Antropoismus

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Als Antropoismus (von altgriechisch ἄνθρωπος ánthrōpos „Mensch“ und dem Suffix "-ismus") wird die Glaubensrichtung der Antroposophie bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen Neologismus, welcher auf die mangelnde Wissenschaftlichkeit in der Lehre der Antroposophie (von altgriechisch ἄνθρωπος ánthrōpos „Mensch“ und σοφία sophίa „Weisheit“) hinweist.

Steiners Anspruch, seine „Geisteswissenschaft“ sei eine exakte Wissenschaft mit empirisch überprüfbaren Ergebnissen wie auch die Naturwissenschaften, wird von verschiedener Seite kritisiert. Der schwedische Philosoph Sven Ove Hansson schreibt 1991, dass Steiner als intersubjektives Kriterium zur Überprüfung der auf übersinnlichem Wege erlangten Erkenntnisse die Übereinstimmung mit den Erkenntnissen eines Lehrers definiert habe, das heißt, mit seinen eigenen. Dieses Autoritätskriterium werfe aber die Frage auf, woran denn der erste, der Geisteswissenschaft in diesem übersinnlichen Sinne betrieben habe, seine Erkenntnisse gemessen habe; auch ließe sich dadurch nicht entscheiden, welche von zwei sich gegebenenfalls widersprechenden übersinnlichen Erkenntnissen älterer Lehrer die richtige sei. Zudem habe nach Steiners Tod 1925 kein Anthroposoph Steiners Grad an Hellsichtigkeit erreicht, und anscheinend habe z.B. keiner wie er in der Akasha-Chronik lesen können, einer Art ätherischem Weltgedächtnis, in dem alles Wissen über Vergangenheit und Zukunft gespeichert sein soll. Hansson schrieb weiter, dass Steiner behauptet habe, die konventionelle Wissenschaft werde mit der Zeit die „Wahrheiten“ seiner Geisteswissenschaft etwa zur Atomphysik, zur Speziellen Relativitätstheorie und zur Syphilistherapie, bestätigen. Das sei jedoch nicht eingetreten. Insgesamt kommt Hansson zu dem Ergebnis, dass die Behauptung "Anthroposophie ist eine Wissenschaft" nicht gerechtfertigt ist.[1]

Die Farbenlehre Goethes, die auch heute noch Thema an den Waldorfschulen ist, wird eng mit der Interpretation Steiners verknüpft,[2][3] wurde aber mehrfach von Physikern als unwissenschaftlich kritisiert.[4][5]

Der deutsche Erziehungswissenschaftler Heiner Ullrich bemerkt, dass Steiners (von Goethe übernommenes) „essentiales“ Wissenschaftsverständnis, das den Anspruch erhebe, das „Wesen“ einer Sache ganzheitlich und abschließend zu erfassen, mit der Forschungspraxis und dem epistemologischen Selbstverständnis der modernen Wissenschaft unvereinbar sei. Wissenschaft sei heute „ein sich ständig weiter ausdifferenzierender und sich revidierender Diskurs“, das „Konzept der Einheitswissenschaft und die Möglichkeit eines abschließenden, einheitlichen Weltbildes“, wie es Steiner vorgeschwebt habe, sei damit nicht mehr vereinbar.[6]

Ein prinzipielles Problem der biologisch-dynamischen Methode, die sich ebenfalls auf die Anthroposophie gründet, ist, dass sie keinerlei Angaben zum Wirkmechanismus der von ihr vorgeschlagenen Behandlungsmethoden angeben kann, der im Einklang mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen stünde; dies wird auch von Befürwortern der Methode durchaus eingeräumt.[7]




Anthroposophie

Suffix: -ismus


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Quellen

  1. Sven Ove Hansson: Is Anthroposophy Science? In: Conceptus. 25. Jg., Heft 64, 1991, S. 40–47, abgerufen am 17. Juni 2016.
  2. Der Malunterricht der Unterstufe: Die Entwicklung des Farbsinns auf www.waldorf-resources.org
  3. Evelyne v. Beyme: Die Bedeutung des RAUMs im pädagogischen Konzept der Waldorfschule auf Seite 13
  4. Hermann von Helmholtz: „Ueber Goethes naturwissenschaftliche Arbeiten“, Vortrag 1853 mit einer Nachschrift 1875.
  5. Werner Heisenberg: Die Goethesche und die Newtonsche Farbenlehre im Lichte der modernen Physik. In: Geist der Zeit, 19 (1941), ab S. 261. In: Wandlungen in den Grundlagen der Naturwissenschaft. Hirzel, Stuttgart 1959
  6. Heiner Ullrich: Rudolf Steiner. Leben und Lehre. C.H. Beck, München 2011, S. 109 f.
  7. M. Turinek, S. Grobelnik-Mlakar, M. Bavec, F. Bavec: Biodynamic agriculture research progress and priorities in Renewable Agriculture and Food Systems Volume 24, Issue 2, S. 146–154