Computersprachen sind formale Sprachen, die speziell entwickelt wurden, um von Computern verstanden und ausgeführt zu werden. Sie dienen als Mittel zur Kommunikation zwischen Menschen und Computern und ermöglichen es Programmierern, Anweisungen und Algorithmen zu formulieren, um verschiedene Aufgaben und Probleme zu lösen. Jede Computersprache hat ihre eigene Syntax und Semantik, die Regeln und Bedeutungen für die korrekte Verwendung der Sprache festlegen.

Geschichte der Computersprachen

Die Geschichte der Computersprachen reicht zurück bis zur Entwicklung der ersten Computer in den 1940er Jahren. In den Anfängen der Computertechnologie wurden Maschinensprachen verwendet, die direkt vom Computer ausgeführt werden konnten. Maschinensprachen bestanden aus einer Folge von binären Codes, die für den Computer lesbar waren, aber für Menschen schwer zu verstehen und zu verwenden.

Um die Programmierung zu erleichtern, wurden höhere Programmiersprachen entwickelt. Diese ermöglichten es den Programmierern, Anweisungen in einer für Menschen verständlichen Form zu schreiben, die dann in Maschinensprache übersetzt und vom Computer ausgeführt wurden. Eine der ersten höheren Programmiersprachen war Fortran, die 1957 entwickelt wurde. Es folgten weitere Sprachen wie COBOL, ALGOL, Lisp und BASIC.

In den 1970er und 1980er Jahren entstanden Sprachen wie C und Pascal, die einen großen Einfluss auf die Entwicklung moderner Computersprachen hatten. Mit der Verbreitung von Personal Computern in den 1980er Jahren gewannen Sprachen wie C++, Java und Python an Popularität und werden bis heute weit verbreitet eingesetzt.

Typen von Computersprachen

Computersprachen lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen, je nachdem, wie sie verwendet werden und auf welcher Abstraktionsebene sie operieren. Hier sind einige der gängigsten Typen von Computersprachen:

Maschinensprachen

Maschinensprachen sind die niedrigste Ebene von Computersprachen und bestehen aus binären Codes, die direkt von der Hardware des Computers ausgeführt werden können. Sie sind spezifisch für die Architektur eines bestimmten Computers und erfordern ein tiefes Verständnis der Computerhardware, um verwendet zu werden. Maschinensprachen sind für Menschen sehr schwer lesbar und werden daher in der Regel nur selten direkt verwendet.

Assemblersprachen

Assemblersprachen sind eine Weiterentwicklung von Maschinensprachen und verwenden anstelle von binären Codes symbolische Bezeichnungen für die Befehle und Speicheradressen des Computers. Diese symbolischen Bezeichnungen werden durch Assemblerprogramme in Maschinencode übersetzt. Assemblersprachen erleichtern die Programmierung im Vergleich zu Maschinensprachen, erfordern jedoch immer noch ein detailliertes Verständnis der Computerarchitektur.

Hochsprachen

Hochsprachen sind abstrakter als Maschinen- und Assemblersprachen und bieten den Programmierern eine höhere Ebene der Abstraktion. Sie verwenden natürlichere und verständlichere Syntax, die der menschlichen Sprache ähnelt. Hochsprachen werden durch Compiler oder Interpreter in Maschinen- oder Assemblersprachen übersetzt, damit sie vom Computer ausgeführt werden können. Beispiele für Hochsprachen sind C, C++, Java, Python, Ruby und JavaScript.

Skriptsprachen

Skriptsprachen sind eine Art von Hochsprachen, die speziell für die Skripting- oder Automatisierungsaufgaben entwickelt wurden. Sie erfordern keine komplizierte Kompilierung und können direkt ausgeführt werden. Skriptsprachen zeichnen sich durch eine einfache Syntax und eine hohe Flexibilität aus. Beispiele für Skriptsprachen sind Python, Perl, Ruby und JavaScript.

Domain-spezifische Sprachen

Domain-spezifische Sprachen (DSLs) sind Sprachen, die für bestimmte Anwendungsbereiche oder Domänen entwickelt wurden. Sie sind oft auf bestimmte Aufgaben oder Probleme spezialisiert und bieten spezifische Abstraktionen und Funktionen, die in allgemeinen Zweckprogrammiersprachen möglicherweise nicht verfügbar sind. Beispiele für DSLs sind SQL für die Datenbankabfrage, HTML und CSS für die Webentwicklung und MATLAB für wissenschaftliches Rechnen.

Aufgabenorientierte Sprachen

Aufgabenorientierte Sprachen sind Sprachen, die speziell für die Programmierung von Aufgaben oder Workflows entwickelt wurden. Sie ermöglichen es Benutzern, komplexe Abläufe oder Prozesse zu definieren und zu automatisieren. Ein bekanntes Beispiel für eine aufgabenorientierte Sprache ist die Robot Process Automation (RPA), mit der Benutzer die Automatisierung von wiederkehrenden Aufgaben in Unternehmensanwendungen programmieren können.

Funktionale Sprachen

Funktionale Sprachen basieren auf dem Konzept der mathematischen Funktionen und behandeln Berechnungen als Auswertungen von Funktionen. Sie legen den Schwerpunkt auf die Vermeidung von Seiteneffekten und die Verwendung von Funktionen als grundlegende Bausteine des Programms. Beispiele für funktionale Sprachen sind Lisp, Haskell und Erlang.

Objektorientierte Sprachen

Objektorientierte Sprachen basieren auf dem Konzept der Objekte, die Daten und Verhalten kombinieren. Sie ermöglichen die Modellierung komplexer Systeme durch die Definition von Klassen, die als Bausteine für Objekte dienen. Objektorientierte Sprachen unterstützen Konzepte wie Vererbung, Polymorphismus und Datenkapselung. Beispiele für objektorientierte Sprachen sind Java, C++, C# und Python.

Weitere Sprachen

Neben den genannten Kategorien gibt es noch viele weitere Spezialisierungen und Varianten von Computersprachen, die für spezifische Zwecke oder Plattformen entwickelt wurden. Beispiele sind Skriptsprachen für die Webentwicklung wie PHP und JavaScript, Sprachen für statistische Berechnungen wie R und MATLAB, sowie Sprachen für spezielle Plattformen wie Swift für iOS-Entwicklung und Kotlin für Android-Entwicklung.

Zusammenfassung

Computersprachen sind ein wesentlicher Bestandteil der Programmierung und ermöglichen es Entwicklern, mit Computern zu kommunizieren und Anwendungen zu erstellen. Von Maschinensprachen und Assemblersprachen bis hin zu Hochsprachen und spezialisierten Sprachen gibt es eine große Vielfalt an Sprachen, die verschiedene Abstraktionsebenen und Funktionen bieten. Jede Sprache hat ihre eigenen Stärken und Einsatzgebiete, und die Wahl der richtigen Sprache hängt von den Anforderungen und Zielen des Projekts ab.

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Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Mittlere Reife

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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

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Rheinland-Pfalz

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  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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