Sonderpädagogik - Wertvorstellungen


Einleitung

In diesem aiMOOC beschäftigen wir uns mit dem komplexen Thema der Wertvorstellungen im Kontext von Behinderung, Norm und Differenz. Wir betrachten Behinderung nicht nur als physische oder psychische Zustände, sondern auch durch soziale, kulturelle und intersektionale Linsen. Dieser Kurs zielt darauf ab, ein tiefgreifendes Verständnis für die Vielschichtigkeit der Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen zu entwickeln und wie diese Erfahrungen durch gesellschaftliche Normen und Wertvorstellungen geformt werden.


Wertvorstellungen und Behinderung


Soziale Perspektiven auf Behinderung

Die soziale Sichtweise betrachtet Behinderung primär als sozial konstruiert. Sie argumentiert, dass Behinderung weniger durch individuelle Einschränkungen als vielmehr durch gesellschaftliche Barrieren und Einstellungen verursacht wird. Diese Perspektive fordert uns auf, zu überdenken, wie Gesellschaften Strukturen und Systeme gestalten, die Menschen mit Behinderungen ausschließen oder benachteiligen.


Kulturelle Perspektiven auf Behinderung

Kulturelle Perspektiven auf Behinderung erkunden, wie kulturelle Normen und Werte die Wahrnehmung und Behandlung von Menschen mit Behinderungen beeinflussen. Kulturelle Überzeugungen und Praktiken können sowohl unterstützende als auch behindernde Umgebungen für Menschen mit Behinderungen schaffen. Diese Perspektive betont die Bedeutung von Kultur bei der Gestaltung von Konzepten der Normalität und Differenz.


Intersektionale Perspektiven auf Behinderung

Intersektionalität betrachtet, wie verschiedene Formen der Diskriminierung und des Privilegs, wie Rasse, Geschlecht, Klasse und Behinderung, miteinander verflochten sind und einzigartige Erfahrungen der Marginalisierung oder des Vorteils schaffen. Diese Perspektive hilft uns zu verstehen, wie die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen durch ihre Schnittpunkte mit anderen Identitäten geformt werden.


Quiz:

Welche Perspektive betrachtet Behinderung hauptsächlich als sozial konstruiert? (Soziale Perspektiven auf Behinderung) (!Kulturelle Perspektiven auf Behinderung) (!Intersektionale Perspektiven auf Behinderung) (!Medizinische Perspektiven auf Behinderung)

Welche Rolle spielen kulturelle Normen und Werte bei der Gestaltung von Konzepten der Normalität und Differenz? (Kulturelle Perspektiven auf Behinderung) (!Soziale Perspektiven auf Behinderung) (!Intersektionale Perspektiven auf Behinderung) (!Biologische Perspektiven auf Behinderung)

Was untersucht die intersektionale Perspektive im Kontext von Behinderung? (Wie verschiedene Formen der Diskriminierung und des Privilegs miteinander verflochten sind) (!Wie gesellschaftliche Strukturen Individuen mit Behinderungen benachteiligen) (!Wie kulturelle Überzeugungen die Behandlung von Menschen mit Behinderungen beeinflussen) (!Wie biologische Unterschiede zu Behinderungen führen)

Welche Perspektive fordert eine Überprüfung der gesellschaftlichen Strukturen, die Menschen mit Behinderungen ausschließen? (Soziale Perspektiven auf Behinderung) (!Kulturelle Perspektiven auf Behinderung) (!Intersektionale Perspektiven auf Behinderung) (!Medizinische Perspektiven auf Behinderung)

Wie können kulturelle Überzeugungen und Praktiken die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen beeinflussen? (Sie können sowohl unterstützende als auch behindernde Umgebungen schaffen) (!Sie bestimmen die medizinische Behandlung von Behinderungen) (!Sie beeinflussen direkt die physischen Fähigkeiten einer Person) (!Sie sind irrelevant für die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen)

Inwiefern beeinflusst Intersektionalität die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen? (Durch die Überschneidung verschiedener Identitäten wie Rasse, Geschlecht und Klasse) (!Durch die Schaffung universeller Erfahrungen für alle Menschen mit Behinderungen) (!Durch die Eliminierung kultureller Unterschiede im Umgang mit Behinderung) (!Durch die Fokussierung ausschließlich auf physische Einschränkungen)

Was ist eine zentrale Forderung der sozialen Perspektive auf Behinderung? (Die Neuorganisation gesellschaftlicher Strukturen und Systeme) (!Die Anpassung individueller Fähigkeiten an gesellschaftliche Normen) (!Die Betonung kultureller Unterschiede in der Behandlung von Behinderung) (!Die Priorisierung medizinischer Interventionen)

Wie tragen intersektionale Analysen zur Diskussion über Behinderung bei? (Sie beleuchten die Komplexität individueller Erfahrungen) (!Sie vereinfachen die Diskussion durch Fokussierung auf einzelne Faktoren) (!Sie ignorieren kulturelle und soziale Einflüsse auf Behinderung) (!Sie konzentrieren sich ausschließlich auf gesellschaftliche Strukturen)

Warum ist die Betrachtung von Kultur wichtig im Kontext von Behinderung? (Sie formt die gesellschaftlichen Konzepte von Normalität und Differenz) (!Sie ist weniger wichtig als die medizinische Perspektive) (!Sie hat keinen Einfluss auf die gesellschaftliche Integration) (!Sie fokussiert nur auf traditionelle Heilmethoden)

Wie beeinflussen gesellschaftliche Barrieren und Einstellungen die Erfahrung von Behinderung? (Sie können zu Ausschluss und Benachteiligung führen) (!Sie verbessern direkt die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen) (!Sie sind irrelevant für die Konstruktion von Behinderung) (!Sie reduzieren die Vielfalt der Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen)






Memory

Soziale Konstruktion Behinderung als Ergebnis gesellschaftlicher Barrieren
Kulturelle Normen Einfluss auf Wahrnehmung von Behinderung
Intersektionalität Verflochtene Diskriminierung und Privileg
Gesellschaftliche Strukturen Notwendigkeit der Überprüfung für Inklusion
Identitätsüberschneidungen Einzigartige Erfahrungen von Marginalisierung






Offene Aufgaben

Leicht

  1. Reflektiere über deine eigenen Vorstellungen: Reflektiere über deine eigenen Vorstellungen und Annahmen bezüglich Behinderung und wie diese durch soziale und kulturelle Normen geformt sein könnten.
  2. Erkunde lokale Barrieren: Untersuche deine lokale Gemeinschaft oder Schule auf Barrieren, die Menschen mit Behinderungen den Zugang oder die Teilhabe erschweren könnten.
  3. Medienanalyse: Analysiere, wie Menschen mit Behinderungen in den Medien dargestellt werden. Beachte dabei sowohl positive als auch negative Beispiele.

Standard

  1. Interviewführung: Führe ein Interview mit einer Person mit Behinderung durch, um ihre Erfahrungen mit gesellschaftlichen Barrieren und Unterstützung zu verstehen.
  2. Kulturvergleich: Vergleiche, wie unterschiedliche Kulturen Behinderungen wahrnehmen und behandeln. Nutze dazu wissenschaftliche Artikel oder Berichte.
  3. Intersektionale Analyse: Erstelle eine intersektionale Analyse der Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen, die auch andere Identitätsaspekte wie Rasse, Geschlecht und Klasse berücksichtigt.

Schwer

  1. Entwicklung eines Inklusionskonzepts: Entwickle ein Konzept für eine inklusive Veranstaltung oder Einrichtung, die bewusst Barrieren für Menschen mit verschiedenen Behinderungen minimiert.
  2. Forschungsprojekt: Starte ein Forschungsprojekt, das sich mit den Auswirkungen von kulturellen Normen auf die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen befasst.
  3. Intersektionales Seminar: Organisiere ein Seminar oder Workshop, das intersektionale Perspektiven auf Behinderung thematisiert und verschiedene Stakeholder einbezieht.




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Lernnachweis

  1. Analyse sozialer Konstruktionen: Analysiere, wie Behinderung in verschiedenen Gesellschaften als soziales Konstrukt verstanden wird und welche Auswirkungen dies auf die Inklusion hat.
  2. Vergleich kultureller Perspektiven: Vergleiche und kontrastiere kulturelle Perspektiven auf Behinderung und diskutiere, wie diese die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen beeinflussen.
  3. Intersektionale Fallstudien: Untersuche anhand von Fallstudien, wie intersektionale Identitäten die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen prägen.
  4. Entwicklung eines Inklusionsplans: Entwickle einen detaillierten Plan zur Verbesserung der Zugänglichkeit und Inklusion in einem ausgewählten Umfeld (z.B. Schule, Arbeitsplatz).
  5. Kritische Medienanalyse: Führe eine kritische Analyse durch, wie Medien Behinderungen darstellen und welche Auswirkungen dies auf öffentliche Wahrnehmungen und Politik hat.



OERs zum Thema

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Einzelnachweise

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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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