Texterörterung



Einleitung


Die Texterörterung (auch Erörterung genannt) ist eine zentrale Schreibform im Deutschunterricht. Du setzt Dich dabei mit einer strittigen Frage auseinander, erklärst Hintergründe, ordnest Argumente und begründest ein Urteil. Ziel ist nicht „laut zu gewinnen“, sondern logisch, fair und nachvollziehbar zu argumentieren, damit Leserinnen und Leser sich eine begründete Meinung bilden können.


Im Unterricht begegnen Dir vor allem drei Varianten:

  1. Freie Erörterung: Du argumentierst ohne konkrete Textvorlage zu einer Sachfrage.
  2. Textgebundene Erörterung: Du nimmst eine Textvorlage als Ausgangspunkt, analysierst Kernaussagen und setzt Dich argumentativ damit auseinander.
  3. Materialgestütztes Schreiben: Du nutzt mehrere Materialien (Statistiken, Texte, Grafiken) und formulierst daraus eine begründete Position, mit klaren Quellenangaben.


Merksatz: Eine Texterörterung verbindet Verstehen (Thema/Text/Material) mit Bewerten (Argumente prüfen) und Begründen (eigener Standpunkt mit Belegen).


Lernziele


Nach diesem aiMOOC kannst Du …

  1. den Zweck und die Merkmale einer Erörterung erklären.
  2. zwischen linearer und dialektischer Erörterung unterscheiden.
  3. eine sinnvolle Gliederung (Einleitung–Hauptteil–Schluss) erstellen.
  4. Argumente als These–Begründung–Beleg/Beispiel formulieren.
  5. Materialien korrekt auswerten und als Zitate oder Paraphrasen mit Quelle einbauen.
  6. typische Fehler erkennen und verbessern (Logik, Sprache, Struktur).


Medien zum Einstieg





Grundlagen: Was ist eine Texterörterung?


Eine Erörterung ist eine essayistische Textform. Du arbeitest die „Kernpunkte“ (Topoi) eines Sachverhalts heraus, ordnest sie und begründest ein Sachurteil. Im schulischen Kontext ist sie neben der Interpretation eine der wichtigsten Aufsatzformen.


Wann schreibt man eine Texterörterung?


Typische Anlässe im Deutschunterricht:

  1. Stellungnahme zu einer provokanten Aussage (z.B. „Sollte der Schultag später beginnen?“).
  2. Auseinandersetzung mit einem Kommentar/Artikel (textgebunden).
  3. Argumentieren auf Basis von Materialien (Diagramm, Statistik, Kurztexte).


Zentrale Qualitätskriterien


Eine sehr gute Texterörterung erkennt man an:

  1. Klarer Fragestellung: Die Leitfrage ist präzise und wird im Text beantwortet.
  2. Logischer Aufbau: Gedankengang ist nachvollziehbar, Absätze sind sinnvoll.
  3. Starke Argumente: Argumente sind begründet und durch Belege gestützt.
  4. Fairness: Gegenposition wird korrekt dargestellt und geprüft.
  5. Sprachliche Qualität: sachlich, präzise, passende Konnektoren, korrekte Zitat- und Quellenarbeit.


Arten der Erörterung


Lineare Erörterung


Bei der linearen (auch „steigernden“) Erörterung ordnest Du Argumente in einer Linie, häufig vom schwächeren zum stärkeren Argument.

  1. Vorteil: sehr übersichtlich, gut für klare Positionen.
  2. Risiko: Du vergisst die Gegenposition oder wirkst einseitig.


Dialektische Erörterung


Die dialektische Erörterung stellt Pro- und Contra-Argumente gegenüber und führt idealerweise zu einer begründeten Entscheidung oder einer vermittelnden Synthese.

  1. Vorteil: zeigt Abwägen, wirkt reflektiert.
  2. Risiko: Pro- und Contra-Teile bleiben unverbunden, wenn der Schluss nicht sauber entscheidet.


Textgebundene Erörterung


Du gehst von einer Textvorlage aus:

  1. Du erschließt Thema, Intention und Argumentationsgang.
  2. Du stellst zentrale Thesen des Textes dar.
  3. Du setzt Dich kritisch damit auseinander: zustimmen, ergänzen, widerlegen.
  4. Du kommst zu einer eigenen begründeten Position.


Materialgestützte Erörterung


Du nutzt mehrere Materialien (z.B. Statistik + Kommentar + Interviewauszug).

  1. Du vergleichst Materialien (passen sie zusammen, widersprechen sie sich?).
  2. Du gewichtest Quellen (Aktualität, Perspektive, Glaubwürdigkeit).
  3. Du zitierst/paraphrasierst korrekt und nennst eine Quelle.


Schritt-für-Schritt: So planst Du Deine Texterörterung


1) Thema klären und Leitfrage formulieren


Stelle sicher, dass Du die Fragestellung wirklich verstehst:

  1. Kläre Begriffe (z.B. „Pflicht“, „verboten“, „sollte“).
  2. Begrenze das Thema (Ort, Zielgruppe, Zeitraum).
  3. Formuliere eine Leitfrage als Satzfrage (nicht nur Stichworte).


2) Stoffsammlung: Ideen und Argumente finden


Hilfreiche Methoden:

  1. Mindmap oder Cluster: Aspekte sammeln (Gesellschaft, Schule, Gesundheit, Wirtschaft).
  2. W-Fragen (Wer? Was? Warum? Wozu? Welche Folgen?).
  3. Perspektivenwechsel: Betroffene Gruppen benennen (Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Politik, Arbeitgeber).


3) Argumente bauen: These – Begründung – Beleg


Ein überzeugendes Argument besteht aus drei Bausteinen:

  1. These: Deine Behauptung (klar, überprüfbar).
  2. Begründung: Warum gilt das? (Logik, Ursache–Wirkung).
  3. Beleg/Beispiel: Daten, Studien, Textstelle, Erfahrung, Beispiel (passend und glaubwürdig).


Mini-Beispiel (Schema): These: Späterer Schulbeginn verbessert Leistung. Begründung: Jugendliche haben biologisch späteren Schlafrhythmus. Beleg: Eine Studie/Statistik zeigt bessere Konzentrationswerte bei späterem Start.


4) Ordnen: Gliederung erstellen


Eine Standard-Gliederung:

  1. Einleitung: Hinführung + Thema + Leitfrage.
  2. Hauptteil: Argumentationsgang (linear oder dialektisch) mit Absätzen.
  3. Schluss: Ergebnis/Urteil + kurzer Ausblick oder Konsequenz.


Tipp zur Gewichtung:

  1. Stärkstes Gegenargument zuerst darstellen (zeigt Fairness).
  2. Eigene stärkste Argumente zum Ende hin platzieren (wirkt überzeugend).


Schreiben: Aufbau einer sehr guten Texterörterung


Einleitung


Die Einleitung soll Interesse wecken und das Thema sauber öffnen:

  1. Einstieg über aktuelles Beispiel, kurze Beobachtung oder begriffliche Klärung.
  2. Thema und Kontext nennen (Worum geht es genau?).
  3. Leitfrage formulieren (Worüber wird gestritten?).


Vermeide: zu lange Vorgeschichte, reine Nacherzählung, sofortige „Ich finde…“-Urteile ohne Kontext.


Hauptteil


Im Hauptteil argumentierst Du geordnet und nachvollziehbar:

  1. Ein Absatz = ein Hauptargument.
  2. Jeder Absatz beginnt mit einem klaren Satz (Kernaussage).
  3. Danach Begründung und Beleg/Beispiel.
  4. Nutze Konnektoren für Logik (z.B. deshalb, außerdem, hingegen, dennoch, folglich).


Dialektisch (mögliches Muster):

  1. Gegenposition mit 2–3 Argumenten (fair, sachlich).
  2. Übergang: Abwägung (Worauf kommt es an? Welche Argumente sind stärker?).
  3. Eigene Position mit 2–3 Argumenten (steigend, gut belegt).
  4. Optional: Synthese/Kompromiss (wenn sinnvoll).


Schluss


Der Schluss beantwortet die Leitfrage klar:

  1. Ergebnis in 2–4 Sätzen bündeln (kein neues Hauptargument).
  2. Bewertung: Warum ist dieses Urteil plausibel?
  3. Ausblick: Konsequenz, Empfehlung oder offene Folgefrage.


Sprache und Stil im Deutschunterricht


Sachlichkeit und Genauigkeit


  1. Nutze präzise Begriffe statt Übertreibungen („oft“ statt „immer“, wenn Du es nicht belegen kannst).
  2. Vermeide beleidigende oder abwertende Formulierungen.
  3. Schreibe in einem ruhigen, argumentativen Stil.


Konnektoren als „Argumentationskleber“


Beispiele für nützliche Konnektoren:

  1. Aufbau: außerdem, darüber hinaus, erstens, zweitens.
  2. Gegensatz: jedoch, hingegen, während, allerdings.
  3. Begründung: weil, da, denn, zumal.
  4. Folge: deshalb, daher, folglich, somit.


Materialien korrekt einbauen


  1. Zitiere kurz und passend (Textstelle als Beleg, nicht als Ersatz fürs Denken).
  2. Paraphrasiere: Inhalt in eigenen Worten zusammenfassen.
  3. Nenne Quellen: Material A/B oder Autor, Titel (wenn gegeben).


Typische Fehler und wie Du sie vermeidest


  1. Behauptungen ohne Beleg: Jede wichtige These braucht mindestens eine plausible Stütze (Begründung) und möglichst einen Beleg.
  2. Aneinanderreihung ohne Logik: Nutze Übergänge und begründe die Reihenfolge Deiner Argumente.
  3. Strohmann-Argumente: Stelle Gegenargumente korrekt dar, nicht lächerlich verzerrt.
  4. „Alles und nichts“-Texte: Begrenze die Fragestellung und bleibe beim Thema.
  5. Neues Argument im Schluss: Schluss ist Ergebnis, nicht neuer Hauptteil.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Hauptziel einer Erörterung im Deutschunterricht? Eine begründete Urteilsbildung zu ermöglichen (!Eine Geschichte spannend zu erzählen) (!Einen Text möglichst kreativ umzuschreiben) (!Nur persönliche Gefühle auszudrücken)

Was ist typisch für eine dialektische Erörterung? Pro- und Contra-Argumente werden abgewogen (!Es werden nur Beispiele ohne Begründung gesammelt) (!Der Text besteht nur aus einer Zusammenfassung) (!Es gibt keinen Schluss)

Welche Reihenfolge passt am besten zu einem starken Argument? These – Begründung – Beleg/Beispiel (!Beleg – These – Schluss) (!Einleitung – Zitat – Ende) (!Gefühl – Behauptung – Übertreibung)

Wofür sind Konnektoren besonders wichtig? Für logische Verknüpfungen im Argumentationsgang (!Damit der Text länger wirkt) (!Um möglichst viele Fremdwörter zu benutzen) (!Damit Absätze überflüssig werden)

Was gehört NICHT in den Schluss einer Texterörterung? Ein neues Hauptargument (!Eine klare Antwort auf die Leitfrage) (!Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Gründe) (!Ein kurzer Ausblick oder eine Konsequenz)

Was ist ein Kennzeichen der textgebundenen Erörterung? Sie setzt sich argumentativ mit einer Textvorlage auseinander (!Sie besteht nur aus Stichpunkten) (!Sie ist immer eine Fantasiegeschichte) (!Sie hat keine Einleitung)

Wie sollte man Gegenargumente behandeln? Fair darstellen und begründet prüfen (!Ignorieren, damit die eigene Meinung stärker wirkt) (!Ins Lächerliche ziehen) (!Nur mit Ausrufezeichen markieren)

Was bedeutet materialgestützt schreiben? Mehrere Materialien werden als Quellen genutzt und ausgewertet (!Man schreibt ohne jede Planung spontan drauflos) (!Man schreibt ausschließlich auswendig) (!Man kopiert möglichst lange Textstellen)

Welche Formulierung ist am ehesten sachlich? Viele Lernende profitieren von klaren Regeln, wenn sie nachvollziehbar begründet sind (!Das ist immer total schlimm und geht gar nicht) (!Alle wissen doch, dass das Quatsch ist) (!Wer das anders sieht, hat keine Ahnung)

Welche Einleitung ist am passendsten? Hinführung zum Thema, Begriffe klären, Leitfrage formulieren (!Sofortiges Fazit ohne Begründung) (!Lange Nacherzählung ohne Bezug zur Frage) (!Viele neue Argumente, die später nicht mehr vorkommen)





Memory

These Behauptung
Begründung Warum-Teil
Beleg Nachweis
Konnektor Verknüpfungswort
Synthese Vermittlung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
These Behauptung
Beleg Nachweis
Gegenargument Einwand
Konnektor Verknüpfung
Schluss Urteil




...


Kreuzworträtsel

Argument Wie nennt man eine begründete Stütze für eine Position?
Struktur Wie heißt der geordnete Aufbau eines Textes?
Konnektor Wie nennt man Wörter, die Logik im Text verbinden?
Einleitung Wie heißt der erste Teil der klassischen Dreiteilung?
Beleg Wie heißt ein Nachweis durch Quelle oder Beispiel?
Synthese Wie heißt eine vermittelnde Lösung nach Pro und Contra?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Texterörterung dient dazu, eine strittige Frage mithilfe von

zu klären. In einer dialektischen Erörterung werden

und Contra gegenübergestellt. Ein starkes Argument besteht aus These, Begründung und

. Im Hauptteil helfen

dabei, den Gedankengang logisch zu verbinden. Im Schluss formulierst Du ein begründetes

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Themenfindung: Sammle fünf mögliche Leitfragen für eine Texterörterung aus Deinem Schulalltag und formuliere zu jeder Frage eine kurze Einleitung (2–3 Sätze).
  2. Argument: Schreibe zu einer Leitfrage drei Thesen und ergänze jeweils eine Begründung (noch ohne Beleg).
  3. Konnektoren: Überarbeite einen kurzen Text (z.B. aus Heft/Arbeitsblatt) und ergänze passende Konnektoren, damit die Logik klarer wird.
  4. Gliederung: Erstelle zu einer Leitfrage eine Gliederung mit Einleitung, drei Hauptargumenten und Schluss.


Standard

  1. Dialektische Erörterung: Erstelle eine Pro-Contra-Tabelle zu einer Leitfrage und ordne die Argumente nach Stärke (mit Begründung, warum).
  2. Textgebundene Erörterung: Nimm einen Zeitungs-Kommentar aus dem Unterricht und schreibe eine Zusammenfassung der Kernaussagen in 6–8 Sätzen, danach zwei eigene Gegenargumente.
  3. Materialgestütztes Schreiben: Suche zwei Materialien zum selben Thema (z.B. Statistik + kurzer Artikel) und schreibe einen Absatz, der beide Materialien sinnvoll verbindet und auswertet.
  4. Überarbeitung: Tausche Deine Erörterung mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler, gib Feedback zu Struktur, Belegen und Sprache und überarbeite danach Deinen Text.


Schwer

  1. Rhetorik: Analysiere in einer textgebundenen Erörterung, mit welchen sprachlichen Mitteln ein Autor überzeugen will (z.B. Beispiele, Wertungen, Zuspitzungen) und bewerte die Wirkung.
  2. Quellenangabe: Schreibe eine materialgestützte Erörterung (ca. 1–2 Seiten) und nutze mindestens drei Materialien, die Du korrekt einbaust (Zitate/Paraphrasen + Quellen).
  3. Argumentation: Entwickle zu einer kontroversen Leitfrage eine Synthese, die beide Seiten ernst nimmt, und begründe, warum Dein Kompromiss praktikabel ist.
  4. Schreibkonferenz: Plane und leite eine Schreibkonferenz in Deiner Lerngruppe: Kriterienkatalog erstellen, Texte anonym austauschen, Feedbackrunden moderieren, anschließend Verbesserungen dokumentieren.




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Lernkontrolle


  1. Transfer: Wähle eine aktuelle Streitfrage aus der Schule und erkläre, welche Argumenttypen (Fakten, Werte, Autorität) dort vorkommen und welche am überzeugendsten sind.
  2. Perspektivenwechsel: Schreibe einen Absatz aus der Sicht der Gegenposition, der so stark ist, dass Du ihn selbst ernst nehmen musst, und begründe anschließend, wie Du darauf reagierst.
  3. Materialkritik: Vergleiche zwei Materialien zum selben Thema: Welche Interessen könnten dahinterstehen, welche Informationen fehlen, und wie beeinflusst das Deine Bewertung?
  4. Struktur: Du bekommst eine ungeordnete Argument-Sammlung: Entwickle daraus zwei mögliche Gliederungen (linear und dialektisch) und begründe die Unterschiede.
  5. Überarbeitungskompetenz: Nenne drei konkrete Verbesserungen, die Du an Deinem letzten Erörterungstext vorgenommen hast, und erkläre, wie sie die Überzeugungskraft erhöhen.




OERs zum Thema




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aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026 (Deutschland) – nach Bundesland & Abschlussart
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
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  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

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  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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