Stilmittel

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Stilmittel





Einleitung

Rhetorische Mittel (auch: rhetorische Stilmittel, Stilmittel) sind sprachliche Gestaltungsmittel, mit denen Autorinnen und Autoren, Rednerinnen und Redner oder auch Werbetexte gezielt Wirkungen erzeugen: Sie betonen, veranschaulichen, emotionalisieren, strukturieren, ironisieren oder überzeugen. Du begegnest ihnen in Literatur, Politik, Journalismus, Werbung, Social Media und im Schulalltag bei Textanalyse und Erörterung.

In diesem aiMOOC lernst Du, rhetorische Mittel zu erkennen, korrekt zu benennen, ihre Wirkung zu beschreiben und sie selbst sinnvoll einzusetzen. Außerdem übst Du, typische Fehler zu vermeiden: das bloße Aufzählen ohne Wirkung, falsche Begriffe und unpassende Deutungen.


Kursüberblick

Dieser Kurs ist so aufgebaut, dass Du Schritt für Schritt vom Erkennen einzelner Stilmittel zur professionellen Textinterpretation kommst:

  1. Grundlagen: Was sind rhetorische Mittel und wozu dienen sie?
  2. Systematik: Tropen und Figuren (Wort- und Satzfiguren)
  3. Wirkung: Wie Du Wirkung präzise beschreibst (ohne zu raten)
  4. Analyse: Ein praktikabler Ablauf für Klassenarbeiten, Klausuren, Hausarbeiten
  5. Produktion: Stilmittel bewusst in eigenen Texten verwenden


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ...

  1. rhetorische Mittel in Texten finden und belegen (mit Textstellen)
  2. die wichtigsten Stilmittel definieren und voneinander abgrenzen
  3. Wirkungen sprachlich sauber formulieren (z.B. Betonung, Emotionalisierung, Zuspitzung)
  4. eine Stilmittelanalyse in eine Interpretation oder Argumentation einbauen
  5. Stilmittel in eigenen Texten zielgerichtet einsetzen, ohne künstlich zu wirken


Voraussetzungen

Du brauchst keine Vorkenntnisse. Hilfreich sind:

  1. Grundwissen zu Satzgliedern und Wortarten
  2. Erfahrung mit Textanalyse oder Gedichtanalyse
  3. Bereitschaft, Beispiele selbst umzuschreiben und zu testen


Medien zum Einstieg

Hier findest Du Erklärvideos, die Du begleitend nutzen kannst (Du kannst sie auch später wiederholen):


Was sind rhetorische Mittel?

Rhetorische Mittel sind auffällige, bewusste oder unbewusste Abweichungen von einer neutralen Ausdrucksweise. Sie dienen dazu, Inhalte nicht nur mitzuteilen, sondern wirksam zu gestalten.

Wichtig: Ein Stilmittel ist nicht automatisch „gut“. Entscheidend ist, ob es funktional ist:

  1. Passt es zur Aussage und zur Textsorte?
  2. Unterstützt es die Intention (überzeugen, warnen, unterhalten, kritisieren)?
  3. Versteht die Zielgruppe die Wirkung?


Drei klassische Wirkungsdimensionen: Ethos, Pathos, Logos

Viele Texte kombinieren drei Grundstrategien (aus der Tradition der Rhetorik):

  1. Ethos: Glaubwürdigkeit, Kompetenz, Charakter (vertrauenswürdig wirken)
  2. Pathos: Gefühle wecken (Empörung, Hoffnung, Angst, Humor)
  3. Logos: Logik und Argumente (Struktur, Begründungen, Belege)


Grundsystematik: Tropen und Figuren

In der Analyse hilft eine einfache Ordnung:


Tropen: Bedeutungsverschiebung

Ein Tropus verändert die Bedeutung (Semantik), z.B.:

  1. Metapher: Übertragung („Gedanken sind Flügel“)
  2. Vergleich: „wie“/„als“ („mutig wie ein Löwe“)
  3. Personifikation: Vermenschlichung („Die Zeit rennt“)
  4. Ironie: Gegenteil/Abstand zwischen Gesagtem und Gemeintem („Na toll.“)


Figuren: Form- und Strukturmittel

Eine rhetorische Figur verändert vor allem Form, Stellung oder Wiederholung, z.B.:

  1. Anapher: Wiederholung am Satzanfang („Ich will … Ich will …“)
  2. Alliteration: gleicher Anlaut („Milch macht müde Männer munter“)
  3. Parallelismus: gleiche Satzstruktur („Heute …, morgen …“)
  4. Chiasmus: Überkreuzstellung („Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben“)


Die wichtigsten rhetorischen Mittel mit Beispielen und Wirkung

In der Praxis brauchst Du eine Auswahl, die häufig in Analysen vorkommt. Achte auf Beleg und Wirkung.


Wiederholung und Struktur

  1. Anapher: Wiederholung am Anfang mehrerer Sätze/Verse. Wirkung: Betonung, Rhythmus, Einprägsamkeit, Steigerung.
  2. Epipher: Wiederholung am Satzende. Wirkung: Nachdruck, Schlusswirkung, „Klammer“.
  3. Klimax: stufenweise Steigerung. Wirkung: Dramatisierung, Zuspitzung, Spannung.
  4. Antiklimax: stufenweise Abschwächung. Wirkung: Ironie, Überraschung, Relativierung.
  5. Parallelismus: gleiche Struktur. Wirkung: Klarheit, Ordnung, Eindringlichkeit.
  6. Trikolon: Dreierstruktur (oft steigernd). Wirkung: Merkfähigkeit, rhetorischer „Druck“, Abschlussgefühl.


Gegensatz und Zuspitzung

  1. Antithese: Gegenüberstellung („arm – reich“). Wirkung: Kontrast, Schärfung einer Position.
  2. Oxymoron: widersprüchliche Verbindung („beredtes Schweigen“). Wirkung: Spannung, Denkimpuls.
  3. Paradoxon: scheinbarer Widerspruch mit Sinnkern. Wirkung: Provokation, Reflexion.
  4. Hyperbel: Übertreibung („tausendmal“). Wirkung: Emotionalisierung, Dramatik, Ironie möglich.
  5. Litotes: Untertreibung durch Verneinung („nicht schlecht“). Wirkung: Ironie, Zurückhaltung, feine Bewertung.


Bilder und Bedeutungsübertragung

  1. Metapher: Übertragung ohne „wie“. Wirkung: Anschaulichkeit, Verdichtung, Deutungsspielraum.
  2. Vergleich: „wie/als“. Wirkung: Verdeutlichung, Nachvollziehbarkeit, Emotionalisierung.
  3. Symbol: Zeichen mit übertragener Bedeutung. Wirkung: Tiefenebene, kulturelle Verknüpfung.
  4. Allegorie: durchgeführtes Bildsystem. Wirkung: komplexe Darstellung, moralische/abstrakte Idee.
  5. Metonymie: Ersetzung durch Nähe („Berlin entscheidet“). Wirkung: Verdichtung, institutionelle Bedeutung.


Scheinfragen und direkte Ansprache

  1. Rhetorische Frage: Frage ohne Antworterwartung. Wirkung: Aktivierung, Nachdruck, Lenkung.
  2. Apostrophe: direkte Anrede („O Freiheit!“). Wirkung: Pathos, Emotionalisierung.
  3. Imperativ: Aufforderung. Wirkung: Dringlichkeit, Handlungsdruck, Werbung/Politik.


Klang und Tempo

  1. Alliteration: gleicher Anlaut. Wirkung: Klang, Einprägsamkeit, Werbewirkung.
  2. Assonanz: gleiche Vokale. Wirkung: Musikalität, Stimmung.
  3. Onomatopoesie: Lautmalerei („zisch“, „knall“). Wirkung: Unmittelbarkeit, Anschaulichkeit.
  4. Ellipse: Auslassung („Je früher, desto besser.“). Wirkung: Tempo, Mündlichkeit, Spannung.


So analysierst Du rhetorische Mittel professionell

Viele Analysen scheitern nicht am Erkennen, sondern an der Darstellung. Nutze diesen Ablauf:


Analyse-Schrittfolge (praktisches Schema)

  1. Textstelle nennen: z.B. Zeile/Satz angeben und kurz zitieren (kurzer Ausschnitt reicht).
  2. Stilmittel benennen: korrektes Fachwort (z.B. Anapher).
  3. Form kurz erklären: „Wiederholung am Satzanfang“.
  4. Wirkung beschreiben: nicht raten, sondern plausibel aus dem Kontext ableiten.
  5. Funktion im Gesamttext erklären: Wie unterstützt es Thema, Stimmung, Argumentation, Figurenrede?


Formulierungshilfen für die Wirkung

Nutze präzise Verben und vermeide leere Floskeln:

  1. betont …
  2. veranschaulicht …
  3. intensiviert …
  4. kontrastiert …
  5. strukturiert …
  6. emotionalisiert …
  7. ironisiert …
  8. dramatisiert …
  9. lenkt die Aufmerksamkeit auf …
  10. erzeugt Nähe/Distanz …


Typische Fehler (und wie Du sie vermeidest)

  1. Nur aufzählen: „Es gibt viele Metaphern.“ Besser: 2–4 zentrale Stellen auswählen und auswerten.
  2. Wirkung ohne Kontext: Eine Hyperbel kann ernst oder ironisch sein. Kontext entscheidet.
  3. Begriffe verwechseln: Metapher ist nicht automatisch Vergleich; Antithese ist nicht Oxymoron.
  4. Zu viel Deutung: Wirkung muss plausibel aus Text und Situation folgen.


Mini-Training: Von der Beobachtung zur Interpretation

Nimm den Satz: „Wir brauchen Mut, Mut und noch mehr Mut.“

  1. Beobachtung: Wiederholung des Wortes „Mut“
  2. Benennung: Epizeuxis oder Wiederholung als Verstärkung (je nach Analyse-Niveau)
  3. Wirkung: Steigerung und Dringlichkeit
  4. Funktion: Appell, Motivation, Emotionalisierung, Fokus auf zentrale Forderung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt eine Anapher am besten? Wiederholung eines Wortes am Anfang mehrerer Sätze oder Verse (!Wiederholung eines Wortes am Ende mehrerer Sätze oder Verse) (!Übertreibung zur Verstärkung einer Aussage) (!Gegenüberstellung gegensätzlicher Begriffe)

Welche Aussage trifft auf eine Metapher zu? Sie überträgt Bedeutung ohne Vergleichswort wie „wie“ (!Sie stellt einen direkten Gegensatz in einem Satz her) (!Sie ist immer eine Übertreibung) (!Sie ist eine Frage ohne Antworterwartung)

Was ist das Ziel einer rhetorischen Frage? Sie verstärkt eine Aussage, ohne eine Antwort zu erwarten (!Sie fordert zwingend eine genaue Antwort) (!Sie ersetzt ein Substantiv durch ein anderes wegen Klang) (!Sie ist ein Reim am Versende)

Wodurch zeichnet sich ein Oxymoron aus? Es verbindet widersprüchliche Begriffe zu einer Einheit (!Es wiederholt denselben Satzbau in mehreren Sätzen) (!Es lässt Satzteile bewusst aus) (!Es stellt eine Person direkt ansprechend in den Mittelpunkt)

Welche Wirkung ist typisch für eine Alliteration? Sie erhöht Einprägsamkeit durch gleichen Anlaut (!Sie erzeugt Bedeutung durch Widerspruch im Inhalt) (!Sie beweist die Glaubwürdigkeit der Sprecherin) (!Sie erklärt ein Fremdwort im Text)

Was unterscheidet Vergleich und Metapher am deutlichsten? Der Vergleich nutzt ein Vergleichswort wie „wie“ oder „als“ (!Die Metapher ist immer wörtlich gemeint) (!Der Vergleich ist immer ironisch) (!Die Metapher enthält immer drei Satzteile)

Welche Figur meint eine Überkreuzstellung wie „A–B–B–A“? Chiasmus (!Parallelismus) (!Klimax) (!Ellipse)

Was ist eine typische Wirkung der Antithese? Sie schärft Unterschiede durch Gegenüberstellung (!Sie erzeugt Klang durch gleiche Vokale) (!Sie ersetzt einen Begriff durch einen Teil von ihm) (!Sie macht einen Text absichtlich unverständlich)

Wozu dient eine Ellipse häufig? Sie erhöht Tempo und wirkt mündlich oder zugespitzt (!Sie erzeugt immer einen Gegensatz) (!Sie macht aus einem Begriff ein Symbol) (!Sie wiederholt Satzenden zur Verstärkung)

Welche Kombination beschreibt Ethos am besten? Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die sprechende Person (!Reine Gefühlserzeugung ohne Argumente) (!Logische Beweisführung mit Quellenangaben) (!Ein Reimschema in Gedichten)





Memory

Anapher Wiederholung am Satzanfang
Metapher Bedeutungsübertragung ohne wie
Antithese Gegenüberstellung von Gegensätzen
Hyperbel Übertreibung zur Verstärkung
Ellipse Auslassung von Satzteilen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Anapher Wiederholung am Anfang
Epipher Wiederholung am Ende
Chiasmus Überkreuzstellung
Oxymoron Widersprüchliche Wortverbindung
Rhetorische Frage Aussage ohne Antworterwartung





Kreuzworträtsel

Metapher Bildhafte Bedeutungsübertragung ohne Vergleichswort
Anapher Wiederholung am Satzanfang
Antithese Gegenüberstellung gegensätzlicher Begriffe
Hyperbel Stilmittel der Übertreibung
Ellipse Auslassung von Satzteilen
Chiasmus Überkreuzstellung im Satzbau





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Rhetorische Mittel werden auch

genannt und dienen dazu, eine Aussage

zu gestalten. Bei einer

wird eine Bedeutung übertragen, ohne dass ein Vergleichswort wie „wie“ benutzt wird. Eine

ist die Wiederholung eines Wortes am Anfang mehrerer Sätze oder Verse und erzeugt dadurch

. Eine

stellt Gegensätze gegenüber und schärft damit einen

. Eine

Frage erwartet keine Antwort, sondern lenkt die Aufmerksamkeit auf die

.




Offene Aufgaben

Leicht

  1. Stilmittel-Fundstücke: Sammle 10 Beispiele für rhetorische Mittel aus Werbung, Songtiteln oder Social Media und notiere jeweils Stilmittel und Wirkung.
  2. Wirkungssätze: Schreibe zu fünf Stilmitteln je zwei Wirkungssätze mit den Verben „betont“, „veranschaulicht“, „emotionalisiert“, „kontrastiert“ oder „ironisiert“.
  3. Text markieren: Nimm einen kurzen Zeitungsabsatz und markiere drei Stellen, an denen Sprache besonders wirkt. Begründe kurz, warum.

Standard

  1. Mini-Analyse: Wähle ein Gedicht oder eine Rede-Passage und erstelle eine Analyse mit mindestens drei Stilmitteln inklusive Beleg, Benennung, Wirkung und Funktion.
  2. Umschreiben: Schreibe einen neutralen Textabschnitt (5–7 Sätze) einmal sachlich und einmal mit gezielten Stilmitteln (mindestens 4). Vergleiche die Wirkung.
  3. Stilmittel-Steckbrief: Erstelle Steckbriefe zu 8 Stilmitteln: Definition, Erkennungsmerkmal, Wirkung, eigenes Beispiel, typischer Fehler.

Schwer

  1. Rede schreiben: Verfasse eine kurze Rede (ca. 250–350 Wörter) zu einem aktuellen Thema. Setze mindestens 8 Stilmittel gezielt ein und kommentiere anschließend deren Wirkung im Text.
  2. Manipulation erkennen: Analysiere eine politische Rede oder Werbekampagne: Welche Stilmittel werden genutzt, um zu beeinflussen? Beurteile Ethos, Pathos und Logos.
  3. Kreativprojekt: Produziere ein kurzes Video oder Podcast-Snippet (1–2 Minuten), in dem Du ein Stilmittel erklärst und mit Beispielen demonstrierst. Achte auf Verständlichkeit und Wirkung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Vergleiche zwei Texte zum gleichen Thema (z.B. Kommentar und Werbetext). Welche Stilmittel dominieren und welche Intentionen werden dadurch unterstützt?
  2. Wirkungsprüfung: Nimm eine Interpretation, in der Stilmittel nur „aufgezählt“ werden, und überarbeite sie zu einer Argumentation mit klarer Funktion im Gesamttext.
  3. Kontextentscheidung: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie sich die Wirkung einer Hyperbel je nach Kontext (ernst, ironisch, satirisch) verändert.
  4. Ethos Pathos Logos: Ordne Stilmittel (mindestens 6) den Bereichen Ethos, Pathos oder Logos zu und begründe, warum die Zuordnung passt.
  5. Eigener Text: Schreibe einen sachlichen Absatz und verbessere ihn so, dass er überzeugender wirkt, ohne unseriös zu werden. Erkläre, welche Stilmittel Du warum gewählt hast.




OERs zum Thema



Links



Stilmittel



In diesem aiMOOC werden wir uns mit den rhetorischen Stilmitteln beschäftigen, die im Deutschunterricht der Klasse 10 von Bedeutung sind. Rhetorische Stilmittel sind sprachliche Techniken, die dazu verwendet werden, um die Wirkung von Texten auf das Publikum zu verstärken. Hier werden verschiedene interaktive Elemente wie Kreuzworträtsel, offene Aufgaben, ein Quiz, ein Memory-Spiel und ein Lückentext zur Verfügung gestellt, um den Lernprozess zu unterstützen. Zusätzlich wird auf relevante Wikipedia-Artikel und andere Online-Ressourcen verwiesen.


Mach mit. MOOCit. Hier geht es um Rhetorische Stilmittel.

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MOOCit: Dein Bild zum Thema z.B. aus Wikimedia Commons


 


 

Rhetorische Stilmittel

Einige der wichtigsten rhetorischen Stilmittel, die in der Klasse 10 behandelt werden, sind:

  1. Alliteration
  2. Anapher
  3. Antithese
  4. Chiasmus
  5. Euphemismus
  6. Hyperbel
  7. Ironie
  8. Klimax
  9. Litotes
  10. Metapher
  11. Oxymoron
  12. Paradoxon
  13. Parallelismus
  14. Personifikation
  15. Repetition
  16. Rhetorische Frage
  17. Symbol
  18. Synästhesie
  19. Vergleich


Video

Beurteile dieses Video. Suche im Netz nach Videos, welche den Sachverhalt gut erklären oder erstelle ein eigenes Lernvideo mit Fragen.


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Sprachliche Mittel

A) Sucht Beispiele zu den folgenden Punkten.
B) Besprecht die Beispiele und deren Wirkung.
C) Überprüft die Richtigkeit Eurer Aussagen indem Ihr im Internet nach den Begriffen recherchiert.
D) Schreibe passende Beispiel in den Diskussionsbereich.


  • Alliteration: Wiederholung des gleichen Konsonanten in aufeinanderfolgenden Wörtern.
  • Anapher: Wiederholung gleicher Wörter, Satzteile oder Sätze.
  • Ellipse: Auslassung. Eine grammatikalisch unvollständige Formulierung, deren Sinn aber verständlich ist. Unwichtiges wird weggelassen.
  • Euphemismus: Ein negativer Sachverhalt wird mit beschönigenden Ausdrücken umschrieben.
  • Hyperbel: Übertreibung
  • Inversion: Umstellung des normalen Satzbaus (Subjekt, Prädikat, Objekt oder adverbiale Bestimmung)
  • Ironie: Verstellung, man sagt das Gegenteil von dem, was man meint, macht das Gemeinte aber z.B. durch den Tonfall deutlich.
  • Klimax: Steigerung
  • Lautmalerei: Nachahmung von Geräuschen durch Sprache.
  • Litotes: Etwas Positives wird durch die Verneinung des Gegenteils ausgedrückt.
  • Metapher: Bildhafte Sprachverwendung, bildhafter Ausdruck.
  • Oxymoron: Verbindung von zwei Begriffen, die einander eigentlich ausschließen.
  • Pleonasmus: Überflüssiger oder doppelter Inhalt
  • Wortspiel: Geistreiches Spiel mit der Mehrdeutigkeit von Wörtern.
  • Synästhesie: Unterschiedliche Sinneseindrücke werden miteinander vermischt.
  • Tautologie: Eine Aussage wird mit einem sinnverwandten Wort wiederholt und somit verstärkt.


Siehe auch:


Kreuzworträtsel

Alliteration Gleichklang von Anfangsbuchstaben aufeinanderfolgender Wörter
Anapher Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Anfang aufeinanderfolgender Sätze
Antithese Gegenüberstellung von gegensätzlichen Begriffen oder Gedanken
Chiasmus Überkreuzstellung von Satzgliedern oder Begriffen
Euphemismus Beschönigende Umschreibung einer unangenehmen oder anstößigen Sache
Hyperbel Starke Übertreibung
Ironie Ausdruck des Gegenteils von dem, was gemeint ist
Klimax Steigerung vom Schwächeren zum Stärkeren
Litotes Verneinung des Gegenteils, um eine Sache hervorzuheben
Metapher Übertragung eines Begriffs auf einen anderen Zusammenhang




Offene Aufgaben

  1. Analysiere einen Text deiner Wahl und identifiziere mindestens fünf verschiedene rhetorische Stilmittel. Beschreibe, wie sie in dem Text verwendet werden und welche Wirkung sie erzielen. (LEICHT)
  2. Schreibe einen kurzen Text, in dem du mindestens drei verschiedene rhetorische Stilmittel verwendest. Erläutere anschließend, warum du diese Stilmittel gewählt hast und welche Wirkung sie erzielen sollen. (STANDARD)
  3. Untersuche die Reden bekannter Politiker oder historischer Persönlichkeiten und identifiziere mindestens fünf verschiedene rhetorische Stilmittel, die sie in ihren Reden verwenden. Erläutere, wie diese Stilmittel zur Wirkung der Rede beitragen. (STANDARD)
  4. Wähle ein bekanntes literarisches Werk und analysiere, wie der Autor rhetorische Stilmittel einsetzt, um die Handlung, die Charaktere oder die Stimmung im Werk zu gestalten. (SCHWER)
  5. Untersuche Werbeanzeigen oder Marketingkampagnen und identifiziere mindestens drei rhetorische Stilmittel, die zur Verkaufsförderung eingesetzt werden. Beschreibe, wie diese Stilmittel die Zielgruppe ansprechen und zur Kaufentscheidung beitragen. (SCHWER)
  6. Erstelle eine Präsentation oder ein Video, in dem du die verschiedenen rhetorischen Stilmittel erklärst und Beispiele aus der Literatur, Reden oder Werbung zeigst. (STANDARD)
  7. Vergleiche die Verwendung von rhetorischen Stilmitteln in verschiedenen Textgattungen (z.B. Lyrik, Prosa, Drama) und erläutere, welche Stilmittel in welcher Gattung besonders häufig oder wirkungsvoll eingesetzt werden. (SCHWER)
  8. Schreibe einen Aufsatz, in dem du die historische Entwicklung der Rhetorik und der rhetorischen Stilmittel untersuchst. Gehe dabei auf die Bedeutung der Rhetorik in der Antike sowie auf ihre Rolle in der Literatur und Politik ein. (SCHWER)
  9. Diskutiere in einer Gruppe oder in einem Online-Forum über die ethischen Aspekte der Verwendung von rhetorischen Stilmitteln in der Politik, der Werbung oder der Medienberichterstattung. (STANDARD)
  10. Erstelle eine Mindmap oder ein Poster, auf dem du die verschiedenen rhetorischen Stilmittel und ihre Wirkungen übersichtlich darstellst. (LEICHT)
  11. Schreibe passende Beispiel zu den sprachlich-stilistischen Gestaltungsbegriffen in den Diskussionsbereich.
  12. Sieh Dir die Videos an und gestalte eigene rhetorische Begriffe.
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Quiz: Teste Dein Wissen

Welches rhetorische Stilmittel beschreibt die Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Anfang aufeinanderfolgender Sätze? (Anapher) (!Antithese) (!Alliteration) (!Klimax)

Welches rhetorische Stilmittel bezeichnet eine starke Übertreibung? (Hyperbel) (!Euphemismus) (!Litotes) (!Ironie)

In welchem rhetorischen Stilmittel werden gegensätzliche Begriffe oder Gedanken gegenübergestellt? (Antithese) (!Anapher) (!Parallelismus) (!Chiasmus)

Welches rhetorische Stilmittel besteht aus dem Gleichklang von Anfangsbuchstaben aufeinanderfolgender Wörter? (Alliteration) (!Anapher) (!Oxymoron) (!Repetition)

Bei welchem rhetorischen Stilmittel wird etwas durch die Verneinung des Gegenteils hervorgehoben? (Litotes) (!Euphemismus) (!Hyperbel) (!Ironie)




Memory

Alliteration Milch macht müde Männer munter
Anapher Wer nichts weiß, muss alles glauben.
Antithese Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.
Chiasmus Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben.
Euphemismus Dahinscheiden statt sterben




Lückentext

Vervollständige den Text.

Die

ist ein rhetorisches Stilmittel, bei dem aufeinanderfolgende Wörter denselben Anfangsbuchstaben haben. Eine

hingegen besteht aus der Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Anfang aufeinanderfolgender Sätze oder Verse. Die

stellt gegensätzliche Begriffe oder Gedanken gegenüber, während der

eine Überkreuzstellung von Satzgliedern oder Begriffen beinhaltet. Schließlich ist der

eine beschönigende Umschreibung einer unangenehmen oder anstößigen Sache.

...


Multiple-Choice

Farm-Fresh information.png
Farm-Fresh information.png
Stelle weitere Multiple-Choice-Fragen.


Ordne dem Beispiel die richtige Bezeichnung für das Stilmittel zu? „Schöne Bescherung!“; „Das hast du ja mal wieder toll gemacht!“(Ironie) (!Anapher) (!Alliteration) (!Oxymoron) (!Hyperbel)



Wie nennt man ein Ineinanderschieben verschiedener Sprachelemente? Beispie: Aus „Euro“ und „teuer“ wird „Teuro“. (Montage) (!Anapher) (!Alliteration) (!Oxymoron) (!Hyperbel)


Wie nennt man eine Verbildlichung bzw. ein Gleichnis noch? „Auf dem Theater der Welt sind alle Menschen Spieler: mancher bekommt die Rolle eines Königs, mancher die eines Bettlers …“ (Allegorie) (!Anapher) (!Alliteration) (!Oxymoron) (!Hyperbel)


Kreuzworträtsel

Erstelle ein Kreuzworträtsel. Trage für "Frage" eine Aufgabe und für "Lösung" die Antwort ein.

Anleitung für Nutzer: Um das Kreuzworträtsel zu füllen, drückst du mit der Maus auf ein Feld mit einer Zahl, dann erscheint ein Eingabedialog mit der Frage und der Eingabemöglichkeit.

Alliteration Um welches rhetorische Stilmittel handelt es sich? "Milch macht müde Männer munter."
Anapher Um welches rhetorische Stilmittel handelt es sich? Ich schreibe jetzt, ich schreibe, was ich will, ich schreibe für mein Leben gern.
Oxymoron Um welches rhetorische Stilmittel handelt es sich? "Ein stummer Schrei"
Metapher Um welches rhetorische Stilmittel handelt es sich? "Jemandem das Herz brechen."


.

Memory

Erstelle ein Memory. Ersetze einfach die vorgegebenen Elemente.

Memory-Titel
Finde die Paare.

Hyperbel Übertreibung
Klimax Steigerung
Lautmalerei Nachahmung von Geräuschen durch Sprache.
Oxymoron Verbindung von zwei Begriffen, die einander eigentlich ausschließen.
Alliteration Wiederholung des gleichen Konsonanten in aufeinanderfolgenden Wörtern.
Anapher Wiederholung gleicher Wörter, Satzteile oder Sätze.

...



 

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