Symbolik: Steht für Einzigartigkeit, Individualität oder den Beginn einer Reise.
Beispiele:
Der Held ist oft ein Einzelkind oder das jüngste von drei Geschwistern (z. B. „Hans im Glück“).
Es gibt eine einzige magische Lösung oder ein Ziel.
2: Dualität und Gegensätze
Symbolik: Repräsentiert Gegensätze wie Gut und Böse, Hell und Dunkel.
Beispiele:
Zwei Schwestern oder Brüder mit unterschiedlichen Charakterzügen (z. B. „Schneeweißchen und Rosenrot“).
Zwei Welten: die reale und die magische.
3: Die magische Dreiheit
Symbolik: Die Zahl 3 ist in vielen Kulturen heilig und steht für Vollständigkeit und Magie.
Beispiele:
Drei Aufgaben oder Prüfungen (z. B. „Die goldene Gans“).
Drei Wünsche (z. B. „Der Fischer und seine Frau“).
Drei Brüder oder Schwestern (z. B. „Die drei Federn“).
Drei Nächte oder Tage dauern Abenteuer oder Prüfungen.
4: Stabilität und Ordnung
Symbolik: Die Zahl 4 steht für Struktur, da sie mit den vier Elementen (Erde, Wasser, Feuer, Luft) und Himmelsrichtungen verbunden ist.
Beispiele:
Vier Tiere in „Die Bremer Stadtmusikanten“.
Vier Jahreszeiten symbolisieren Zeit und Veränderung.
5: Freiheit und Abenteuer
Symbolik: Diese Zahl wird seltener verwendet, kann aber für Veränderung oder Reise stehen.
Beispiele:
Fünf Finger, die Handlungsfähigkeit symbolisieren.
„Fünf Freunde“ als Motiv in anderen Geschichten.
7: Perfektion und Magie
Symbolik: Die Zahl 7 gilt als besonders magisch und symbolisiert Vollkommenheit und Geheimnis.
Beispiele:
Sieben Zwerge in „Schneewittchen“.
Sieben Jahre dauert ein Fluch (z. B. „Der Eisenofen“).
Sieben Raben oder Brüder, die verwandelt werden (z. B. „Die sieben Raben“).
9: Mystik und Grenzen
Symbolik: Steht oft für etwas, das schwer zu erreichen ist, oder symbolisiert etwas Mystisches.
Beispiele:
Neun Königreiche oder Länder.
Neun Jahre dauert eine besondere Phase (z. B. Prüfungen oder Warten).
10: Vollständigkeit
Symbolik: Die Zahl 10 repräsentiert Vollständigkeit und Endgültigkeit.
Beispiele:
Selten explizit erwähnt, aber in Märchen mit einer größeren Struktur zu finden.
12: Ordnung und Vollkommenheit
Symbolik: Steht für Vollkommenheit, häufig durch die Verbindung mit den zwölf Monaten, Sternzeichen oder Aposteln.
Beispiele:
Zwölf Brüder in „Die zwölf Brüder“.
Zwölf Feen in „Dornröschen“.
Zwölf Nächte oder Jahre in magischen Zeiträumen.
13: Unglück oder Ausnahme
Symbolik: Die Zahl 13 hat oft einen negativen oder außergewöhnlichen Charakter.
Beispiele:
Die 13. Fee in „Dornröschen“, die den Fluch ausspricht.
Andere Zahlen
40: Oft in Märchen aus dem Orient (z. B. „Ali Baba und die 40 Räuber“).
100: Symbolisiert große Zeiträume oder Zahlenmengen (z. B. „100 Jahre Schlaf“ in „Dornröschen“).
1000: Steht für das Unermessliche (z. B. „1001 Nacht“).
Warum diese Zahlen?
Märchenzahlen haben oft religiöse, kulturelle oder symbolische Ursprünge. Sie erleichtern das Erzählen, da sie leicht zu merken und universell verständlich sind.
Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte.
Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).
Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.
Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.
Thüringen
Abitur
(keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)
Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.
Mecklenburg-Vorpommern
Abitur
(Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)
Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.