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Aktuelle Version vom 25. März 2026, 14:08 Uhr



Presse-Statement: YouTube blockiert Bildung und Kultur






Wenn Bildung als Störfall behandelt wird: Der Fall moocit_education wirft Grundsatzfragen zur Sichtbarkeit von Bildungs- und Kulturinhalten auf YouTube auf

Dr. Udo Glanz fordert öffentliche Debatte darüber, wie Plattformlogik Bildungs- und Kulturinhalte aus der digitalen Öffentlichkeit drängt

Der YouTube-Kanal moocit_education wurde von YouTube nicht nur wirtschaftlich benachteiligt, sondern vor allem in seiner öffentlichen Sichtbarkeit und Zugänglichkeit getroffen. Genau das ist der Kern des Problems: Es geht in diesem Fall nicht in erster Linie um entgangene Werbeeinnahmen, sondern darum, dass ein Bildungs- und Kulturangebot durch die Logik und Anwendung der YouTube-Richtlinien faktisch von der Öffentlichkeit ferngehalten wird.

Besonders aufschlussreich ist dabei die Entwicklung der Begründungen. Nach Angaben von Dr. Udo Glanz wurde die erste Bewerbung von MOOCit Education Matters zunächst mit dem Vorwurf abgelehnt, die Inhalte seien pädagogisch nicht relevant. Später wurde der Kanal dann mit der Begründung zurückgewiesen, es handele sich um „nicht authentische Inhalte“, also um Inhalte, die in großen Mengen produziert würden oder sich zu stark wiederholten.

Gerade diese Verschiebung macht das Problem sichtbar: Erst wird der pädagogische Wert bestritten, dann die Form verdächtigt. In beiden Fällen entsteht derselbe Effekt: Bildungs- und Kulturinhalte verlieren ihre Chance, im digitalen Raum sichtbar, wirksam und auffindbar zu bleiben.

Der Kanal https://www.youtube.com/@moocit_education ist kein beliebiger Unterhaltungskanal, sondern ein Bildungs- und Kulturprojekt im Umfeld von Schule, Verlag und gemeinwohlorientierter Bildungsarbeit. Die Inhalte stehen im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Dr. Udo Glanz als Lehrkraft, Verleger und Bildungsakteur; zugleich besteht ein Bezug zur Schülerfirma Fair-Image.de. Die Schulfirma verfolgt mit ihren Aktivitäten ausdrücklich auch soziale Ziele, unter anderem die Unterstützung tibetischer Flüchtlingskinder. Dabei war allen Beteiligten stets klar, dass mit Bildungsinhalten auf Plattformen wie YouTube keine großen Gewinne zu erwarten sind. Gerade deshalb ist es irreführend, den Fall auf die Frage der Monetarisierung zu verkürzen.

Es geht nicht um die Klage darüber, dass mit Bildungsinhalten kein Reichtum zu erzielen sei. Es geht um etwas Grundsätzlicheres: Wenn strukturierte Bildungs- und Kulturinhalte von Plattformen als irrelevant, unauthentisch oder spamartig eingeordnet werden, dann werden sie aus der digitalen Öffentlichkeit herausgedrängt.

Genau darin liegt die gesellschaftliche Tragweite des Falls. Denn Bildung lebt von Zugänglichkeit, Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und Weitergabe. Was in Schulen, Verlagen und Bildungsprojekten mit großem Aufwand aufgebaut wird, kann durch Plattformregeln und algorithmische Sortierlogiken in den Hintergrund gedrängt werden, noch bevor eine breite Öffentlichkeit überhaupt die Chance hatte, diese Inhalte wahrzunehmen.

Gerade im Bildungsbereich sind Struktur, Wiedererkennbarkeit, Reihenbildung, Vergleichbarkeit und wiederholende Vertiefung keine Makel, sondern Qualitätsmerkmale. Was im Unterricht Orientierung schafft, scheint in der Plattformlogik jedoch leicht wie „Wiederholung“, „Vorlage“ oder „Schema“ auszusehen. Mit anderen Worten: Didaktik wirkt aus Sicht der Maschine offenbar schnell wie Spam.

Damit wird ein Missstand sichtbar, der weit über einen einzelnen Kanal hinausgeht. Denn wenn Bildungs- und Kulturinhalte auf den größten Plattformen unserer Zeit schlechtere Chancen auf Öffentlichkeit haben als stark emotionalisierte, banale, provokante oder rein auf Aufmerksamkeit optimierte Formate, dann betrifft das nicht nur einzelne Creator. Dann betrifft es die Frage, welche Inhalte in unserer digitalen Öffentlichkeit überhaupt noch eine faire Chance erhalten.

Besonders widersprüchlich ist dabei, dass viele Menschen gar nicht wissen, wie weitreichend Plattformen Inhalte längst technisch erfassen und klassifizieren können. YouTube arbeitet mit automatischen Systemen, Metadaten, Transkripten, Inhaltsanalysen, Altersbeschränkungen und Sichtbarkeitssteuerung. Die Plattform ist also keineswegs blind. Sie kann Inhalte lesen, einordnen, markieren, beschränken und gewichten. Gerade deshalb ist es so erklärungsbedürftig, dass Bildungs- und Kulturinhalte offenbar so leicht unter die Räder geraten, während andere Inhalte sichtbar zirkulieren, dominieren und den öffentlichen Ton mitbestimmen.

Der Fall moocit_education berührt deshalb auch die größere Debatte über soziale Netzwerke, Kinder- und Jugendschutz und die Verantwortung digitaler Plattformen. Wenn heute über Einschränkungen sozialer Netzwerke für Kinder und Jugendliche gesprochen wird, dann geht es nicht nur um Schutz, sondern auch um die Frage, welche Inhalte Plattformen bevorzugen, welche sie abwerten und welche Form von Öffentlichkeit dadurch entsteht. Eine Gesellschaft, die Kinder und Jugendliche schützen will, muss auch fragen, warum hochwertige Bildung und Kultur im digitalen Raum so oft an Sichtbarkeit verlieren, während andere, weitaus flachere und problematischere Formate ihre Reichweite entfalten.

Hinzu kommt ein weiterer heikler Punkt: Jede Ausweitung von Altersverifikation, Identitätsprüfung und Zugangsbeschränkung berührt immer auch Fragen von Datensparsamkeit, Kontrolle und Plattformmacht. Gerade deshalb muss die Debatte mit besonderer Sorgfalt geführt werden. Es reicht nicht, über Schutz zu sprechen, ohne zugleich die Macht der Plattformen über Sichtbarkeit, Daten und Öffentlichkeit kritisch zu beleuchten.

Dr. Udo Glanz erklärt dazu: „Wenn ein Bildungs- und Kulturkanal erst als pädagogisch irrelevant und später als nicht authentisch eingestuft wird, dann geht es nicht nur um eine fragwürdige Entscheidung über einzelne Videos. Dann wird ein grundsätzliches Problem sichtbar: Plattformen können heute sehr viel erkennen, klassifizieren und steuern – aber ausgerechnet Bildungs- und Kulturinhalte geraten leicht in eine Logik, die sie aus der Öffentlichkeit drängt. Genau darüber müssen wir öffentlich sprechen.“

Die anstehende öffentliche und rechtliche Prüfung des Falls soll deshalb nicht nur eine Einzelfallentscheidung hinterfragen, sondern eine breitere Debatte anstoßen: über Plattformmacht, digitale Öffentlichkeit, Jugendschutz, Datensparsamkeit und die Zukunft von Bildung und Kultur im Netz.

Kontakt für Presseanfragen Dr. Udo Glanz Lehrkraft, Verleger und Betreiber des Kanals moocit_education https://www.youtube.com/@moocit_education


Dr. Udo Glanz
Mail: info(at)moocit.de
Tel.: 0172-4647199







Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



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