Fördermöglichkeiten Marienkirche: Unterschied zwischen den Versionen
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# [https://www.leader-oberschwaben.de/neuigkeiten/details/520.html LEADER-Kleinprojekte Oberschwaben] – bis zu 12.000 € | # [https://www.leader-oberschwaben.de/neuigkeiten/details/520.html LEADER-Kleinprojekte Oberschwaben] – bis zu 12.000 € | ||
# [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/beteiligungstaler/ Beteiligungstaler] – bis zu 2.000 € | # [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/beteiligungstaler/ Beteiligungstaler] – bis zu 2.000 € | ||
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= Förderung mit Begründung = | = Förderung mit Begründung: Top 10 nach Wahrscheinlichkeit geordnet = | ||
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# [https://mlw.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/liste-foerderprogramme-mlw/denkmalfoerderung-durch-zuschuesse Denkmalförderprogramm | # [https://mlw.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/liste-foerderprogramme-mlw/denkmalfoerderung-durch-zuschuesse Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg] – bis zu 33 % der denkmalbezogenen Aufwendungen bei Kirchen. Das passt zur Marienkirche besonders gut, weil hier die denkmalgerechte Sicherung und Sanierung des historischen Gebäudes im Mittelpunkt steht. | ||
# [https://www.denkmalstiftung-bw.de/ Denkmalstiftung | # [https://www.denkmalstiftung-bw.de/ Denkmalstiftung Baden‑Württemberg] – bis zu 50 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil bürgerschaftlich getragene Denkmalprojekte mit öffentlichem Nutzen hier sehr gut anschlussfähig sind. | ||
# [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/foerderprogramm-quartiersimpulse/ Quartiersimpulse] – | # [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/foerderprogramm-quartiersimpulse/ Quartiersimpulse] – 20 000 bis 85 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil sie als künftiger Begegnungsort für alle Generationen hervorragend als Quartiersprojekt mit Bürgerbeteiligung beschrieben werden kann. | ||
# [https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/land/elr/ Entwicklungsprogramm | # [https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/land/elr/ Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)] – bis zu 40 %, maximal 750 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil das Projekt im ländlichen Raum liegt und zur Stärkung des Ortskerns sowie der örtlichen Infrastruktur beitragen soll. | ||
# [https://www.staedtebaufoerderung.info/DE/Programme/LebendigeZentren/lebendigezentren_node.html | # [https://www.staedtebaufoerderung.info/DE/Programme/LebendigeZentren/lebendigezentren_node.html Städtebauförderung – Lebendige Zentren] – bis zu 60 %. Das passt zur Marienkirche, weil sie als identitätsstiftender Ort das Zentrum von Staig beleben und kulturell sowie sozial neu aktivieren könnte. | ||
# [https://www.staedtebaufoerderung.info/DE/Programme/SozialerZusammenhalt/sozialerzusammenhalt_node.html | # [https://www.staedtebaufoerderung.info/DE/Programme/SozialerZusammenhalt/sozialerzusammenhalt_node.html Städtebauförderung – Sozialer Zusammenhalt] – bis zu 60 %. Das passt zur Marienkirche, weil dort soziale, integrative und generationenübergreifende Angebote mit echtem Mehrwert für die Dorfgemeinschaft entstehen könnten. | ||
# [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/gut-beraten/ | # [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/gut-beraten/ Gut Beraten!] – bis zu 4 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil für Genossenschaft, Beteiligungsprozess und Projektaufbau professionelle Beratung sehr sinnvoll und förderfähig ist. | ||
# [https://www.stiftung-kiba.de/ | # [https://www.stiftung-kiba.de/ Stiftung KiBa] – häufig ca. 5 000 bis 20 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil kirchlich geprägte Gebäude mit gemeinwohlorientierter Zukunftsperspektive hier grundsätzlich sehr gut hineinpassen. | ||
# [https://www.leader-oberschwaben.de/neuigkeiten/details/520.html LEADER-Kleinprojekte Oberschwaben] – bis zu | # [https://www.leader-oberschwaben.de/neuigkeiten/details/520.html LEADER-Kleinprojekte Oberschwaben] – bis zu 12 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil kleinere sichtbare Teilmaßnahmen wie Ausstattung, Umfeldgestaltung oder nachhaltige Ergänzungen realistisch über Kleinprojekte finanziert werden können. | ||
# [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/beteiligungstaler/ Beteiligungstaler] – bis zu | # [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/beteiligungstaler/ Beteiligungstaler] – bis zu 2 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil sich damit kleinere Beteiligungsaktionen, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit rund um das Projekt unkompliziert unterstützen lassen. | ||
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| style="background:#eef5f8;" | '''2''' | | style="background:#eef5f8;" | '''2''' | ||
| style="background:#eef5f8;" | '''Projekt in Bausteine aufteilen''': Das Gesamtprojekt muss in getrennte Teile zerlegt werden, z. | | style="background:#eef5f8;" | '''Projekt in Bausteine aufteilen''': Das Gesamtprojekt muss in getrennte Teile zerlegt werden, z. B. a) Beratung/Prozess, b) Bürgerbeteiligung/Öffentlichkeitsarbeit, c) denkmalgerechte Sanierung, d) soziale/kulturelle Nutzung, e) kleine sichtbare Teilmaßnahmen. | ||
| style="background:#eef5f8;" | So vermeidet ihr Doppelförderung und könnt mehrere Förderprogramme rechtssicher kombinieren. | | style="background:#eef5f8;" | So vermeidet ihr Doppelförderung und könnt mehrere Förderprogramme rechtssicher kombinieren. | ||
| style="background:#eef5f8;" | '''Noch keine Einreichung'''. Dies ist die wichtigste Vorarbeit für alle weiteren Schritte. | | style="background:#eef5f8;" | '''Noch keine Einreichung'''. Dies ist die wichtigste Vorarbeit für alle weiteren Schritte. | ||
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| style="background:#f7fafc;" | '''3''' | | style="background:#f7fafc;" | '''3''' | ||
| style="background:#f7fafc;" | '''Großen Hauptweg festlegen''': Entscheiden, welches Programm die Hauptschiene für das Gesamtprojekt sein soll. Für die Marienkirche kommen realistisch vor allem Denkmalförderung, Quartiersentwicklung, | | style="background:#f7fafc;" | '''Großen Hauptweg festlegen''': Entscheiden, welches Programm die Hauptschiene für das Gesamtprojekt sein soll. Für die Marienkirche kommen realistisch vor allem Denkmalförderung, Quartiersentwicklung, Ortskern‑/Städtebauförderung oder ELR in Frage. | ||
| style="background:#f7fafc;" | Ein Hauptprogramm für den großen Rahmen verhindert Förderchaos. | | style="background:#f7fafc;" | Ein Hauptprogramm für den großen Rahmen verhindert Förderchaos. | ||
| style="background:#f7fafc;" | ''' | | style="background:#f7fafc;" | '''Priorität 1: Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg''' als zentrale Basisschiene für die bauliche Sicherung. Parallel vorbereitend: '''Denkmalstiftung Baden‑Württemberg''' und '''Deutsche Stiftung Denkmalschutz''' als Ergänzung. | ||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Beratungsbedarf neu zuschneiden''': Falls erneut Beratung nötig ist, darf sie nicht als versteckte Bau- oder Betriebsvorbereitung formuliert werden, sondern klar als | | style="background:#eef5f8;" | '''Beratungsbedarf neu zuschneiden''': Falls erneut Beratung nötig ist, darf sie nicht als versteckte Bau- oder Betriebsvorbereitung formuliert werden, sondern klar als Beteiligungs‑, Organisations‑ oder Strukturberatung. Mögliche externe Begleitung wie SPES oder Wolfgang Schleicher wäre hier einsetzbar. | ||
| style="background:#eef5f8;" | Nur ein sauber abgegrenzter Beratungsantrag hat eine neue Chance. | | style="background:#eef5f8;" | Nur ein sauber abgegrenzter Beratungsantrag hat eine neue Chance. | ||
| style="background:#eef5f8;" | '''Erst nach Überarbeitung erneut prüfen: | | style="background:#eef5f8;" | '''Erst nach Überarbeitung erneut prüfen: Gut Beraten!''' Nur beantragen, wenn wirklich ein neuer, klarer Beratungszuschnitt vorliegt und keine Doppelförderung mit Beteiligungskosten entsteht. | ||
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| style="background:#f7fafc;" | '''7''' | | style="background:#f7fafc;" | '''7''' | ||
| style="background:#f7fafc;" | '''Denkmalunterlagen professionell zusammenstellen''': Zustand, Maßnahmenliste, Prioritäten, denkmalpflegerische Abstimmung, Kostenschätzung, Fotos, Nutzungsperspektive, Bauphasen und Finanzierungsübersicht aufbereiten. | | style="background:#f7fafc;" | '''Denkmalunterlagen professionell zusammenstellen''': Zustand, Maßnahmenliste, Prioritäten, denkmalpflegerische Abstimmung, Kostenschätzung, Fotos, Nutzungsperspektive, Bauphasen und Finanzierungsübersicht aufbereiten. | ||
| style="background:#f7fafc;" | Diese Unterlagen sind die Grundlage für fast alle baulichen Förderanträge. | | style="background:#f7fafc;" | Diese Unterlagen sind die Grundlage für fast alle baulichen Förderanträge. | ||
| style="background:#f7fafc;" | '''Jetzt beantragen: Denkmalförderprogramm | | style="background:#f7fafc;" | '''Jetzt beantragen: Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg'''. Danach direkt '''Denkmalstiftung Baden‑Württemberg''' und '''Deutsche Stiftung Denkmalschutz''' mit denselben Grundunterlagen, aber sauber angepasster Darstellung. | ||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Kommunale Großprogramme nur gezielt spielen''': Wenn die Gemeinde stark mitzieht und die Marienkirche als sozialer und kultureller Ort für das Zentrum von Staig verstanden wird, kann ein größerer Rahmenantrag folgen. | | style="background:#f7fafc;" | '''Kommunale Großprogramme nur gezielt spielen''': Wenn die Gemeinde stark mitzieht und die Marienkirche als sozialer und kultureller Ort für das Zentrum von Staig verstanden wird, kann ein größerer Rahmenantrag folgen. | ||
| style="background:#f7fafc;" | Diese Programme sind stark, aber aufwendiger und strategischer. | | style="background:#f7fafc;" | Diese Programme sind stark, aber aufwendiger und strategischer. | ||
| style="background:#f7fafc;" | '''Danach – je nach Gemeindestrategie genau eines als Hauptweg wählen''': '''Quartiersimpulse''' oder '''ELR''' oder '''Städtebauförderung''' (z. | | style="background:#f7fafc;" | '''Danach – je nach Gemeindestrategie genau eines als Hauptweg wählen''': '''Quartiersimpulse''' oder '''ELR''' oder '''Städtebauförderung''' (z. B. Lebendige Zentren / Sozialer Zusammenhalt). '''Nicht alles gleichzeitig für dieselben Maßnahmen beantragen.''' | ||
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| style="background:#fffdf7;" | | | style="background:#fffdf7;" | | ||
'''1. Keine Doppelförderung''': Dieselbe Rechnung oder dieselbe Maßnahme darf nicht bei mehreren Förderern gleichzeitig abgerechnet werden. | '''1. Keine Doppelförderung''': Dieselbe Rechnung oder dieselbe Maßnahme darf nicht bei mehreren Förderern gleichzeitig abgerechnet werden. | ||
'''2. Förderungen sauber trennen''': Beratung, Beteiligung, Bau, Ausstattung und soziale Nutzung müssen als getrennte Bausteine gedacht und beantragt werden. | |||
'''3. Richtigen Antragsteller wählen''': Manche Programme passen zur Initiative, manche zur Gemeinde, manche zur Kirche. Das muss vorab eindeutig festgelegt sein. | |||
'''4. Nicht zu früh anfangen''': Keine Aufträge vergeben, keine Rechnungen auslösen und keine Maßnahmen starten, bevor klar ist, welche Förderung greift oder ob ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn erlaubt ist. | |||
'''5. Nur ein kommunales Hauptprogramm für denselben Großbaustein''': ELR, Städtebauförderung und Quartiersimpulse dürfen nicht chaotisch auf dieselben Kosten gelegt werden. Für denselben Kernbaustein sollte ein Hauptweg gewählt werden. | |||
'''6. Denkmalförderungen können sich ergänzen''': Landesdenkmalprogramm, Denkmalstiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz und ggf. KiBa können sich sinnvoll ergänzen, wenn die Gesamtfinanzierung offen und sauber dargestellt wird. | |||
'''7. Abgelehnten Antrag nicht einfach wiederholen''': Bei '''Gut Beraten!''' nur dann erneut beantragen, wenn der Zuschnitt wirklich verändert und förderlogisch verbessert wurde. | |||
'''8. Fristen früh im Kalender sichern''': Besonders bei Deutsche Stiftung Denkmalschutz, KiBa, ELR und kommunalen Programmen sind Fristen und Vorläufe entscheidend. | |||
'''9. Gemeinde früh einbinden''': Ohne aktive Mitwirkung der Gemeinde fallen mehrere starke Programme praktisch weg. | |||
'''10. Alles dokumentieren''': Beschlüsse, Kosten, Angebote, Gespräche, Fotos, Nutzungskonzept, Eigenleistungen und Unterstützungszusagen sollten sofort sauber gesammelt werden. | |||
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''' | '''Empfohlene Reihenfolge insgesamt:''' | ||
'''3. | '''1.''' Projektstruktur und Bausteine ordnen | ||
'''2.''' Beteiligungstaler für schnelle Beteiligungsmaßnahmen | |||
''' | '''3.''' Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg | ||
'''4.''' Denkmalstiftung Baden‑Württemberg | |||
'''5.''' Deutsche Stiftung Denkmalschutz | |||
'''6.''' Stiftung KiBa | |||
'''7.''' Quartiersimpulse '''oder''' ELR '''oder''' Städtebauförderung – je nach kommunaler Strategie | |||
'''8.''' Gut Beraten! nur nach klarer inhaltlicher Neuaufstellung | |||
'''9.''' Spätere Ergänzungsbausteine / kleine Teilprojekte | |||
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= Ausführliche Informationen zu den Fördermöglichkeiten – nach Erfolgschancen geordnet = | |||
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{| class="wikitable sortable" style="background:#fcfcfc; color:#222; width:100%; table-layout:fixed; border:1px solid #cfd8dc;" | |||
! style="width:18%; background:#dfe8ee; color:#1f2d3d;" | Institution/Förderer | |||
! style="width:22%; background:#dfe8ee; color:#1f2d3d;" | Kontakt (Adresse / Mail / Tel.) | |||
! style="width:20%; background:#dfe8ee; color:#1f2d3d;" | Was müsste getan werden? | |||
! style="width:40%; background:#dfe8ee; color:#1f2d3d;" | Begründung | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Beteiligungstaler – Projektefonds der Allianz für Beteiligung''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Allianz für Beteiligung, Augustenstraße 15, 70178 Stuttgart; Mail [mailto:info@afb-bw.de info@afb-bw.de]; Tel. 0711 3422 5600 | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Den laufenden Beteiligungsbaustein sehr konkret und schlank halten''': Im Mittelpunkt sollten Informationsveranstaltungen, Info-Stand, Flyer, Social Media, Moderation, Raummiete, Catering und die Aktivierung für die Genossenschaft stehen. Der Antrag sollte konsequent als Beteiligungs- und Öffentlichkeitsprojekt beschrieben werden, nicht als Bau- oder Erwerbsförderung. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Das ist derzeit die wahrscheinlichste Förderung, weil hierzu bereits ein sehr konkreter Antrag mit klar umrissenen Kosten von 1.600 € vorliegt. Der Antrag passt genau zur Förderlogik: Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Aktivierung der Bürgerschaft rund um die zukünftige Begegnungsstätte. Da das Programm fortlaufend beantragt werden kann und ausdrücklich Sachkosten inklusive Honorarkosten fördert, ist es für den aktuellen Projektstand besonders passend. [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/beteiligungstaler/ Beteiligungstaler] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Denkmalförderprogramm Baden-Württemberg''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über das Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Berliner Str. 12, 73728 Esslingen; Tel. 0711 90445-666; Mail [mailto:abteilung8@rps.bwl.de abteilung8@rps.bwl.de] | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Denkmalgerechte Sanierung in Bauabschnitte gliedern''': Es braucht ein belastbares Sanierungs- und Nutzungskonzept, eine Prioritätenliste der Maßnahmen und möglichst früh die denkmalpflegerische Abstimmung. Besonders sinnvoll ist eine Einteilung in erste Sicherungsmaßnahmen und spätere Ausbauschritte. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Für die Marienkirche ist das die wichtigste bauliche Basisschiene. Das Projekt betrifft ein denkmalgeschütztes Gebäude, und genau dafür ist das Programm gemacht. Anders als bei Beteiligungs- oder Quartiersprogrammen steht hier nicht die Prozesslogik, sondern die denkmalgerechte Erhaltung der Substanz im Vordergrund. Das macht diese Förderung sehr realistisch, sobald belastbare Unterlagen zu Maßnahmen und Kosten vorliegen. [https://mlw.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/liste-foerderprogramme-mlw/denkmalfoerderung-durch-zuschuesse Denkmalförderprogramm Baden-Württemberg] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Denkmalstiftung Baden-Württemberg''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart; Tel. 0711 226-1185; Mail [mailto:info@denkmalstiftung-bw.de info@denkmalstiftung-bw.de] | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Bürgerschaftliches Engagement und Gemeinwohl klar herausstellen''': Die Initiative sollte ihre breite lokale Verankerung, die Veranstaltungen seit 2025, die Spenden, den ehrenamtlichen Einsatz und das öffentliche Nutzungskonzept betonen. Gute Fotos, klare Bauziele und ein glaubwürdiger Finanzierungsplan sind wichtig. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Diese Förderung passt sehr gut, weil die Marienkirche nicht nur als Denkmal erhalten, sondern als öffentlich nutzbarer Zukunftsort im Ortskern entwickelt werden soll. Die Kombination aus Denkmalschutz, bürgerschaftlicher Initiative, Kultur, sozialem Mehrwert und langfristiger Perspektive macht die Förderlogik hier besonders überzeugend. [https://www.denkmalstiftung-bw.de/ Denkmalstiftung Baden-Württemberg] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD)''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | Ansprechpartnerin für Baden-Württemberg: Nina Probst; Tel. 0228 9091-267; Mail [mailto:nina.probst@denkmalschutz.de nina.probst@denkmalschutz.de] | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Frühzeitig Kontakt aufnehmen und einen sauberen Denkmalantrag vorbereiten''': Benötigt werden gute Unterlagen zur historischen Bedeutung, zum Zustand, zur Nutzungsperspektive und zur Finanzierung. Die öffentliche Zugänglichkeit und die dauerhafte Erhaltung sollten im Vordergrund stehen. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Die DSD ist für die Marienkirche sehr plausibel, weil Peter Rau selbst auf diese Fördermöglichkeit hingewiesen hat und das Projekt klar auf Erhalt und Belebung eines markanten historischen Gebäudes zielt. Die Stiftung ist besonders sinnvoll als ergänzende Finanzierung neben Landesmitteln und regionalen Stiftungen. [https://www.denkmalschutz.de/ Deutsche Stiftung Denkmalschutz] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa)''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Herrenhäuser Straße 12, 30419 Hannover; Mail [mailto:kiba@ekd.de kiba@ekd.de]; Tel. 0511 2796333 | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Kirchliche Anschlussfähigkeit sauber klären''': Vor einer Antragstellung muss klar sein, über welche kirchliche Struktur der Antrag laufen kann und wie die künftige Nutzung dargestellt wird. Wichtig ist, dass die geplante Zukunft der Kirche als gemeinwohlorientiert und mit dem Charakter des Gebäudes vereinbar beschrieben wird. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Diese Förderlinie ist nicht ganz so allgemein wie die Denkmalförderung, aber grundsätzlich sehr passend. Die Marienkirche bleibt ein kirchlich geprägter Bau mit starker öffentlicher und kultureller Zukunftsperspektive. Deshalb ist KiBa eine realistische Ergänzung, wenn die formalen kirchlichen Voraussetzungen erfüllt werden. [https://www.stiftung-kiba.de/ Stiftung KiBa] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Quartiersimpulse – Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | Allianz für Beteiligung, Augustenstraße 15, 70178 Stuttgart; Annabel Stoffel; Mail [mailto:Annabel.Stoffel@afb-bw.de Annabel.Stoffel@afb-bw.de]; Tel. 0711 3422 5606 | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Die Marienkirche als generationenübergreifenden Begegnungsort für Staig beschreiben''': Dafür braucht es eine enge Kooperation mit der Gemeinde, ein integriertes Quartiersbild und einen nachvollziehbaren Beteiligungsprozess. Angebote wie Café, Jugendtreff, Migrantentreff, Inklusion, Repair-Café, Kultur und Treffpunkt für alle Generationen sollten als zusammenhängendes Konzept formuliert werden. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Inhaltlich ist dieses Programm fast ideal, weil die geplanten Nutzungen exakt in Richtung Begegnung, Teilhabe, Generationenbezug und Quartiersbelebung gehen. Die Erfolgschance hängt aber stark davon ab, ob die Gemeinde Staig aktiv mitzieht und als notwendiger kommunaler Partner wirklich mit an Bord ist. Deshalb steht Quartiersimpulse hoch, aber nicht ganz oben. [https://www.quartier2030-bw.de/angebote/foerderung/ Quartiersimpulse] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) – Gemeinschaftseinrichtungen / Grundversorgung / Arbeiten''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW; Anträge über die jeweiligen Regierungspräsidien; allgemeiner Kontakt: Theodor-Heuss-Straße 4, 70174 Stuttgart; Tel. 0711 123-0; Mail [mailto:buergerreferent@mlw.bwl.de buergerreferent@mlw.bwl.de] | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''ELR nicht als Wohnprojekt, sondern als ländliche Mehrfachnutzung aufbauen''': Relevant sind vor allem Gemeinschaftseinrichtungen, Grundversorgung und eventuell Arbeiten. Das Projekt müsste zeigen, wie die Marienkirche den Ortskern stärkt, Begegnung schafft, kulturelle Infrastruktur bietet und eventuell kleinteilige Arbeits- oder Kreativnutzungen ermöglicht. | |||
| style="background:#f7fafc;" | ELR ist grundsätzlich stark, weil Staig im ländlichen Raum liegt und das Projekt den Ortskern beleben soll. Wegen eurer Vorgabe, dass Wohnungen nicht vorgesehen sind, fällt die Wohnschiene weg. Dadurch bleibt ELR weiterhin interessant, aber vor allem über Gemeinschaftseinrichtungen, kulturelle Nutzungen, Grundversorgung und eventuell Coworking-/Atelierbereiche. Die Erfolgschance hängt auch hier stark von der Gemeinde ab. [https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/land/elr/ Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Städtebauförderung – Lebendige Zentren''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über Gemeinde/Regierungspräsidium; Kontakt über die Gemeinde bzw. das zuständige Regierungspräsidium | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Die Marienkirche als Schlüsselort im Zentrum von Staig darstellen''': Es braucht ein überzeugendes kommunales Konzept, das zeigt, wie das Gebäude den Ortskern kulturell, sozial und städtebaulich stärkt. Die Gemeinde müsste das Projekt aktiv in eine breitere Ortskernstrategie einbetten. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Inhaltlich passt das Programm gut, weil die Marienkirche im Ortskern liegt und als identitätsstiftender Zukunftsort wirken kann. Praktisch ist die Hürde aber höher als bei Denkmal- oder Beteiligungsprogrammen, weil ein kommunaler Gesamtansatz und eine strategische Einbettung nötig sind. Deshalb eher mittlere Erfolgschance. [https://www.staedtebaufoerderung.info/DE/Programme/LebendigeZentren/lebendigezentren_node.html Städtebauförderung – Lebendige Zentren] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Städtebauförderung – Sozialer Zusammenhalt''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über Gemeinde/Regierungspräsidium; Kontakt über die Gemeinde bzw. das zuständige Regierungspräsidium | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Soziale, integrative und generationenübergreifende Funktionen in den Mittelpunkt stellen''': Das Projekt müsste als sozialer Treffpunkt mit Angeboten für verschiedene Gruppen beschrieben werden, etwa für Jugendliche, ältere Menschen, Migrant:innen, Inklusion und Ehrenamt. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Die inhaltliche Passung ist gut, weil viele der geplanten Nutzungen genau auf soziales Miteinander und Integration zielen. Die praktische Erfolgschance ist aber etwas geringer als bei Quartiersimpulse, weil hier ein stärker kommunal gesteuerter, formaler Gesamtansatz nötig ist. [https://www.staedtebaufoerderung.info/DE/Programme/SozialerZusammenhalt/sozialerzusammenhalt_node.html Städtebauförderung – Sozialer Zusammenhalt] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Gemeinsam engagiert in BW''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg; Anträge an [mailto:antraegeBE@sm.bwl.de antraegeBE@sm.bwl.de] | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Nicht die Kirche selbst, sondern das Engagement drumherum fördern lassen''': Sinnvoll wären Ehrenamtsqualifizierung, Beteiligungsformate, Veranstaltungen, generationenübergreifende Aktionen, Vernetzung und Aktivierung weiterer Mitwirkender. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Diese Förderung ist keine Hauptschiene für Erwerb oder Umbau, kann aber gut zum Projektumfeld passen. Gerade weil sich bereits ein engerer und ein erweiterter Kreis gebildet haben und Veranstaltungen über das Jahr geplant werden, kann diese Linie helfen, das bürgerschaftliche Engagement rund um die Marienkirche zu stabilisieren. [https://landesfamilienrat.de/foerderprogramm-gemeinsam-engagiert-in-bw-iii/ Gemeinsam engagiert in BW] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Programm „FreiRäume“ – Kunst- und Kulturförderung für Begegnungsorte''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg; Ausschreibung über das MWK Baden-Württemberg | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Die kulturelle Nutzung deutlich schärfen''': Wenn ihr diese Linie verfolgen wollt, muss die Marienkirche ausdrücklich als Kultur- und Begegnungsort mit belastbarem Programm beschrieben werden: Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Veranstaltungen, kulturelle Kooperationen und soziokulturelle Öffnung. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Inhaltlich gibt es klare Anknüpfungspunkte, weil der große Raum im Obergeschoss für Konzerte, Lesungen, Theater, Ausstellungen und weitere kulturelle Formate gedacht ist. Die Erfolgschance ist aber geringer als bei Denkmal- und Beteiligungsschienen, weil der kulturelle Schwerpunkt hier besonders stark und professionell ausgearbeitet werden müsste. [https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/freiraeume FreiRäume] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''SPES Zukunftsmodelle e.V. Freiburg / mögliche Prozessbegleitung''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | SPES Zukunftsmodelle e.V.; möglicher Kontakt über Projektanfrage. Für eine Finanzierung über Beteiligungsprogramme zusätzlich: Allianz für Beteiligung, [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/gut-beraten/ Gut Beraten!] | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Nicht als Förderer, sondern als fachlichen Partner behandeln''': Wenn ihr mit SPES arbeiten wollt, sollte das als externe Prozessbegleitung für Dorfentwicklung, Beteiligung, Exkursionen oder Konzeptarbeit beschrieben werden. Die Finanzierung müsste dann über ein anderes Förderprogramm laufen. | |||
| style="background:#eef5f8;" | SPES ist nach den vorliegenden Informationen kein eigener Fördertopf für euch, sondern eher ein möglicher Beratungs- und Strukturpartner. Deshalb gehört SPES nicht zu den eigentlichen Förderern mit hoher Bewilligungschance, kann aber als nützlicher fachlicher Baustein innerhalb anderer Programme relevant werden. | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Gut Beraten! – Beratungsgutscheine zur Förderung der Zivilgesellschaft''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Allianz für Beteiligung; Iryna Bril; Mail [mailto:Iryna.Bril@afb-bw.de Iryna.Bril@afb-bw.de]; Tel. 0711 3422 5603 | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Nur als vollständig neu zugeschnittenen Beratungsantrag erneut denken''': Wenn ihr hier noch einmal ansetzt, muss der Antrag viel klarer auf Prozessbegleitung, Bürgerbeteiligung und Organisationsentwicklung fokussieren. Erwerb, Umbau und Betrieb dürfen nicht die Hauptbotschaft sein. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Das Programm passt zwar grundsätzlich zur Marienkirche und Christian Skrodzki ist als Genossenschaftsberater fachlich einschlägig. Praktisch ist die Erfolgschance im Moment aber reduziert, weil bereits ein Antrag GB-832 gestellt wurde und nach eurer Angabe abgelehnt worden ist. Für eine neue Runde wäre eine deutliche inhaltliche Neuaufstellung nötig. [https://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/gut-beraten/ Gut Beraten!] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Erasmus+ Erwachsenenbildung''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | EU-Programm Erasmus+; Programminfos: [https://erasmus-plus.ec.europa.eu/de/programme-guide/part-b/key-action-1/adult-learners-and-staff Erasmus+ Erwachsenenbildung] · Nationale Informationen: [https://www.erasmusplus.de/service/aktuelle/nachricht/news/aufruf-zum-programm-erasmus-2026-veroeffentlicht Erasmus+ 2026] | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Nur als Begleitprojekt für Lernen, Austausch und Qualifizierung verfolgen''': Denkbar wäre Erasmus+ nur dann, wenn die Marienkirche auch als Lernort für Erwachsene, Engagement, Kulturvermittlung, Qualifizierung oder europäische Kooperationen profiliert wird. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Das ist keine Bauförderung und auch keine realistische Hauptschiene für Erwerb oder Umbau. Als flankierendes Bildungs- und Austauschformat kann Erasmus+ interessant sein, aber erst in einer späteren Projektphase mit starkem Bildungsprofil. Deshalb eher geringe Erfolgschance für das Kernvorhaben. [https://erasmus-plus.ec.europa.eu/de/programme-guide/part-b/key-action-1/adult-learners-and-staff Erasmus+ Erwachsenenbildung] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus)''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Deichmanns Aue 29, 53179 Bonn; Hotline 0800 2623 008; Mail [mailto:beratung@foerderinfo.bund.de beratung@foerderinfo.bund.de] | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Nur als innovatives Modellprojekt mit klarer Übertragbarkeit denken''': Das Projekt müsste als besonders beispielhaftes Vorhaben für ländliche Entwicklung, kulturelle Daseinsvorsorge und regionalen Mehrwert dargestellt werden. | |||
| style="background:#f7fafc;" | BULEplus ist interessant, aber deutlich strategischer und wettbewerblicher als die unmittelbar passenden Landes- und Denkmalprogramme. Für die Marienkirche wäre das eher eine spätere Zusatzchance als ein naheliegender erster Förderweg. [https://www.ble.de/DE/Projektfoerderung/Foerderungen-Auftraege/BULE/BULE_node.html BULEplus] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Deutsche Bundesstiftung Umwelt''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | An der Bornau 2, 49090 Osnabrück; Tel. +49 541 9633-0 | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Nur mit starkem Umwelt- und Klimaschutzprofil verfolgen''': Ein Antrag wäre nur sinnvoll, wenn ökologische Sanierung, Energieeffizienz, Biodiversität und Umweltbildung wirklich tragende Projektbestandteile werden. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Die DBU ist thematisch nur dann passend, wenn das Projekt inhaltlich deutlich in Richtung nachhaltige Modelllösung entwickelt wird. Für den derzeitigen Schwerpunkt auf Erwerb, Begegnung, Kultur und Genossenschaft ist das eher eine ergänzende Spezialoption mit geringerer Erfolgschance. [https://www.dbu.de/ Deutsche Bundesstiftung Umwelt] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Programm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Deichmanns Aue 31-37, 53179 Bonn; Tel. +49 228 99401-0; Mail [mailto:zentrale@bbr.bund.de zentrale@bbr.bund.de] | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Nur mit starkem Umfeld- und Klimaanpassungskonzept verfolgen''': Das könnte sinnvoll werden, wenn ihr den Kirchplatz, Außenbereiche, Beschattung, Entsiegelung, Begrünung oder klimaresiliente Gestaltung systematisch mitdenkt. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Für das Kernprojekt Marienkirche ist dieses Programm derzeit eher fernliegend, weil es nicht primär um Gebäudekauf, Genossenschaft oder kulturelle Nutzung geht, sondern um Klimaanpassung und grüne Infrastruktur. Deshalb eher geringe Erfolgschance für die aktuelle Projektlogik. [https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/anpassung-klimawandel/anpassung-klimawandel-node.html Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''Städtebauförderung – Wachstum und nachhaltige Erneuerung''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über Gemeinde/Regierungspräsidium | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Nur mit starkem Klima-, Energie- und Stadterneuerungsbezug weiterverfolgen''': Das Projekt müsste deutlich als nachhaltige Ortsentwicklungsmaßnahme mit Klimaanpassung, Energie und strukturellem Umbau des Umfelds formuliert werden. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Diese Schiene ist abstrakter und weniger passgenau als Lebendige Zentren oder Sozialer Zusammenhalt. Sie kann relevant werden, wenn das Projekt in einen größeren kommunalen Transformationsrahmen eingebettet wird, ist aber für die Marienkirche allein eher wenig aussichtsreich. [https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Land/Baden-Wuerttemberg/foerderung_staedtebaulicher_entwicklungsmassnahmen.html Städtebauförderung BW] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Denkmalschutz-Sonderprogramme des Bundes (XIV / XV)''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien; Anträge über die zuständige Landesbehörde; allgemeine Auskunft: Graurheindorfer Str. 198, 53117 Bonn; Mail [mailto:poststelle@bkm.bund.de poststelle@bkm.bund.de] | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Nur bei sehr guter Vorbereitung und gesicherter Kofinanzierung anstreben''': Notwendig wären ein hoher Reifegrad des Projekts, belastbare Planungen, starke Förderpartnerschaften und eine sehr saubere Gesamtfinanzierung. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Diese Programme sind grundsätzlich attraktiv, aber für ein lokales Projekt wie die Marienkirche deutlich anspruchsvoller als Landes- und Stiftungsprogramme. Sie kommen eher in Frage, wenn das Projekt schon weit entwickelt ist und größere Finanzierungslücken auf hohem Niveau geschlossen werden sollen. [https://kulturstaatsminister.de/denkmal-und-kulturgutschutz/denkmalschutz/denkmalschutz-sonderprogramme Denkmalschutz-Sonderprogramme] | |||
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| style="background:#eef5f8;" | '''LEADER-Regionalbudget „Kleinprojekte“ / LEADER-Kleinprojekte – ökologische und soziale Nachhaltigkeit''' | |||
| style="background:#eef5f8;" | LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben, c/o Landratsamt Sigmaringen, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen | |||
| style="background:#eef5f8;" | '''Nur weiterverfolgen, wenn Staig tatsächlich im förderfähigen Aktionsraum liegt''': Inhaltlich wären kleinere Teilmaßnahmen denkbar, etwa Ausstattung, Umfeldgestaltung oder nachhaltige Ergänzungen. Vor jeder weiteren Arbeit muss aber die Gebietskulisse verbindlich geklärt sein. | |||
| style="background:#eef5f8;" | Inhaltlich wäre LEADER für kleine Teilprojekte passend. Nach euren neueren Informationen spricht aber viel dafür, dass Staig nicht im förderfähigen Aktionsraum liegt. Wenn das zutrifft, ist LEADER praktisch ausgeschlossen und gehört trotz inhaltlicher Nähe sehr weit nach hinten. [https://www.leader-oberschwaben.de/neuigkeiten/details/520.html LEADER Kleinprojekte] | |||
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| style="background:#f7fafc;" | '''Nationale Projekte des Städtebaus''' | |||
| style="background:#f7fafc;" | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung / BMWSB; zentrales Servicetelefon 030 18 335 0 | |||
| style="background:#f7fafc;" | '''Nur als langfristige Leuchtturmstrategie denken''': Dafür müsste die Marienkirche zu einem Projekt mit klarer regionaler oder nationaler Ausstrahlung, sehr hoher Planungstiefe, großer kommunaler Trägerschaft und besonderem Innovationsanspruch entwickelt werden. | |||
| style="background:#f7fafc;" | Dieses Programm ist für die Marienkirche derzeit die am wenigsten realistische Option. Es ist hoch kompetitiv und eher für außergewöhnlich große, überregional ausstrahlende Modellvorhaben geeignet. Als kurzfristiger Förderweg für euer aktuelles Projekt ist es praktisch nicht aussichtsreich. [https://www.nationale-staedtebauprojekte.de/ Nationale Projekte des Städtebaus] | |||
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= Ausführliche Informationen zu den Fördermöglichkeiten = | = Ausführliche Informationen zu den Fördermöglichkeiten = | ||
Aktuelle Version vom 17. März 2026, 20:45 Uhr


Fördermöglichkeiten Marienkirche
Top 10 nach Wahrscheinlichkeit geordnet
- Denkmalförderprogramm Baden-Württemberg – bis zu 33 % der denkmalbezogenen Aufwendungen bei Kirchen
- Denkmalstiftung Baden-Württemberg – bis zu 50.000 €
- Quartiersimpulse – 20.000 bis 85.000 €
- Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) – bis zu 40 %, maximal 750.000 €
- Städtebauförderung – Lebendige Zentren – bis zu 60 %
- Städtebauförderung – Sozialer Zusammenhalt – bis zu 60 %
- Gut Beraten! – bis zu 4.000 €
- Stiftung KiBa – häufig ca. 5.000 bis 20.000 €
- LEADER-Kleinprojekte Oberschwaben – bis zu 12.000 €
- Beteiligungstaler – bis zu 2.000 €
Förderung mit Begründung: Top 10 nach Wahrscheinlichkeit geordnet
- Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg – bis zu 33 % der denkmalbezogenen Aufwendungen bei Kirchen. Das passt zur Marienkirche besonders gut, weil hier die denkmalgerechte Sicherung und Sanierung des historischen Gebäudes im Mittelpunkt steht.
- Denkmalstiftung Baden‑Württemberg – bis zu 50 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil bürgerschaftlich getragene Denkmalprojekte mit öffentlichem Nutzen hier sehr gut anschlussfähig sind.
- Quartiersimpulse – 20 000 bis 85 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil sie als künftiger Begegnungsort für alle Generationen hervorragend als Quartiersprojekt mit Bürgerbeteiligung beschrieben werden kann.
- Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) – bis zu 40 %, maximal 750 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil das Projekt im ländlichen Raum liegt und zur Stärkung des Ortskerns sowie der örtlichen Infrastruktur beitragen soll.
- Städtebauförderung – Lebendige Zentren – bis zu 60 %. Das passt zur Marienkirche, weil sie als identitätsstiftender Ort das Zentrum von Staig beleben und kulturell sowie sozial neu aktivieren könnte.
- Städtebauförderung – Sozialer Zusammenhalt – bis zu 60 %. Das passt zur Marienkirche, weil dort soziale, integrative und generationenübergreifende Angebote mit echtem Mehrwert für die Dorfgemeinschaft entstehen könnten.
- Gut Beraten! – bis zu 4 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil für Genossenschaft, Beteiligungsprozess und Projektaufbau professionelle Beratung sehr sinnvoll und förderfähig ist.
- Stiftung KiBa – häufig ca. 5 000 bis 20 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil kirchlich geprägte Gebäude mit gemeinwohlorientierter Zukunftsperspektive hier grundsätzlich sehr gut hineinpassen.
- LEADER-Kleinprojekte Oberschwaben – bis zu 12 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil kleinere sichtbare Teilmaßnahmen wie Ausstattung, Umfeldgestaltung oder nachhaltige Ergänzungen realistisch über Kleinprojekte finanziert werden können.
- Beteiligungstaler – bis zu 2 000 €. Das passt zur Marienkirche, weil sich damit kleinere Beteiligungsaktionen, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit rund um das Projekt unkompliziert unterstützen lassen.
Förderplan
| Schritt | Was konkret zu tun ist | Ziel | Welche Förderung in diesem Schritt |
|---|---|---|---|
| 1 | Projekt intern sauber ordnen: Eigentum, Trägerschaft, Verantwortlichkeiten, Konto, Ansprechpartner:innen, Beschlusslage, geplante Nutzung und grobe Kostenstruktur schriftlich festhalten. Es muss eindeutig sein, wer was beantragt: Initiative, Kirchengemeinde, Bürgergenossenschaft in Gründung oder Gemeinde. | Ohne klare Zuständigkeiten werden spätere Förderanträge angreifbar oder unzulässig. | Noch keine Förderung beantragen. Zuerst die Förderlogik und die Antragstellerstruktur festziehen. |
| 2 | Projekt in Bausteine aufteilen: Das Gesamtprojekt muss in getrennte Teile zerlegt werden, z. B. a) Beratung/Prozess, b) Bürgerbeteiligung/Öffentlichkeitsarbeit, c) denkmalgerechte Sanierung, d) soziale/kulturelle Nutzung, e) kleine sichtbare Teilmaßnahmen. | So vermeidet ihr Doppelförderung und könnt mehrere Förderprogramme rechtssicher kombinieren. | Noch keine Einreichung. Dies ist die wichtigste Vorarbeit für alle weiteren Schritte. |
| 3 | Großen Hauptweg festlegen: Entscheiden, welches Programm die Hauptschiene für das Gesamtprojekt sein soll. Für die Marienkirche kommen realistisch vor allem Denkmalförderung, Quartiersentwicklung, Ortskern‑/Städtebauförderung oder ELR in Frage. | Ein Hauptprogramm für den großen Rahmen verhindert Förderchaos. | Priorität 1: Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg als zentrale Basisschiene für die bauliche Sicherung. Parallel vorbereitend: Denkmalstiftung Baden‑Württemberg und Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Ergänzung. |
| 4 | Kommunale Gespräche sofort führen: Mit Gemeinde, Bürgermeister:in, Verwaltung und ggf. Gemeinderat klären, ob die Gemeinde bei ELR, Städtebauförderung oder Quartiersimpulse mitgeht. Ohne aktive Kommune sind mehrere starke Programme praktisch nicht erreichbar. | Die Gemeinde muss früh entscheiden, ob sie nur unterstützt oder selbst Antragstellerin wird. | Parallel vorbereiten: Quartiersimpulse und ELR, aber nur weiterverfolgen, wenn die Gemeinde klar mitzieht. |
| 5 | Reinen Beteiligungsbaustein definieren: Formate wie Infoabende, Zukunftswerkstatt, Exkursionen, Umfragen, Flyer, Website, Social Media, Bürgerversammlungen und Dokumentation in ein separates Teilprojekt packen. | Damit entsteht ein eigener, sauber abgrenzbarer Förderbaustein für Beteiligung. | Als Erstes in dieser Spur: Beteiligungstaler für kleine, schnelle Maßnahmen. Wenn ein größerer Beteiligungsprozess geplant ist: Nachbarschaftsgespräche statt zusätzlicher Überschneidung. |
| 6 | Beratungsbedarf neu zuschneiden: Falls erneut Beratung nötig ist, darf sie nicht als versteckte Bau- oder Betriebsvorbereitung formuliert werden, sondern klar als Beteiligungs‑, Organisations‑ oder Strukturberatung. Mögliche externe Begleitung wie SPES oder Wolfgang Schleicher wäre hier einsetzbar. | Nur ein sauber abgegrenzter Beratungsantrag hat eine neue Chance. | Erst nach Überarbeitung erneut prüfen: Gut Beraten! Nur beantragen, wenn wirklich ein neuer, klarer Beratungszuschnitt vorliegt und keine Doppelförderung mit Beteiligungskosten entsteht. |
| 7 | Denkmalunterlagen professionell zusammenstellen: Zustand, Maßnahmenliste, Prioritäten, denkmalpflegerische Abstimmung, Kostenschätzung, Fotos, Nutzungsperspektive, Bauphasen und Finanzierungsübersicht aufbereiten. | Diese Unterlagen sind die Grundlage für fast alle baulichen Förderanträge. | Jetzt beantragen: Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg. Danach direkt Denkmalstiftung Baden‑Württemberg und Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit denselben Grundunterlagen, aber sauber angepasster Darstellung. |
| 8 | Kirchliche Förderfähigkeit separat prüfen: Wenn die formalen Voraussetzungen erfüllt sind, die kirchliche Linie zusätzlich nutzen. Dafür müssen kirchliche Zuständigkeiten, Eigentum und Nutzungsperspektive konsistent beschrieben werden. | So könnt ihr eine zusätzliche spezialisierte Förderquelle erschließen. | Danach: Stiftung KiBa. Diese Förderung ist ergänzend sinnvoll, aber nicht die erste Hauptschiene. |
| 9 | Kommunale Großprogramme nur gezielt spielen: Wenn die Gemeinde stark mitzieht und die Marienkirche als sozialer und kultureller Ort für das Zentrum von Staig verstanden wird, kann ein größerer Rahmenantrag folgen. | Diese Programme sind stark, aber aufwendiger und strategischer. | Danach – je nach Gemeindestrategie genau eines als Hauptweg wählen: Quartiersimpulse oder ELR oder Städtebauförderung (z. B. Lebendige Zentren / Sozialer Zusammenhalt). Nicht alles gleichzeitig für dieselben Maßnahmen beantragen. |
| 10 | Kleine sichtbare Umsetzungsprojekte nachschieben: Wenn erste Entscheidungen vorliegen, können kleinere bauliche oder gestalterische Bausteine separat finanziert werden, etwa Ausstattung, Umfeldgestaltung, nachhaltige Ergänzungen oder barrierearme Verbesserungen. | Das schafft sichtbare Fortschritte und stärkt die Glaubwürdigkeit des Projekts. | Später ergänzend: LEADER-Kleinprojekte nur, falls die Gebietskulisse doch förderfähig ist. Wenn Staig nicht im Aktionsraum liegt, diesen Weg vollständig streichen. |
| 11 | Fördermatrix laufend aktualisieren: Für jede Maßnahme muss in einer Tabelle stehen: Maßnahme, Kosten, Antragsteller, beantragtes Programm, Status, Frist, Bewilligung, Eigenanteil, Nachweise. | So behaltet ihr jederzeit den Überblick und vermeidet formale Fehler. | Kein eigenes Förderprogramm, aber organisatorisch zwingend notwendig. |
| 12 | Öffentlichkeit und Spenden parallel aufbauen: Unabhängig von Fördermitteln sollte die Initiative Mitglieder, Unterstützer:innen, Spenden, lokale Sponsoren und ehrenamtliche Leistungen aktiv aufbauen. | Viele Förderer erwarten Eigenanteile, Rückhalt und sichtbares Engagement vor Ort. | Keine Förderung im engeren Sinn, aber entscheidend zur Absicherung der Gesamtfinanzierung. |
| Hinweisbox: Unbedingt beachten |
|---|
|
1. Keine Doppelförderung: Dieselbe Rechnung oder dieselbe Maßnahme darf nicht bei mehreren Förderern gleichzeitig abgerechnet werden. 2. Förderungen sauber trennen: Beratung, Beteiligung, Bau, Ausstattung und soziale Nutzung müssen als getrennte Bausteine gedacht und beantragt werden. 3. Richtigen Antragsteller wählen: Manche Programme passen zur Initiative, manche zur Gemeinde, manche zur Kirche. Das muss vorab eindeutig festgelegt sein. 4. Nicht zu früh anfangen: Keine Aufträge vergeben, keine Rechnungen auslösen und keine Maßnahmen starten, bevor klar ist, welche Förderung greift oder ob ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn erlaubt ist. 5. Nur ein kommunales Hauptprogramm für denselben Großbaustein: ELR, Städtebauförderung und Quartiersimpulse dürfen nicht chaotisch auf dieselben Kosten gelegt werden. Für denselben Kernbaustein sollte ein Hauptweg gewählt werden. 6. Denkmalförderungen können sich ergänzen: Landesdenkmalprogramm, Denkmalstiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz und ggf. KiBa können sich sinnvoll ergänzen, wenn die Gesamtfinanzierung offen und sauber dargestellt wird. 7. Abgelehnten Antrag nicht einfach wiederholen: Bei Gut Beraten! nur dann erneut beantragen, wenn der Zuschnitt wirklich verändert und förderlogisch verbessert wurde. 8. Fristen früh im Kalender sichern: Besonders bei Deutsche Stiftung Denkmalschutz, KiBa, ELR und kommunalen Programmen sind Fristen und Vorläufe entscheidend. 9. Gemeinde früh einbinden: Ohne aktive Mitwirkung der Gemeinde fallen mehrere starke Programme praktisch weg. 10. Alles dokumentieren: Beschlüsse, Kosten, Angebote, Gespräche, Fotos, Nutzungskonzept, Eigenleistungen und Unterstützungszusagen sollten sofort sauber gesammelt werden. |
Empfohlene Reihenfolge insgesamt:
1. Projektstruktur und Bausteine ordnen 2. Beteiligungstaler für schnelle Beteiligungsmaßnahmen 3. Denkmalförderprogramm Baden‑Württemberg 4. Denkmalstiftung Baden‑Württemberg 5. Deutsche Stiftung Denkmalschutz 6. Stiftung KiBa 7. Quartiersimpulse oder ELR oder Städtebauförderung – je nach kommunaler Strategie 8. Gut Beraten! nur nach klarer inhaltlicher Neuaufstellung 9. Spätere Ergänzungsbausteine / kleine Teilprojekte
Ausführliche Informationen zu den Fördermöglichkeiten – nach Erfolgschancen geordnet
| Institution/Förderer | Kontakt (Adresse / Mail / Tel.) | Was müsste getan werden? | Begründung |
|---|---|---|---|
| Beteiligungstaler – Projektefonds der Allianz für Beteiligung | Allianz für Beteiligung, Augustenstraße 15, 70178 Stuttgart; Mail info@afb-bw.de; Tel. 0711 3422 5600 | Den laufenden Beteiligungsbaustein sehr konkret und schlank halten: Im Mittelpunkt sollten Informationsveranstaltungen, Info-Stand, Flyer, Social Media, Moderation, Raummiete, Catering und die Aktivierung für die Genossenschaft stehen. Der Antrag sollte konsequent als Beteiligungs- und Öffentlichkeitsprojekt beschrieben werden, nicht als Bau- oder Erwerbsförderung. | Das ist derzeit die wahrscheinlichste Förderung, weil hierzu bereits ein sehr konkreter Antrag mit klar umrissenen Kosten von 1.600 € vorliegt. Der Antrag passt genau zur Förderlogik: Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Aktivierung der Bürgerschaft rund um die zukünftige Begegnungsstätte. Da das Programm fortlaufend beantragt werden kann und ausdrücklich Sachkosten inklusive Honorarkosten fördert, ist es für den aktuellen Projektstand besonders passend. Beteiligungstaler |
| Denkmalförderprogramm Baden-Württemberg | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über das Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Berliner Str. 12, 73728 Esslingen; Tel. 0711 90445-666; Mail abteilung8@rps.bwl.de | Denkmalgerechte Sanierung in Bauabschnitte gliedern: Es braucht ein belastbares Sanierungs- und Nutzungskonzept, eine Prioritätenliste der Maßnahmen und möglichst früh die denkmalpflegerische Abstimmung. Besonders sinnvoll ist eine Einteilung in erste Sicherungsmaßnahmen und spätere Ausbauschritte. | Für die Marienkirche ist das die wichtigste bauliche Basisschiene. Das Projekt betrifft ein denkmalgeschütztes Gebäude, und genau dafür ist das Programm gemacht. Anders als bei Beteiligungs- oder Quartiersprogrammen steht hier nicht die Prozesslogik, sondern die denkmalgerechte Erhaltung der Substanz im Vordergrund. Das macht diese Förderung sehr realistisch, sobald belastbare Unterlagen zu Maßnahmen und Kosten vorliegen. Denkmalförderprogramm Baden-Württemberg |
| Denkmalstiftung Baden-Württemberg | Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart; Tel. 0711 226-1185; Mail info@denkmalstiftung-bw.de | Bürgerschaftliches Engagement und Gemeinwohl klar herausstellen: Die Initiative sollte ihre breite lokale Verankerung, die Veranstaltungen seit 2025, die Spenden, den ehrenamtlichen Einsatz und das öffentliche Nutzungskonzept betonen. Gute Fotos, klare Bauziele und ein glaubwürdiger Finanzierungsplan sind wichtig. | Diese Förderung passt sehr gut, weil die Marienkirche nicht nur als Denkmal erhalten, sondern als öffentlich nutzbarer Zukunftsort im Ortskern entwickelt werden soll. Die Kombination aus Denkmalschutz, bürgerschaftlicher Initiative, Kultur, sozialem Mehrwert und langfristiger Perspektive macht die Förderlogik hier besonders überzeugend. Denkmalstiftung Baden-Württemberg |
| Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) | Ansprechpartnerin für Baden-Württemberg: Nina Probst; Tel. 0228 9091-267; Mail nina.probst@denkmalschutz.de | Frühzeitig Kontakt aufnehmen und einen sauberen Denkmalantrag vorbereiten: Benötigt werden gute Unterlagen zur historischen Bedeutung, zum Zustand, zur Nutzungsperspektive und zur Finanzierung. Die öffentliche Zugänglichkeit und die dauerhafte Erhaltung sollten im Vordergrund stehen. | Die DSD ist für die Marienkirche sehr plausibel, weil Peter Rau selbst auf diese Fördermöglichkeit hingewiesen hat und das Projekt klar auf Erhalt und Belebung eines markanten historischen Gebäudes zielt. Die Stiftung ist besonders sinnvoll als ergänzende Finanzierung neben Landesmitteln und regionalen Stiftungen. Deutsche Stiftung Denkmalschutz |
| Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) | Herrenhäuser Straße 12, 30419 Hannover; Mail kiba@ekd.de; Tel. 0511 2796333 | Kirchliche Anschlussfähigkeit sauber klären: Vor einer Antragstellung muss klar sein, über welche kirchliche Struktur der Antrag laufen kann und wie die künftige Nutzung dargestellt wird. Wichtig ist, dass die geplante Zukunft der Kirche als gemeinwohlorientiert und mit dem Charakter des Gebäudes vereinbar beschrieben wird. | Diese Förderlinie ist nicht ganz so allgemein wie die Denkmalförderung, aber grundsätzlich sehr passend. Die Marienkirche bleibt ein kirchlich geprägter Bau mit starker öffentlicher und kultureller Zukunftsperspektive. Deshalb ist KiBa eine realistische Ergänzung, wenn die formalen kirchlichen Voraussetzungen erfüllt werden. Stiftung KiBa |
| Quartiersimpulse – Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten | Allianz für Beteiligung, Augustenstraße 15, 70178 Stuttgart; Annabel Stoffel; Mail Annabel.Stoffel@afb-bw.de; Tel. 0711 3422 5606 | Die Marienkirche als generationenübergreifenden Begegnungsort für Staig beschreiben: Dafür braucht es eine enge Kooperation mit der Gemeinde, ein integriertes Quartiersbild und einen nachvollziehbaren Beteiligungsprozess. Angebote wie Café, Jugendtreff, Migrantentreff, Inklusion, Repair-Café, Kultur und Treffpunkt für alle Generationen sollten als zusammenhängendes Konzept formuliert werden. | Inhaltlich ist dieses Programm fast ideal, weil die geplanten Nutzungen exakt in Richtung Begegnung, Teilhabe, Generationenbezug und Quartiersbelebung gehen. Die Erfolgschance hängt aber stark davon ab, ob die Gemeinde Staig aktiv mitzieht und als notwendiger kommunaler Partner wirklich mit an Bord ist. Deshalb steht Quartiersimpulse hoch, aber nicht ganz oben. Quartiersimpulse |
| Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) – Gemeinschaftseinrichtungen / Grundversorgung / Arbeiten | Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW; Anträge über die jeweiligen Regierungspräsidien; allgemeiner Kontakt: Theodor-Heuss-Straße 4, 70174 Stuttgart; Tel. 0711 123-0; Mail buergerreferent@mlw.bwl.de | ELR nicht als Wohnprojekt, sondern als ländliche Mehrfachnutzung aufbauen: Relevant sind vor allem Gemeinschaftseinrichtungen, Grundversorgung und eventuell Arbeiten. Das Projekt müsste zeigen, wie die Marienkirche den Ortskern stärkt, Begegnung schafft, kulturelle Infrastruktur bietet und eventuell kleinteilige Arbeits- oder Kreativnutzungen ermöglicht. | ELR ist grundsätzlich stark, weil Staig im ländlichen Raum liegt und das Projekt den Ortskern beleben soll. Wegen eurer Vorgabe, dass Wohnungen nicht vorgesehen sind, fällt die Wohnschiene weg. Dadurch bleibt ELR weiterhin interessant, aber vor allem über Gemeinschaftseinrichtungen, kulturelle Nutzungen, Grundversorgung und eventuell Coworking-/Atelierbereiche. Die Erfolgschance hängt auch hier stark von der Gemeinde ab. Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) |
| Städtebauförderung – Lebendige Zentren | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über Gemeinde/Regierungspräsidium; Kontakt über die Gemeinde bzw. das zuständige Regierungspräsidium | Die Marienkirche als Schlüsselort im Zentrum von Staig darstellen: Es braucht ein überzeugendes kommunales Konzept, das zeigt, wie das Gebäude den Ortskern kulturell, sozial und städtebaulich stärkt. Die Gemeinde müsste das Projekt aktiv in eine breitere Ortskernstrategie einbetten. | Inhaltlich passt das Programm gut, weil die Marienkirche im Ortskern liegt und als identitätsstiftender Zukunftsort wirken kann. Praktisch ist die Hürde aber höher als bei Denkmal- oder Beteiligungsprogrammen, weil ein kommunaler Gesamtansatz und eine strategische Einbettung nötig sind. Deshalb eher mittlere Erfolgschance. Städtebauförderung – Lebendige Zentren |
| Städtebauförderung – Sozialer Zusammenhalt | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über Gemeinde/Regierungspräsidium; Kontakt über die Gemeinde bzw. das zuständige Regierungspräsidium | Soziale, integrative und generationenübergreifende Funktionen in den Mittelpunkt stellen: Das Projekt müsste als sozialer Treffpunkt mit Angeboten für verschiedene Gruppen beschrieben werden, etwa für Jugendliche, ältere Menschen, Migrant:innen, Inklusion und Ehrenamt. | Die inhaltliche Passung ist gut, weil viele der geplanten Nutzungen genau auf soziales Miteinander und Integration zielen. Die praktische Erfolgschance ist aber etwas geringer als bei Quartiersimpulse, weil hier ein stärker kommunal gesteuerter, formaler Gesamtansatz nötig ist. Städtebauförderung – Sozialer Zusammenhalt |
| Gemeinsam engagiert in BW | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg; Anträge an antraegeBE@sm.bwl.de | Nicht die Kirche selbst, sondern das Engagement drumherum fördern lassen: Sinnvoll wären Ehrenamtsqualifizierung, Beteiligungsformate, Veranstaltungen, generationenübergreifende Aktionen, Vernetzung und Aktivierung weiterer Mitwirkender. | Diese Förderung ist keine Hauptschiene für Erwerb oder Umbau, kann aber gut zum Projektumfeld passen. Gerade weil sich bereits ein engerer und ein erweiterter Kreis gebildet haben und Veranstaltungen über das Jahr geplant werden, kann diese Linie helfen, das bürgerschaftliche Engagement rund um die Marienkirche zu stabilisieren. Gemeinsam engagiert in BW |
| Programm „FreiRäume“ – Kunst- und Kulturförderung für Begegnungsorte | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg; Ausschreibung über das MWK Baden-Württemberg | Die kulturelle Nutzung deutlich schärfen: Wenn ihr diese Linie verfolgen wollt, muss die Marienkirche ausdrücklich als Kultur- und Begegnungsort mit belastbarem Programm beschrieben werden: Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Veranstaltungen, kulturelle Kooperationen und soziokulturelle Öffnung. | Inhaltlich gibt es klare Anknüpfungspunkte, weil der große Raum im Obergeschoss für Konzerte, Lesungen, Theater, Ausstellungen und weitere kulturelle Formate gedacht ist. Die Erfolgschance ist aber geringer als bei Denkmal- und Beteiligungsschienen, weil der kulturelle Schwerpunkt hier besonders stark und professionell ausgearbeitet werden müsste. FreiRäume |
| SPES Zukunftsmodelle e.V. Freiburg / mögliche Prozessbegleitung | SPES Zukunftsmodelle e.V.; möglicher Kontakt über Projektanfrage. Für eine Finanzierung über Beteiligungsprogramme zusätzlich: Allianz für Beteiligung, Gut Beraten! | Nicht als Förderer, sondern als fachlichen Partner behandeln: Wenn ihr mit SPES arbeiten wollt, sollte das als externe Prozessbegleitung für Dorfentwicklung, Beteiligung, Exkursionen oder Konzeptarbeit beschrieben werden. Die Finanzierung müsste dann über ein anderes Förderprogramm laufen. | SPES ist nach den vorliegenden Informationen kein eigener Fördertopf für euch, sondern eher ein möglicher Beratungs- und Strukturpartner. Deshalb gehört SPES nicht zu den eigentlichen Förderern mit hoher Bewilligungschance, kann aber als nützlicher fachlicher Baustein innerhalb anderer Programme relevant werden. |
| Gut Beraten! – Beratungsgutscheine zur Förderung der Zivilgesellschaft | Allianz für Beteiligung; Iryna Bril; Mail Iryna.Bril@afb-bw.de; Tel. 0711 3422 5603 | Nur als vollständig neu zugeschnittenen Beratungsantrag erneut denken: Wenn ihr hier noch einmal ansetzt, muss der Antrag viel klarer auf Prozessbegleitung, Bürgerbeteiligung und Organisationsentwicklung fokussieren. Erwerb, Umbau und Betrieb dürfen nicht die Hauptbotschaft sein. | Das Programm passt zwar grundsätzlich zur Marienkirche und Christian Skrodzki ist als Genossenschaftsberater fachlich einschlägig. Praktisch ist die Erfolgschance im Moment aber reduziert, weil bereits ein Antrag GB-832 gestellt wurde und nach eurer Angabe abgelehnt worden ist. Für eine neue Runde wäre eine deutliche inhaltliche Neuaufstellung nötig. Gut Beraten! |
| Erasmus+ Erwachsenenbildung | EU-Programm Erasmus+; Programminfos: Erasmus+ Erwachsenenbildung · Nationale Informationen: Erasmus+ 2026 | Nur als Begleitprojekt für Lernen, Austausch und Qualifizierung verfolgen: Denkbar wäre Erasmus+ nur dann, wenn die Marienkirche auch als Lernort für Erwachsene, Engagement, Kulturvermittlung, Qualifizierung oder europäische Kooperationen profiliert wird. | Das ist keine Bauförderung und auch keine realistische Hauptschiene für Erwerb oder Umbau. Als flankierendes Bildungs- und Austauschformat kann Erasmus+ interessant sein, aber erst in einer späteren Projektphase mit starkem Bildungsprofil. Deshalb eher geringe Erfolgschance für das Kernvorhaben. Erasmus+ Erwachsenenbildung |
| Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) | Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Deichmanns Aue 29, 53179 Bonn; Hotline 0800 2623 008; Mail beratung@foerderinfo.bund.de | Nur als innovatives Modellprojekt mit klarer Übertragbarkeit denken: Das Projekt müsste als besonders beispielhaftes Vorhaben für ländliche Entwicklung, kulturelle Daseinsvorsorge und regionalen Mehrwert dargestellt werden. | BULEplus ist interessant, aber deutlich strategischer und wettbewerblicher als die unmittelbar passenden Landes- und Denkmalprogramme. Für die Marienkirche wäre das eher eine spätere Zusatzchance als ein naheliegender erster Förderweg. BULEplus |
| Deutsche Bundesstiftung Umwelt | An der Bornau 2, 49090 Osnabrück; Tel. +49 541 9633-0 | Nur mit starkem Umwelt- und Klimaschutzprofil verfolgen: Ein Antrag wäre nur sinnvoll, wenn ökologische Sanierung, Energieeffizienz, Biodiversität und Umweltbildung wirklich tragende Projektbestandteile werden. | Die DBU ist thematisch nur dann passend, wenn das Projekt inhaltlich deutlich in Richtung nachhaltige Modelllösung entwickelt wird. Für den derzeitigen Schwerpunkt auf Erwerb, Begegnung, Kultur und Genossenschaft ist das eher eine ergänzende Spezialoption mit geringerer Erfolgschance. Deutsche Bundesstiftung Umwelt |
| Programm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Deichmanns Aue 31-37, 53179 Bonn; Tel. +49 228 99401-0; Mail zentrale@bbr.bund.de | Nur mit starkem Umfeld- und Klimaanpassungskonzept verfolgen: Das könnte sinnvoll werden, wenn ihr den Kirchplatz, Außenbereiche, Beschattung, Entsiegelung, Begrünung oder klimaresiliente Gestaltung systematisch mitdenkt. | Für das Kernprojekt Marienkirche ist dieses Programm derzeit eher fernliegend, weil es nicht primär um Gebäudekauf, Genossenschaft oder kulturelle Nutzung geht, sondern um Klimaanpassung und grüne Infrastruktur. Deshalb eher geringe Erfolgschance für die aktuelle Projektlogik. Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel |
| Städtebauförderung – Wachstum und nachhaltige Erneuerung | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über Gemeinde/Regierungspräsidium | Nur mit starkem Klima-, Energie- und Stadterneuerungsbezug weiterverfolgen: Das Projekt müsste deutlich als nachhaltige Ortsentwicklungsmaßnahme mit Klimaanpassung, Energie und strukturellem Umbau des Umfelds formuliert werden. | Diese Schiene ist abstrakter und weniger passgenau als Lebendige Zentren oder Sozialer Zusammenhalt. Sie kann relevant werden, wenn das Projekt in einen größeren kommunalen Transformationsrahmen eingebettet wird, ist aber für die Marienkirche allein eher wenig aussichtsreich. Städtebauförderung BW |
| Denkmalschutz-Sonderprogramme des Bundes (XIV / XV) | Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien; Anträge über die zuständige Landesbehörde; allgemeine Auskunft: Graurheindorfer Str. 198, 53117 Bonn; Mail poststelle@bkm.bund.de | Nur bei sehr guter Vorbereitung und gesicherter Kofinanzierung anstreben: Notwendig wären ein hoher Reifegrad des Projekts, belastbare Planungen, starke Förderpartnerschaften und eine sehr saubere Gesamtfinanzierung. | Diese Programme sind grundsätzlich attraktiv, aber für ein lokales Projekt wie die Marienkirche deutlich anspruchsvoller als Landes- und Stiftungsprogramme. Sie kommen eher in Frage, wenn das Projekt schon weit entwickelt ist und größere Finanzierungslücken auf hohem Niveau geschlossen werden sollen. Denkmalschutz-Sonderprogramme |
| LEADER-Regionalbudget „Kleinprojekte“ / LEADER-Kleinprojekte – ökologische und soziale Nachhaltigkeit | LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben, c/o Landratsamt Sigmaringen, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen | Nur weiterverfolgen, wenn Staig tatsächlich im förderfähigen Aktionsraum liegt: Inhaltlich wären kleinere Teilmaßnahmen denkbar, etwa Ausstattung, Umfeldgestaltung oder nachhaltige Ergänzungen. Vor jeder weiteren Arbeit muss aber die Gebietskulisse verbindlich geklärt sein. | Inhaltlich wäre LEADER für kleine Teilprojekte passend. Nach euren neueren Informationen spricht aber viel dafür, dass Staig nicht im förderfähigen Aktionsraum liegt. Wenn das zutrifft, ist LEADER praktisch ausgeschlossen und gehört trotz inhaltlicher Nähe sehr weit nach hinten. LEADER Kleinprojekte |
| Nationale Projekte des Städtebaus | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung / BMWSB; zentrales Servicetelefon 030 18 335 0 | Nur als langfristige Leuchtturmstrategie denken: Dafür müsste die Marienkirche zu einem Projekt mit klarer regionaler oder nationaler Ausstrahlung, sehr hoher Planungstiefe, großer kommunaler Trägerschaft und besonderem Innovationsanspruch entwickelt werden. | Dieses Programm ist für die Marienkirche derzeit die am wenigsten realistische Option. Es ist hoch kompetitiv und eher für außergewöhnlich große, überregional ausstrahlende Modellvorhaben geeignet. Als kurzfristiger Förderweg für euer aktuelles Projekt ist es praktisch nicht aussichtsreich. Nationale Projekte des Städtebaus |
Ausführliche Informationen zu den Fördermöglichkeiten
| Institution/Förderer | Kontakt (Adresse / Mail / Tel.) | Was müsste getan werden? | Präzise Begründung + [Links] + (optional) Video |
|---|---|---|---|
| Denkmalförderprogramm Baden-Württemberg | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über das Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Berliner Str. 12, 73728 Esslingen; Tel. 0711 90445-666; Mail abteilung8@rps.bwl.de | Denkmalgerechte Sanierung beantragen: Die Kirchengemeinde bzw. Bürgergenossenschaft muss ein detailliertes Sanierungs- und Nutzungskonzept vorlegen. Fair-Image kann mit Fotos, Filmen, Visualisierungen und Informationsmaterialien die Bedeutung des Gebäudes und die geplante Nutzung professionell sichtbar machen. | Das Landesdenkmalprogramm ist für die Marienkirche die wichtigste Basisförderung. Gefördert werden Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen. Für private Antragsteller:innen sind bis zu 50 % der denkmalbezogenen Aufwendungen förderfähig, für Kirchen und Kommunen 33 %. Damit ist dieses Programm zentral für Dach, Fassade, statische Sicherung und weitere denkmalrelevante Maßnahmen. Denkmalförderprogramm |
| Quartiersimpulse – Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten | Allianz für Beteiligung, Augustenstraße 15, 70178 Stuttgart; Annabel Stoffel; Mail Annabel.Stoffel@afb-bw.de; Tel. 0711 3422 5606 | Kooperative Quartiersentwicklung aufbauen: Die Gemeinde Staig muss als Antragstellerin gemeinsam mit einem zivilgesellschaftlichen Partner auftreten. Es braucht einen verbindlichen Beteiligungsprozess, Gemeinderatsrückhalt, externe Beratung und eine klare generationenübergreifende Ausrichtung. Fair-Image kann dafür Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsmedien, Social Media, Flyer und Dokumentation liefern. | Dieses Programm passt sehr gut, wenn die Marienkirche nicht nur als Gebäude, sondern als sozialer, generationenübergreifender Begegnungsort im Quartier entwickelt wird. Städte und Gemeinden können pro Quartier 20.000 bis 85.000 € erhalten, kommunale Verbünde und Landkreise 40.000 bis 115.000 €. Bürgerbeteiligung, Kooperation mit Zivilgesellschaft und externe Prozessbegleitung sind ausdrücklich vorgesehen. Quartiersimpulse |
| Denkmalstiftung Baden-Württemberg | Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart; Tel. 0711 226-1185; Mail info@denkmalstiftung-bw.de | Bürgerschaftliches Engagement und Kofinanzierung zeigen: Die Initiative sollte Eigenmittel, ehrenamtliche Leistungen, öffentliche Zugänglichkeit und ein überzeugendes Nutzungskonzept darstellen. Fair-Image kann Kampagnen zur Mitgliedergewinnung, Spendenkommunikation und mediale Sichtbarkeit professionell aufbauen. | Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg fördert die Erhaltung von Kulturdenkmalen und unterstützt ausdrücklich auch gemeinnützige Bürgervereine und Bürgeraktionen. Sie ist besonders relevant, wenn staatliche Denkmalförderung ergänzt werden muss. Förderungen bewegen sich typischerweise im fünfstelligen Bereich. Für die Marienkirche ist das eine sehr starke ergänzende Förderlinie. Denkmalstiftung BW |
| Gut Beraten! – Beratungsgutscheine zur Förderung der Zivilgesellschaft | Allianz für Beteiligung; Iryna Bril; Mail Iryna.Bril@afb-bw.de; Tel. 0711 3422 5603 | Professionelle Beratung finanzieren: Die Initiative sollte gezielt Beratung für Genossenschaftsgründung, Beteiligungsprozess, Strukturaufbau, Projektorganisation und strategische Entwicklung beantragen. Wichtig ist, dass Bürgerbeteiligung im Zentrum steht. Fair-Image kann die Kommunikation und Ergebnisdokumentation übernehmen. | Das Programm ist ideal für die Vorphase und Strukturentwicklung. Es fördert Beratungsleistungen mit bis zu 4.000 € pro Projekt. Sachkosten sind ausgeschlossen. Gerade für die Marienkirche ist das sehr sinnvoll, wenn externe Fachleute für Moderation, Genossenschaftsfragen oder Projektorganisation benötigt werden. Gut Beraten! |
| LEADER-Regionalbudget „Kleinprojekte“ (LAG Oberschwaben) | LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben, c/o Landratsamt Sigmaringen, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen | Nachhaltige Kleinmaßnahmen konkret planen: Es braucht ein klar abgegrenztes Kleinprojekt mit überschaubarem Budget, zum Beispiel barrierefreie Ausstattung, nachhaltige Technik, Gestaltung des Umfelds, Medienausstattung oder Maßnahmen der sozialen und ökologischen Aufwertung. Fair-Image kann dafür Gestaltung, Kommunikation und Projektpräsentation übernehmen. | Das LEADER-Regionalbudget ist sehr interessant für kleinere investive Bausteine. Gefördert werden Projekte mit Gesamtkosten bis 20.000 € netto; die maximale Förderung beträgt 12.000 € bei 80 % Förderquote. Besonders stark sind Projekte mit ökologischer oder sozialer Nachhaltigkeit. Für einzelne Teilmaßnahmen an oder um die Marienkirche ist das sehr passend. LEADER Kleinprojekte |
| Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) | Herrenhäuser Straße 12, 30419 Hannover; Mail kiba@ekd.de; Tel. 0511 2796333 | Kirchlichen Charakter und nachhaltige Nutzung sichtbar machen: Die Antragstellung muss kirchlich angebunden sein. Wichtig ist, dass die Maßnahme die Kirche substanziell erhält und zugleich ihre zukünftige Nutzung plausibel macht. Fair-Image kann helfen, diese Nutzungspartnerschaft professionell zu kommunizieren. | Die Stiftung KiBa fördert Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung evangelischer Kirchen. Förderfähig sind insbesondere Dach, Außenwände, Gewölbe, Nutzbarmachung des Innenraums, Barrierefreiheit und in begründeten Fällen auch nachhaltige technische Lösungen. Typische Fördersummen liegen meist im unteren fünfstelligen Bereich, häufig etwa zwischen 5.000 und 20.000 €. Stiftung KiBa |
| Programm „FreiRäume“ – Kunst- und Kulturförderung für Begegnungsorte | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg; Ausschreibung über das MWK Baden-Württemberg | Kulturelle Umnutzung und Begegnungsfunktion stark ausarbeiten: Die Marienkirche müsste als offener Kultur- und Begegnungsort mit belastbarem kulturellem Programm dargestellt werden. Sinnvoll wären Kooperationen mit Vereinen, Schulen, Künstler:innen, Musikgruppen und lokalen Initiativen. Fair-Image kann Konzeption, Mediengestaltung und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen. | Das Programm FreiRäume ist sehr interessant, wenn die Marienkirche zu einem soziokulturellen Treffpunkt entwickelt wird. In der Förderlinie „Offene FreiRäume“ lagen Förderungen bei bisherigen Projekten teils zwischen rund 25.000 € und 100.000 €. Besonders passend ist das Programm für Umnutzungen, kulturelle Beteiligung und neue Orte des gesellschaftlichen Zusammenhalts im ländlichen Raum. FreiRäume |
| Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) | Ansprechpartnerin für Baden-Württemberg: Nina Probst; Tel. 0228 9091-267; Mail nina.probst@denkmalschutz.de | Frühzeitig Kontakt aufnehmen und hohe Denkmalqualität darstellen: Benötigt werden ein überzeugendes Restaurierungs- und Nutzungskonzept, gute Bauunterlagen und eine schlüssige Finanzierung. Fair-Image kann die öffentliche Darstellung, Spendenkommunikation und Projektvisualisierung professionell unterstützen. | Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist bundesweit einer der wichtigsten Förderakteure für bedeutende Denkmale. Es gibt keine feste Standardsumme, aber Zuschüsse im fünfstelligen Bereich sind üblich. Für die Marienkirche ist dies besonders relevant als zusätzliche Förderquelle neben Landesprogrammen. Deutsche Stiftung Denkmalschutz |
| Gemeinsam engagiert in BW | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg; Anträge an antraegeBE@sm.bwl.de | Ehrenamt und Beteiligung im Umfeld der Marienkirche stärken: Beantragt werden sollten Projekte, die das lokale Engagement rund um die Marienkirche ausbauen, etwa Beteiligungsformate, Ehrenamtsqualifizierung, generationsübergreifende Angebote oder soziale Aktivitäten. Fair-Image kann die Sichtbarkeit und Ansprache für solche Projekte übernehmen. | Das Programm fördert innovative Projekte von Kommunen und Vereinen zur Stärkung von Bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt. Pro Projekt sind 5.000 bis 15.000 € möglich. Für die Marienkirche eignet sich das weniger für die eigentliche Sanierung, aber sehr gut für das soziale und organisatorische Umfeld des Projekts. Gemeinsam engagiert in BW |
| Beteiligungstaler – Projektefonds der Allianz für Beteiligung | Allianz für Beteiligung, Augustenstraße 15, 70178 Stuttgart; Mail info@afb-bw.de; Tel. 0711 3422 5600 | Kleine Beteiligungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit finanzieren: Besonders geeignet sind Flyer, Moderation, Material, Catering, Informationsveranstaltungen oder kleinere Beteiligungsaktionen. Fair-Image kann hier ganz direkt physische und digitale Medienprodukte liefern. | Der Beteiligungstaler ist eine pragmatische Mikroförderung für zivilgesellschaftliche Gruppen in Baden-Württemberg. Pro Projekt sind bis zu 2.000 € möglich. Das ist ideal für kleinere Begleitmaßnahmen rund um das Projekt Marienkirche, aber nicht für größere Sanierungs- oder Umbaukosten. Beteiligungstaler |
| Innovationspreis „Kirche und bezahlbares Wohnen“ | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Bewerbungen per Mail an wohnraumoffensive@mlw.bwl.de | Nur relevant, wenn eine Wohnnutzung mitgedacht wird: Falls kirchliche Grundstücke oder Gebäudeteile für bezahlbares Wohnen umgenutzt werden, sollte ein architektonisch und sozial überzeugendes Konzept erarbeitet werden. Fair-Image kann Visualisierungen, Projektstorytelling und Präsentationsmaterialien beisteuern. | Der Innovationspreis ist kein klassisches Förderprogramm für Begegnungsorte, kann aber interessant werden, falls Teile des kirchlichen Bestands für Wohnraum erschlossen werden. Das Gesamtpreisgeld beträgt 50.000 €. Für das aktuelle Marienkirchen-Projekt ist diese Option eher ergänzend und nur unter bestimmten konzeptionellen Voraussetzungen sinnvoll. Innovationspreis „Kirche und bezahlbares Wohnen“ |
| Nationale Projekte des Städtebaus | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung / BMWSB; zentrales Servicetelefon 030 18 335 0 | Nur bei großer Modellhaftigkeit und kommunaler Trägerschaft verfolgen: Hier müsste die Marienkirche zu einem Projekt mit regionaler oder nationaler Strahlkraft entwickelt werden. Das setzt eine starke Kommune, hohe Planungstiefe, ein großes Investitionsvolumen und einen besonderen Innovationscharakter voraus. Fair-Image könnte die Außendarstellung und überregionale Sichtbarkeit unterstützen. | Dieses Bundesprogramm ist hochattraktiv, aber sehr anspruchsvoll. Gefördert werden große städtebauliche Vorhaben mit besonderer nationaler oder internationaler Wahrnehmbarkeit. Fördervolumen können sehr hoch sein, oft im sechs- oder siebenstelligen Bereich. Für die Marienkirche ist das derzeit eher eine langfristige strategische Option als eine schnelle Realförderung. Nationale Projekte des Städtebaus |
| Institution/Förderer | Kontakt (Adresse / Mail / Tel.) | Was müsste getan werden? | Begründung |
|---|---|---|---|
| SPES Zukunftsmodelle e.V. Freiburg / mögliche Prozessbegleitung | SPES Zukunftsmodelle e.V.; Zusammenhang mit externer Prozessbegleitung durch Wolfgang Schleicher belegt; Kontakt über Verein bzw. Projektanfrage. Für eine Finanzierung über Beteiligungsprogramme zusätzlich: Allianz für Beteiligung, Gut Beraten! | Nicht als eigener Fördertopf, sondern als Beratungs- und Prozesspartner einsetzen: Wenn ihr mit SPES bzw. Wolfgang Schleicher arbeiten wollt, sollte das als externe Prozessbegleitung für Beteiligung, Dorfentwicklung, Online-Info-Veranstaltungen, Exkursionen oder Konzeptarbeit beschrieben werden. Die Finanzierung müsste dann über ein vorhandenes Förderprogramm für Beratung oder Beteiligung laufen. | SPES ist in den bisherigen Listen noch nicht als eigener Punkt enthalten. Nach dem vorliegenden Material ist SPES aber eher kein eigenständiger Förderer, sondern ein möglicher fachlicher Partner. Wolfgang Schleicher wird in einem Quartiersentwicklungsbericht ausdrücklich als externe Prozessbegleitung genannt. Gleichzeitig fördert „Gut Beraten!“ qualifizierte externe Beratung bis 4.000 €. Daher passt SPES eher als finanzierbarer Beratungsbaustein innerhalb bestehender Förderprogramme als als eigener Fördertopf. 6 |
| Erasmus+ Erwachsenenbildung | EU-Programm Erasmus+; Programminfos: Erasmus+ Erwachsenenbildung · Nationale Informationen: Erasmus+ 2026 | Als Bildungs- und Lernprojekt aufziehen: Das passt nur dann, wenn die Marienkirche nicht nur saniert oder genutzt, sondern auch als Lernort für Erwachsene, Engagement, Demokratiebildung, Teilhabe, Kulturvermittlung oder Qualifizierung entwickelt wird. Denkbar sind Fachbesuche, Hospitationen, Fortbildungen, Lernmobilitäten oder europäische Kooperationen. | Erasmus+ Erwachsenenbildung war in den bisherigen Förderlisten noch nicht enthalten. Das Programm fördert in der Erwachsenenbildung Mobilität von Lernenden und Personal, Job Shadowing, Kurse und weitere Lernaktivitäten. Außerdem nennt Erasmus+ aktive Bürgerschaft, soziale und interkulturelle Kompetenzen sowie demokratische Teilhabe ausdrücklich als Prioritäten. Für die Marienkirche ist das nicht als Bauförderung, aber als Begleitförderung für Bildungs-, Beteiligungs- und Austauschformate interessant. 7 |
| Institution/Förderer | Kontakt (Adresse / Mail / Tel.) | Was müsste getan werden? | Begründung |
|---|---|---|---|
| Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum – Innenentwicklung/Wohnen | Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW (MLR); Anträge über die jeweiligen Regierungspräsidien; allgemeiner Kontakt: Theodor-Heuss-Straße 4, 70174 Stuttgart; Tel. 0711 123-0; Mail buergerreferent@mlw.bwl.de | Kirche als Wohnprojekt im Ortskern entwickeln: Die Gemeinde muss einen Antrag über das zuständige Regierungspräsidium stellen. Im Bereich „Innenentwicklung/Wohnen“ fördert das ELR Umbauten und Sanierungen im Ortskern, die bestehenden Wohnraum erhalten und verdichten. Wichtig: neue Bauprojekte nur mit Holztragwerk oder anderen CO₂-bindenden Materialien; Vorhaben dürfen erst nach Bewilligung beginnen. | Das ELR fördert gezielt die innerörtliche Entwicklung, um Flächenverbrauch zu verringern. Für öffentliche Projekte sind Zuschüsse bis zu 40 % (max. 750.000 €), für private Projekte mit „Beihilferelevanz“ bis 20 % (max. 200.000 €) und für übrige Vorhaben bis 30 % (max. 100.000 €) vorgesehen. Innenentwicklung/Wohnen ist ein zentraler Förderschwerpunkt und passt zur Umnutzung der Marienkirche in gemeinschaftlichen Wohn- oder Wohnkombinationsraum. ELR · ELR 2026 |
| Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum – Grundversorgung | MLR, Regierungspräsidien; Adresse wie oben; Mail buergerreferent@mlw.bwl.de | Nahversorgung und Dienstleistungen integrieren: Im Modul „Grundversorgung“ unterstützt das ELR die Schaffung oder Sicherung von Einkaufsmöglichkeiten, Treffpunkten, Gesundheits- und Versorgungsangeboten. Die Gemeinde sollte Konzepte für ein Café, Lebensmittelpunkt oder Gesundheitsdienst im Kirchengebäude erarbeiten. | Die Grundversorgung im ELR zielt auf die Sicherung des täglichen Bedarfs in ländlichen Gemeinden. Gefördert werden auch Gebäude und Einrichtungen, die mehrere Nutzungen verbinden – z. B. Dorfläden, Cafés oder Arztpraxen. Die Zuschussquoten entsprechen denen des ELR. Für die Marienkirche ließe sich eine Nahversorgungsfunktion als Café oder Dorfladen entwickeln. ELR |
| Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum – Arbeiten (Arbeitsplätze) | MLR, Regierungspräsidien; Adresse wie oben | Coworking- und Kreativarbeitsplätze schaffen: In der Förderlinie „Arbeiten“ werden Arbeitsplätze im ländlichen Raum unterstützt. Die Gemeinde sollte den Umbau der Kirche zu einem Co-Working-Space, Ateliers oder kleinen Gewerbeflächen prüfen. Voraussetzung ist, dass das Vorhaben nachhaltig und innerörtlich ist; Neubauten müssen CO₂-bindend sein. | Der Bereich „Arbeiten“ des ELR fördert die Ansiedlung kleiner Unternehmen, Handwerksbetriebe und Coworking-Räume, um Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen. Förderquoten bis 20–40 % sind möglich. Für die Marienkirche ließe sich damit ein Teil des Gebäudes für kreative oder digitale Arbeitsplätze erschließen, womit junge Menschen im Dorf gehalten werden können. ELR |
| Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum – Gemeinschaftseinrichtungen | MLR, Regierungspräsidien; Adresse wie oben | Kulturelle und soziale Nutzung fördern: In dieser ELR-Kategorie werden öffentliche Einrichtungen wie Dorfgemeinschaftshäuser, Jugendtreffs oder Mehrgenerationenhäuser unterstützt. Die Gemeinde sollte die Marienkirche als Multifunktionshaus mit Kultur, Begegnung und sozialer Arbeit konzipieren. | Gemeinschaftseinrichtungen sind ein weiterer Förderschwerpunkt des ELR. Zuschüsse bis 40 % bzw. 30 % sind möglich. Es wird besonderes Gewicht auf barrierefreie, generationenübergreifende Nutzung und die Belebung des Ortskerns gelegt. Die Marienkirche könnte so zu einem modernen Treffpunkt mit Jugendtreff, Seniorencafé und Kulturprogramm werden. ELR |
| Städtebauförderung Baden-Württemberg – Sozialer Zusammenhalt | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Bewerbungen über die Gemeinde an das zuständige Regierungspräsidium; allgemeiner Kontakt: Tel. 0711 123-0; Mail buergerreferent@mlw.bwl.de | Soziale Integration und Nachbarschaft stärken: Die Gemeinde muss ein integriertes Stadtteilkonzept erarbeiten, das Wohnumfeld, Integration, Bildung und Gesundheit miteinander verknüpft. Die Marienkirche könnte als soziales Zentrum mit Beratungsstellen, Sprachkursen, Treffpunkten und interkulturellen Angeboten dienen. | Das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ soll die Lebensbedingungen in benachteiligten Quartieren verbessern, Vielfalt fördern und Nachbarschaften stärken. Seit 2020 stellt der Bund jährlich 200 Mio. € bereit. Gefördert werden bauliche Maßnahmen und soziale Projekte, wobei bis zu 60 % der Kosten übernommen werden. Die Marienkirche als Nachbarschaftszentrum erfüllt diese Ziele. Sozialer Zusammenhalt · Städtebauförderung BW |
| Städtebauförderung – Lebendige Zentren | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über Gemeinde/Regierungspräsidium; Kontakt wie oben | Ortskern als multifunktionales Zentrum beleben: Die Gemeinde sollte ein Konzept erstellen, das die Marienkirche als kulturellen Anker, Begegnungsraum und identitätsstiftenden Ort im Zentrum integriert. Wichtig sind Maßnahmen zur Aufwertung der öffentlichen Räume, denkmalgerechte Sanierung und Nutzungsmischung. | Das Programm „Lebendige Zentren“ bündelt den städtebaulichen Denkmalschutz und aktive Ortszentren. Es will zentrale Lagen als Orte zum Arbeiten, Wohnen, Einkaufen, Kultur und Bildung sichern und weiterentwickeln. Die Gesamtförderquote liegt bei maximal 60 %. Die Marienkirche kann so zum Herzstück eines lebendigen Ortskerns werden. Lebendige Zentren · Städtebauförderung BW |
| Städtebauförderung – Wachstum und nachhaltige Erneuerung | Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW; Anträge über Gemeinde/Regierungspräsidium | Nachhaltige Stadterneuerung und Klimaanpassung planen: Dieses Programm erfordert Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel, Flächenrecycling und energieeffiziente Gebäude. Die Gemeinde sollte nachhaltige Konzepte für die Marienkirche und das angrenzende Quartier entwickeln. | „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Stadt- und Ortskerne bei der Bewältigung von demografischem Wandel, Klimaanpassung und energetischer Sanierung. Die Förderquote beträgt ebenfalls bis zu 60 %. Die Marienkirche kann mit klimafreundlicher Sanierung und umweltverträglicher Nutzung als Modellprojekt in das Programm eingebracht werden. Städtebauförderung BW |
| Denkmalschutz-Sonderprogramm XIV | Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien; Anträge über die zuständige Landesbehörde; allgemeine Auskunft: Graurheindorfer Str. 198, 53117 Bonn; Mail poststelle@bkm.bund.de | Bundesmittel für Sanierung einwerben: Die Gemeinde sollte mit dem Land gemeinsam einen Antrag einreichen. Wichtig: hohe Denkmalschutz- und Nutzungssicherung, detaillierter Kosten- und Finanzierungsplan; 50 % Kofinanzierung muss gesichert sein. | Das Denkmalschutz-Sonderprogramm der BKM stellt erhebliche Bundesmittel für die Sanierung bedeutender Baudenkmale zur Verfügung. Der Bund übernimmt bis zu 50 % der förderfähigen Kosten; die andere Hälfte müssen Länder oder Eigentümer tragen. Für eine denkmalgeschützte Kirche wie die Marienkirche ist dies eine wertvolle Zusatzförderung neben dem Landesdenkmalprogramm. Denkmalschutz-Sonderprogramme |
| Denkmalschutz-Sonderprogramm XV | BKM; Antragseinreichung über Land; Kontakt wie oben | Frühzeitig auf neue Programmrunde vorbereiten: Die Gemeinde sollte sich über Ausschreibungstermine informieren, Förderbedingungen klären und mit Land und Kirche die Finanzierung abstimmen, um sich rechtzeitig zu bewerben. | Auch künftige Programmrunden der Denkmalschutz-Sonderprogramme sind für die Marienkirche relevant. Förderfähig sind bedeutende Baudenkmale mit gesicherter Kofinanzierung. Die frühzeitige Vorbereitung erhöht die Chancen auf Bundesmittel deutlich. Denkmalschutz-Sonderprogramme |
| Investitionsprogramm Industriekultur | BKM; Anträge über die Bundesländer; allgemeiner Kontakt wie oben | Industrielles Erbe hervorheben und nachhaltigen Umbau planen: Obwohl die Marienkirche kein Industrieobjekt ist, kann eine Bewerbung Sinn ergeben, wenn sie Teil eines größeren Ensembles mit historischer Wirtschafts- oder Gewerbenutzung ist. Die Gemeinde müsste ein Konzept für Barrierefreiheit, Klimafreundlichkeit und kulturelle Nutzung vorlegen. | Das Investitionsprogramm Industriekultur unterstützt die Erhaltung und Weiterentwicklung bedeutender Industriedenkmale. Die BKM legt Wert auf Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und touristische Erschließung. Sollten an der Marienkirche industriell geprägte Nebengebäude oder ein Ensemblebezug bestehen, könnte dieses Programm in Betracht kommen. Investitionsprogramm Industriekultur |
| Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) | Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Deichmanns Aue 29, 53179 Bonn; Hotline 0800 2623 008; Mail beratung@foerderinfo.bund.de | Innovatives Modellprojekt für den ländlichen Raum konzipieren: Die Gemeinde sollte das Projekt als innovatives Modell zur ländlichen Entwicklung und regionalen Wertschöpfung darstellen, z. B. als digitales Kulturzentrum, nachhaltiger Begegnungsort und Lernort für Klimaschutz. Fair-Image könnte digitale Medienproduktion und Beteiligungsformate einbringen. | BULEplus unterstützt Modellprojekte der ländlichen Entwicklung, Digitalisierung und Daseinsvorsorge. Gefördert werden innovative, übertragbare Ansätze mit hoher Wertschöpfung für die Region. Die Marienkirche könnte als zukunftsweisendes Pilotprojekt für Kultur, Bildung und regionale Identität auf dem Land positioniert werden. BULEplus · Förderinfo Bund |
| Programm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Deichmanns Aue 31-37, 53179 Bonn; Tel. +49 228 99401-0; Mail zentrale@bbr.bund.de | Klimaanpassung integrieren: Gefördert werden investive Projekte mit hoher Wirkung auf Klimaschutz und Klimaanpassung, etwa Grünflächen, Entsiegelung, Beschattung und Regenwassermanagement. Die Gemeinde sollte für die Marienkirche und ihr Umfeld ein entsprechendes Konzept entwickeln. | Das Klimaanpassungsprogramm stellt hohe Bundesmittel aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Mehrere Förderrunden mit Gesamtvolumina in dreistelliger Millionenhöhe wurden bereits vergeben. Ausgewählte Kommunen erhalten Unterstützung für grüne Infrastruktur und klimaresiliente Ortsentwicklung. Für die Marienkirche lässt sich damit ein klimafreundliches Umfeld schaffen. Klimawandel-Anpassung |
| Deutsche Bundesstiftung Umwelt | An der Bornau 2, 49090 Osnabrück; Tel. +49 541 9633-0 | Umwelt- und Klimaschutzschwerpunkt setzen: Die Gemeinde sollte ein Projekt planen, das ökologische Sanierung, Energieeffizienz, Biodiversität und Umweltbildung vereint. Fair-Image kann Umweltkommunikation, Citizen-Science-Formate oder digitale Umweltbildungskampagnen entwickeln. | Die DBU fördert innovative Modellprojekte zum Umwelt- und Naturschutz, zur nachhaltigen Entwicklung und Umweltbildung. Mit nachhaltigen Maßnahmen wie energieeffizienter Sanierung, Photovoltaik, Biodiversitätskonzepten oder Umweltbildungsangeboten lässt sich die Marienkirche für diese Förderung qualifizieren. Deutsche Bundesstiftung Umwelt |
| LEADER-Kleinprojekte – ökologische und soziale Nachhaltigkeit | LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben; c/o Landratsamt Sigmaringen, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen | Kleines Nachhaltigkeitsprojekt beantragen: Es können Projekte mit bis zu 20.000 € Netto-Gesamtvolumen beantragt werden, z. B. nachhaltige Installationen, barrierefreie Zugänge, Photovoltaik, E-Bike-Ladestationen oder soziale Teilprojekte. Fair-Image sollte die Projektdokumentation und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen. | Die LEADER-Kleinprojekte gewähren 80 % Zuschuss, maximal 12.000 € pro Projekt. Ein erheblicher Teil des Budgets ist Projekten mit ökologischer oder sozialer Nachhaltigkeit vorbehalten. Diese Mittel eignen sich ideal, um kleinere Maßnahmen im Umfeld der Marienkirche zu realisieren. LEADER Kleinprojekte |
| Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum – Klimaschutz / Holzbau | MLR, Regierungspräsidien; Adresse wie oben | Holzbau und CO₂-Bindung nutzen: Das ELR honoriert klimafreundliche Bauweisen. Für Neubauten oder Ergänzungsbauten sollten Holz oder andere CO₂-bindende Baustoffe eingesetzt werden, um bessere Förderbedingungen zu erreichen. Fair-Image sollte diese Bauweise kommunikativ begleiten. | Die ELR-Richtlinie betont eine Holzbau-Offensive. Klimafreundliche Bauweisen verbessern die Förderfähigkeit und passen zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Marienkirche. Für Ergänzungsbauten wie Sanitär-, Seminar- oder Foyerbereiche kann dies besonders sinnvoll sein. ELR |


Fördermöglichkeiten Marienkirche
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Fördermöglichkeiten Marienkirche
Einleitung
Die Marienkirche Staig ist ein bedeutendes Kulturdenkmal in Staig im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Sie ist besonders interessant, weil sich an ihr mehrere Phasen der Orts- und Baugeschichte ablesen lassen: ein spätgotischer Vorgängerbau, ein älterer Turm aus der Zeit um 1470, die Turmerhöhung von 1577, das heutige Langhaus von 1869 im Stil der Neugotik und die spätere Umnutzung als Galerie und Kulturort.
Der Turm stammt aus der Zeit um 1470 und wurde 1577 erhöht. Das heutige Langhaus wurde 1869 nach Plänen von Georg von Morlok errichtet. Seit 1922 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Nach der Einweihung der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt im Jahr 1974 wurde die alte Marienkirche als sakraler Bau aufgegeben. Seit 1988 befindet sie sich in Privatbesitz und wurde restauriert sowie umgenutzt.
Warum die Marienkirche Staig ein spannendes Lernobjekt ist
Die Marienkirche Staig eignet sich sehr gut für Unterricht, Ausbildung und Studium, weil Du an ihr mehrere Themen gleichzeitig untersuchen kannst:
- Kirchenbau: Wie verändern sich Kirchen im Lauf der Jahrhunderte?
- Architekturgeschichte: Woran erkennst Du Gotik und Neugotik?
- Denkmalschutz: Warum werden historische Gebäude erhalten?
- Umnutzung: Wie kann ein ehemaliger Sakralraum heute neu verwendet werden?
- Ortsgeschichte: Welche Rolle spielen Kirchen für das Bild und die Erinnerung eines Ortes?
Historische Entwicklung
Die Baugeschichte der Marienkirche Staig ist nicht nur ein lokales Thema, sondern ein gutes Beispiel für den Wandel von Architektur und Nutzung. Belegt ist ein spätgotischer Vorgängerbau. Besonders sicher fassbar ist der Turm, der aus der Zeit um 1470 stammt. Im Jahr 1577 wurde dieser Turm erhöht.
Das heutige Langhaus entstand 1869 nach Plänen von Georg von Morlok. Damit erhielt die Kirche ihr bis heute prägendes Erscheinungsbild des 19. Jahrhunderts. Die Verbindung aus älterem Turm und neuerem Langhaus zeigt, dass Kirchen oft nicht in nur einer Bauphase entstehen, sondern über Jahrhunderte verändert werden.
Seit 1922 steht die Marienkirche unter Denkmalschutz. Diese Unterschutzstellung unterstreicht, dass das Gebäude nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für die Bau- und Kulturgeschichte bedeutsam ist.
Die Marienkirche als Bauwerk
An der Marienkirche Staig lassen sich unterschiedliche Zeitschichten erkennen. Der Turm verweist auf die spätmittelalterliche Geschichte des Ortes. Das Langhaus von 1869 gehört dagegen in die Zeit des Historismus, genauer in die Neugotik, also die Wiederaufnahme gotischer Formen im 19. Jahrhundert.
Typische Merkmale, auf die Du bei der Betrachtung achten kannst, sind:
- Turm: Er gehört zum älteren Baubestand und verbindet die Kirche mit ihrer spätgotischen Vergangenheit.
- Neugotik: Das Langhaus steht für die im 19. Jahrhundert beliebte Rückbesinnung auf mittelalterliche Formen.
- Sakralbau: Trotz der veränderten Nutzung ist die ursprüngliche Bauaufgabe als Kirche weiterhin sichtbar.
- Ortsbild: Kirchengebäude prägen häufig die Mitte eines Dorfes oder einer Gemeinde.
Georg von Morlok und der Neubau von 1869
Georg von Morlok war ein bedeutender Architekt des 19. Jahrhunderts in Württemberg. Dass das heutige Langhaus der Marienkirche Staig nach seinen Plänen errichtet wurde, verleiht dem Bau zusätzliche architekturgeschichtliche Bedeutung.
Für das Lernen ist das wichtig, weil Du an diesem Beispiel verstehen kannst, wie Architekten des Historismus ältere Stilformen aufgriffen und neu interpretierten. Die Marienkirche ist damit nicht nur ein religiöses Gebäude, sondern auch ein Dokument der Bauauffassung des 19. Jahrhunderts.
Denkmalschutz und Erhaltung
Die Marienkirche Staig steht seit 1922 unter Denkmalschutz. Das bedeutet, dass ihr geschichtlicher, künstlerischer und kultureller Wert anerkannt wurde. Historische Gebäude werden nicht nur wegen ihres Alters erhalten, sondern auch deshalb, weil sie:
- Geschichte sichtbar machen
- Architektur anschaulich vermitteln
- Identität eines Ortes prägen
- Kulturelles Erbe für kommende Generationen bewahren
Gerade bei Kirchen ist der Denkmalschutz oft besonders wichtig, weil sie häufig eine zentrale Stellung im Ortsbild besitzen und über lange Zeiträume hinweg Erinnerungsorte für die Bevölkerung sind.
Aufgabe als Sakralbau und spätere Umnutzung
Mit der Einweihung der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt im Jahr 1974 wurde die alte Marienkirche als sakraler Bau aufgegeben. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Wandel: Das Gebäude verlor seine ursprüngliche liturgische Hauptfunktion, blieb aber als historisches Bauwerk erhalten.
Seit 1988 befindet sich die ehemalige Marienkirche in Privatbesitz. Im Zuge der Restaurierung wurde sie umgenutzt. Nach Angaben der Gemeinde Staig entstand im oberen Bereich ein Saal, der als Gemäldegalerie genutzt wird. Dadurch wurde das Gebäude zu einem Ort, an dem Denkmalpflege, Kunst und öffentliche Nutzung zusammenkommen.
Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig
Zur Geschichte der Marienkirche gehört auch die neue katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig. Diese wurde 1974 eingeweiht. Sie steht für eine andere Phase der Kirchengeschichte und für veränderte architektonische Vorstellungen des 20. Jahrhunderts. Außerdem wurden Teile der Ausstattung aus der alten Marienkirche in den Neubau übernommen.
Der Vergleich beider Kirchen ist didaktisch sehr ergiebig:
- Mittelalter und Historismus auf der einen Seite
- moderne Kirchenarchitektur des 20. Jahrhunderts auf der anderen Seite
- historische Kontinuität im alten Bau
- neue liturgische und räumliche Konzepte im Neubau
Bedeutung für heutiges Lernen
Die Marienkirche Staig ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ein Gebäude mehrere Lernfelder miteinander verbindet. Du kannst an ihr:
- Quellenkritik üben, weil unterschiedliche Angaben unterschiedlich sicher belegt sind
- Architekturgeschichte nachvollziehen
- den Sinn von Denkmalschutz diskutieren
- über Umnutzung und Nachhaltigkeit historischer Gebäude nachdenken
- lokale Geschichte als Teil größerer kultureller Entwicklungen verstehen
Gerade die genaue Prüfung der Daten zeigt, wie wichtig sorgfältige Recherche ist. Gute historische Arbeit bedeutet nicht, möglichst viele Details zu behaupten, sondern belastbare Informationen sauber von unsicheren Angaben zu trennen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welchem Ort befindet sich die Marienkirche? (Staig) (!Blaustein) (!Laupheim) (!Ehingen)
Welcher Teil der Marienkirche stammt aus der Zeit um 1470? (Der Turm) (!Das gesamte heutige Langhaus) (!Die Galerieebene) (!Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt)
Was geschah mit dem Turm im Jahr 1577? (Er wurde erhöht) (!Er wurde abgetragen) (!Er wurde neu verputzt) (!Er wurde zur Kapelle umgebaut)
Wann wurde das heutige Langhaus errichtet? (1869) (!1577) (!1922) (!1974)
Welcher Architekt wird mit dem Langhaus von 1869 verbunden? (Georg von Morlok) (!Manfred Wacker) (!Peter Rau) (!Rudolf Schmid)
Seit wann steht die Marienkirche unter Denkmalschutz? (1922) (!1869) (!1974) (!1988)
Was geschah 1974 in Staig? (Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt wurde eingeweiht) (!Der Turm wurde erhöht) (!Das Langhaus wurde gebaut) (!Die Marienkirche wurde unter Denkmalschutz gestellt)
Seit wann befindet sich die ehemalige Marienkirche in Privatbesitz? (1988) (!1922) (!1969) (!1999)
Welche heutige Nutzung ist für die ehemalige Marienkirche belegt? (Galerie) (!Rathaus) (!Bahnhof) (!Schulgebäude)
Warum ist die Marienkirche für den Unterricht besonders geeignet? (Sie verbindet Baugeschichte, Denkmalschutz und Umnutzung) (!Sie ist ein modernes Hochhaus) (!Sie ist vollständig verschwunden) (!Sie besitzt keine historische Bedeutung)
Memory
| Turm | Zeit um 1470 |
| 1577 | Erhöhung |
| 1869 | Langhaus |
| Morlok | Architekt |
| 1922 | Denkmalschutz |
| 1974 | Mariä Himmelfahrt |
| 1988 | Privatbesitz |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Turm | Zeit um 1470 |
| 1577 | Erhöhung |
| Langhaus | 1869 |
| Denkmalschutz | 1922 |
| Mariä Himmelfahrt | 1974 |
...
Kreuzworträtsel
| Staig | In welchem Ort steht die Marienkirche? |
| Turm | Welcher Bauteil stammt aus der Zeit um 1470? |
| Morlok | Nachname des Architekten des Langhauses |
| Galerie | Heutige Nutzung im oberen Raum |
| Denkmal | Schutzstatus des Gebäudes seit 1922 |
| Neugotik | Baustil des Langhauses von 1869 |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitleiste: Erstelle eine übersichtliche Zeitleiste mit den gesicherten Eckdaten 1470, 1577, 1869, 1922, 1974 und 1988.
- Bildanalyse: Beschreibe das Foto der Marienkirche und nenne Merkmale, die auf ein historisches Kirchengebäude hinweisen.
- Begriffsarbeit: Erkläre in eigenen Worten die Begriffe Denkmalschutz, Neugotik und Umnutzung.
- Ortsbild: Untersuche, warum Kirchen oft das Bild eines Ortes besonders stark prägen.
Standard
- Quellenkritik: Vergleiche zwei Quellen zur Marienkirche und notiere, welche Angaben sicher und welche vorsichtiger zu formulieren sind.
- Architekturgeschichte: Beschreibe, warum die Verbindung aus älterem Turm und jüngerem Langhaus architektonisch interessant ist.
- Vergleich: Vergleiche die alte Marienkirche mit der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt im Hinblick auf Alter, Nutzung und historische Aussagekraft.
- Denkmalpflege: Formuliere Argumente dafür, warum ehemalige Kirchen als Kulturorte erhalten werden können.
Schwer
- Projektarbeit: Entwickle ein Ausstellungskonzept für die ehemalige Marienkirche, das ihre Baugeschichte für Jugendliche verständlich macht.
- Urteilsbildung: Schreibe einen begründeten Text dazu, ob die Umnutzung historischer Sakralräume eher Chance oder Problem ist.
- Interview: Erstelle einen Fragenkatalog für ein Interview mit Personen aus Staig zur Bedeutung der Marienkirche für den Ort.
- Medienproduktion: Plane ein kurzes Lernvideo, das gesicherte Daten und quellenkritisches Arbeiten an der Marienkirche verbindet.


Lernkontrolle
- Transferleistung: Erkläre, warum die Marienkirche Staig sowohl ein religiöses als auch ein kulturhistorisches Zeugnis ist.
- Quellenkritik: Begründe, warum man bei historischen Gebäuden zwischen sicher belegten Angaben und unsichereren Aussagen unterscheiden muss.
- Vergleichendes Lernen: Vergleiche die Funktionen der alten Marienkirche und der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt.
- Bewertung: Beurteile, ob die Umnutzung eines ehemaligen Sakralbaus als Galerie eine gute Form des Gebäudeerhalts ist.
- Nachhaltigkeit: Erläutere, warum die Weiternutzung historischer Gebäude zur kulturellen und baulichen Nachhaltigkeit beitragen kann.
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Einleitung
Die Marienkirche Staig ist ein bedeutendes Kulturdenkmal in Staig im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Sie zeigt, wie sich ein Kirchengebäude im Lauf der Zeit verändern kann: von der spätmittelalterlichen Dorfkirche über einen neugotischen Neubau bis hin zur denkmalgeschützten Umnutzung als Kultur- und Veranstaltungsort. Gerade deshalb eignet sich das Thema sehr gut für einen aiMOOC, denn Du kannst daran Kirchenbau, Denkmalpflege, Neugotik, Säkularisierung, Umnutzung und lokale Geschichte gemeinsam verstehen.
Die wichtigsten gesicherten Eckdaten sind: Eine erste Kirche wurde um 1470 errichtet. 1577 wurde der Turm erhöht. 1869 wurde die alte Kirche wegen baulicher Probleme abgebrochen; der Turm blieb erhalten. Danach entstand bis 1876 ein Neubau im neugotischen Stil nach einem Entwurf von Georg von Morlok. Seit 1922 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Nach dem Bau der neuen katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig, die 1974 eingeweiht wurde, verlor die alte Marienkirche ihre ursprüngliche Funktion. Seit 1988 befindet sich das Gebäude in Privatbesitz, wurde restauriert und kulturell umgenutzt.
Warum die Marienkirche Staig interessant ist
Die Marienkirche Staig ist mehr als ein einzelnes Bauwerk. Sie macht sichtbar, wie sich ein Dorf verändert, wie sich religiöse Nutzung wandelt und wie historische Gebäude neue Aufgaben erhalten können. An ihr lassen sich Fragen stellen wie:
- Denkmalpflege: Warum werden manche Gebäude trotz Funktionsverlust erhalten?
- Architekturgeschichte: Woran erkennt man Gotik und Neugotik?
- Kirchengeschichte: Warum entstehen neue Kirchen, während ältere Gebäude aufgegeben werden?
- Kulturelles Erbe: Wie kann ein historischer Ort heute sinnvoll genutzt werden?
Historischer Überblick
Die Geschichte der Marienkirche Staig lässt sich in mehreren Phasen verstehen. Zunächst stand an diesem Ort eine Kirche aus dem späten Mittelalter, die um 1470 erbaut wurde. Der Turm wurde 1577 erhöht, was auf eine Weiterentwicklung und Aufwertung des Bauwerks hinweist.
Im 19. Jahrhundert war die alte Kirche offenbar nicht mehr ausreichend standsicher. Deshalb wurde sie 1869 abgebrochen. Der ältere Turm blieb jedoch erhalten. In den folgenden Jahren entstand bis 1876 ein Neubau im neugotischen Stil. Der Entwurf wird Georg von Morlok zugeschrieben, einem württembergischen Baubeamten und Architekten, der für mehrere Kirchenbauten bekannt ist.
Seit 1922 steht die Marienkirche unter Denkmalschutz. Das ist bedeutsam, weil dadurch nicht nur die religiöse, sondern auch die baugeschichtliche und ortsgeschichtliche Bedeutung des Gebäudes anerkannt wurde.
Mit der Einweihung der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt im Jahr 1974 verlagerte sich das kirchliche Leben der katholischen Gemeinde an einen neuen Ort. Die alte Marienkirche wurde säkularisiert und verlor ihre liturgische Funktion. Seit 1988 ist sie in Privatbesitz. In den Jahren 1988 bis 1992 wurde sie restauriert und anschließend umgenutzt. Heute wird sie unter anderem als Galerie, Veranstaltungsraum und kultureller Ort wahrgenommen.
Architektur und Baustil
Die heutige Gestalt der Marienkirche Staig ist wesentlich vom Neubau des 19. Jahrhunderts geprägt. Dieser entstand im neugotischen Stil, einer Stilrichtung des 19. Jahrhunderts, die Formen der mittelalterlichen Gotik wieder aufgriff. Typisch dafür sind:
- Spitzbogen: Öffnungen und Fenster wirken nach oben gestreckt.
- Turm: Der erhaltene ältere Turm verbindet ältere Baugeschichte mit dem späteren Neubau.
- Kirchenfenster: Hohe Fenster betonen die Vertikale und das Licht.
- Sakralbau: Das Gebäude folgt weiterhin dem Typus eines christlichen Kirchenraums, auch wenn die Nutzung heute verändert ist.
Der Bau ist deshalb besonders spannend, weil er mehrere Zeitschichten vereint: spätmittelalterliche Anfänge, frühneuzeitliche Veränderungen, neugotischen Neubau und moderne Umnutzung. So wird Architektur hier zu einer Art lesbarem Geschichtsbuch.
Denkmalwert und kulturelle Bedeutung
Dass die Marienkirche Staig bereits seit 1922 unter Denkmalschutz steht, zeigt ihre überörtliche Bedeutung. Denkmalwert entsteht nicht nur durch Alter, sondern auch durch:
- Geschichte: Das Gebäude dokumentiert die Entwicklung des Ortes Staig über Jahrhunderte.
- Architektur: Der neugotische Kirchenbau und der ältere Turm sind bauhistorisch relevant.
- Identität: Kirchen prägen Ortsbilder und gehören oft zur lokalen Erinnerungskultur.
- Umnutzung: Die Erhaltung trotz veränderter Funktion ist ein wichtiges Beispiel für nachhaltige Baukultur.
Gerade die Umnutzung macht das Gebäude für heutige Lernende interessant. Statt Abriss wurde ein Weg gesucht, um historische Substanz zu erhalten. So wird aus einem ehemaligen Sakralraum ein Ort für Kunst, Kultur und öffentliche Begegnung.
Von der Dorfkirche zum Kulturort
Die Marienkirche Staig zeigt einen Wandel, den viele historische Kirchen in Europa erleben. Früher war sie Teil des religiösen Alltags der Gemeinde. Später wurde eine neue Kirche gebaut, weil sich Anforderungen, Gemeindegröße und Bauzustand verändert hatten. Die alte Kirche verlor dadurch ihre ursprüngliche Aufgabe.
Doch der Verlust einer Funktion muss nicht das Ende eines Bauwerks bedeuten. In Staig wurde die ehemalige Kirche restauriert und neu genutzt. Dadurch blieb das Gebäude im Ortsbild erhalten. Solche Beispiele helfen Dir zu verstehen, dass Denkmalschutz nicht nur konserviert, sondern auch Zukunft gestaltet.
Die Umnutzung als Galerie und Veranstaltungsort eröffnet neue Perspektiven:
- Kulturvermittlung: Historische Räume können neue Zielgruppen ansprechen.
- Nachhaltigkeit: Erhalt ist oft ressourcenschonender als Neubau.
- Gemeinschaft: Alte Gebäude können neue Treffpunkte werden.
- Ästhetik: Der besondere Raumeindruck einer Kirche bleibt auch bei neuer Nutzung spürbar.
Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig
Zum Verständnis der alten Marienkirche gehört auch die neuere katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Staig. Diese wurde auf Betreiben von Pfarrer Rudolf Schmid gebaut und 1974 eingeweiht. Der Architekt Manfred Wacker entwarf einen sechseckigen Grundriss, der an Waben erinnern soll. Damit steht die neue Kirche architektonisch deutlich für die Zeit des 20. Jahrhunderts.
Der Vergleich beider Kirchen ist didaktisch besonders ergiebig:
- Neugotik und moderne Kirchenarchitektur zeigen unterschiedliche Vorstellungen von Sakralraum.
- Die alte Marienkirche steht für historische Kontinuität im Ortskern.
- Die neue Kirche spiegelt liturgische und gesellschaftliche Veränderungen des 20. Jahrhunderts.
- Beide Gebäude zusammen erzählen die Religions- und Baugeschichte von Staig.
Was Du an diesem Beispiel lernen kannst
Am Beispiel der Marienkirche Staig kannst Du mehrere Kompetenzbereiche trainieren:
- Historisches Lernen: Du ordnest Bauphasen und Nutzungswandel zeitlich ein.
- Architektur lesen: Du erkennst Merkmale von Gotik und Neugotik.
- Urteilsbildung: Du bewertest, ob und wie historische Gebäude erhalten werden sollten.
- Kulturelle Bildung: Du verstehst, warum lokale Denkmale für eine Gemeinde wichtig sind.
- Projektarbeit: Du kannst aus dem Thema Ausstellungen, Karten, Interviews oder Medienprodukte entwickeln.
Medien und vertiefende Anregungen
Nutze Bilder der Marienkirche auf Wikimedia Commons, um das Gebäude von außen zu untersuchen. Das eingebundene Video zur Nutzung als Klangraum zeigt, wie ein ehemaliger Kirchenraum kulturell neu belebt werden kann. So lernst Du nicht nur Fakten, sondern siehst den Wandel des Ortes anschaulich.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welchem Ort befindet sich die Marienkirche Staig? (Staig) (!Ulm) (!Ehingen) (!Biberach)
Um welches ungefähre Baujahr der ersten Kirche geht es in den Quellen? (1470) (!1270) (!1670) (!1870)
Was geschah 1577 mit der Kirche? (Der Turm wurde erhöht) (!Das Gebäude wurde vollständig abgetragen) (!Die Kirche wurde zur Galerie umgebaut) (!Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt wurde eingeweiht)
Welcher Baustil prägte den Neubau des 19. Jahrhunderts? (Neugotik) (!Barock) (!Romanik) (!Bauhaus)
Was blieb beim Abbruch von 1869 erhalten? (Der Turm) (!Der Chorraum) (!Die gesamte Dachkonstruktion) (!Die Orgel)
Mit welchem Architekten wird der neugotische Neubau verbunden? (Georg von Morlok) (!Manfred Wacker) (!Rudolf Schmid) (!Peter Rau)
Seit wann steht die Marienkirche unter Denkmalschutz? (1922) (!1876) (!1974) (!1988)
Was geschah 1974 im Zusammenhang mit dem kirchlichen Leben in Staig? (Die neue Kirche Mariä Himmelfahrt wurde eingeweiht) (!Die Marienkirche wurde erstmals gebaut) (!Der Turm wurde abgerissen) (!Die Kirche wurde unter Denkmalschutz gestellt)
Seit wann befindet sich die alte Marienkirche in Privatbesitz? (1988) (!1922) (!1974) (!1999)
Welche heutige Nutzung passt zur ehemaligen Marienkirche Staig? (Galerie und Veranstaltungsort) (!Industriehalle) (!Bahnhof) (!Rathaus)
Memory
| 1470 | Erste Kirche in Staig |
| 1577 | Turmerhöhung |
| 1869 | Abbruch der alten Kirche |
| Georg von Morlok | Entwurf des Neubaus |
| 1922 | Denkmalschutz |
| 1974 | Neue Kirche Mariä Himmelfahrt |
| 1988 | Privatbesitz und Restaurierung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| 1470 | erste Kirche |
| 1577 | Turmerhöhung |
| 1869 | Abbruch und Neubauphase beginnt |
| 1922 | Denkmalschutz |
| 1974 | Einweihung der neuen Kirche |
...
Kreuzworträtsel
| Staig | In welchem Ort steht die Marienkirche? |
| Morlok | Nachname des Architekten des neugotischen Neubaus |
| Turm | Welcher Bauteil blieb 1869 erhalten? |
| Gotik | Welche historische Stilrichtung wurde im 19. Jahrhundert wiederaufgenommen? |
| Galerie | Eine heutige Nutzung des Gebäudes |
| Denkmal | Wofür steht die Kirche seit 1922 unter Schutz? |
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Ortsgeschichte: Erstelle eine kurze Zeitleiste mit den wichtigsten Stationen der Marienkirche Staig von 1470 bis heute.
- Architektur: Beschreibe auf der Grundlage eines Bildes mindestens fünf Merkmale, die auf einen Kirchenbau hinweisen.
- Denkmalschutz: Formuliere in einem kurzen Text, warum ein Gebäude auch nach dem Ende seiner ursprünglichen Nutzung erhalten werden kann.
- Vergleich: Vergleiche in wenigen Sätzen die Begriffe Gotik und Neugotik.
Standard
- Bildanalyse: Untersuche ein Foto der Marienkirche Staig und erkläre, welche Wirkung Fassade, Fenster und Turm auf Dich haben.
- Recherche: Recherchiere zu Georg von Morlok und stelle dar, warum seine Arbeit für die württembergische Architekturgeschichte wichtig ist.
- Kirchenraum: Erkläre, was sich für Menschen verändert, wenn ein Kirchenraum vom Sakralraum zum Kulturraum wird.
- Lokalgeschichte: Befrage Menschen aus Deiner Umgebung dazu, welche historischen Gebäude im Ort besonders wichtig sind, und vergleiche ihre Antworten mit dem Beispiel Staig.
Schwer
- Projektarbeit: Entwirf ein Nutzungskonzept für ein historisches Kirchengebäude, das Kultur, Bildung und Denkmalpflege miteinander verbindet.
- Urteilsbildung: Schreibe einen argumentativen Text dazu, ob ehemalige Kirchen eher religiös, kulturell oder multifunktional genutzt werden sollten.
- Digitale Bildung: Entwickle ein Storyboard für ein kurzes Lernvideo über die Marienkirche Staig, das Baugeschichte, Stil und Umnutzung erklärt.
- Exkursion: Plane eine denkmalpädagogische Exkursion zur Marienkirche Staig oder zu einem vergleichbaren Bauwerk und formuliere Arbeitsaufträge für eine Lerngruppe.


Lernkontrolle
- Transferleistung: Erkläre, warum die Marienkirche Staig nicht nur ein religiöses, sondern auch ein kulturhistorisches Zeugnis ist.
- Vergleichendes Lernen: Vergleiche die alte Marienkirche mit der neuen Kirche Mariä Himmelfahrt und leite daraus Veränderungen in Architektur und Gemeindeleben ab.
- Bewertung: Beurteile, welche Chancen und Grenzen die Umnutzung eines ehemaligen Kirchengebäudes als Kulturort mit sich bringt.
- Denkmalpflege: Begründe, warum der Erhalt eines Bauwerks manchmal wichtiger sein kann als ein vollständiger funktionaler Neubeginn.
- Raumanalyse: Erläutere, wie Architektur die Wahrnehmung eines Ortes beeinflusst, selbst wenn sich seine Nutzung verändert hat.
- Nachhaltigkeit: Diskutiere, inwiefern die Umnutzung historischer Gebäude ein Beitrag zu kultureller und ökologischer Nachhaltigkeit sein kann.
OERs zum Thema