schlechte Luft, fehlende Rückzugsmöglichkeiten)
  4. Mangelernährung oder Dehydrierung


Nutztiere: Landwirtschaft, Transport, Schlachtung


Zielkonflikte in der Nutztierhaltung

In der Nutztierhaltung treffen verschiedene Ziele aufeinander:

  1. Tierschutz und Tierwohl
  2. Lebensmittelsicherheit und Hygiene
  3. Wirtschaftlichkeit und Preisbildung
  4. Umwelt und Klimaschutz (z.B. Flächen, Emissionen)
  5. Verbraucherverhalten (Nachfrage, Labels, Essgewohnheiten)


Transport und Schlachtung

Tiertransport kann Stress, Verletzungen und Erschöpfung verursachen, wenn Planung, Fahrzeug, Versorgung oder Pausen mangelhaft sind. Gute Praxis umfasst passende Besatzdichte, Wasser, Temperaturmanagement, kurze Wege und kompetentes Personal.
Bei Schlachtung ist die Betäubung ein zentraler Tierschutzpunkt: Ziel ist, Schmerz und Angst so weit wie möglich zu vermeiden. Auch Treiben, Wartebereiche und Technik spielen eine große Rolle.


Tierversuche und Alternativen: Das 3R-Prinzip


Warum gibt es Tierversuche?

Tierversuch wird in Forschung und Sicherheitsprüfung eingesetzt, z.B. in Medizin, Biologie und Toxikologie. Gleichzeitig ist er ethisch umstritten, weil Tiere belastet oder getötet werden können.


3R-Prinzip

Als international verbreitete Leitlinie gilt das 3R-Prinzip:

  1. Replace (Ersetzen): tierversuchsfreie Methoden wie Zellkultur, Organoid, Computersimulation.
  2. Reduce (Verringern): weniger Tiere durch bessere Versuchsplanung, Statistik, Daten-Sharing.
  3. Refine (Verbessern): Belastung reduzieren durch bessere Haltung, Schmerztherapie, schonendere Methoden.



Haustiere und Tierheim: Verantwortung im Alltag


Haustierhaltung

Haustiere brauchen mehr als Futter:

  1. Grundbedürfnisse: Wasser, artgerechte Nahrung, Schlaf, Bewegung.
  2. Verhalten: Beschäftigung, Training, Sozialkontakt, Rückzug.
  3. Gesundheit: Impfungen, Parasitenprophylaxe, Tierarzt, Zahnpflege (je nach Art).
  4. Sicherheit: passende Umgebung (keine Giftpflanzen, sichere Fenster/Balkone).
  5. Lebenszeitverantwortung: Zeit, Kosten, Urlaubsplanung, Betreuung.


Tierheim und Adoption

Ein Tierheim versorgt Fundtiere, Abgabetiere und beschlagnahmte Tiere. Adoption kann helfen, ist aber nur sinnvoll, wenn Du langfristig Verantwortung übernehmen kannst. Wichtig sind Kennenlernen, Beratung, passende Lebensbedingungen und Geduld.



Wildtiere, Lebensräume und menschliche Eingriffe


Wildtiere in Not: Helfen oder nicht?

Bei Wildtiere gilt: gut gemeint ist nicht immer gut. Viele Jungtiere wirken „verlassen“, obwohl die Eltern in der Nähe sind. Häufig ist der beste Tierschutz, Abstand zu halten, Gefahren zu reduzieren (z.B. Katze fernhalten) und bei echten Notfällen fachkundige Stellen zu kontaktieren (z.B. Wildtierstation, Naturschutzbehörde).


Lebensraum als Tierschutz

Lebensraum-Schutz ist indirekter Tierschutz:

  1. Biodiversität stärken (Blühflächen, Nistplätze, Wasserstellen)
  2. Lichtverschmutzung reduzieren
  3. Verkehr entschärfen (Igel-Durchlässe, Amphibienschutz)
  4. Pestizid-Einsatz kritisch prüfen


Konsum, Labels und Entscheidungen


Was kann ich als Verbraucher:in tun?

Tierschutz hängt auch an Kaufentscheidungen:

  1. weniger Lebensmittelverschwendung (jedes weggeworfene Produkt steht für Tierhaltung ohne Nutzen)
  2. bewusster Konsum (Qualität statt Masse)
  3. nach Haltungsform und Transparenz fragen
  4. Produkte aus fragwürdigen Praktiken meiden (z.B. problematische Souvenirs, Online-Tierhandel).


Kritisch denken: Label ist nicht gleich Tierwohl

Labels können helfen, aber Du solltest prüfen:

  1. Kriterien (Platz, Auslauf, Eingriffe, Transport, Schlachtung)
  2. Kontrollen (unabhängig? wie oft?)
  3. Transparenz (öffentlich einsehbar?)


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Tierschutz am treffendsten? (Aktivitäten, die unnötige Leiden, Schmerzen und Schäden bei Tieren vermeiden sollen) (!Maßnahmen, die ausschließlich den Bestand einer Tierart sichern) (!Eine reine Privatangelegenheit ohne gesellschaftliche Regeln) (!Ein Begriff, der nur für Haustiere gilt)

Was ist Tierwohl im Vergleich zu Tierschutz typischerweise stärker? (Die umfassende Bewertung, wie gut es einem Tier geht, inklusive Verhalten und positiver Erfahrungen) (!Nur der Schutz vor Verletzungen) (!Nur die Einhaltung von Mindestflächenangaben) (!Nur die Vermeidung von Krankheiten)

Welche Aussage passt zum 3R-Prinzip? (Replace, Reduce, Refine: Ersetzen, Verringern, Verbessern) (!Run, Rescue, Rehome: Rennen, Retten, Vermitteln) (!Reduce, Recycle, Reuse: Müllvermeidung) (!Report, Record, Review: Dokumentationspflicht)

Wofür stehen die Fünf Freiheiten? (Orientierung, um Tierwohl in menschlicher Obhut zu bewerten) (!Ein Wahlprogramm einer Partei) (!Eine Liste von Tierarten, die frei leben dürfen) (!Ein Verbot von Haustierhaltung)

Welche Situation ist ein typischer Zielkonflikt im Tierschutz? (Forschung für Medizin vs. Belastung von Versuchstieren) (!Matheunterricht vs. Pausenhofregeln) (!Wettervorhersage vs. Sport) (!Musikgeschmack vs. Mode)

Was ist ein sinnvoller erster Schritt vor einer Tieradoption? (Ehrlich prüfen, ob Zeit, Geld, Platz und langfristige Betreuung möglich sind) (!Sofort online das billigste Tier kaufen) (!Ein Tier nur als Geschenk besorgen) (!Das Tier ohne Beratung auswählen)

Worauf zielt Artgerechte Tierhaltung besonders? (Artspezifische Bedürfnisse wie Bewegung, Sozialkontakt, Beschäftigung und Rückzug) (!Möglichst gleiche Bedingungen für alle Tierarten) (!Nur maximale Produktivität) (!Nur dekorative Unterbringung)

Warum kann ein Tiertransport belastend sein? (Weil Enge, Temperatur, Lärm, Umgruppierung und lange Fahrten Stress verursachen können) (!Weil Tiere grundsätzlich nicht reisen dürfen) (!Weil Transport automatisch die Gesundheit verbessert) (!Weil Wasser während des Transports verboten ist)

Was ist beim Umgang mit vermeintlich „verlassenen“ Wildtier-Jungtieren oft richtig? (Abstand halten und erst nach fachlichem Rat handeln, weil Eltern oft in der Nähe sind) (!Sofort mitnehmen und zuhause aufziehen) (!Das Tier immer füttern, egal um welche Art es geht) (!Das Tier sofort baden)

Welche Aussage zu Labels ist am sinnvollsten? (Labels können helfen, aber Kriterien und Kontrollen müssen kritisch geprüft werden) (!Ein Label garantiert immer höchstes Tierwohl) (!Labels sind grundsätzlich wertlos) (!Labels ersetzen jede eigene Entscheidung)





Memory

Tierwohl Fünf Freiheiten
Tierversuch 3R-Prinzip
Tierheim Adoption
Nutztiere Haltungsform
Wildtiere Lebensraum
Tiertransport Stress





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Replace Ersetzen von Tierversuchen
Reduce Anzahl der Tiere verringern
Refine Belastung verbessern
Tierheim Aufnahme und Vermittlung
Tierwohl Wohlbefinden bewerten




...


Kreuzworträtsel

Tierwohl Frage 1
Ethik Frage 2
Tierheim Frage 3
Transport Frage 4
Betaeubung Frage 5
Verhalten Frage 6




Frage 1 = Wie heißt der Begriff für das umfassende Wohlbefinden von Tieren? Antwortfuerfrageeins = Tierwohl Frage 2 = Wie heißt die Disziplin, die moralische Fragen zum Umgang mit Tieren diskutiert? Antwortfuerfragezwei = Ethik Frage 3 = Wie heißt eine Einrichtung, die Fund- und Abgabetiere versorgt? Antwortfuerfragedrei = Tierheim Frage 4 = Wie heißt das Verbringen von Tieren von einem Ort zum anderen im wirtschaftlichen Kontext? Antwortfuerfragevier = Transport Frage 5 = Wie heißt das Verfahren, das vor der Schlachtung Schmerzen vermeiden soll? Antwortfuerfragefünf = Betaeubung Frage 6 = Wie heißt der Sammelbegriff für artspezifische Handlungen wie Wühlen, Scharren, Spielen? Antwortfuerfragesechs = Verhalten


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Lückentext

Vervollständige den Text.

Tierschutz zielt darauf ab, Tieren ein Leben ohne

Schmerzen und Leiden zu ermöglichen. In Deutschland ist der Schutz der Tiere als

im Grundgesetz verankert. Das Tierschutzgesetz formuliert den Grundsatz, dass niemand einem Tier ohne

Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Für die Bewertung des Wohlbefindens werden oft die

Freiheiten herangezogen. In der Forschung sollen die 3R-Prinzipien Tierversuche

oder verringern und die Belastung der Tiere verbessern. In der Nutztierhaltung ist der Tiertransport ein typischer Stressfaktor, weil Enge, Temperatur und Umgruppierung

auslösen können. Bei der Adoption aus dem Tierheim ist wichtig, langfristig

zu übernehmen. Bei Wildtieren ist häufig der beste erste Schritt, Abstand zu halten und

Rat einzuholen.




Offene Aufgaben

Leicht

  1. Haustierhaltung: Erstelle eine Checkliste „Was braucht ein Tier wirklich?“ für eine Tierart Deiner Wahl (Platz, Zeit, Kosten, Beschäftigung, Gesundheit).
  2. Tierwohl: Beobachte (ohne zu stören) Tiere in Deiner Umgebung (z.B. Hunde im Park) und notiere fünf Hinweise, die für gutes oder schlechtes Wohlbefinden sprechen könnten.
  3. Konsum: Führe eine 3-Tage-Konsumspur: Welche Produkte in Deinem Alltag haben indirekt mit Tieren zu tun (Essen, Kleidung, Kosmetik)? Markiere, wo Du Fragen hast.
  4. Wildtiere: Gestalte ein Info-Poster „Was tun bei Wildtier-Fund?“ mit drei „Do“ und drei „Don’t“ für Deine Schule.

Standard

  1. Artgerechte Tierhaltung: Vergleiche zwei Haltungsformen (z.B. Freiland vs. Stallhaltung) anhand der Fünf Freiheiten und schreibe eine begründete Bewertung.
  2. Tierheim: Entwickle ein kurzes Interview (5 Fragen) für ein Tierheim oder eine Tierschutzinitiative in Deiner Region und führe es durch (oder per E-Mail).
  3. Tierversuch: Recherchiere drei Alternativen (z.B. Zellkultur, Organoide, Simulation) und erkläre, welche Frage damit gut beantwortet werden kann und welche Grenzen es gibt.
  4. Tierschutzgesetz: Suche drei typische Alltagssituationen (Haustier, Hobbyzucht, Transport) und prüfe: Welche Regeln könnten relevant sein? Formuliere konkrete Handlungsempfehlungen.

Schwer

  1. Tierethik: Schreibe einen Argumentationsaufsatz: „Wie weit darf menschliche Nutzung von Tieren gehen?“ Nutze mindestens zwei ethische Perspektiven (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik).
  2. Nutztierhaltung: Plane eine Unterrichtsdebatte mit Rollen (Landwirt:in, Tierärzt:in, Verbraucher:in, Tierschutzverein, Politik). Erstelle Rollenprofile und Leitfragen.
  3. Tiertransport: Entwirf ein Verbesserungs-Konzept für Tiertransporte (Planung, Technik, Personal, Kontrolle) und begründe, wie es Stress reduziert.
  4. Öffentlichkeitsarbeit: Produziere ein kurzes Erklärvideo (60–120 Sekunden) oder eine Podcastfolge zum Thema Tierschutz, die Fakten, Zielkonflikte und Handlungsoptionen verbindet.




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Lernkontrolle

  1. Transferleistung: Erkläre an einem konkreten Beispiel (z.B. Eierkauf, Tieradoption), wie Du zwischen Tierwohl, Kosten, Umwelt und Alltagstauglichkeit abwägst.
  2. Systemdenken: Zeichne eine Wirkungskette: Wie beeinflussen Nachfrage, Preis, Haltungssysteme, Kontrollen und Tierwohl einander?
  3. Ethik: Formuliere ein eigenes Entscheidungsprinzip („Wenn … dann …“), mit dem Du tierbezogene Entscheidungen triffst, und teste es an zwei schwierigen Fällen.
  4. Quellenkritik: Vergleiche zwei unterschiedliche Quellen zu einem Tierschutzthema (z.B. NGO vs. Branche): Welche Interessen, Daten und Argumente erkennst Du?
  5. Projektplanung: Plane ein Mini-Projekt an Deiner Schule (z.B. Infowoche, Spendenlauf, Tierheim-Kooperation) mit Ziel, Zielgruppe, Ressourcen, Zeitplan und Risiken.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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Einleitung

Tierschutz bedeutet, Tiere als fühlende Lebewesen zu achten und sie vor vermeidbaren Leiden, Schmerzen und Schäden zu schützen. In vielen Ländern ist Tierschutz nicht nur eine persönliche Haltung, sondern auch ein rechtlicher Rahmen: In Deutschland gilt im Tierschutzgesetz der Grundsatz, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Im Grundgesetz (Artikel 20a) ist der Schutz der Tiere zudem als Staatsziel verankert.
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Tierschutz praktisch funktioniert: von Tierethik über Artgerechte Tierhaltung bis zu Tierversuch, Tiertransport, Schlachtung, Haustierhaltung und Wildtiere. Du übst außerdem, Informationen kritisch zu prüfen, Handlungsoptionen abzuwägen und eigene Projekte umzusetzen.



Lernziele

Nach diesem Kurs kannst Du …

  1. Tierschutz von Tierrechten und Tierwohl unterscheiden.
  2. zentrale Prinzipien der Tierethik erklären (z.B. Leidvermeidung, Verantwortung, Abwägung).
  3. grundlegende Regeln aus Tierschutzgesetz und Artikel 20a einordnen.
  4. typische Konflikte analysieren (z.B. Nutztierhaltung vs. Preis, Tierversuch vs. Forschung).
  5. konkrete Verbesserungen für Alltag, Schule und Umfeld planen (z.B. Haustier, Konsum, Engagement).


Einstieg: Warum Tierschutz?

Tierschutz berührt viele Lebensbereiche:

  1. Haustiere (z.B. Hund, Katze, Kaninchen): Haltung, Pflege, Beschäftigung, Tierarzt.
  2. Nutztiere (z.B. Schwein, Huhn, Rind): Haltungssysteme, Transport, Schlachtung, Lebensmittelkette.
  3. Wildtiere (z.B. Igel, Vögel): Lebensraum, menschliche Eingriffe, Artenschutz.
  4. Forschung und Medizin: Tierversuche, Alternativen, 3R-Prinzip.
  5. Freizeit und Konsum: Mode (z.B. Pelz), Tourismus, Zirkus, Onlinehandel mit Tieren.


Leitfrage

Wie können Menschen Tiere nutzen oder mit ihnen leben, ohne unnötiges Leid zu verursachen – und wer entscheidet, was „unnötig“ ist?


Grundlagen: Begriffe und Perspektiven


Tierschutz, Tierwohl, Tierrechte

Tierschutz konzentriert sich auf den Schutz einzelner Tiere vor Leid, Schmerzen und Schäden und auf Mindeststandards in Haltung und Umgang.
Tierwohl fragt stärker danach, wie „gut“ es Tieren geht: Gesundheit, Verhalten, Stress, positive Erfahrungen. Häufig werden dafür Konzepte wie die Fünf Freiheiten genutzt.
Tierrechte gehen darüber hinaus und argumentieren, dass Tiere grundlegende Rechte haben sollten (z.B. nicht als Mittel zum Zweck behandelt zu werden).


Die Fünf Freiheiten (Kurzüberblick)

Die Fünf Freiheiten dienen als Orientierung für Tierwohl:

  1. Freiheit von Hunger und Durst
  2. Freiheit von Unbehagen
  3. Freiheit von Schmerz, Verletzungen und Krankheit
  4. Freiheit von Angst und Leiden
  5. Freiheit zum Ausleben normalen Verhaltens


Rechtliche Grundlagen (Deutschland und Europa)


Deutschland: Tierschutz als Staatsziel und Gesetz

In Deutschland ist Tierschutz als Staatsziel in Artikel 20a des Grundgesetz verankert. Das bedeutet: Staatliches Handeln (Gesetze, Verwaltung, Gerichte) soll den Schutz der Tiere berücksichtigen.
Das Tierschutzgesetz legt zentrale Grundsätze fest, z.B. das Verbot, Tieren ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. In weiteren Regelungen geht es um Tierhaltung, Eingriffe (z.B. Amputationen), Transport, Schlachtung und Tierversuch.


Europa: Transport, Mindeststandards, Kontrollen

In der EU regeln Verordnungen unter anderem den Tiertransport im wirtschaftlichen Kontext und Anforderungen an Beförderung, Pausen, Versorgung und Kontrollen. Für den Alltag bedeutet das: Tierschutz ist oft ein Zusammenspiel aus EU-Regeln, Bundesrecht und Landesvollzug (Veterinärämter).


Tierhaltung verstehen: Bedürfnisse, Stress, Gesundheit


Artgerechte Tierhaltung

Artgerechte Tierhaltung orientiert sich an artspezifischen Bedürfnissen:

  1. Verhalten: Bewegung, Sozialkontakt, Rückzug, Nestbau, Wühlen, Scharren.
  2. Umwelt: Platz, Klima, Licht, Liegeflächen, Hygiene, Beschäftigung.
  3. Gesundheit: Verletzungen vermeiden, Krankheiten früh erkennen, tierärztliche Versorgung.
  4. Handling: ruhiger Umgang, Stressminimierung, Transporttraining.


Tierschutzindikatoren (Woran erkennt man Probleme?)

Typische Hinweise:

  1. Stress (z.B. stereotypes Verhalten, Angstreaktionen)
  2. Verletzung und Erkrankung (z.B. Lahmheit, Wunden, Atemprobleme)
  3. Haltungsfehler (z.B. zu wenig Beschäftigung, schlechte Luft, fehlende Rückzugsmöglichkeiten)
  4. Mangelernährung oder Dehydrierung


Nutztiere: Landwirtschaft, Transport, Schlachtung


Zielkonflikte in der Nutztierhaltung

In der Nutztierhaltung treffen verschiedene Ziele aufeinander:

  1. Tierschutz und Tierwohl
  2. Lebensmittelsicherheit und Hygiene
  3. Wirtschaftlichkeit und Preisbildung
  4. Umwelt und Klimaschutz (z.B. Flächen, Emissionen)
  5. Verbraucherverhalten (Nachfrage, Labels, Essgewohnheiten)


Transport und Schlachtung

Tiertransport kann Stress, Verletzungen und Erschöpfung verursachen, wenn Planung, Fahrzeug, Versorgung oder Pausen mangelhaft sind. Gute Praxis umfasst passende Besatzdichte, Wasser, Temperaturmanagement, kurze Wege und kompetentes Personal.
Bei Schlachtung ist die Betäubung ein zentraler Tierschutzpunkt: Ziel ist, Schmerz und Angst so weit wie möglich zu vermeiden. Auch Treiben, Wartebereiche und Technik spielen eine große Rolle.


Tierversuche und Alternativen: Das 3R-Prinzip


Warum gibt es Tierversuche?

Tierversuch wird in Forschung und Sicherheitsprüfung eingesetzt, z.B. in Medizin, Biologie und Toxikologie. Gleichzeitig ist er ethisch umstritten, weil Tiere belastet oder getötet werden können.


3R-Prinzip

Als international verbreitete Leitlinie gilt das 3R-Prinzip:

  1. Replace (Ersetzen): tierversuchsfreie Methoden wie Zellkultur, Organoid, Computersimulation.
  2. Reduce (Verringern): weniger Tiere durch bessere Versuchsplanung, Statistik, Daten-Sharing.
  3. Refine (Verbessern): Belastung reduzieren durch bessere Haltung, Schmerztherapie, schonendere Methoden.



Haustiere und Tierheim: Verantwortung im Alltag


Haustierhaltung

Haustiere brauchen mehr als Futter:

  1. Grundbedürfnisse: Wasser, artgerechte Nahrung, Schlaf, Bewegung.
  2. Verhalten: Beschäftigung, Training, Sozialkontakt, Rückzug.
  3. Gesundheit: Impfungen, Parasitenprophylaxe, Tierarzt, Zahnpflege (je nach Art).
  4. Sicherheit: passende Umgebung (keine Giftpflanzen, sichere Fenster/Balkone).
  5. Lebenszeitverantwortung: Zeit, Kosten, Urlaubsplanung, Betreuung.


Tierheim und Adoption

Ein Tierheim versorgt Fundtiere, Abgabetiere und beschlagnahmte Tiere. Adoption kann helfen, ist aber nur sinnvoll, wenn Du langfristig Verantwortung übernehmen kannst. Wichtig sind Kennenlernen, Beratung, passende Lebensbedingungen und Geduld.



Wildtiere, Lebensräume und menschliche Eingriffe


Wildtiere in Not: Helfen oder nicht?

Bei Wildtiere gilt: gut gemeint ist nicht immer gut. Viele Jungtiere wirken „verlassen“, obwohl die Eltern in der Nähe sind. Häufig ist der beste Tierschutz, Abstand zu halten, Gefahren zu reduzieren (z.B. Katze fernhalten) und bei echten Notfällen fachkundige Stellen zu kontaktieren (z.B. Wildtierstation, Naturschutzbehörde).


Lebensraum als Tierschutz

Lebensraum-Schutz ist indirekter Tierschutz:

  1. Biodiversität stärken (Blühflächen, Nistplätze, Wasserstellen)
  2. Lichtverschmutzung reduzieren
  3. Verkehr entschärfen (Igel-Durchlässe, Amphibienschutz)
  4. Pestizid-Einsatz kritisch prüfen


Konsum, Labels und Entscheidungen


Was kann ich als Verbraucher:in tun?

Tierschutz hängt auch an Kaufentscheidungen:

  1. weniger Lebensmittelverschwendung (jedes weggeworfene Produkt steht für Tierhaltung ohne Nutzen)
  2. bewusster Konsum (Qualität statt Masse)
  3. nach Haltungsform und Transparenz fragen
  4. Produkte aus fragwürdigen Praktiken meiden (z.B. problematische Souvenirs, Online-Tierhandel).


Kritisch denken: Label ist nicht gleich Tierwohl

Labels können helfen, aber Du solltest prüfen:

  1. Kriterien (Platz, Auslauf, Eingriffe, Transport, Schlachtung)
  2. Kontrollen (unabhängig? wie oft?)
  3. Transparenz (öffentlich einsehbar?)


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Tierschutz am treffendsten? (Aktivitäten, die unnötige Leiden, Schmerzen und Schäden bei Tieren vermeiden sollen) (!Maßnahmen, die ausschließlich den Bestand einer Tierart sichern) (!Eine reine Privatangelegenheit ohne gesellschaftliche Regeln) (!Ein Begriff, der nur für Haustiere gilt)

Was ist Tierwohl im Vergleich zu Tierschutz typischerweise stärker? (Die umfassende Bewertung, wie gut es einem Tier geht, inklusive Verhalten und positiver Erfahrungen) (!Nur der Schutz vor Verletzungen) (!Nur die Einhaltung von Mindestflächenangaben) (!Nur die Vermeidung von Krankheiten)

Welche Aussage passt zum 3R-Prinzip? (Replace, Reduce, Refine: Ersetzen, Verringern, Verbessern) (!Run, Rescue, Rehome: Rennen, Retten, Vermitteln) (!Reduce, Recycle, Reuse: Müllvermeidung) (!Report, Record, Review: Dokumentationspflicht)

Wofür stehen die Fünf Freiheiten? (Orientierung, um Tierwohl in menschlicher Obhut zu bewerten) (!Ein Wahlprogramm einer Partei) (!Eine Liste von Tierarten, die frei leben dürfen) (!Ein Verbot von Haustierhaltung)

Welche Situation ist ein typischer Zielkonflikt im Tierschutz? (Forschung für Medizin vs. Belastung von Versuchstieren) (!Matheunterricht vs. Pausenhofregeln) (!Wettervorhersage vs. Sport) (!Musikgeschmack vs. Mode)

Was ist ein sinnvoller erster Schritt vor einer Tieradoption? (Ehrlich prüfen, ob Zeit, Geld, Platz und langfristige Betreuung möglich sind) (!Sofort online das billigste Tier kaufen) (!Ein Tier nur als Geschenk besorgen) (!Das Tier ohne Beratung auswählen)

Worauf zielt Artgerechte Tierhaltung besonders? (Artspezifische Bedürfnisse wie Bewegung, Sozialkontakt, Beschäftigung und Rückzug) (!Möglichst gleiche Bedingungen für alle Tierarten) (!Nur maximale Produktivität) (!Nur dekorative Unterbringung)

Warum kann ein Tiertransport belastend sein? (Weil Enge, Temperatur, Lärm, Umgruppierung und lange Fahrten Stress verursachen können) (!Weil Tiere grundsätzlich nicht reisen dürfen) (!Weil Transport automatisch die Gesundheit verbessert) (!Weil Wasser während des Transports verboten ist)

Was ist beim Umgang mit vermeintlich „verlassenen“ Wildtier-Jungtieren oft richtig? (Abstand halten und erst nach fachlichem Rat handeln, weil Eltern oft in der Nähe sind) (!Sofort mitnehmen und zuhause aufziehen) (!Das Tier immer füttern, egal um welche Art es geht) (!Das Tier sofort baden)

Welche Aussage zu Labels ist am sinnvollsten? (Labels können helfen, aber Kriterien und Kontrollen müssen kritisch geprüft werden) (!Ein Label garantiert immer höchstes Tierwohl) (!Labels sind grundsätzlich wertlos) (!Labels ersetzen jede eigene Entscheidung)





Memory

Tierwohl Fünf Freiheiten
Tierversuch 3R-Prinzip
Tierheim Adoption
Nutztiere Haltungsform
Wildtiere Lebensraum
Tiertransport Stress





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Replace Ersetzen von Tierversuchen
Reduce Anzahl der Tiere verringern
Refine Belastung verbessern
Tierheim Aufnahme und Vermittlung
Tierwohl Wohlbefinden bewerten




...


Kreuzworträtsel

Tierwohl Frage 1
Ethik Frage 2
Tierheim Frage 3
Transport Frage 4
Betaeubung Frage 5
Verhalten Frage 6




Frage 1 = Wie heißt der Begriff für das umfassende Wohlbefinden von Tieren? Antwortfuerfrageeins = Tierwohl Frage 2 = Wie heißt die Disziplin, die moralische Fragen zum Umgang mit Tieren diskutiert? Antwortfuerfragezwei = Ethik Frage 3 = Wie heißt eine Einrichtung, die Fund- und Abgabetiere versorgt? Antwortfuerfragedrei = Tierheim Frage 4 = Wie heißt das Verbringen von Tieren von einem Ort zum anderen im wirtschaftlichen Kontext? Antwortfuerfragevier = Transport Frage 5 = Wie heißt das Verfahren, das vor der Schlachtung Schmerzen vermeiden soll? Antwortfuerfragefünf = Betaeubung Frage 6 = Wie heißt der Sammelbegriff für artspezifische Handlungen wie Wühlen, Scharren, Spielen? Antwortfuerfragesechs = Verhalten


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Lückentext

Vervollständige den Text.

Tierschutz zielt darauf ab, Tieren ein Leben ohne

Schmerzen und Leiden zu ermöglichen. In Deutschland ist der Schutz der Tiere als

im Grundgesetz verankert. Das Tierschutzgesetz formuliert den Grundsatz, dass niemand einem Tier ohne

Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Für die Bewertung des Wohlbefindens werden oft die

Freiheiten herangezogen. In der Forschung sollen die 3R-Prinzipien Tierversuche

oder verringern und die Belastung der Tiere verbessern. In der Nutztierhaltung ist der Tiertransport ein typischer Stressfaktor, weil Enge, Temperatur und Umgruppierung

auslösen können. Bei der Adoption aus dem Tierheim ist wichtig, langfristig

zu übernehmen. Bei Wildtieren ist häufig der beste erste Schritt, Abstand zu halten und

Rat einzuholen.




Offene Aufgaben

Leicht

  1. Haustierhaltung: Erstelle eine Checkliste „Was braucht ein Tier wirklich?“ für eine Tierart Deiner Wahl (Platz, Zeit, Kosten, Beschäftigung, Gesundheit).
  2. Tierwohl: Beobachte (ohne zu stören) Tiere in Deiner Umgebung (z.B. Hunde im Park) und notiere fünf Hinweise, die für gutes oder schlechtes Wohlbefinden sprechen könnten.
  3. Konsum: Führe eine 3-Tage-Konsumspur: Welche Produkte in Deinem Alltag haben indirekt mit Tieren zu tun (Essen, Kleidung, Kosmetik)? Markiere, wo Du Fragen hast.
  4. Wildtiere: Gestalte ein Info-Poster „Was tun bei Wildtier-Fund?“ mit drei „Do“ und drei „Don’t“ für Deine Schule.

Standard

  1. Artgerechte Tierhaltung: Vergleiche zwei Haltungsformen (z.B. Freiland vs. Stallhaltung) anhand der Fünf Freiheiten und schreibe eine begründete Bewertung.
  2. Tierheim: Entwickle ein kurzes Interview (5 Fragen) für ein Tierheim oder eine Tierschutzinitiative in Deiner Region und führe es durch (oder per E-Mail).
  3. Tierversuch: Recherchiere drei Alternativen (z.B. Zellkultur, Organoide, Simulation) und erkläre, welche Frage damit gut beantwortet werden kann und welche Grenzen es gibt.
  4. Tierschutzgesetz: Suche drei typische Alltagssituationen (Haustier, Hobbyzucht, Transport) und prüfe: Welche Regeln könnten relevant sein? Formuliere konkrete Handlungsempfehlungen.

Schwer

  1. Tierethik: Schreibe einen Argumentationsaufsatz: „Wie weit darf menschliche Nutzung von Tieren gehen?“ Nutze mindestens zwei ethische Perspektiven (z.B. Utilitarismus, Pflichtethik).
  2. Nutztierhaltung: Plane eine Unterrichtsdebatte mit Rollen (Landwirt:in, Tierärzt:in, Verbraucher:in, Tierschutzverein, Politik). Erstelle Rollenprofile und Leitfragen.
  3. Tiertransport: Entwirf ein Verbesserungs-Konzept für Tiertransporte (Planung, Technik, Personal, Kontrolle) und begründe, wie es Stress reduziert.
  4. Öffentlichkeitsarbeit: Produziere ein kurzes Erklärvideo (60–120 Sekunden) oder eine Podcastfolge zum Thema Tierschutz, die Fakten, Zielkonflikte und Handlungsoptionen verbindet.




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Lernkontrolle

  1. Transferleistung: Erkläre an einem konkreten Beispiel (z.B. Eierkauf, Tieradoption), wie Du zwischen Tierwohl, Kosten, Umwelt und Alltagstauglichkeit abwägst.
  2. Systemdenken: Zeichne eine Wirkungskette: Wie beeinflussen Nachfrage, Preis, Haltungssysteme, Kontrollen und Tierwohl einander?
  3. Ethik: Formuliere ein eigenes Entscheidungsprinzip („Wenn … dann …“), mit dem Du tierbezogene Entscheidungen triffst, und teste es an zwei schwierigen Fällen.
  4. Quellenkritik: Vergleiche zwei unterschiedliche Quellen zu einem Tierschutzthema (z.B. NGO vs. Branche): Welche Interessen, Daten und Argumente erkennst Du?
  5. Projektplanung: Plane ein Mini-Projekt an Deiner Schule (z.B. Infowoche, Spendenlauf, Tierheim-Kooperation) mit Ziel, Zielgruppe, Ressourcen, Zeitplan und Risiken.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
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  17. Arbeitsheft
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