S wie Sinn und Sterben - Deutschland gegen Krieg

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Oskar Schindler
Berühmtes und umstrittenes Tucholsky-Zitat an einer Berliner Hauswand, ca. 1996


Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Scheitern der Gesellschaft.

Scheitern an der Gesellschaft.

Scheitern an sich selbst.

Schindler.

Schlacht an den Masurischen Seen.

Schlacht an der Somme.

Schlacht bei Kursk.

Schlacht bei Tannenberg (1914)

Schlacht um Berlin.

Schlacht um Guadalcanal.

Schlacht um Iwojima.

Schlacht um Midway.

Schlacht um Monte Cassino.

Schlacht um Moskau.

Schlacht um Okinawa.

Schlacht um Verdun.

Schlacht von Cambrai.

Schlacht von Gallipoli.

Schlacht von Stalingrad.

Schtzngrmm (Ernst Jandl)

Schützengraben.

Seekrieg im Ersten Weltkrieg.

Shalom.

Sinnlose Gewalt.

Skagerrakschlacht.

Soldat, Soldat (Wolf Biermann)

Sterben.

SA.

SS.



SCHOLL, SOPHIE

„Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele. Nur wagen sie nicht, es auszusprechen.“ – „Manchmal graut mir vor dem Krieg und alle Hoffnung will mir vergehen. Ich mag gar nicht daran denken, aber es gibt ja bald nichts anderes mehr als Politik und solange sie so verworren ist und böse, ist es feige, sich von ihr abzuwenden.“ – „Das Gesetz ändert sich. Das Gewissen nicht.“ – „So ein herrlicher Tag und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es damit schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln und wachzurütteln.“ (22.02.1943, Tag der Hinrichtung)


„Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben!“ (Jacques Maritain – Lieblings-Zitat von Sophie Scholl)


STAUFFENBERG, CLAUS SCHENK GRAF VON

„Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen.“ (Vor dem Attentat auf Hitler)




SÜSS ERSCHEINT DER KRIEG DEN UNERFAHRENEN

Es ist jetzt schon soweit gekommen, dass man den Krieg allgemein für eine annehmbare Sache hält und sich wundert, dass es Menschen gibt, denen er nicht gefällt. (...)

Wie viel gerechtfertigter wäre es dagegen, sich darüber zu wundern, welch’ böser Genius, welche Pest, welche Tollheit, welche Furie diese bis dahin bestialische Sache zuerst in den Sinn des Menschen gebracht haben mag, dass jenes sanfte Lebewesen, das die Natur für Frieden und Wohlwollen erschuf, mit so wilder Raserei, so wahnsinnigem Tumult zur gegenseitigen Vernichtung eilte. Wenn man also zuerst nur die Erscheinung und Gestalt des menschlichen Körpers ansieht, merkt man denn nicht sofort, dass die Natur, oder vielmehr Gott, ein solches Wesen nicht für Krieg, sondern für Freundschaft, nicht zum Verderben, sondern zum Heil, nicht für Gewalttaten, sondern für Wohltätigkeit erschaffen habe?

Ein jedes der anderen Wesen stattete sie mit eigenen Waffen aus, den Stier mit Hörnern, den Löwen mit Pranken, den Eber mit Stoßzähnen, andere mit Gift, wieder andere mit Schnelligkeit. Der Mensch aber ist nackt, zart, wehrlos und schwach, nichts kann man an den Gliedern sehen, was für einen Kampf oder eine Gewalttätigkeit bestimmt wäre. Er kommt auf die Welt und ist lange Zeit vor fremder Hilfe abhängig, kann bloß durch Wimmern und Weinen nach Beistand rufen. Die Natur schenkte ihm freundliche Augen als Spiegel der Seele, biegsame Arme zur Umarmung, gab ihm die Empfindung eines Kusses, das Lachen als Ausdruck von Fröhlichkeit, Tränen als Symbol für Sanftmut und des Mitleids. Damit nicht genug, schenkte die Natur allein ihm den Gebrauch der Rede und der Vernunft, was gewiss besonders geeignet ist, Wohlwollen zu gewinnen und zu fördern, sodass überhaupt nichts zwischen den Menschen mit Gewalt ausgetragen werden müsste. (...)

Der Krieg wird aus dem Krieg erzeugt, aus einem Scheinkrieg entsteht ein offener, aus einem winzigen der gewaltigste. (...)

Und immer schleichen sich die größten Übel unter dem Vorwand und Anschein des Guten in das menschliche Leben ein. Die Heere treffen zusammen, auf beiden Seiten das Kreuz-Zeichen vorantragend, das wohl selbst vermögen sollte zu mahnen, auf welche Art und Weise es sich für Christen ziemen würde zu siegen. Wo Wo denn ist das Reich des Teufels, wenn es nicht im Krieg ist? Warum schleppen wir Christus hierhin, zu dem der Krieg noch weniger passt als ein Hurenhaus? (...)

So mögen wir Krieg und Frieden, die zugleich elendeste und verbrecherischste Sache vergleichen, und es wird vollends klar werden, ein wie großer Wahnsinn es sei, mit so viel Tumult, so viel Strapazen, so einem großen Kostenaufwand, unter höchster Gefahr und so vielen Verlusten Krieg zu veranstalten, obwohl um ein viel geringeres die Eintracht erkauft werden könnte.

(Erasmus von Rotterdam, 1517)




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