

Textbeschreibung - Deutsch - MOOC
Einleitung
Eine Textbeschreibung ist im Deutschunterricht eine zentrale Schreibform, mit der Du einen Text systematisch darstellst – also nachvollziehbar beschreibst, wie er aufgebaut ist und was darin geschieht bzw. ausgesagt wird. Im Unterschied zur Textinterpretation bewertest Du dabei nicht ausführlich, sondern bleibst möglichst sachlich und textnah. Die Textbeschreibung ist damit eine wichtige Grundlage für Textanalysen und spätere Deutungen.
Typische Anlässe:
- Klassenarbeiten zu Kurzgeschichten, Erzählungen oder Sachtexten
- Vorbereitung auf Textinterpretation und Erörterung
- Training von Schreibkompetenz, Leseverstehen und Textverständlichkeit




Warum ist Textbeschreibung wichtig?
Wenn Du eine Textbeschreibung schreibst, trainierst Du:
- Struktur erkennen (Abschnitte, Wendepunkte, Argumentationsgänge)
- Erzählperspektive und Erzählverhalten benennen
- Sprachliche Mittel (z.B. Metapher, Ironie, Wiederholung) sachlich beschreiben
- Belege einsetzen (Textstellen, Zitate, Zeilenangaben)
- Deine Beobachtungen klar zu formulieren, ohne vorschnell zu deuten
Textbeschreibung, Inhaltsangabe, Analyse: Was ist der Unterschied?
- Inhaltsangabe: Nur der wesentliche Inhalt (Was passiert? Worum geht es?), stark verkürzt, meist chronologisch, ohne Details.
- Textbeschreibung: Inhalt und formale/strukturelle Merkmale (Aufbau, Perspektive, Sprache) werden sachlich beschrieben.
- Textanalyse: Deutlich systematischer, stärker auf Funktionen/Wirkungen ausgerichtet.
- Textinterpretation: Geht über die Beschreibung hinaus und entwickelt begründete Deutungen.
Lernziele
Am Ende dieses aiMOOC kannst Du:
- eine Textbeschreibung mit Einleitung – Hauptteil – Schluss sicher schreiben
- eine Textsorte bestimmen und passende Merkmale benennen
- Erzählperspektive, Zeitgestaltung und Raumgestaltung beschreiben
- sprachliche Auffälligkeiten erkennen und mit Belegen darstellen
- typische Fehler vermeiden (zu viel Nacherzählung, zu viel Meinung, keine Textbelege)
Grundlagenwissen
Baustein 1: Einleitung der Textbeschreibung
In der Einleitung nennst Du knapp die wichtigsten Textdaten und führst ins Thema:
- Autor (falls bekannt)
- Titel und Textsorte
- Erscheinungsjahr (falls bekannt)
- Thema/Problemstellung in einem Satz
- eventuell kurzer Kontext (nur wenn gegeben)
Beispiel-Satzbau (Muster):
Der Text „…“ von … (erschienen …) ist eine Kurzgeschichte/ein Sachtext, der/die das Thema … behandelt und zeigt, wie …
Baustein 2: Inhalt sachlich darstellen (nicht ausufern)
Auch in der Textbeschreibung brauchst Du eine knappe Inhaltsübersicht. Wichtig:
- im Präsens schreiben
- keine Details und keine wörtliche Nacherzählung
- zentrale Stationen/Argumente nennen
- bei epischen Texten: Anfang – Konflikt – Entwicklung – Ende/Wendepunkt
- bei Sachtexten: These – Begründungen – Beispiele – Schlussfolgerung
Baustein 3: Aufbau und Struktur beschreiben
Hier geht es um die Gliederung des Textes:
- Wie viele Absätze/Sinnabschnitte?
- Welche Funktion hat jeder Abschnitt (Einführung, Zuspitzung, Wendepunkt, Lösung)?
- Gibt es einen Spannungsbogen?
- Gibt es Kontraste, Wiederholungen, Leitmotive?
Hilfssatz:
Der Text ist in … Sinnabschnitte gegliedert. Im ersten Abschnitt …, anschließend …, bevor im letzten Teil …
Baustein 4: Erzählsituation (bei Erzähltexten)
Beschreibe die Erzählsituation:
- Erzählperspektive: Ich-, Er-/Sie-, personale, auktoriale Perspektive
- Erzählverhalten: personal/auktorial/neutral
- Erzählzeit und erzählte Zeit
- Zeitgestaltung: Rückblende, Vorausdeutung, Zeitraffung, Zeitdehnung
- Raum: Orte, Wechsel, Bedeutung für Stimmung/Handlung
Merksatz:
Nicht nur was erzählt wird ist wichtig, sondern wie erzählt wird.
Baustein 5: Sprache und Stil beschreiben
In der Textbeschreibung benennst Du Auffälligkeiten, ohne lange zu interpretieren:
- Wortwahl: umgangssprachlich, gehoben, wertend, sachlich
- Satzbau: kurze Sätze, Parataxe, Hypotaxe, Ellipsen
- Stilmittel: Metaphern, Vergleiche, Wiederholungen, Ironie, rhetorische Fragen
- Ton und Stimmung: distanziert, emotional, nüchtern, spannungsreich
Wichtig: Jede Beobachtung möglichst mit Zitat oder genauer Textstelle belegen.
Baustein 6: Schluss der Textbeschreibung
Der Schluss fasst die wichtigsten Merkmale knapp zusammen und rundet ab:
- kurze Zusammenfassung der auffälligsten Struktur- und Sprachmerkmale
- ggf. knapper Hinweis auf Wirkung/Intention (vorsichtig, nicht ausdeuten)
- kein neues Detail
Hilfssatz:
Insgesamt wirkt der Text durch seinen Aufbau und die sprachliche Gestaltung …, wodurch …
Schreibplan: Schritt-für-Schritt
Vor dem Schreiben: Markieren und Ordnen
- Text einmal komplett lesen (erste Wirkung notieren)
- beim zweiten Lesen markieren: Abschnittsgrenzen, Figuren/Argumente, Zeitwechsel, sprachliche Auffälligkeiten
- Randnotizen: „Abschnitt 1 – Einführung“, „Wendepunkt“, „Beispiel“, „Metapher“
- Mini-Gliederung erstellen: Einleitung – Inhalt – Aufbau – Erzählsituation – Sprache – Schluss
Während des Schreibens: Klarheit und Belege
- kurze, klare Sätze
- passende Fachbegriffe nutzen (z.B. Erzählperspektive, Parataxe)
- Behauptung + Beleg (Zitat/Zeile) + Beschreibung
- sachlicher Stil (keine „Ich finde…“-Sätze)
Nach dem Schreiben: Checkliste
- Sind Textdaten in der Einleitung korrekt?
- Ist der Inhalt knapp und im Präsens?
- Ist der Aufbau nachvollziehbar gegliedert?
- Sind Erzählsituation und Sprache beschrieben?
- Gibt es genug Belege?
- Ist der Text sachlich und geordnet?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das Hauptziel einer Textbeschreibung im Deutschunterricht? Den Text sachlich und strukturiert darstellen (!Den Text möglichst kreativ umschreiben) (!Den Text nur bewerten und eine Meinung abgeben) (!Den Text Wort für Wort abschreiben)
Wodurch unterscheidet sich eine Textbeschreibung am stärksten von einer Textinterpretation? Die Textbeschreibung bleibt überwiegend sachlich und textnah (!Die Textbeschreibung nutzt keine Fachbegriffe) (!Die Textbeschreibung darf keine Textstellen erwähnen) (!Die Textbeschreibung ist immer kürzer als eine Inhaltsangabe)
Welche Zeitform wird in einer Textbeschreibung meistens verwendet? Präsens (!Futur) (!Plusquamperfekt) (!Konjunktiv II)
Was gehört typischerweise in die Einleitung einer Textbeschreibung? Titel, Autor (falls bekannt), Textsorte und Thema (!Detaillierte Nacherzählung jeder Szene) (!Eine ausführliche Bewertung der Figuren) (!Eine Liste aller Stilmittel ohne Kontext)
Was ist ein „Sinnabschnitt“ in der Textbeschreibung? Ein inhaltlich zusammenhängender Teil des Textes mit eigener Funktion (!Ein beliebiger Satz, den man schön findet) (!Eine Stelle, die man auswendig lernen muss) (!Ein Abschnitt, der immer genau fünf Sätze lang ist)
Welche Angabe gehört zur Erzählsituation? Erzählperspektive (!Seitennummer des Hefts) (!Schriftart des Ausdrucks) (!Name der Lehrkraft)
Was ist ein sinnvoller Beleg in der Textbeschreibung? Ein kurzes Zitat oder eine genaue Textstelle (!Eine Vermutung ohne Textbezug) (!Eine Zusammenfassung aus dem Internet) (!Eine persönliche Geschichte aus dem eigenen Leben)
Welche Aussage ist für eine Textbeschreibung passend? Der Text ist in drei Abschnitte gegliedert, die jeweils eine neue Konfliktstufe zeigen (!Der Text ist langweilig und schlecht geschrieben) (!Ich würde die Hauptfigur anders handeln lassen) (!Der Autor hat bestimmt schlechte Laune gehabt)
Was beschreibt am besten die Aufgabe der Sprachbetrachtung? Auffällige Wortwahl und Satzbau sowie Stilmittel sachlich darstellen (!Möglichst viele Fremdwörter einbauen) (!Nur Rechtschreibfehler suchen) (!Den Text in Reimen nachdichten)
Was ist ein typischer Fehler bei Textbeschreibungen? Zu viel Nacherzählung statt Beschreibung von Merkmalen (!Zu viele Belege und Zitate) (!Zu klare Gliederung) (!Zu viele Absätze im eigenen Text)
Memory
| Einleitung | Textdaten und Thema |
| Sinnabschnitt | Funktion im Aufbau |
| Erzählperspektive | Blickwinkel der Darstellung |
| Wortwahl | sprachliches Niveau |
| Beleg | Textstelle oder Zitat |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Einleitung | Textdaten und Thema nennen |
| Inhaltsübersicht | Handlung oder Argumentationsgang knapp darstellen |
| Aufbau | Sinnabschnitte und Funktionen beschreiben |
| Erzählsituation | Perspektive, Zeitgestaltung, Raum benennen |
| Sprache | Wortwahl, Satzbau, Stilmittel darstellen |
...
Kreuzworträtsel
| Praesens | Welche Zeitform wird in Textbeschreibungen meist genutzt? |
| Struktur | Wie nennt man den geordneten Aufbau eines Textes? |
| Perspektive | Fachwort für den Blickwinkel des Erzählens? |
| Stilmittel | Sammelbegriff für Metapher, Vergleich und Ironie? |
| Beleg | Was stützt eine Beobachtung mit Textnähe? |
| Abschnitt | Wie heißt ein zusammenhängender Teil mit eigener Funktion? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Textdaten-Training: Suche Dir einen kurzen Zeitungsartikel und schreibe eine Einleitung mit Titel, Quelle, Textsorte und Thema.
- Sinnabschnitte finden: Teile eine Kurzgeschichte in 3–5 Sinnabschnitte und gib jedem Abschnitt eine Überschrift.
- Wortwahl beobachten: Markiere im Text fünf auffällige Wörter und beschreibe sachlich, welche Wirkung sie nahelegen.
- Erzählperspektive erkennen: Nimm eine kurze Erzählung und begründe mit zwei Textstellen, aus welcher Perspektive erzählt wird.
Standard
- Textbeschreibung schreiben: Verfasse eine vollständige Textbeschreibung zu einem selbst gewählten Kurztext (maximal 1 Seite) mit klarer Gliederung.
- Zeitgestaltung untersuchen: Finde Rückblenden oder Vorausdeutungen in einem Erzähltext und beschreibe, wo sie auftreten und wie sie den Aufbau steuern.
- Stilmittel-Portfolio: Sammle 8 Stilmittel-Beispiele aus verschiedenen Texten und formuliere jeweils eine sachliche Beschreibung mit Beleg.
- Sachtext-Variante: Schreibe eine Textbeschreibung zu einem Kommentar oder Bericht und beschreibe den Argumentationsgang (These, Gründe, Beispiele).
Schwer
- Vergleich: Schreibe zwei Textbeschreibungen zu zwei unterschiedlichen Textsorten (z.B. Kurzgeschichte und Kommentar) und vergleiche anschließend ihre typischen Merkmale.
- Perspektivwechsel: Schreibe eine Textbeschreibung und ergänze danach einen Abschnitt, der erklärt, wie sich die Beschreibung ändern würde, wenn die Perspektive (Ich/Er) anders wäre.
- Kriterienraster: Entwickle ein Bewertungsraster für Textbeschreibungen (Inhalt, Aufbau, Sprache, Belege, Stil) und teste es an zwei Beispieltexten.
- Mini-Unterricht: Erstelle ein kurzes Erklärvideo oder ein Plakat, das Mitschülern die Schritte der Textbeschreibung beibringt, inklusive eigener Beispiele.


Lernkontrolle
- Transfer: Wähle einen Text und erkläre, welche Teile Deiner Textbeschreibung Du für eine anschließende Textinterpretation direkt weiterverwenden kannst und warum.
- Perspektive und Wirkung: Beschreibe an einem Text, wie ein Wechsel der Erzählperspektive den Aufbau und die Leserlenkung verändern würde.
- Struktur-Argument: Begründe, weshalb eine gute Abschnittsgliederung die Verständlichkeit Deiner Textbeschreibung erhöht (Bezug auf Textverständlichkeit).
- Sachtext-Transfer: Übertrage das Schema der Textbeschreibung auf einen Werbetext und erkläre, welche Bausteine Du anpassen musst.
- Beleg-Qualität: Vergleiche zwei Textbeschreibungen (eigene oder aus dem Unterricht) und beurteile, welche überzeugender belegt ist und warum.
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Textbeschreibung - Deutsch - MOOC
| In diesem Mini-MOOC geht es um die Textbeschreibung. Eine Aufsatzart, welche in der schriftlichen Prüfung im Fach Deutsch (Klasse 10) eine wichtige Rolle spielt. Mach mit. MOOCit. |
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Aufbau einer Textbeschreibung: Lyrische Texte
| Suche im Netz nach passenden Videos, welche den Sachverhalt gut erklären oder erstelle ein eigenes Lernvideo mit Fragen. |
Der Aufbau einer Textbeschreibung orientiert sich an der Aufgabenstellung.
Lyrik |
Prosa |
|---|---|
| Einleitung | Einleitung |
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| Hauptteil | Hauptteil |
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| Schluss | Schluss |
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Vorbereitung: Beschreibung
Bevor Du eine Textbeschreibung verfassen kannst, musst Du einiges erledigen:
- Text mehrfach durchlesen
- Schlüsselbegriffe markieren
- Unklare Begriffe aufschreiben und versuchen die Bedeutung aus dem Kontext heraus (bzw. mit Deinen Hilfsmitteln) zu klären
- Konzept schreiben: Wie könnte Dein Aufsatz aufgebaut sein?
Schüler-Beispiel: Textbeschreibung zu Erich Fried
Text: Erich Fried - Einerlei - Prüfung, Deutsch, Realschule, BW 2014
So könnte Dein Konzept aussehen.
Nicht zufrieden mit diesem Konzept?
Schreibe Deine Version im Diskussionsbereich.
Einleitung
| Ordne die passenden Begriffe den Formteilen zu. | |
|---|---|
| Informationen zu dem Gedicht, die über und unter dem Text zu finden sind. | Einleitungssatz |
| Einerlei | Titel |
| Erich Fried, 1921-1988 | Autor |
| Gesammelte Werke. Gedichte, Band 2. Berlin: Wagenbach Verlag 1993 | Quelle |
| 1993 | Erscheinungsjahr |
| Sinn des Lebens / am Ende des Lebens? | Kernsatz |
Ausformulierung
In dem Gedicht mit dem Titel "Einerlei" von Erich Fried, das 1993 im Wagenbach Verlag erschienen ist, werden Erfahrungen aus dem Leben wiedergegeben, welch die Frage aufwerfen, ob es sich überhaupt lohnt zu leben.
Hauptteil
| Ordne die passenden Begriffe den Formteilen zu. | |
|---|---|
| Kurze Inhaltsangabe des Gedichts | In Erich Frieds Gedicht wirft sich die Frage auf, ob sich das eigene Leben lohnt, auch wenn es nur gefüllt ist mit Erfahrungen, welche alle Menschen im Leben machen. |
| Beschreibung des Aufbaus | In fünf Strophen mit einer unterschiedlichen Anzahl an Versen ist kein eindeutiges Reimschema vorhanden. |
| Formale Aspekte | Im Gedicht sind nur in den ersten beiden Strophen Satzzeichen vorhanden, welche die direkte Rede mit Doppelpunkt und Anführungsstrichen kennzeichnen. |
| Sprachliche Auffälligkeiten |
|
| Deutung der auffälligen Textpassagen | Auffällig ist die Personengruppe "Tote": Im letzten Satz wird die Personengruppe deutlich, die angesprochen wird. Es werden Tote angesprochen. Erich Fried gibt keine weiteren Anhaltspunkte und überlässt es durch diese Auslassung dem Leser sich diese Personengruppe näher vorzustellen. Sind es wirkliche Tote, welche aus einer Art Nirvana auf das irdische Leben zurückblicken oder sind es lebendige Menschen, welche durch ihre Haltung zu den menschlichen Erfahrungen zu Toten im übertragenen Sinn werden? |
.
Schluss
| Bring diese Teile einer Textbeschreibung in die richtige Reihenfolge. | |
|---|---|
| Es könnte sein, dass Erich Fried am Ende seines eigenen Lebens mit der Frage des Sinns seines Lebens konfrontiert war und daraufhin dieses Gedicht geschrieben hat. Es deutet viel darauf hin, dass er jede kleine Erfahrung des Menschen für wesentlich hält, auch wenn diese in der Rückschau belanglos oder wie ein "History Repeating" erscheint. | Nennung einer möglichen Autor_Innenintention. Was wollte er / sie uns damit sagen? |
| Das postum erschienene Gedicht verweist bereits im ersten Satz "Nichts was nicht neu ist" darauf in, dass nur für körperlich oder geistig tote Menschen Erfahrungen gleichgültig oder langweilig sein können. Jedes Individuum erlebt die Welt unabhängig von anderen Menschen und deren Erfahrungen. | Transfer |
| Obgleich "das Neue" nicht näher beschrieben wird, wird doch klar, dass das Neue in jedem persönlichen Augenblick des Lebens zu finden ist, aber auch, dass für uns die Beantwortung der Frage nach dem Sinn des Lebens eine lebenslange Aufgabe bis an unser eigenes Ende ist. | Persönliche Stellungnahme |
.
QUIZit
| Erstelle interaktive Aufgaben, wie z.B. Multiple-Choice-Fragen oder ein Kreuzworträtsel. Du musst beim Bearbeiten einfach nur die Fragen und Antworten anpassen. Du kannst auch andere Aufgaben erstellen z. B. einen Lückentext oder ein Zuordnungsspiel per Drag and Drop. Unter "Interaktive Aufgaben" findest Du einen Überblick und eine ausführliche Anleitung. Klicke auf "bearbeiten" und Du wirst feststellen, dass Du ohne Programmierkenntnisse interaktiven Aufgaben erstellen kannst. |
Multiple-Choice
| Stelle Multiple-Choice-Fragen. Trage in der Klammer für "RICHTIG" die richtige Antwort ein und für die "xxx" jeweils eine falsche Antwort. Das "!" steht für FALSCH. |
Stell hier eine Multiple-Choice-Frage? (RICHTIG) (!xxx) (!xxx) (!xxx)
Stell hier eine Multiple-Choice-Frage? (RICHTIG) (!xxx) (!xxx) (!xxx)
Stell hier eine Multiple-Choice-Frage mit mehreren richtigen Antworten? (RICHTIG) (!xxx) (!xxx) (!xxx) (!xxx) (!xxx) (RICHTIG) (RICHTIG)
.
Texte zusammenfassen
Kreuzworträtsel
| Erstelle ein Kreuzworträtsel. Trage für "Frage" eine Aufgabe und für "Lösung" die Antwort ein. |
Anleitung für Nutzer: Um das Kreuzworträtsel zu füllen, drückst du mit der Maus auf ein Feld mit einer Zahl, dann erscheint ein Eingabedialog mit der Frage und der Eingabemöglichkeit.
| LösungEins | Frage 1 |
| LösungZwei | Frage 2 |
| LösungDrei | Frage 3 |
| LösungVier | Frage 4 |
| LösungFünf | Frage 5 |
.
Memory
| Erstelle ein Memory. Ersetze einfach die vorgegebenen Elemente. |
Memory-Titel
Beispiel-Aufgabe: Finde die Paare. Ordne den Bildern bzw. Sprichwörtern die Erklärung zu...
| "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." | Man sollte früh damit beginnen Mini-MOOCs zu erstellen. |
| "Man wird alt wie ein Haus und lernt nie aus." | Alle können auf MOOCit mitmachen. |
| "Ein Mensch ohne Bildung ist ein Spiegel ohne Politur." | Das Sprichwort kannst Du Dir sicher selbst erklären. |
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Lückentext
Lückentext-Beispiel: "Aus Höflichkeit schreibt man in einem Brief die Personalpronomen SIE, IHR, EUCH usw. groß. In privaten Briefen werden Personalpronomen wie DU, DIR, DEIN meist klein geschrieben." >> Sieh Dir das Beispiel im Bearbeitungsmodus bzw. dem Backend an. Die Wörter groß und klein wurden als FETT markiert. Im Frontend erscheint hierfür eine Lücke, die per Drag and Drop gefüllt werden kann. (Eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit bei Smartphones.)
.
Beispiel
Der Schritt zurück (Annette Rauert)
- Text: Prüfung - Deutsch - Aufgabe 3 - Textinterpretation - "Der Schritt zurück" (Annette Rauert)
- Kommentare zu "Der Schritt zurück" (Annette Rauert)
Schülerbeispiel - Textbeschreibung zu "Der Schritt zurück"
In der Kurzgeschichte „Der Schritt zurück“ von Annette Rauert geht es vermutlich um einen Jungen, der Angst hat, von einem Zehnmeterbrett zu springen. Als ich den Text das erste Mal gelesen habe, wurde mir noch nicht ganz klar, was die Autorin mit den Hinrichtungen meint und in welchem Zusammenhang dies mit der restlichen Geschichte steht.
Die Geschichte beginnt mit einem Vergleich („Wie geschmolzenes Blei sah es aus.“), der in der zweiten Zeile fortgeführt wird. Durch diesen Vergleich und den vorherigen Satz („gleißende Wasseroberfläche“) wird deutlich, wie bedrohlich und erschreckend der Junge die Wasseroberfläche von seinem Standort aus, dem Sprungbrett, wahrnimmt. Die darauffolgende Metapher („In seinen Schläfen hämmerte es.“) verstärkt dies noch mehr, weil man dadurch merkt, unter welchem Drucker steht und wie ihn diese Situation belastet. Durch die Wiederholung in Zeile 2 („Angst..., ...Angst“) und die Metapher („nackte Angst“) spürt man richtig, dass ihn diese Situation sehr belastet und er keinen Ausweg weiß. Durch die Aufforderung des Trainers („Spring!“) verstärkt sich seine Angst nur noch mehr. Die Hyperbel in Zeile 3/ 4 („das Pochen nahm zu, gleich musste es seinen Kopf sprengen“) zeigt noch einmal, wie stark seine Angst ist und wie diese Angst seine ganzen Gedanken einnimmt. In Zeile 4/ 5 beschreibt die Autorin , dass „zwischen ihm und der Wassermenge“ es nur noch „dieses kleine, schwankende Brett“ gibt. Ich finde, dadurch wird deutlich, wie ernst er diese Situation empfindet und wie hilflos er sich doch fühlt. In Zeile 6 „starren ihn die Leute von unten an“. Durch den sehr knappen Satz in Zeile 6 („Sie warteten.“) wird betont, dass die Leute langsam ungeduldig werden und sie ihre Sensationsgier durch seinen Sprung befriedigt sehen möchten. Der Junge nimmt die Gesichter der Leute als „feindlich“ wahr und fühlt sich ihnen „verpflichtet“. Durch die Anapher in Zeile 7 und 8 (“Er“) drehen sich die Gedanken nur um ihn. Er denkt nur noch daran, dass er es nicht schaffen wird. Er empfindet plötzlich noch mehr Versagensängste. Seine Gedanken schlagen dann wieder um und er fühlt sich zu dem Sprung verpflichtet, da er „ein Mann“ ist. In den darauffolgenden Zeilen denkt er darüber nach, „lieber tot zu sein, als sich vor diesen Gesichtern zu blamieren“. Ich finde, die Autorin möchte damit ausdrücken, wie viel ihm die Meinung der Anderen bedeutet und wie wichtig es ihm ist, wie sie über ihn denken beziehungsweise urteilen. Durch die rhetorischen Fragen, die er sich in Z 11 („Warum lächelte niemand?“) und in Z 13 („Warum rief ihn niemand zurück?“) stellt, merkt man, wie sehr er sich wünscht, dass einer dieser Menschen den Mut hat, etwas zu sagen und somit das Ganze zu beenden. In Z 11 beschreibt er die Leute als „ lauter angespannte, weiße Ovale mit harten Augen“. Durch die darauffolgende Anapher („Sie wissen...“) findet wieder ein Gedankenwechsel bei ihm statt. Er denkt nicht mehr daran, was mit ihm selbst ist, sondern daran, dass die Leute wissen, dass er eigentlich nicht springen möchte, aber dass er durch deren Blicke teilweise dazu gezwungen wird. In Z 14 – 18 kommt ihm der Gedanke an Hinrichtungen von Millionen von Menschen und er stellt sich weitere Fragen. „Aber was werden sie nachher tun?“ Ich denke, dass er sich mittlerweile so in die Situation hineingesteigert hat, dass er sich dadurch wie bei einer Hinrichtung fühlt. Er fühlt sich immer hilfloser und empfindet die Leute nicht mehr als Schaulustige, sondern vielleicht als jene, die für die Hinrichtung der Juden zuständig waren. Der Satz in Zeile 18 („Wenn etwas passiert ist, will niemand etwas dafür können“) bestärkt mich in meiner Vermutung, da, als die Hitlerzeit vorbei war, genauso wenig jemand für die Hinrichtungen der Juden verantwortlich gemacht werden wollte. Im 4. Abschnitt der Geschichte möchte der Junge sich gegen die Leute wehren, bekommt aber vor lauter Übelkeit kein Wort heraus. Immer wieder betont er, dass niemand das Recht hat, so etwas zu tun, dass niemand das Recht hat, ihn in sein“Unglück“ zu stürzen.Dadurch wird meiner Meinung nach deutlich, dass er langsam so etwas wie Hass gegenüber den Menschen verspürt. In Zeile 24 wird durch den Vergleich „wie eine Herde blöder Schafe standen sie da unten und warteten“ verdeutlicht,dass sie wie Schafe sind, die ohne ihren Hirten verloren sind. Dieser Vergleich soll meiner Meinung nach zeigen, dass – wenn nur einer etwas gesagt hätte oder gegangen wäre – ihm vielleicht noch andere gefolgt wären und er nicht mehr so viel Angst vor dem Versagen gehabt hätte. In Zeile 26 versucht er sich Mut zuzureden durch die Wiederholung „Ein Schritt nur, ein Schritt“. Er wünscht sich nichts anderes, als dass einer sein Schweigen brechen wird, um ihm zu helfen. Die Metapher in Zeile 27 („Seine Verachtung stieg bis ins Unermessliche“) zeigt, dass er von den Leuten dort unten nichts mehr hält, dass er sie nicht mehr sehen will. Die Textstelle in Z 28 („...forschte er in seinem Gewissen“) deutet daraufhin, dass er alles noch einmal überdenkt und nach einer passenden Lösung sucht. In Zeile 28 – 30 folgen mehrere rhetorische Fragen, die diese Auseinandersetzung zeigen. Aber in Z 31 kommt der Wendepunkt der Geschichte („Dann ging ein Ruck durch seine Gestalt“), durch diese Metapher wird deutlich, dass sich in ihm etwas getan hat und er somit seine Meinung geändert hat. Durch die Ellipse in Zeile 32 („Ganz bewusst“) wird die vorherige Metapher noch verstärkt. Für den Jungen ist die Entscheidung gefallen, keiner wird ihn mehr davon abbringen. Durch diese Entscheidung ist „der Druck“ und seine „Unsicherheit“ verschwunden. Ebenso „trug er zum ersten Mal seinen Kopf hoch“; diese Metapher zeigt, dass er stolz darauf ist, diese Entscheidung getroffen zu haben, und dass er kein Problem mehr damit hat, was andere von ihm denken.
Der Vergleich in Zeile 37 („als hätte er gerade die wichtigste Prüfung in seinem Leben bestanden“) zeigt nochmals, wie stolz er auf sich selbst ist und wieviel ihm diese wichtige Entscheidung bedeutet.
Ich finde, die Geschichte zeigt, dass man immer zu sich selbst und seinen Entscheidungen stehen sollte. Man sollte eben nicht immer auf die Anderen und deren Meinung achten, sondern das tun, was einen glücklich macht. Ich glaube auch, dass jeder schon einmal in so einer Situation war, in der er wichtige Entscheidungen treffen musste und sich danach besser gefühlt hat, als die Entscheidung schließlich gefallen ist.
Offene Aufgaben & Projekte
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