Der Koran als Frage

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Der Koran als Frage: 1. SURE. GEBOTE. 17. SURE?. ZITATE. GEFRAGT. ERFRAGT. ZERFRAGT? Gefragte Bücher der Orientierung für Millionen Menschen müssen hinterfragt bleiben, oder nicht? In der Reihe „... als Frage“ werden bedeutende Originaltexte und Einzelzitate aus der Geschichte der Menschheit als Fragen formuliert, befragt, hinterfragt und in der Frage bewusst neu erlebbar. Manchmal dauert die Beantwortung einer Frage ein Leben lang. Manche Fragen kommen wie Krankheiten daher, andere sind ein Schlüssel. Wenn die Glaubenssätze als endgültige Antworten auf verlorengegangene mehrdeutige Fragen gesehen werden, dann brauchen wir eine solche Rückführung zum Ursprünglichen. Gerade auch nach „Charlie Hebdo“ und dem 13.11.2015 Paris. In diesem Band sind drei Ausschnitte aus dem Koran gefragt: 1. Sure, Goldene Regeln und die 17. Sure. Zusätzlich sind fragliche Zitate ergänzt.

Sollten Sie Ergänzungen oder Fragen haben, dann freuen wir uns über Ihren Post. mehr >>


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Anmerkung des Autors zu den Frage-Texten: „Vor Jahren habe ich mir angewöhnt Bücher als Frage zu lesen. Teilweise mit einem Fragezeichen hinter jedem einzelnen Wort. Alle Sätze habe ich in Frage gestellt. Ausführungen mit Folgefragen versehen. Meine Bücher sind voller Fragzeichen. Was herauskommt ist manchmal Bestätigung, häufig Zweifel, Ablehnung, aber immer wieder ein neuer Blick auf alte Texte. Ich lebe in der Frage bis mir eine Antwort begegnet. Diese Reihe der Fragen ist eigentlich nur eine persönliche Antwort auf das Buch Texte der Orientierung bei dem die wichtigsten philosophischen Originaltexte zum öffentlichen Diskurs bereitgestellt werden. Jeder Mensch sollte mindestens einmal im Leben Antworten bzw. Fragen auf diese Texte formulieren.“ (Joblin)


1. SURE?

Oberstes Gesetz?

Im Namen Allah? Im Namen des Guten?

Ist Allah gut? Ist Allah gnädig? Ist Allah barmherzig?

Können wir im Koran „ALLAH“ durch „GUT“ ersetzen? Verändert sich dann der Inhalt, die Bedeutung, die Wirkung?

Gibt es ein Herr der Welt? Gibt es eine Frau der Welt?

Gibt es Herrscher der Welt? Gibt es ein besser als gut? Gibt es ein Bestes? Müssen wir davon ausgehen?

Haben wir Erbarmen? Sind wir barmherzig? Sind wir gnädig? Sind wir gut? Hören wir auf unser Herz? Dienen wir dem Guten?

Gebührt dem Guten an sich Lob? Was ist das Gute für sich genommen? Gibt es das Gute an und für sich?

Auf welches Gericht warten wir? Wem dienen wir? Wen bedienen wir? Wen bitten wir um Hilfe?

Wer führt uns den Weg? Ist unser Weg gerade oder kurvig? Ist unser Weg voller Hindernisse? Ist unser Weg bestimmt vom geringsten Widerstand?

Wem erweist das Gute Gnade? Wer erregt den Zorn des Guten? Kann das Gute Zorn empfinden? Kann das Gute empfinden? Wer geht irre?

Glauben wir, weil es geschrieben steht?


1. SURE / AL-FATIHA


Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen[1:1] Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten,[1:2] dem Allerbarmer, dem Barmherzigen,[1:3] dem Herrscher am Tage des Gerichts![1:4] Dir (allein) dienen wir, und dich (allein) bitten wir um Hilfe.[1:5] Führe uns den geraden Weg,[1:6] den Weg derer, denen du Gnade erwiesen hast, nicht (den Weg) derer, die (deinen) Zorn erregt haben und nicht (den Weg) der Irregehenden.[1:7]





GOLDENE REGELN?

Sind alle Menschen Brüder? Sagen wir Bruder, Schwester, Nächster, Mitmensch, Freund, Genosse, Kamerad oder anders? Gibt es Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?

Fügst du, was du nicht willst, auch nicht deinem Mitmenschen zu? Wünschst du, was du dir wünschst, auch deinem Mitmenschen? Kannst du in jedem Mitmenschen deinen Bruder oder deine Schwester sehen?

Was ist wahrer Glaube? Wollen wir eine Annäherung an wahren Glauben? Gönnen wir, was wir glauben, dass es uns zusteht, auch unseren Mitmenschen?

Was ist gut? Gibt es nur subjektiv Gutes? Gibt es auch ein objektives Gutes?

Gibt es eine Seele? Was ist mit (der literarischen) Seele gemeint? Wie kann man Seelen entlasten? Wie kann man Seelen Gutes tun?

Wie würden wir unseren Weg beschreiben?


GOLDENE REGELN?

Bei Gott, der mein Leben in seiner Hand hält, keiner von euch kann ein treuer gläubiger Muslim sein, wenn er nicht für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst möchte. Sahih Buchari

Niemand von euch hat wahren Glauben, bevor er nicht seinem Bruder oder seiner Schwester das gönnt, was er glaubt was ihm selbst zusteht. Sahih Buchari

Wenn ihr Gutes tut, so tut ihr Gutes für eure eigenen Seelen; und wenn ihr Böses tut, so ist es gegen sie. (...) [Sure 17:7]

Wer den rechten Weg befolgt, der befolgt ihn nur zu seinem eigenen Heil; und wer irregeht, der geht allein zu seinem eignen Schaden irre. Und keine lasttragende Seele soll die Last einer anderen tragen. (...) [Sure 17:15]




17. SURE?

Al-Isra'– Gebote 1

GOTT = GUT? Setzten wir neben das augenscheinliche ein anderes „GUT“? Ist GUT sinnlich wahrnehmbar? Ist GUT anwesend? Ist GUT absolut?

Wie lebt GUT? Wie existiert GUT? Wie wird GUT erhalten?

Erweisen wir unseren Eltern Güte? Sprechen wir in ehrerbietiger Weise? Ehren wir unsere Eltern, wie sie uns ehren? Können wir besser sein als das Bild, welches wir von unseren Eltern haben? Sehen wir, was unsere Eltern sind?

Wie gehen wir mit alten Menschen um? Wie gehen wir mit unserem Alter um? Haben wir Angst vor dem Altern?

Bekehren wir? Sind wir bekehrt?

Erkennt das GUTE seinesgleichen stets? Kann das wirklich GUTE jede kleine Falschheit ausmachen? Warum?




17. Sure / Al-Isra' 1

Setze neben Allah keinen anderen Gott, auf dass du nicht mit Schimpf bedeckt und verlassen dasitzt. [17:22]

Und dein Herr hat befohlen: "Verehrt keinen außer ihn und (erweist) den Eltern Güte. Wenn ein Elternteil oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sage dann nicht »Pfui!« zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise. [17:23]

Und senke für sie in Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sprich: »Mein Herr, erbarme dich ihrer (ebenso mitleidig), wie sie mich als Kleines aufgezogen haben.«" [17:24]

Euer Herr weiß am besten, was in euren Seelen ist: Wenn ihr rechtgesinnt seid, dann ist er gewiss Verzeihend gegenüber den Sich-Bekehrenden. [17:25]



Sure 17 / Al-Isra'– Gebote 2

Geben wir nur der Familie und den Verwandten? Geben wir den Armen? Geben wir dem, welchem wir heute begegnen?

Geben wir erwartungslos? Können wir sorglos nehmen? Sind wir versteckt geizig?

Sprechen wir angenehme Worte? Welches ist der Inhalt unserer nächsten Gedanken? Welches ist die Bedeutung unserer Gedanken? Welches ist die Wirkung unserer Gedanken?

Welches ist der Inhalt unserer augenblicklichen Worte? Welches ist die Bedeutung unserer Worte? Welches ist die Wirkung unserer Worte?

Welches ist der Inhalt unserer derzeitigen Handlungen? Welches ist die Bedeutung unserer Handlungen? Welches ist die Wirkung unserer Handlungen?

Sind wir Diener des Guten?


17. Sure / Al-Isra' 2

Und gib dem Verwandten, was ihm gebührt, und ebenso dem Armen und dem Sohn des Weges, aber sei (dabei) nicht ausgesprochen verschwenderisch. [17:26]

Denn die Verschwender sind Brüder der Satane, und Satan war undankbar gegen seinen Herrn. [17:27]

Und wenn du dich von ihnen abwendest - im Trachten nach der Barmherzigkeit deines Herrn, auf die du hoffst -, so sprich zu ihnen angenehme Worte. [17:28]

Und lass deine Hand nicht an deinen Hals gefesselt sein, aber strecke sie auch nicht zu weit geöffnet aus, damit du nicht getadelt (und) zerschlagen niedersitzen musst. [17:29]

Wahrlich, dein Herr erweitert und beschränkt (dem), dem Er will, die Mittel zum Unterhalt; denn Er kennt und sieht Seine Diener wohl. [17:30]

Gutes denken, reden, tun 1

Leitet alles was als geheiligt betrachtet wird zum wirklich Richtigen? Was ist das wirklich Richtige? Wahrheit? Glaube? Gibt es eine einzige Wahrheit? Was birgt eine religio vera in sich? Welches Bild haben wir von großem Lohn?

Um was bitten wir? Sind wir voreilig?

Stecken uns unsere Taten im Nacken? Welche Taten sind an unsere Nacken geheftet?

Was steht in unserem Buch? Wie sieht unsere Abrechnung aus?

Lesen wir unser Buch? Wie sieht unsere Abrechnung aus?

Was ist die Seele? Was ist die Seele nicht?

Worin liegt unsere Schuld? Wissen wir um Schuld? Glauben wir an Schuld?

Welches sind die Gesandten unserer Tage? Erkennen wir sie? Haben wir Angst vor ihnen? Warum will jemand jemanden strafen?

Welche Macht haben die Wohlhabenden unserer Zeit? Welche Macht haben die Wohlhabenden unserer Zeit nicht?

Ist Zerstörung zu rechtfertigen?

17. Sure / Auszüge 1

Wahrlich, dieser Qur'an leitet zum wirklich Richtigen und bringt den Gläubigen, die gute Taten verrichten, die frohe Botschaft, auf dass ihnen großer Lohn zuteil werde. [17:9]

Und der Mensch bittet um das Schlimme, wie er um das Gute bittet; und der Mensch ist voreilig. [17:11]

Und einem jeden Menschen haben Wir seine Taten an den Nacken geheftet; und am Tage der Auferstehung werden Wir ihm ein Buch herausbringen, das ihm geöffnet vorgelegt wird. [17:13]

"Lies dein Buch. Heute genügt deine eigene Seele, um die Abrechnung gegen dich vorzunehmen." [17:14]

Und wenn wir eine Stadt zu zerstören beabsichtigen, lassen wir unseren Befehl an ihre Wohlhabenden ergehen; wenn sie in ihr freveln, so wird der Richtspruch gegen sie fällig, und wir zerstören sie bis auf den Grund. [17:16]





Gutes denken, reden, tun 2

Erkennen wir das Schlechte, Böse, Ungute? Ist uns diese Fähigkeit gegeben? Ist dies eine unserer Gaben?

Ist „das Beste reden“ unsere Stärke? Ist absolutes Verständnis möglich? Ist Missverständnis wahrscheinlicher als Verständnis?

Sind wir sehend? Irren wir? Wirren wir? Empfinden wir Lähmung, wenn wir den Koran lesen? Empfinden wir Glück oder Freude über eine „frohe Botschaft“, wenn wir einen Orientierungstext einer Religion lesen?

Welchen Eingang wählen wir? In welchen Eingang sind wir geworfen? Welchen Ein- und Ausgang bestimmen wir?

Was ist eine hilfreiche Kraft? Was kann uns eine Quelle für Kraft sein? Wie können wir mit unserer Kraft helfen?

Sehen wir die Geschichte als sich ständig wiederholenden Fehler? Sehen wir die Geschichte als Siegeszug des ewig Guten? An was denken wir, wenn wir von Geschichte reden?

Kann ich ich sein? Lass ich dich dich sein?

Was ist die Angelegenheit des Guten?

In wie weit wollen wir ein Bild des Menschen haben? Sollen wir uns ein Bild des Menschen machen? Sehen wir Menschen durch Bilder Objekte? Sehen wir durch Bilder das Subjekt?





17. Sure / Auszüge 2

Und sprich zu meinen Dienern, sie möchten nur das Beste reden; denn Satan stiftet zwischen ihnen Zwietracht. Wahrlich, Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind. [17:53]

Wer aber blind ist in dieser (Welt), der wird auch im Jenseits blind sein und noch weiter vom Weg abirren. [17:72]

Und sprich: "O mein Herr, lass meinen Eingang einen guten Eingang sein und lass meinen Ausgang einen guten Ausgang sein. Und gewähre mir deine hilfreiche Kraft." [17:80]

Und sprich: "Gekommen ist die Wahrheit und dahingeschwunden ist die Falschheit; wahrlich, das Falsche verschwindet bestimmt." [17:81]

Sprich: "Ein jeder handelt gemäß seiner eigenen Art, und euer Herr weiß am besten, wer den rechten Weg geht." [17:84]

Und sie befragen dich über die Seele. Sprich: "Die Seele ist eine Angelegenheit meines Herrn; und euch ist vom Wissen nur wenig gegeben." [17:85]




Gutes denken, reden, tun 3

Können wir in jedem einen Engel sehen? Können wir das Gute im Menschen sehen? Wie gehen wir mit dem um, was wir im Menschen sehen? Hinterfragen wir, was wir im Menschen sehen?

Wollen wir vor unserer Gesellschaft gut dastehen? Begnügen wir uns mit der Rückmeldung unser Selbst? Scheitert unsere Gesellschaft? Scheitern wir an der Gesellschaft? Scheitern wir an uns selbst?

Ist unser Gewissen GUT? Kann unser Gewissen alles wissen?

Hilft Gutes tun, um sich gut zu fühlen? Steckt in jeder guten Tat auch Eigennutz? Hindert uns die Annahme, dass im Guten tun, auch Eigennutz steckt, daran, Gutes zu tun? Wann beginnen wir, Gutes zu tun?

Welches sind die schönsten Namen? Zu wem passen diese Namen? Suchen wir den Mittelweg? Kommt uns ein Mittelweg wie Leben vor? Genügt uns ein Mittelweg? Suchen wir den Weg des geringsten Widerstandes?

Glauben wir an einen Sohn des Guten? Was sind Gehilfen aus Ohnmacht? Rühmen wir das Gute gebührend?

Stehen wir in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zum GUTEN?






17. Sure / Auszüge 3

Sprich: "Wären auf Erden friedlich und in Ruhe wandelnde Engel gewesen, hätten wir ihnen gewiss einen Engel vom Himmel als Gesandten geschickt." [17:95]

Sprich: "Allah genügt als Zeuge gegen mich und euch; wahrlich, er weiß und sieht alles von seinen Dienern." [17:96]

Sprich: "Ruft Allah an oder ruft den Allerbarmer an - bei welchem (Namen) ihr (Ihn auch) immer anruft, Ihm stehen die Schönsten Namen zu." Und sprich dein Gebet nicht zu laut, und flüstere es auch nicht zu leise, sondern suche einen Mittelweg. [17:110]

Und sprich: "Alles Lob gebührt Allah, Der Sich keinen Sohn genommen hat und niemanden in der Herrschaft neben Sich noch sonst einen Gehilfen aus Ohnmacht hat." Und rühme Seine Größe in gebührender Weise. . [17:111]







ZITATE

Gutes denken, reden, tun 4

Ist gut, was wir denken? Fördern wir Gutes? Sind wir still? Verhindern wir Schlechtes?

Sprechen wir Gutes? Können wir schweigen?

Legen wir den Menschen auf, Gutes zu tun? Verbieten wir ihnen, schlechtes zu tun?

Sind wir barmherzig? Von wem erlangen wir Erbarmen?

Ist der Wille zum guten Gedanken wesentlicher als der Gedanke selbst? Ist der Wille zum guten Wort wesentlicher als das Wort selbst? Ist der Wille zur guten Tat wesentlicher als die Tat selbst?

Wen sehen wir als „uns gleich“ an? Sind nur uns gleiche vor unserer Hände, Zunge und Gedanken sicher?

Wer ist Auswanderer des Guten? Verbietet das Gute zu töten, zu stehlen, zu lügen oder ungerecht zu sein?

Ist das Gute relativ? Darf das Gute als relativ proklamiert werden?



Auszüge 4

Allah möge Barmherzigkeit auf den Diener senden, der Gutes spricht und Gutes fördert oder still ist und schlechtes verhindert. Ibn al-Mubarak

Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, der soll entweder Gutes sprechen oder schweigen. Sahih Muslim, 69

Ich schwöre bei dem, Der mein Leben in seinen Händen hält, dass ihr den Menschen auferlegen sollt, Gutes zu tun, und ihnen verbieten sollt, Falsches zu tun. Tirmizi

Ein gutes Wort ist Barmherzigkeit. Sahih Buchari, Sahih Muslim

Wer nicht barmherzig ist, der findet auch kein Erbarmen. Sahih Muslim, 4282

Wahrlich, Taten werden nach ihren Absichten gerichtet und für jedermann gibt es eine Belohnung gemäß seiner Absicht. Buchari


Ein wahrer Muslim ist der, vor dessen Hände und Zunge die anderen Muslime sicher sind. Der wahre Auswanderer ist der, der das verlässt, was von Gott verboten ist. Sahih Buchari



Gutes denken, reden, tun 5

Was ist äußerer und was ist innerer Reichtum? Was bedeutet uns Selbst-Zufriedenheit?

Wie lassen sich die Wege zum Guten optimieren?

Nehmen wir Rücksicht auf andere? Gehen wir ungezwungen an Gedanken des Glaubens? Sehen wir Religion als Institution? Sehen wir Institution als Religion?

Finden wir in Gesellschaft zum Glauben? Brauchen wir Stille, um zu uns zu finden?

Wie behandeln Männer Frauen? Wie behandeln Frauen Männer?

Ist der Mensch dem Mensch ein Wolf? Bedeutet es einen Widerspruch, wenn man als Mensch Menschen bekämpft?

Wie tritt der Mensch dem Menschen gegenüber? Kann Krieg gut sein? Gibt es einen heiligen Krieg? Ist Todesstrafe zu verantworten?

Werden Gute Taten – Tiere betreffend – belohnt? Werden Gute Taten – Feinde betreffend – belohnt? Werden Gute Taten – sich selbst betreffend – belohnt?

Auszüge 5

Reichtum bedeutet nicht, dass man viele große Eigenschaft hat, aber Reichtum ist Selbst-Zufriedenheit. Sahih Buchari


Wenn jemand von euch das Gebet anführt, so sollte er es für die unter Euch verkürzen, die schwach, krank oder alt sind; und wenn jemand von euch alleine betet, so kann er es ausdehnen soviel wie er es wünscht. Sahih Buchari


Behandelt Frauen gefühlvoll. Eine Frau ist aus einer Rippe geschaffen. Die Rippe, die am meisten gebogen ist, ist die oberste Rippe, wenn du versuchst sie zu begradigen, bricht sie, aber wenn du sie so lässt wie sie ist, wird sie ihre Form behalten. Behandelt Frauen gefühlvoll. Sahih Buchari


Mir wurde der Befehl erteilt, die Menschen solange zu bekämpfen, bis sie die Worte sprechen: la ilaha illal-lah (kein Gott ist da außer Allah). Sahih Muslim, 29


Wegen jeden Lebewesens gibt es Lohn! Sahih Muslim, 4162


Wer Böses tut, dem soll nur mit Gleichem vergolten werden; wer aber Gutes tut – sei es Mann oder Weib – und gläubig ist, diese werden in den Garten eintreten; darin werden sie versorgt werden mit Unterhalt ohne Aufrechnung. [40:40]



DIE FRAGE

Welches ist unsere Frage? Gibt es eine immer wesentliche Frage?

Wer ist die Mutter unserer Fragen? Wer ist der Vater unserer Fragen? Wer sind die Kinder unser Fragen?

Welchen Inhalt hat die Frage? Was stellt sie dar? Welche Bedeutung hat die Frage? Was drückt sie aus? Welche Wirkung hat die Frage? Was gibt sie uns als Appell mit auf den Weg?

Was führt uns aus dem Labyrinth der Fragen? Antworten? Gedankenstriche? Mehr Fragen?

Gibt es ein Recht auf die Frage? Ein Recht auf Antwort?

Behandeln wir Fragen wie Krankheiten? Ist Fragen ein Schlüssel zur Weisheit?

Ist jedes Fragen ein Suchen? Ist fragen auch ein Finden? Ist Fragen ein Anklopfen? Ein Bitten?

Geht jeder Revolution eine Frage voraus, voran oder hinterher? Erkennt man an den Fragen den Menschen? Ist der Fragende unsicher oder mutig? Ist die Frage ein mehrdeutiger Satz? Sucht der Fragende die Wahrheit? Macht Fragen weise? Ist unser Ende eine Frage?

Wann fragen wir: „Was habe ich mir nur dabei gedacht?“ Wann denken wir: „Was habe ich mich dabei gefragt?“

Was fragen? Welche Fragen sind zu stellen? Liegt in der Frage mehr als eine Antwort? Liegt in einer Frage mehr als in der Antwort? Müssen wir fragen?

Welche Fragen sind zu beantworten? Wer? Wo? Wann? Wie? Warum?

Glauben wir, dass der Koran, die Bibel oder eine andere Schrift die Antwort auf unsere Fragen in sich trägt?

Kann man uns antworten? Wollen wir antworten? Bekommen wir Bescheid? Erlangen wir Auskunft? Gibt uns Stille Antwort? Gibt denn keiner, keiner Antwort?

Haben wir heute schon eine Frage gestellt? Haben wir heute schon eine gute Frage gestellt?

Was würde Jesus, Mohamed oder X heute fragen? Wen würde Jesus, Mohamed oder X heute fragen? Wie würde Jesus, Mohamed oder X heute fragen?

Wie würde Jesus, Mohamed oder X heute entscheiden? Wie würde Jesus, Mohamed oder X heute wählen? Wie würde Jesus, Mohamed oder X zur aktuellen Vielfalt stehen? Wie würde Jesus, Mohamed oder X über Wettrüsten denken? Wie würde Jesus, Mohamed oder X mit Mördern reden? Wie würde Jesus, Mohamed oder X einen Gottesbeweis beurteilen? Was würde Jesus, Mohamed oder X über unsere Fragen denken?  

Hinterfragt

Was war vor dem Leben? Wie kommt der Mensch auf die Welt? Gut? Schlecht? Neutral? Anders? Als unbeschriebenes Blatt? Als verkritzelter Zettel?

Wie gleich sind wir? Worin unterscheiden wir uns? Wann müssen wir bewerten? Welche Bücher würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen? Welche Bücher würde ich benutzen, um eine unbefleckte Gesellschaft zu bilden?

Findet eine Rückbesinnung zur Religion statt? Erleben wir eine Renaissance des Glaubens? Kehrt ein Fundamentalismus ein? Gibt es einen Religionsverlust?

Kann Europa einen Frieden der Religionen einleiten? Wie kann die Welt dem Misstrauen gegenüber anderer Religionen begegnen? Wie kann jeder von uns dem Frieden zwischen Menschen entgegenwirken?

Müssen wir missionieren? Haben wir Angst vor dem Fremden? Haben wir Angst vor anderen Religionen? Wer hat Angst vor uns? Sehen wir ein uns? Ist Angst berechtigt?

Sind interessante Fragen gute Fragen? Sind zeitlose Fragen gute Fragen?

Leben wir einen gefühlten Glauben? Ist unser Glaube ein Auslaufmodell? Ist unser Glaube ein Synkretismus? Ist unser Glaube eine Best-of-Zusammenstellung? Muss sich unser Glaube an die Zeit anpassen?

Ist Vernunft ein Zentrum unseres Glaubens? Ist der Diskurs ein Maß unserer Entscheidung? Verändert die Globalisierung unseren Glauben? Verändert Orientierungslosigkeit unsere Entscheidungen? Hat das, was wir als Terror empfinden, Auswirkungen auf unseren Glauben? Könnte ein Kampf der Kulturen meine Entscheidungen beeinflussen? Was bringt eine Säkularisierung und Pluralisierung für meinen Glauben mit sich? Wie kann eine öffentliche Verweltlichung der Religion meine Entscheidungen beeinflussen?

Wie darf man feiern? Überlegen wir genug? Handeln wir richtig? Handeln wir verantwortungsbewusst?

Leben wir in einem Postreligiösen Zeitalter? Ist ein schwinden der (herkömmlichen) Religion ein Verlust? Wie stehen Religion und Kapitalismus zueinander? Können Glaube, Vernunft und Zweifel nebeneinander bestehen? Welche Systeme passen zueinander? Passt ein politisches zu einem religiösen System? Welche Systeme nehmen wir in unserem Leben an? Welche Systeme lehnen wir ab? Müssen wir unsere aktuelle Haltung zu Systemen offen bekunden?

Ist es Bildung oder Intelligenz? Ist es Bewunderung oder Begeisterung? Verwechseln wir Liebe mit etwas anderem?

Ist der Mensch gut? Sind wir gut?




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