Kolloquium

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Kolloquium



Einleitung


Ein Kolloquium ist eine strukturierte, meist mündliche Prüfungs- oder Gesprächsform, in der Du Wissen nicht nur wiedergibst, sondern vor allem erklärst, begründest und im Dialog verteidigst. Im Fach Deutsch steht dabei häufig die Fähigkeit im Mittelpunkt, literarische und sachtextliche Inhalte zu interpretieren, Argumente aufzubauen und sprachlich angemessen zu kommunizieren. Ein Kolloquium kann in Schule (z.B. als Mündliche Prüfung oder im Rahmen von Abitur-Formaten), in Ausbildung oder an der Universität (z.B. im Kontext von Präsentationen, Seminaren, Projekt- oder Abschlussgesprächen) vorkommen.


Im Deutsch-Kolloquium geht es typischerweise um:

  1. Textinterpretation (z.B. Kurzgeschichte, Dramaauszug, Gedicht, Rede)
  2. Literaturanalyse und Kontext (Epoche, Autor, Motivik, Figuren, Erzählweise)
  3. Argumentation und Erörterung (These, Begründung, Beispiele, Gegenargumente)
  4. Rhetorik und Gesprächskompetenz (klar, strukturiert, adressatenorientiert)
  5. Fachsprache, Stilmittel und präzise Begriffe (z.B. Metapher, Ironie, Erzählperspektive, Symbol)



Lernziele


Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. ein Kolloquium im Fach Deutsch sicher planen und strukturieren
  2. Texte zielgerichtet analysieren und interpretieren
  3. eine überzeugende Argumentation aufbauen und auf Nachfragen reagieren
  4. Deine mündliche Darstellung mit Mitteln der Rhetorik verbessern
  5. typische Bewertungskriterien verstehen und Strategien gegen Prüfungsangst anwenden


Was ist ein Kolloquium im Fach Deutsch?


Ein Deutsch-Kolloquium ist ein prüfungsnahes Fachgespräch, häufig mit einem Impuls (Text, Material, Leitfrage, Aufgabe). Je nach Rahmen kann es enthalten:

  1. einen Kurzvortrag (z.B. Einordnung, Analyse, Deutungshypothese)
  2. ein Prüfungsgespräch (Nachfragen, Vertiefungen, Transfer)
  3. ggf. eine Präsentation mit anschließender Diskussion


Wichtig ist die Balance aus Inhalt und Darstellung:

  1. Inhalt: Textverständnis, Analyse, Deutung, Begriffe, Belege
  2. Darstellung: Struktur, Sprache, Tempo, Blickkontakt, Gesprächsführung



Typische Abläufe und Formate


Kurzvortrag und Gespräch


Ein verbreitetes Muster:

  1. Einstieg (Thema, Leitfrage, Deutungshypothese)
  2. Analyse (Aufbau, Sprache, Figuren, Erzähltechnik, Argumentationsgang)
  3. Deutung/Interpretation (Aussage, Wirkung, Intention, Kontext)
  4. Transfer (Vergleich, Aktualitätsbezug, andere Texte/Medien)
  5. Gespräch (Nachfragen, Begründungen, Einwände, Vertiefung)



Materialgestütztes Kolloquium


Du bekommst z.B. einen Sachtext, eine Rede, Statistik-Auszüge oder Karikaturen (im Deutschunterricht oft zur Erörterung oder Analyse). Ziel ist:

  1. Kernaussagen erfassen
  2. Argumentationsstruktur rekonstruieren
  3. Position begründet entwickeln
  4. Sprachliche Mittel und Wirkung deuten


Literaturbezogenes Kolloquium


Hier steht ein literarischer Text oder ein Werk im Zentrum:

  1. Werkverständnis (Thema, Konflikt, Figuren)
  2. Analyse (Erzähltechnik, Dramaturgie, lyrisches Ich, Symbolik)
  3. Deutung und Belege (Textstellen als Nachweis)
  4. Kontext (Epoche, Gattung, Autor, Rezeptionsaspekte)


Bewertungskriterien im Deutsch-Kolloquium


Lehrkräfte/Prüfende achten häufig auf:

  1. Fachliche Qualität: richtige Begriffe, saubere Analyse, nachvollziehbare Deutung
  2. Belegführung: Textstellen gezielt nutzen (nicht nur behaupten)
  3. Struktur: roter Faden, klare Übergänge, sinnvolle Gliederung
  4. Sprache: präzise Formulierungen, Fachsprache, Angemessenheit
  5. Gesprächsfähigkeit: auf Fragen eingehen, nachdenken, begründen, ggf. korrigieren
  6. Eigenständigkeit: eigene Perspektive, Transfer, Vergleich, reflektierte Urteile


Vorbereitung: Schritt-für-Schritt-Plan


1. Aufgabenstellung entschlüsseln


Achte auf Operatoren wie analysieren, interpretieren, erörtern, charakterisieren, vergleichen. Daraus ergibt sich Deine Struktur.


2. Textarbeit mit System


  1. Erste Lektüre: Thema, Konflikt, Kernaussage
  2. Zweite Lektüre: Markieren von Schlüsselstellen, Motiven, Auffälligkeiten
  3. Strukturieren: Sinnabschnitte, Argumentationsschritte, Szenen/Spannungsbogen
  4. Sprachliche Mittel: Wirkung und Funktion (nicht nur aufzählen)


3. Deutungshypothese formulieren


Eine gute Deutungshypothese ist:

  1. klar
  2. diskutierbar
  3. durch Textstellen belegbar
  4. offen für Vertiefung im Gespräch


4. Kurzvortrag trainieren


  1. Einleitung in 2–3 Sätzen (Leitfrage + Deutung)
  2. 2–3 Hauptpunkte (Analyse/Argumente) mit Belegen
  3. Schluss (Ergebnis + Transferfrage)


5. Gesprächssimulation


Übe typische Prüferfragen:

  1. Warum interpretierst Du das so?
  2. Welche Textstelle stützt das?
  3. Welche Alternative gäbe es?
  4. Wie passt das zur Epoche oder zur Gattung?
  5. Welche Wirkung hat dieses Stilmittel?



Mündliche Darstellung: Rhetorik und Kommunikation


Verständlich sprechen


  1. Kurze Sätze, klare Verben, präzise Begriffe
  2. Signale für Struktur: „Erstens…“, „Daraus folgt…“, „Im Gegensatz dazu…“
  3. Fachbegriffe erklären, wenn nötig (ohne zu dozieren)


Sicher wirken


  1. ruhiges Tempo, Pausen nutzen
  2. Blickkontakt, aufrechte Haltung
  3. bei Blackout: kurz ordnen, Leitfrage wiederholen, mit Textstelle neu starten


Umgang mit Nachfragen


  1. Nachfragen als Chance: „Ich präzisiere…“
  2. Unsicherheit transparent: „Ich bin mir bei X nicht ganz sicher; ich leite es aus Y ab.“
  3. Brücke bauen: von Frage zurück zur Leitthese


Prüfungsangst und Stressmanagement


Prüfungsstress ist normal. Hilfreiche Strategien:

  1. Zeitmanagement: realistische Übungspläne, kurze Wiederholungen
  2. Atmung: 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus, 5 Wiederholungen vor Start
  3. Mentale Struktur: Leitfrage + 3 Punkte als „Sicherheitsanker“
  4. Positive Routine: gleiche Vorbereitungsschritte vor jeder Simulation


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das zentrale Merkmal eines Deutsch-Kolloquiums? (Fachgespräch mit begründeter Analyse und Nachfragen) (!Nur das Auswendigaufsagen von Definitionen) (!Reines Diktat ohne Diskussion) (!Ausschließlich schriftliche Bearbeitung ohne Sprechen)

Wozu dient eine Deutungshypothese in der Textinterpretation? (Sie formuliert eine überprüfbare Deutung, die mit Textbelegen gestützt wird) (!Sie ersetzt das Zitieren von Textstellen vollständig) (!Sie ist eine feste Wahrheit ohne Alternativen) (!Sie besteht nur aus Inhaltsangabe)

Welche Aussage beschreibt gute Belegführung? (Textstellen werden gezielt genutzt, um Interpretationen zu stützen) (!Man nennt möglichst viele Stilmittel ohne Wirkung) (!Man vermeidet Textbezüge zugunsten freier Meinungen) (!Man zitiert sehr lange Passagen ohne Erklärung)

Welche Reihenfolge passt am besten zu einem Kurzvortrag? (Einstieg mit Leitfrage, Analysepunkte mit Belegen, Ergebnis/Transfer) (!Ergebnis, dann zufällige Beispiele, dann Einleitung) (!Nur Inhaltsangabe, dann Ende) (!Stilmittel-Liste, dann Autorbiografie, dann kein Fazit)

Was bedeutet im Kolloquium „Transfer“? (Einen Bezug über den Text hinaus herstellen, z.B. Vergleich oder Aktualität) (!Den Text wortwörtlich abschreiben) (!Nur die Seitenzahl nennen) (!Ausschließlich Grammatikregeln erklären)

Welche Formulierung unterstützt Struktur im Sprechen am stärksten? („Erstens… Zweitens… Daraus folgt…“) (!„Ähm… also… irgendwie…“) (!„Wie gesagt, wie gesagt, wie gesagt…“) (!„Das ist halt so.“)

Welche Reaktion auf eine kritische Nachfrage ist am sinnvollsten? (Die Interpretation begründen und eine Textstelle als Beleg anführen) (!Die Nachfrage ignorieren und weitersprechen) (!Sofort widersprechen ohne Argument) (!Das Thema komplett wechseln)

Worauf zielt Rhetorik im Kolloquium besonders ab? (Überzeugend und verständlich sprechen sowie Argumente klar ordnen) (!Möglichst viele Fremdwörter ohne Sinn nutzen) (!Sehr schnell sprechen, um Zeit zu sparen) (!Nur flüstern, um ruhig zu wirken)

Was ist eine häufige Fehlstrategie bei Prüfungsangst? (Ohne Übung zu hoffen, dass es schon klappt) (!Gesprächssimulationen zu machen) (!Mit Leitfrage und drei Punkten zu üben) (!Kurze Atemroutine vor der Prüfung zu nutzen)

Welche Aussage zu Stilmitteln ist im Kolloquium am treffendsten? (Stilmittel sind wichtig, wenn ihre Wirkung für die Deutung erklärt wird) (!Stilmittel zählen immer mehr als Inhalt) (!Wirkung ist unwichtig, Hauptsache man erkennt die Form) (!Stilmittel darf man im Kolloquium nicht erwähnen)





Memory

Deutungshypothese überprüfbare Kernaussage
Textbeleg Nachweisstelle im Text
Transfer Bezug über den Text hinaus
Operator Arbeitsauftrag wie analysieren
Roter Faden durchgehende Struktur





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Leitfrage Fokus der Prüfung
Kurzvortrag strukturierter Einstieg
Beleg Textstelle als Nachweis
Gegenargument mögliche Alternative
Fazit Ergebnis der Deutung




...


Kreuzworträtsel

Argumentation Frage 1
Interpretation Frage 2
Rhetorik Frage 3
Textbeleg Frage 4
Struktur Frage 5
Transfer Frage 6





Frage 1 = Wie heißt der begründete Aufbau von Thesen und Belegen? Antwortfuerfrageeins = Argumentation

Frage 2 = Wie nennt man die Deutung eines literarischen Textes? Antwortfuerfragezwei = Interpretation

Frage 3 = Wie heißt die Kunst des überzeugenden Sprechens? Antwortfuerfragedrei = Rhetorik

Frage 4 = Wie heißt die Stelle im Text, die eine Aussage stützt? Antwortfuerfragevier = Textbeleg

Frage 5 = Wie heißt der geordnete Aufbau mit rotem Faden? Antwortfuerfragefünf = Struktur

Frage 6 = Wie heißt der Bezug über den Text hinaus? Antwortfuerfragesechs = Transfer


LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Kolloquium ist meist eine

Prüfungsform, in der Du Inhalte nicht nur wiedergibst, sondern

. Im Fach Deutsch ist eine klare

hilfreich, die Du mit

stützt. Im Gesprächsteil reagierst Du auf Nachfragen und zeigst

durch Vergleiche oder Aktualitätsbezüge. Eine gute Struktur erkennt man an einem

Faden und passenden Übergängen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kurzvortrag: Erstelle eine 2-minütige Einleitung zu einer selbst gewählten Kurzgeschichte (Leitfrage + Deutungshypothese).
  2. Stilmittel: Suche in einem Gedicht drei sprachliche Mittel und erkläre zu jedem die Wirkung in einem Satz.
  3. Zeitmanagement: Plane eine Lernwoche für das Kolloquium (3 Einheiten à 25 Minuten) und begründe die Reihenfolge.


Standard

  1. Textinterpretation: Schreibe eine Deutungshypothese zu einem literarischen Text und belege sie mit zwei passenden Textstellen.
  2. Argumentation: Entwickle zu einer aktuellen Streitfrage eine These, zwei Argumente und ein Gegenargument; formuliere daraus ein Mini-Prüfungsgespräch (Frage-Antwort).
  3. Präsentation: Erstelle eine Gliederung (Einleitung, 3 Analysepunkte, Fazit) für einen 5-minütigen Vortrag zu einem Sachtext.


Schwer

  1. Vergleichende Analyse: Vergleiche zwei Texte (z.B. Gedicht und Rede) hinsichtlich Thema, Sprache und Wirkung und formuliere einen Transfer.
  2. Rhetorik: Nimm Dich bei einer Kolloquiums-Simulation (Audio/Video) auf, analysiere Sprechtempo, Pausen, Füllwörter und verbessere gezielt zwei Punkte.
  3. Literaturepoche: Ordne einen Text einer Epoche zu (z.B. Aufklärung, Romantik, Realismus) und begründe die Zuordnung mit Merkmalen und Textbelegen.
  4. Interview: Führe ein kurzes Interview mit einer Person, die eine mündliche Prüfung absolviert hat, und erstelle daraus einen Leitfaden „Dos und Don’ts“ fürs Kolloquium.




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Lernkontrolle


  1. Transferleistung: Erkläre an einem Beispiel, wie sich eine Deutung verändert, wenn man einen anderen Deutungsschwerpunkt wählt (z.B. Figur statt Symbolik).
  2. Begründungskompetenz: Formuliere eine mögliche Prüferfrage zu Deiner Interpretation und schreibe eine Antwort, die mindestens einen Textbeleg enthält.
  3. Strukturierung: Erstelle für denselben Text zwei unterschiedliche Kurzvortrags-Strukturen (z.B. chronologisch vs. thematisch) und bewerte Vor- und Nachteile.
  4. Kommunikation: Beschreibe, wie Du reagieren würdest, wenn Du im Gesprächsteil eine Frage nicht sofort beantworten kannst, ohne in Panik zu geraten.
  5. Kriterienreflexion: Entwickle ein eigenes Bewertungsraster (5 Kriterien) für ein Deutsch-Kolloquium und begründe, warum diese Kriterien fair sind.




OERs zum Thema




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aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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