

Fördermöglichkeiten Marienkirche
| Rang | Institution/Förderer | Kontakt (Adresse / Mail / Tel.) | Bewertung (1=Top) | Was müsste Fair‑Image / die Schule tun / Schwerpunkt setzen? | Präzise Begründung + [Links] + (optional) Video |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über das Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart (Berliner Str. 12, 73728 Esslingen); Tel. 0711 90445‑666; Mail abteilung8@rps.bwl.de:contentReference[oaicite:0]{index=0} | 1 | Denkmalgerechte Sanierung beantragen: Die Kirchengemeinde bzw. Bürgergenossenschaft muss einen detaillierten Sanierungs- und Nutzungskonzept vorlegen. Fair‑Image unterstützt mit aussagekräftiger Medien‑Dokumentation (Fotos, Videos) der Bausubstanz und erstellt Visualisierungen der geplanten Nutzung. | Das Landesdenkmalprogramm finanziert bis zu 50 % der denkmalbedingten Kosten für private Eigentümer und bis zu 33 % für Kirchen und Kommunen:contentReference[oaicite:1]{index=1}. Förderfähig sind Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen:contentReference[oaicite:2]{index=2}. Für das Projekt ist dies die Basisfinanzierung zur Sicherung der baulichen Substanz. Denkmalförderprogramm |
| 2 | Quartiersimpulse – Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten | Allianz für Beteiligung, Augustenstraße 15, 70178 Stuttgart; Projektleitung Annabel Stoffel (Annabel.Stoffel@afb-bw.de, Tel. 0711 3422 5606):contentReference[oaicite:3]{index=3} | 1 | Kooperative Quartiersentwicklung planen: Die Gemeinde Staig muss Antragstellerin sein und mit der Bürgergenossenschaft und Fair‑Image einen verbindlichen Beteiligungsprozess entwickeln. Fair‑Image kann die Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Social Media, digitale Beteiligungsplattform) gestalten und eine partizipative Bedarfsanalyse begleiten. | Quartiersimpulse fördert generationen‑ und altersgerechte Quartiersprojekte mit Bürgerbeteiligung. Städte und Gemeinden können 20 000–85 000 € Zuschuss bekommen, kommunale Verbünde und Landkreise 40 000–115 000 €:contentReference[oaicite:4]{index=4}. Voraussetzung sind ein verpflichtendes Antragsgespräch und der Nachweis von Beteiligungsstrukturen:contentReference[oaicite:5]{index=5}. Diese Mittel könnten die Beteiligung, Konzeptentwicklung und ersten Umsetzungsmaßnahmen der Marienkirche finanzieren. Quartiersimpulse |
| 3 | Denkmalstiftung Baden‑Württemberg | Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart; Tel. 0711 226‑1185; Mail info@denkmalstiftung-bw.de:contentReference[oaicite:6]{index=6} | 1 | Bürgerschaftliche Initiative und Co‑Finanzierung hervorheben: Die Bürgergenossenschaft sollte ein schlüssiges Nutzungskonzept, einen Eigenbeitrag und breite Unterstützung in der Gemeinde nachweisen. Fair‑Image kann die Kampagne zur Mitgliederwerbung übernehmen (Flyer, Videos, Social‑Media‑Posts) und so das Engagement sichtbar machen. | Die Stiftung fördert den Erhalt von Kulturdenkmalen, insbesondere wenn bürgerschaftliche Initiativen oder Vereine engagiert sind:contentReference[oaicite:7]{index=7}. Zuschüsse werden als Ergänzung zu staatlichen Fördermitteln gewährt und liegen häufig im fünfstelligen Bereich. Voraussetzung sind öffentliches Interesse, Sicherung der Finanzierung und die Nutzung als Begegnungsort. Denkmalstiftung BW |
| 4 | Gut Beraten! – Beratungsgutscheine zur Förderung der Zivilgesellschaft | Allianz für Beteiligung, Ansprechpartnerin Iryna Bril (Iryna.Bril@afb-bw.de, Tel. 0711 3422 5603):contentReference[oaicite:8]{index=8} | 2 | Professionelle Beratung einwerben: Die Bürgergenossenschaft kann einen Beratungsgutschein beantragen, um professionelle Unterstützung bei Genossenschaftsgründung, Rechtsfragen, Finanzierung und Beteiligungsprozess zu erhalten. Fair‑Image begleitet den Prozess medial und entwickelt Schulungsunterlagen. | Das Programm fördert Beratungsleistungen von qualifizierten Expert:innen mit bis zu 4 000 € pro Projekt; Sachkosten sind ausgeschlossen:contentReference[oaicite:9]{index=9}. Zivilgesellschaftliche Initiativen in Baden-Württemberg können sich beraten lassen, solange Bürgerbeteiligung eine hervorgehobene Rolle spielt:contentReference[oaicite:10]{index=10}. Für die Marienkirche ist dies ideal, um externe Fachleute (z. B. Genossenschaftsberatung, Moderation) zu finanzieren. Gut Beraten! |
| 5 | LEADER‑Regionalbudget „Kleinprojekte“ (LAG Oberschwaben) | LEADER‑Aktionsgruppe Oberschwaben, c/o Landratsamt Sigmaringen, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen:contentReference[oaicite:11]{index=11} | 2 | Nachhaltige Kleinmaßnahmen umsetzen: Fair‑Image kann Projekte bis 20 000 € Netto (max. 12 000 € Förderung) beantragen, z. B. klimafreundliche Technik für die Kirche, barrierefreie Ausstattung, Medienausstattung, Photovoltaikanlage oder Begrünung. Nachhaltigkeitsziele (Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Soziales) müssen erkennbar sein:contentReference[oaicite:12]{index=12}. | Das LEADER‑Regionalbudget fördert kleine Projekte mit max. 20 000 € Nettokosten; die Zuschussquote beträgt 80 % (max. 12 000 €):contentReference[oaicite:13]{index=13}. Schwerpunkt sind ökologische und soziale Nachhaltigkeit:contentReference[oaicite:14]{index=14}. Die Marienkirche kann damit investive Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung und zur Gestaltung des Umfelds realisieren. LEADER Kleinprojekte |
| 6 | Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) | Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover; Tel. 0511 2796‑333; Mail kiba@ekd.de:contentReference[oaicite:15]{index=15} | 2 | Kirchliche Bindung und Nachhaltigkeit betonen: Die Antragstellung muss durch die Kirchengemeinde oder einen kirchlichen Träger erfolgen. Fair‑Image sollte gemeinsam mit der Gemeinde ein nachhaltiges Nutzungskonzept (barrierefrei, energieeffizient) entwickeln und zeigen, dass der sakrale Charakter respektiert wird. | KiBa fördert Maßnahmen zur Sicherung und Instandsetzung evangelischer Kirchen, insbesondere Dach‑ und Fassadensanierungen sowie barrierefreie Umnutzung:contentReference[oaicite:16]{index=16}. Der Förderbetrag liegt üblicherweise im unteren fünfstelligen Bereich; Anträge sind bis 30. Juni einzureichen. Eine gute Ergänzung zum Denkmalförderprogramm. Stiftung KiBa |
| 7 | Programm „FreiRäume“ – Kunst- und Kulturförderung für Begegnungsorte | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden‑Württemberg (Ansprechpartner siehe Ausschreibung) | 2 | Kulturelle Zwischennutzungen und Umnutzung planen: Für die Umwandlung der Marienkirche in einen offenen Kultur‑ und Begegnungsraum kann die Gemeinde eine Förderung beantragen. Fair‑Image sollte mit kulturellen Partnern (Vereine, Bands, Schulen) ein breit gefächertes Jahresprogramm entwickeln. | Das Programm „FreiRäume“ fördert kulturelle Begegnungsorte im ländlichen Raum. In der Förderlinie „Offene FreiRäume“ liegen die Zuschüsse pro Projekt zwischen etwa 20 000 € und 100 000 € – 2021 wurden z. B. 100 000 € für die Umnutzung einer Industriehalle zum Kulturzentrum bewilligt:contentReference[oaicite:17]{index=17}. Förderfähig sind Umnutzungen, kulturelle Programme und neue Räume für Soziokultur. FreiRäume |
| 8 | Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) | Regionale Ansprechpartnerin Baden‑Württemberg: Nina Probst, Tel. 0228 9091‑267; Mail nina.probst@denkmalschutz.de:contentReference[oaicite:18]{index=18} | 3 | Frühzeitige Beratung und hohe Baukultur nachweisen: Fair‑Image und die Gemeinde sollten Kontakt zur DSD aufnehmen, um das Projekt vorzustellen. Wichtig sind ein detaillierter Erhaltungs‑ und Nutzungsvorschlag, ein qualifiziertes Restaurierungskonzept und eine klare Finanzierungsstruktur. | Die DSD unterstützt bundesweit herausragende Denkmale. Zwar gibt es keine fixen Fördersummen, doch Zuschüsse im fünfstelligen Bereich sind üblich. Projekte mit hoher baukultureller Qualität und öffentlicher Zugänglichkeit haben gute Chancen. Deutsche Stiftung Denkmalschutz |
| 9 | Gemeinsam engagiert in BW – Förderprogramm des Sozialministeriums | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden‑Württemberg; Anträge per E‑Mail an antraegeBE@sm.bwl.de:contentReference[oaicite:19]{index=19} | 3 | Bürgerschaftliches Engagement stärken: Die Bürgergenossenschaft oder der Förderverein kann für ehrenamtlich getragene Projekte rund um die Marienkirche (z. B. Begegnungsfeste, interkulturelle Workshops, Ehrenamtsqualifizierung) Zuschüsse beantragen. Fair‑Image sollte digitale und physische Werbemittel sowie Workshops für Freiwillige entwickeln. | Das Programm „Gemeinsam engagiert in BW“ fördert Projekte, die Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt stärken. Pro Projekt können 5 000–15 000 € beantragt werden:contentReference[oaicite:20]{index=20}. Es richtet sich an Kommunen und Vereine, die innovative Beteiligungsformate umsetzen. Gemeinsam engagiert in BW |
| 10 | Beteiligungstaler – Projektefonds der Allianz für Beteiligung | Allianz für Beteiligung, Augustenstraße 15, 70178 Stuttgart; Mail info@afb-bw.de; Tel. 0711 3422 5600:contentReference[oaicite:21]{index=21} | 4 | Kleinteilige Beteiligungsprojekte realisieren: Für einzelne Aktionen wie Infoveranstaltungen, Flyer, Banner, Workshops, Kulturveranstaltungen oder Social‑Media‑Kampagnen kann die Bürgergenossenschaft über Fair‑Image bis zu 2 000 € beantragen. Wichtig ist, dass ausschließlich Sachkosten (keine Honorare) finanziert werden. | Der Beteiligungstaler ist ein unbürokratischer Fonds für zivilgesellschaftliche Gruppen. Gruppen können bis zu 2 000 € pro Projekt für Sachkosten der Bürgerbeteiligung erhalten:contentReference[oaicite:22]{index=22}. Er eignet sich für Anschub‑ und Begleitmaßnahmen (Flyer, Moderation, Catering) rund um die Marienkirche. Beteiligungstaler |
| 11 | Innovationspreis „Kirche und bezahlbares Wohnen“ | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Bewerbungen an wohnraumoffensive@mlw.bwl.de bis zum jeweiligen Stichtag | 4 | Umnutzung für bezahlbaren Wohnraum prüfen: Falls Teile der Marienkirche oder umliegende kirchliche Grundstücke zu bezahlbarem Wohnraum umgenutzt werden sollen, kann der Innovationspreis in Betracht gezogen werden. Fair‑Image sollte ein überzeugendes Konzept mit Architekturvisualisierungen und Nutzungsmischung entwickeln. | Der 2025 neu ausgelobte Preis zeichnet innovative Projekte aus, die kirchliche Immobilien für bezahlbaren Wohnraum nutzen. Das Gesamtpreisgeld beträgt 50 000 €:contentReference[oaicite:23]{index=23}. Bewerben können sich Kirchengemeinden, kirchliche Träger, Initiativen und Planungsbüros:contentReference[oaicite:24]{index=24}. Für die Marienkirche lohnt sich eine Teilnahme nur, wenn Wohnnutzung geplant ist. Innovationspreis „Kirche und bezahlbares Wohnen“ |
| 12 | Nationale Projekte des Städtebaus | Bundesinstitut für Bau‑, Stadt‑ und Raumforschung (BBSR), Deichmanns Aue 31‑37, 53179 Bonn; Zentraler Bürgerservice BMWSB: Tel. 030 18 335‑0 | 4 | Großinvestition mit Modellcharakter anstreben: Sollte die Marienkirche zu einem Leuchtturmprojekt von nationaler Bedeutung werden (z. B. durch innovative Baukultur, Umwelttechnik, kulturellen und sozialen Modellcharakter), können Gemeinde und Genossenschaft eine Bewerbung erwägen. Fair‑Image müsste hierfür ein professionelles Design‑ und Kommunikationskonzept erstellen und die nationale Strahlkraft belegen. | Das Bundesprogramm unterstützt seit 2014 besonders bedeutende städtebauliche Vorhaben; bis 2024 wurden 228 Projekte mit 721 Mio. € gefördert:contentReference[oaicite:25]{index=25}. Gefragt sind Projekte mit hoher baukultureller Qualität und innovativem Charakter; Fördervolumen können mehrere Millionen Euro betragen. Eine Bewerbung ist erst sinnvoll, wenn das Projekt weit fortgeschritten und national bedeutsam ist. Nationale Projekte des Städtebaus |


Fördermöglichkeiten Marienkirche
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Fördermöglichkeiten Marienkirche
Einleitung
Die Marienkirche Staig ist ein bedeutendes Kulturdenkmal in Staig im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Sie ist besonders interessant, weil sich an ihr mehrere Phasen der Orts- und Baugeschichte ablesen lassen: ein spätgotischer Vorgängerbau, ein älterer Turm aus der Zeit um 1470, die Turmerhöhung von 1577, das heutige Langhaus von 1869 im Stil der Neugotik und die spätere Umnutzung als Galerie und Kulturort.
Der Turm stammt aus der Zeit um 1470 und wurde 1577 erhöht. Das heutige Langhaus wurde 1869 nach Plänen von Georg von Morlok errichtet. Seit 1922 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Nach der Einweihung der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt im Jahr 1974 wurde die alte Marienkirche als sakraler Bau aufgegeben. Seit 1988 befindet sie sich in Privatbesitz und wurde restauriert sowie umgenutzt.
Warum die Marienkirche Staig ein spannendes Lernobjekt ist
Die Marienkirche Staig eignet sich sehr gut für Unterricht, Ausbildung und Studium, weil Du an ihr mehrere Themen gleichzeitig untersuchen kannst:
- Kirchenbau: Wie verändern sich Kirchen im Lauf der Jahrhunderte?
- Architekturgeschichte: Woran erkennst Du Gotik und Neugotik?
- Denkmalschutz: Warum werden historische Gebäude erhalten?
- Umnutzung: Wie kann ein ehemaliger Sakralraum heute neu verwendet werden?
- Ortsgeschichte: Welche Rolle spielen Kirchen für das Bild und die Erinnerung eines Ortes?
Historische Entwicklung
Die Baugeschichte der Marienkirche Staig ist nicht nur ein lokales Thema, sondern ein gutes Beispiel für den Wandel von Architektur und Nutzung. Belegt ist ein spätgotischer Vorgängerbau. Besonders sicher fassbar ist der Turm, der aus der Zeit um 1470 stammt. Im Jahr 1577 wurde dieser Turm erhöht.
Das heutige Langhaus entstand 1869 nach Plänen von Georg von Morlok. Damit erhielt die Kirche ihr bis heute prägendes Erscheinungsbild des 19. Jahrhunderts. Die Verbindung aus älterem Turm und neuerem Langhaus zeigt, dass Kirchen oft nicht in nur einer Bauphase entstehen, sondern über Jahrhunderte verändert werden.
Seit 1922 steht die Marienkirche unter Denkmalschutz. Diese Unterschutzstellung unterstreicht, dass das Gebäude nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für die Bau- und Kulturgeschichte bedeutsam ist.
Die Marienkirche als Bauwerk
An der Marienkirche Staig lassen sich unterschiedliche Zeitschichten erkennen. Der Turm verweist auf die spätmittelalterliche Geschichte des Ortes. Das Langhaus von 1869 gehört dagegen in die Zeit des Historismus, genauer in die Neugotik, also die Wiederaufnahme gotischer Formen im 19. Jahrhundert.
Typische Merkmale, auf die Du bei der Betrachtung achten kannst, sind:
- Turm: Er gehört zum älteren Baubestand und verbindet die Kirche mit ihrer spätgotischen Vergangenheit.
- Neugotik: Das Langhaus steht für die im 19. Jahrhundert beliebte Rückbesinnung auf mittelalterliche Formen.
- Sakralbau: Trotz der veränderten Nutzung ist die ursprüngliche Bauaufgabe als Kirche weiterhin sichtbar.
- Ortsbild: Kirchengebäude prägen häufig die Mitte eines Dorfes oder einer Gemeinde.
Georg von Morlok und der Neubau von 1869
Georg von Morlok war ein bedeutender Architekt des 19. Jahrhunderts in Württemberg. Dass das heutige Langhaus der Marienkirche Staig nach seinen Plänen errichtet wurde, verleiht dem Bau zusätzliche architekturgeschichtliche Bedeutung.
Für das Lernen ist das wichtig, weil Du an diesem Beispiel verstehen kannst, wie Architekten des Historismus ältere Stilformen aufgriffen und neu interpretierten. Die Marienkirche ist damit nicht nur ein religiöses Gebäude, sondern auch ein Dokument der Bauauffassung des 19. Jahrhunderts.
Denkmalschutz und Erhaltung
Die Marienkirche Staig steht seit 1922 unter Denkmalschutz. Das bedeutet, dass ihr geschichtlicher, künstlerischer und kultureller Wert anerkannt wurde. Historische Gebäude werden nicht nur wegen ihres Alters erhalten, sondern auch deshalb, weil sie:
- Geschichte sichtbar machen
- Architektur anschaulich vermitteln
- Identität eines Ortes prägen
- Kulturelles Erbe für kommende Generationen bewahren
Gerade bei Kirchen ist der Denkmalschutz oft besonders wichtig, weil sie häufig eine zentrale Stellung im Ortsbild besitzen und über lange Zeiträume hinweg Erinnerungsorte für die Bevölkerung sind.
Aufgabe als Sakralbau und spätere Umnutzung
Mit der Einweihung der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt im Jahr 1974 wurde die alte Marienkirche als sakraler Bau aufgegeben. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Wandel: Das Gebäude verlor seine ursprüngliche liturgische Hauptfunktion, blieb aber als historisches Bauwerk erhalten.
Seit 1988 befindet sich die ehemalige Marienkirche in Privatbesitz. Im Zuge der Restaurierung wurde sie umgenutzt. Nach Angaben der Gemeinde Staig entstand im oberen Bereich ein Saal, der als Gemäldegalerie genutzt wird. Dadurch wurde das Gebäude zu einem Ort, an dem Denkmalpflege, Kunst und öffentliche Nutzung zusammenkommen.
Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig
Zur Geschichte der Marienkirche gehört auch die neue katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig. Diese wurde 1974 eingeweiht. Sie steht für eine andere Phase der Kirchengeschichte und für veränderte architektonische Vorstellungen des 20. Jahrhunderts. Außerdem wurden Teile der Ausstattung aus der alten Marienkirche in den Neubau übernommen.
Der Vergleich beider Kirchen ist didaktisch sehr ergiebig:
- Mittelalter und Historismus auf der einen Seite
- moderne Kirchenarchitektur des 20. Jahrhunderts auf der anderen Seite
- historische Kontinuität im alten Bau
- neue liturgische und räumliche Konzepte im Neubau
Bedeutung für heutiges Lernen
Die Marienkirche Staig ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ein Gebäude mehrere Lernfelder miteinander verbindet. Du kannst an ihr:
- Quellenkritik üben, weil unterschiedliche Angaben unterschiedlich sicher belegt sind
- Architekturgeschichte nachvollziehen
- den Sinn von Denkmalschutz diskutieren
- über Umnutzung und Nachhaltigkeit historischer Gebäude nachdenken
- lokale Geschichte als Teil größerer kultureller Entwicklungen verstehen
Gerade die genaue Prüfung der Daten zeigt, wie wichtig sorgfältige Recherche ist. Gute historische Arbeit bedeutet nicht, möglichst viele Details zu behaupten, sondern belastbare Informationen sauber von unsicheren Angaben zu trennen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welchem Ort befindet sich die Marienkirche? (Staig) (!Blaustein) (!Laupheim) (!Ehingen)
Welcher Teil der Marienkirche stammt aus der Zeit um 1470? (Der Turm) (!Das gesamte heutige Langhaus) (!Die Galerieebene) (!Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt)
Was geschah mit dem Turm im Jahr 1577? (Er wurde erhöht) (!Er wurde abgetragen) (!Er wurde neu verputzt) (!Er wurde zur Kapelle umgebaut)
Wann wurde das heutige Langhaus errichtet? (1869) (!1577) (!1922) (!1974)
Welcher Architekt wird mit dem Langhaus von 1869 verbunden? (Georg von Morlok) (!Manfred Wacker) (!Peter Rau) (!Rudolf Schmid)
Seit wann steht die Marienkirche unter Denkmalschutz? (1922) (!1869) (!1974) (!1988)
Was geschah 1974 in Staig? (Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt wurde eingeweiht) (!Der Turm wurde erhöht) (!Das Langhaus wurde gebaut) (!Die Marienkirche wurde unter Denkmalschutz gestellt)
Seit wann befindet sich die ehemalige Marienkirche in Privatbesitz? (1988) (!1922) (!1969) (!1999)
Welche heutige Nutzung ist für die ehemalige Marienkirche belegt? (Galerie) (!Rathaus) (!Bahnhof) (!Schulgebäude)
Warum ist die Marienkirche für den Unterricht besonders geeignet? (Sie verbindet Baugeschichte, Denkmalschutz und Umnutzung) (!Sie ist ein modernes Hochhaus) (!Sie ist vollständig verschwunden) (!Sie besitzt keine historische Bedeutung)
Memory
| Turm | Zeit um 1470 |
| 1577 | Erhöhung |
| 1869 | Langhaus |
| Morlok | Architekt |
| 1922 | Denkmalschutz |
| 1974 | Mariä Himmelfahrt |
| 1988 | Privatbesitz |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Turm | Zeit um 1470 |
| 1577 | Erhöhung |
| Langhaus | 1869 |
| Denkmalschutz | 1922 |
| Mariä Himmelfahrt | 1974 |
...
Kreuzworträtsel
| Staig | In welchem Ort steht die Marienkirche? |
| Turm | Welcher Bauteil stammt aus der Zeit um 1470? |
| Morlok | Nachname des Architekten des Langhauses |
| Galerie | Heutige Nutzung im oberen Raum |
| Denkmal | Schutzstatus des Gebäudes seit 1922 |
| Neugotik | Baustil des Langhauses von 1869 |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitleiste: Erstelle eine übersichtliche Zeitleiste mit den gesicherten Eckdaten 1470, 1577, 1869, 1922, 1974 und 1988.
- Bildanalyse: Beschreibe das Foto der Marienkirche und nenne Merkmale, die auf ein historisches Kirchengebäude hinweisen.
- Begriffsarbeit: Erkläre in eigenen Worten die Begriffe Denkmalschutz, Neugotik und Umnutzung.
- Ortsbild: Untersuche, warum Kirchen oft das Bild eines Ortes besonders stark prägen.
Standard
- Quellenkritik: Vergleiche zwei Quellen zur Marienkirche und notiere, welche Angaben sicher und welche vorsichtiger zu formulieren sind.
- Architekturgeschichte: Beschreibe, warum die Verbindung aus älterem Turm und jüngerem Langhaus architektonisch interessant ist.
- Vergleich: Vergleiche die alte Marienkirche mit der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt im Hinblick auf Alter, Nutzung und historische Aussagekraft.
- Denkmalpflege: Formuliere Argumente dafür, warum ehemalige Kirchen als Kulturorte erhalten werden können.
Schwer
- Projektarbeit: Entwickle ein Ausstellungskonzept für die ehemalige Marienkirche, das ihre Baugeschichte für Jugendliche verständlich macht.
- Urteilsbildung: Schreibe einen begründeten Text dazu, ob die Umnutzung historischer Sakralräume eher Chance oder Problem ist.
- Interview: Erstelle einen Fragenkatalog für ein Interview mit Personen aus Staig zur Bedeutung der Marienkirche für den Ort.
- Medienproduktion: Plane ein kurzes Lernvideo, das gesicherte Daten und quellenkritisches Arbeiten an der Marienkirche verbindet.


Lernkontrolle
- Transferleistung: Erkläre, warum die Marienkirche Staig sowohl ein religiöses als auch ein kulturhistorisches Zeugnis ist.
- Quellenkritik: Begründe, warum man bei historischen Gebäuden zwischen sicher belegten Angaben und unsichereren Aussagen unterscheiden muss.
- Vergleichendes Lernen: Vergleiche die Funktionen der alten Marienkirche und der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt.
- Bewertung: Beurteile, ob die Umnutzung eines ehemaligen Sakralbaus als Galerie eine gute Form des Gebäudeerhalts ist.
- Nachhaltigkeit: Erläutere, warum die Weiternutzung historischer Gebäude zur kulturellen und baulichen Nachhaltigkeit beitragen kann.
OERs zum Thema
Links
Einleitung
Die Marienkirche Staig ist ein bedeutendes Kulturdenkmal in Staig im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Sie zeigt, wie sich ein Kirchengebäude im Lauf der Zeit verändern kann: von der spätmittelalterlichen Dorfkirche über einen neugotischen Neubau bis hin zur denkmalgeschützten Umnutzung als Kultur- und Veranstaltungsort. Gerade deshalb eignet sich das Thema sehr gut für einen aiMOOC, denn Du kannst daran Kirchenbau, Denkmalpflege, Neugotik, Säkularisierung, Umnutzung und lokale Geschichte gemeinsam verstehen.
Die wichtigsten gesicherten Eckdaten sind: Eine erste Kirche wurde um 1470 errichtet. 1577 wurde der Turm erhöht. 1869 wurde die alte Kirche wegen baulicher Probleme abgebrochen; der Turm blieb erhalten. Danach entstand bis 1876 ein Neubau im neugotischen Stil nach einem Entwurf von Georg von Morlok. Seit 1922 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Nach dem Bau der neuen katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig, die 1974 eingeweiht wurde, verlor die alte Marienkirche ihre ursprüngliche Funktion. Seit 1988 befindet sich das Gebäude in Privatbesitz, wurde restauriert und kulturell umgenutzt.
Warum die Marienkirche Staig interessant ist
Die Marienkirche Staig ist mehr als ein einzelnes Bauwerk. Sie macht sichtbar, wie sich ein Dorf verändert, wie sich religiöse Nutzung wandelt und wie historische Gebäude neue Aufgaben erhalten können. An ihr lassen sich Fragen stellen wie:
- Denkmalpflege: Warum werden manche Gebäude trotz Funktionsverlust erhalten?
- Architekturgeschichte: Woran erkennt man Gotik und Neugotik?
- Kirchengeschichte: Warum entstehen neue Kirchen, während ältere Gebäude aufgegeben werden?
- Kulturelles Erbe: Wie kann ein historischer Ort heute sinnvoll genutzt werden?
Historischer Überblick
Die Geschichte der Marienkirche Staig lässt sich in mehreren Phasen verstehen. Zunächst stand an diesem Ort eine Kirche aus dem späten Mittelalter, die um 1470 erbaut wurde. Der Turm wurde 1577 erhöht, was auf eine Weiterentwicklung und Aufwertung des Bauwerks hinweist.
Im 19. Jahrhundert war die alte Kirche offenbar nicht mehr ausreichend standsicher. Deshalb wurde sie 1869 abgebrochen. Der ältere Turm blieb jedoch erhalten. In den folgenden Jahren entstand bis 1876 ein Neubau im neugotischen Stil. Der Entwurf wird Georg von Morlok zugeschrieben, einem württembergischen Baubeamten und Architekten, der für mehrere Kirchenbauten bekannt ist.
Seit 1922 steht die Marienkirche unter Denkmalschutz. Das ist bedeutsam, weil dadurch nicht nur die religiöse, sondern auch die baugeschichtliche und ortsgeschichtliche Bedeutung des Gebäudes anerkannt wurde.
Mit der Einweihung der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt im Jahr 1974 verlagerte sich das kirchliche Leben der katholischen Gemeinde an einen neuen Ort. Die alte Marienkirche wurde säkularisiert und verlor ihre liturgische Funktion. Seit 1988 ist sie in Privatbesitz. In den Jahren 1988 bis 1992 wurde sie restauriert und anschließend umgenutzt. Heute wird sie unter anderem als Galerie, Veranstaltungsraum und kultureller Ort wahrgenommen.
Architektur und Baustil
Die heutige Gestalt der Marienkirche Staig ist wesentlich vom Neubau des 19. Jahrhunderts geprägt. Dieser entstand im neugotischen Stil, einer Stilrichtung des 19. Jahrhunderts, die Formen der mittelalterlichen Gotik wieder aufgriff. Typisch dafür sind:
- Spitzbogen: Öffnungen und Fenster wirken nach oben gestreckt.
- Turm: Der erhaltene ältere Turm verbindet ältere Baugeschichte mit dem späteren Neubau.
- Kirchenfenster: Hohe Fenster betonen die Vertikale und das Licht.
- Sakralbau: Das Gebäude folgt weiterhin dem Typus eines christlichen Kirchenraums, auch wenn die Nutzung heute verändert ist.
Der Bau ist deshalb besonders spannend, weil er mehrere Zeitschichten vereint: spätmittelalterliche Anfänge, frühneuzeitliche Veränderungen, neugotischen Neubau und moderne Umnutzung. So wird Architektur hier zu einer Art lesbarem Geschichtsbuch.
Denkmalwert und kulturelle Bedeutung
Dass die Marienkirche Staig bereits seit 1922 unter Denkmalschutz steht, zeigt ihre überörtliche Bedeutung. Denkmalwert entsteht nicht nur durch Alter, sondern auch durch:
- Geschichte: Das Gebäude dokumentiert die Entwicklung des Ortes Staig über Jahrhunderte.
- Architektur: Der neugotische Kirchenbau und der ältere Turm sind bauhistorisch relevant.
- Identität: Kirchen prägen Ortsbilder und gehören oft zur lokalen Erinnerungskultur.
- Umnutzung: Die Erhaltung trotz veränderter Funktion ist ein wichtiges Beispiel für nachhaltige Baukultur.
Gerade die Umnutzung macht das Gebäude für heutige Lernende interessant. Statt Abriss wurde ein Weg gesucht, um historische Substanz zu erhalten. So wird aus einem ehemaligen Sakralraum ein Ort für Kunst, Kultur und öffentliche Begegnung.
Von der Dorfkirche zum Kulturort
Die Marienkirche Staig zeigt einen Wandel, den viele historische Kirchen in Europa erleben. Früher war sie Teil des religiösen Alltags der Gemeinde. Später wurde eine neue Kirche gebaut, weil sich Anforderungen, Gemeindegröße und Bauzustand verändert hatten. Die alte Kirche verlor dadurch ihre ursprüngliche Aufgabe.
Doch der Verlust einer Funktion muss nicht das Ende eines Bauwerks bedeuten. In Staig wurde die ehemalige Kirche restauriert und neu genutzt. Dadurch blieb das Gebäude im Ortsbild erhalten. Solche Beispiele helfen Dir zu verstehen, dass Denkmalschutz nicht nur konserviert, sondern auch Zukunft gestaltet.
Die Umnutzung als Galerie und Veranstaltungsort eröffnet neue Perspektiven:
- Kulturvermittlung: Historische Räume können neue Zielgruppen ansprechen.
- Nachhaltigkeit: Erhalt ist oft ressourcenschonender als Neubau.
- Gemeinschaft: Alte Gebäude können neue Treffpunkte werden.
- Ästhetik: Der besondere Raumeindruck einer Kirche bleibt auch bei neuer Nutzung spürbar.
Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig
Zum Verständnis der alten Marienkirche gehört auch die neuere katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig. Diese wurde auf Betreiben von Pfarrer Rudolf Schmid gebaut und 1974 eingeweiht. Der Architekt Manfred Wacker entwarf einen sechseckigen Grundriss, der an Waben erinnern soll. Damit steht die neue Kirche architektonisch deutlich für die Zeit des 20. Jahrhunderts.
Der Vergleich beider Kirchen ist didaktisch besonders ergiebig:
- Neugotik und moderne Kirchenarchitektur zeigen unterschiedliche Vorstellungen von Sakralraum.
- Die alte Marienkirche steht für historische Kontinuität im Ortskern.
- Die neue Kirche spiegelt liturgische und gesellschaftliche Veränderungen des 20. Jahrhunderts.
- Beide Gebäude zusammen erzählen die Religions- und Baugeschichte von Staig.
Was Du an diesem Beispiel lernen kannst
Am Beispiel der Marienkirche Staig kannst Du mehrere Kompetenzbereiche trainieren:
- Historisches Lernen: Du ordnest Bauphasen und Nutzungswandel zeitlich ein.
- Architektur lesen: Du erkennst Merkmale von Gotik und Neugotik.
- Urteilsbildung: Du bewertest, ob und wie historische Gebäude erhalten werden sollten.
- Kulturelle Bildung: Du verstehst, warum lokale Denkmale für eine Gemeinde wichtig sind.
- Projektarbeit: Du kannst aus dem Thema Ausstellungen, Karten, Interviews oder Medienprodukte entwickeln.
Medien und vertiefende Anregungen
Nutze Bilder der Marienkirche auf Wikimedia Commons, um das Gebäude von außen zu untersuchen. Das eingebundene Video zur Nutzung als Klangraum zeigt, wie ein ehemaliger Kirchenraum kulturell neu belebt werden kann. So lernst Du nicht nur Fakten, sondern siehst den Wandel des Ortes anschaulich.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welchem Ort befindet sich die Marienkirche Staig? (Staig) (!Ulm) (!Ehingen) (!Biberach)
Um welches ungefähre Baujahr der ersten Kirche geht es in den Quellen? (1470) (!1270) (!1670) (!1870)
Was geschah 1577 mit der Kirche? (Der Turm wurde erhöht) (!Das Gebäude wurde vollständig abgetragen) (!Die Kirche wurde zur Galerie umgebaut) (!Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt wurde eingeweiht)
Welcher Baustil prägte den Neubau des 19. Jahrhunderts? (Neugotik) (!Barock) (!Romanik) (!Bauhaus)
Was blieb beim Abbruch von 1869 erhalten? (Der Turm) (!Der Chorraum) (!Die gesamte Dachkonstruktion) (!Die Orgel)
Mit welchem Architekten wird der neugotische Neubau verbunden? (Georg von Morlok) (!Manfred Wacker) (!Rudolf Schmid) (!Peter Rau)
Seit wann steht die Marienkirche unter Denkmalschutz? (1922) (!1876) (!1974) (!1988)
Was geschah 1974 im Zusammenhang mit dem kirchlichen Leben in Staig? (Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt wurde eingeweiht) (!Die Marienkirche wurde erstmals gebaut) (!Der Turm wurde abgerissen) (!Die Kirche wurde unter Denkmalschutz gestellt)
Seit wann befindet sich die alte Marienkirche in Privatbesitz? (1988) (!1922) (!1974) (!1999)
Welche heutige Nutzung passt zur ehemaligen Marienkirche Staig? (Galerie und Veranstaltungsort) (!Industriehalle) (!Bahnhof) (!Rathaus)
Memory
| 1470 | Erste Kirche in Staig |
| 1577 | Turmerhöhung |
| 1869 | Abbruch der alten Kirche |
| Georg von Morlok | Entwurf des Neubaus |
| 1922 | Denkmalschutz |
| 1974 | Neue Kirche Mariä Himmelfahrt |
| 1988 | Privatbesitz und Restaurierung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| 1470 | erste Kirche |
| 1577 | Turmerhöhung |
| 1869 | Abbruch und Neubauphase beginnt |
| 1922 | Denkmalschutz |
| 1974 | Einweihung der neuen Kirche |
...
Kreuzworträtsel
| Staig | In welchem Ort steht die Marienkirche? |
| Morlok | Nachname des Architekten des neugotischen Neubaus |
| Turm | Welcher Bauteil blieb 1869 erhalten? |
| Gotik | Welche historische Stilrichtung wurde im 19. Jahrhundert wiederaufgenommen? |
| Galerie | Eine heutige Nutzung des Gebäudes |
| Denkmal | Wofür steht die Kirche seit 1922 unter Schutz? |
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Ortsgeschichte: Erstelle eine kurze Zeitleiste mit den wichtigsten Stationen der Marienkirche Staig von 1470 bis heute.
- Architektur: Beschreibe auf der Grundlage eines Bildes mindestens fünf Merkmale, die auf einen Kirchenbau hinweisen.
- Denkmalschutz: Formuliere in einem kurzen Text, warum ein Gebäude auch nach dem Ende seiner ursprünglichen Nutzung erhalten werden kann.
- Vergleich: Vergleiche in wenigen Sätzen die Begriffe Gotik und Neugotik.
Standard
- Bildanalyse: Untersuche ein Foto der Marienkirche Staig und erkläre, welche Wirkung Fassade, Fenster und Turm auf Dich haben.
- Recherche: Recherchiere zu Georg von Morlok und stelle dar, warum seine Arbeit für die württembergische Architekturgeschichte wichtig ist.
- Kirchenraum: Erkläre, was sich für Menschen verändert, wenn ein Kirchenraum vom Sakralraum zum Kulturraum wird.
- Lokalgeschichte: Befrage Menschen aus Deiner Umgebung dazu, welche historischen Gebäude im Ort besonders wichtig sind, und vergleiche ihre Antworten mit dem Beispiel Staig.
Schwer
- Projektarbeit: Entwirf ein Nutzungskonzept für ein historisches Kirchengebäude, das Kultur, Bildung und Denkmalpflege miteinander verbindet.
- Urteilsbildung: Schreibe einen argumentativen Text dazu, ob ehemalige Kirchen eher religiös, kulturell oder multifunktional genutzt werden sollten.
- Digitale Bildung: Entwickle ein Storyboard für ein kurzes Lernvideo über die Marienkirche Staig, das Baugeschichte, Stil und Umnutzung erklärt.
- Exkursion: Plane eine denkmalpädagogische Exkursion zur Marienkirche Staig oder zu einem vergleichbaren Bauwerk und formuliere Arbeitsaufträge für eine Lerngruppe.


Lernkontrolle
- Transferleistung: Erkläre, warum die Marienkirche Staig nicht nur ein religiöses, sondern auch ein kulturhistorisches Zeugnis ist.
- Vergleichendes Lernen: Vergleiche die alte Marienkirche mit der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt und leite daraus Veränderungen in Architektur und Gemeindeleben ab.
- Bewertung: Beurteile, welche Chancen und Grenzen die Umnutzung eines ehemaligen Kirchengebäudes als Kulturort mit sich bringt.
- Denkmalpflege: Begründe, warum der Erhalt eines Bauwerks manchmal wichtiger sein kann als ein vollständiger funktionaler Neubeginn.
- Raumanalyse: Erläutere, wie Architektur die Wahrnehmung eines Ortes beeinflusst, selbst wenn sich seine Nutzung verändert hat.
- Nachhaltigkeit: Diskutiere, inwiefern die Umnutzung historischer Gebäude ein Beitrag zu kultureller und ökologischer Nachhaltigkeit sein kann.
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