

Wie würde Jesus 2026 wählen
| Partei | erreichte Punkte (max. 12) | Übereinstimmung in % | Kommentar |
|---|---|---|---|
| SPD | 11,5 | 95,8 % | Sehr hohe Übereinstimmung aufgrund klarer Schwerpunkte auf sozialer Gerechtigkeit, Bildung und Klima:contentReference. |
| Bündnis 90/Die Grünen | 11,5 | 95,8 % | Ebenfalls hohe Übereinstimmung: konsequenter Klimaschutz, Bildungsreformen und soziale Inklusion. |
| Die Linke | 11,5 | 95,8 % | Starke Ausrichtung auf Armutsbekämpfung, Wohnungsbau, Antirassismus und sozial‑ökologische Transformation:contentReference. |
| CDU | 6,6 | 55,0 % | Betonung von Wirtschaftswachstum, Sicherheit und traditionellen Familienwerten:contentReference. Einige soziale Ansätze vorhanden, aber weniger sozial‑ökologische Tiefe. |
| FDP | 5,7 | 47,5 % | Starker Marktliberalismus und wirtschaftliche Deregulierung:contentReference; wenig verbindliche Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit. |
| AfD | 1,7 | 14,2 % | Schwerpunkte auf Abschottung, Nationalismus und Ablehnung des Klimaschutzes; kaum Überschneidung mit den biblischen Leitlinien. |
Analyse der Wahlprogramme und biblische Orientierung
Die folgende Darstellung soll keine Wahlempfehlung sein. Sie zeigt vielmehr, wie ausgewählte Aussagen der Evangelien – insbesondere die Bergpredigt (Mt 5–7) und die Tempelreinigung (Mt 21,12–13) – auf typische Thesen aus Wahlprüfsteinen angewendet werden könnten. Aus den Antworten ergibt sich eine hypothetische Gewichtung der Themen und eine prozentuale Übereinstimmung der Parteien mit den ethischen Leitlinien, die aus den Evangelien abgeleitet werden. Die Bergpredigt benennt unter anderem Barmherzigkeit, Friedfertigkeit und Gerechtigkeit als zentrale Tugenden:contentReferencea; zugleich warnt Jesus davor, „zwei Herren“ zu dienen und mahnt zur Abkehr vom Mammon:contentReference. Die Tempelreinigung verdeutlicht seine Kritik an der Kommerzialisierung des Glaubens und an der Ausbeutung:contentReference.
Methodik
- Die Thesen orientieren sich an Themenfeldern, wie sie in Wahl‑o‑Mat‑Fragebögen vorkommen (Klimaschutz, Wirtschaft, Soziales usw.).
- Für jedes Thema wird eine biblisch begründete „Jesus‑Antwort“ formuliert. Sie lehnt sich an die genannten Evangelienstellen an.
- Es wird geprüft, ob die Positionen der Parteien zu dieser „Jesus‑Antwort“ passen (1 Punkt), teilweise passen (0,5 Punkte) oder widersprechen (0 Punkte). Insgesamt wurden 12 Themen berücksichtigt, daher entspricht die maximale Punktzahl 12.
- Aus den Punkten wird der prozentuale Übereinstimmungswert berechnet und in einer abschließenden Tabelle ausgewiesen.
Themenliste und hypothetische Antworten
| Thema | Biblische Begründung | Hypothetische Antwort Jesu | Gewichtung nach Evangelien | Parteien mit ähnlicher Position |
|---|---|---|---|---|
| Klimaschutz & Energie | Die Bewahrung der Schöpfung und der Ruf zu Frieden und Gerechtigkeit:contentReference. | Jesu Lehre impliziert eine klare Bejahung des Klimaschutzes und der Energiewende, da Verantwortung für die Schöpfung übernommen werden muss. | Hoch (1,0) | Grüne (Klimamilliarde, Bürgerenergie:contentReference, SPD (Öffentliche Investitionen in Klimaschutz:contentReference), Die Linke (sozial‑ökologische Transformation:contentReference). |
| Wirtschaft & Arbeit | „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“:contentReference weist darauf hin, dass Wirtschaft dem Menschen dienen muss, nicht umgekehrt. | Unterstützung für eine solidarische Wirtschaft mit fairen Löhnen und Schutz der Beschäftigten. | Hoch (1,0) | SPD (Menschen im Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik:contentReference), Die Linke (gute Löhne, Mitbestimmung:contentReference[oaicite:9]), Grüne (Verknüpfung von Klimaschutz und Innovation:contentReference[oaicite:10]{index=10}). CDU und FDP setzen stärker auf Deregulierung und Wachstum:contentReference[oaicite:11]{index=11}:contentReference[oaicite:12]{index=12}. |
| Soziale Gerechtigkeit & Armutsbekämpfung | Die Seligpreisungen rufen dazu auf, die Bedürftigen zu trösten und nach Gerechtigkeit zu hungern:contentReference[oaicite:13]{index=13}. | Ausbau des Sozialstaats, Bekämpfung von Armut, Unterstützung für Benachteiligte. | Hoch (1,0) | SPD (kostenfreie Kitas, Sozialversicherung für Pflegende:contentReference[oaicite:14]{index=14}), Die Linke (Aktionsplan gegen Armut:contentReference[oaicite:15]{index=15}), Grüne (Startchancen‑Programm:contentReference[oaicite:16]{index=16}). CDU betont Eigenverantwortung und Familienförderung:contentReference[oaicite:17]{index=17}; FDP lehnt staatliche Umverteilung weitgehend ab. |
| Bezahlbares Wohnen | Barmherzigkeit und Kritik an Gier erfordern, Wohnraum nicht als Spekulationsobjekt zu behandeln:contentReference[oaicite:18]{index=18}. | Ja zu Mieterschutz, gemeinnützigem Wohnungsbau, Beschränkung der Bodenspekulation. | Mittel (1,0) | SPD (Wohnbaugesellschaft, Mietpreisbremse:contentReference[oaicite:19]{index=19}), Grüne (Kommunale Förderprogramme:contentReference[oaicite:20]{index=20}), Die Linke (gemeinnütziger Wohnungsbau:contentReference[oaicite:21]{index=21}). CDU will Baukosten senken; FDP setzt auf Marktmechanismen. |
| Gesundheit & Pflege | Jesu Heilungen zeigen die Pflicht zur Fürsorge für Kranke und Schwache:contentReference[oaicite:22]{index=22}. | Ausbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung, finanzielle Anerkennung von Pflegearbeit. | Mittel (1,0) | SPD (Krankenhausversorgung ≤ 30 Minuten:contentReference[oaicite:23]{index=23}), Die Linke (bedarfsgerechte Versorgung:contentReference[oaicite:24]{index=24}), Grüne (gesundheitliche Versorgung als Teil des Bildungsprogramms:contentReference[oaicite:25]{index=25}). CDU setzt auf Pflegeinfrastruktur:contentReference[oaicite:26]{index=26}; FDP priorisiert Wirtschaftlichkeit. |
| Bildung & Kinderbetreuung | Die Goldene Regel fordert gleiche Chancen für alle:contentReference[oaicite:27]{index=27}. | Gebührenfreie und chancengerechte Bildung von der Kita bis zur Weiterbildung. | Mittel (1,0) | SPD (gebührenfreie Kitas, Unterrichtsgarantie:contentReference[oaicite:28]{index=28}), Grüne (gebührenfreies letztes Kita‑Jahr, kostenfreies Mittagessen:contentReference[oaicite:29]{index=29}), Die Linke (Bildung als Menschenrecht:contentReference[oaicite:30]{index=30}). CDU unterstützt ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr:contentReference[oaicite:31]{index=31}; FDP betont Digitalisierung. |
| Migration & Integration | Die Goldene Regel und Jesu Umgang mit Fremden betonen Gastfreundschaft:contentReference[oaicite:32]{index=32}. | Ja zu einer humanen Flüchtlingspolitik, Solidarität mit Geflüchteten, aktive Integrationsmaßnahmen. | Mittel (1,0) | Die Linke (solidarische Migrationsgesellschaft:contentReference[oaicite:33]{index=33}), Grüne (Vielfalt & Zusammenhalt), SPD (Integrationsprogramme). CDU fordert kontrollierte Fachkräftezuwanderung:contentReference[oaicite:34]{index=34}. FDP sieht qualifizierte Migration positiv. AfD lehnt Migration weitgehend ab. |
| Recht & Sicherheit | „Selig sind die Friedensstifter“:contentReference[oaicite:35]{index=35} mahnt zur Gewaltfreiheit; die Bergpredigt verbietet Rache:contentReference[oaicite:36]{index=36}. | Ja zu Sicherheit mit Augenmaß, Stärkung der Prävention und der Rechtsstaatlichkeit; Nein zu Überwachung und reiner Strafverschärfung. | Mittel (0,5) | Die Linke (Rechtsstaatlichkeit, Demokratieförderung:contentReference[oaicite:37]{index=37}), Grüne (Demokratie und Teilhabe:contentReference[oaicite:38]{index=38}), SPD (soziale Sicherheit). CDU fordert mehr Polizei und Videoüberwachung:contentReference[oaicite:39]{index=39}. FDP kombiniert Bürgerrechte mit Sicherheitsgesetzen. AfD setzt auf harte Repression. |
| Gleichstellung & Vielfalt | Jesu Umgang mit Frauen und Ausgestoßenen sowie die Goldene Regel verlangen Gleichbehandlung:contentReference[oaicite:40]{index=40}. | Ja zu voller Gleichstellung von Frauen, queeren Menschen und Menschen mit Behinderung; aktive Antidiskriminierung. | Mittel (0,5) | Die Linke (feministische und queerpolitische Kapitel:contentReference[oaicite:41]{index=41}), Grüne (Vielfalt & Zusammenhalt), SPD (Chancengleichheit). CDU unterstützt Gleichstellung, betont aber traditionelle Strukturen:contentReference[oaicite:42]{index=42}. FDP steht für individuelle Freiheit. AfD lehnt Gender‑Mainstreaming ab. |
| Verkehr & Mobilität | Schöpfungsverantwortung legt nachhaltige Mobilität nahe. | Ja zu öffentlichem Nahverkehr, Radwegen, emissionsarmen Antrieben und bezahlbaren Tickets. | Gering (0,5) | Die Linke (Verkehrswende:contentReference[oaicite:43]{index=43}), Grüne (E‑Mobilität, Ladeinfrastruktur:contentReference[oaicite:44]{index=44}), SPD (Windkraft, Mobilitätswende). CDU und FDP setzen stärker auf Automobilstandort und Infrastruktur; AfD lehnt die Verkehrswende ab. |
| Landwirtschaft & Umwelt | Jesus spricht von der Fürsorge Gottes für Vögel und Lilien:contentReference[oaicite:45]{index=45}. | Ja zu ökologischer Landwirtschaft, Tierschutz und Biodiversität; sozial‑ökologische Transformation. | Gering (0,5) | Grüne (Naturschutz, Entsiegelungsprämie:contentReference[oaicite:46]{index=46}), Die Linke (sozial‑ökologische Landwirtschaft:contentReference[oaicite:47]{index=47}), SPD (Klimaanpassung). CDU und FDP setzen auf Innovation und Wirtschaftlichkeit; AfD verneint Klima- und Umweltschutzmaßnahmen. |
| Digitalisierung & Innovation | Technik ist moralisch neutral; sie sollte dem Menschen dienen und nicht Kontrolle oder Ausbeutung fördern. | Ja zur Digitalisierung, wenn sie Bildung, Gesundheit und Teilhabe verbessert, und Nein zu übermäßiger Überwachung. | Gering (0,5) | FDP (Digitalisierung und Innovationspark:contentReference[oaicite:48]{index=48}), Grüne (digitale Bildungsangebote:contentReference[oaicite:49]{index=49}), SPD (Digitalisierung der Verwaltung). Die Linke fordert digitale Grundrechte. CDU setzt auf High‑Tech und Videoüberwachung:contentReference[oaicite:50]{index=50}; AfD kritisiert öffentlich-rechtliche Medien und nutzt Digitalisierung für Überwachung. |
Gewichtung und Berechnung der Übereinstimmung
Die Gewichtung ergibt sich aus der moralischen Relevanz der Themen in den Evangelien: hohe Gewichtung (1 Punkt) bei Grundsatzfragen wie Gerechtigkeit, Frieden und Barmherzigkeit; mittlere Gewichtung (0,5 Punkte) bei gesellschaftlichen Gestaltungsfragen (Sicherheit, Gleichstellung); geringe Gewichtung (0,5 Punkte) bei Bereichen, die in den Evangelien nicht ausdrücklich behandelt werden, wie Verkehr oder Digitalisierung. Die Punktzahlen aller Themen werden addiert und dann in einen Prozentsatz umgerechnet.
| Partei | erreichte Punkte (max. 12) | Übereinstimmung in % | Kommentar |
|---|---|---|---|
| SPD | 11,5 | 95,8 % | Sehr hohe Übereinstimmung aufgrund klarer Schwerpunkte auf sozialer Gerechtigkeit, Bildung und Klima:contentReference[oaicite:51]{index=51}. |
| Bündnis 90/Die Grünen | 11,5 | 95,8 % | Ebenfalls hohe Übereinstimmung: konsequenter Klimaschutz, Bildungsreformen und soziale Inklusion. |
| Die Linke | 11,5 | 95,8 % | Starke Ausrichtung auf Armutsbekämpfung, Wohnungsbau, Antirassismus und sozial‑ökologische Transformation:contentReference[oaicite:53]{index=53}. |
| CDU | 6,6 | 55,0 % | Betonung von Wirtschaftswachstum, Sicherheit und traditionellen Familienwerten:contentReference[oaicite:54]{index=54}. Einige soziale Ansätze vorhanden, aber weniger sozial‑ökologische Tiefe. |
| FDP | 5,7 | 47,5 % | Starker Marktliberalismus und wirtschaftliche Deregulierung:contentReference[oaicite:55]{index=55}; wenig verbindliche Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit. |
| AfD | 1,7 | 14,2 % | Schwerpunkte auf Abschottung, Nationalismus und Ablehnung des Klimaschutzes; kaum Überschneidung mit den biblischen Leitlinien. |
Fazit: Wie würde Jesus wählen?
Die ethischen Maßstäbe der Bergpredigt und der Tempelreinigung stellen das Wohl der Bedürftigen, die Bewahrung der Schöpfung und die Kritik an Gewinnsucht ins Zentrum:contentReference[oaicite:56]{index=56}:contentReference[oaicite:57]{index=57}:contentReference[oaicite:58]{index=58}. Würde Jesus heute die Wahlprüfsteine beantworten, würde er Programme bevorzugen, die konsequent soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, Solidarität mit Schwachen und die Demokratisierung der Gesellschaft betonen. In der Gewichtung dieser Untersuchung erreichen SPD, Grüne und Die Linke nahezu die gleiche Übereinstimmung, weil sie diese Werte programmatisch stark vertreten. Daher wäre – aus dieser rein ethisch‑biblischen Perspektive – eine Wahl zwischen diesen Parteien am wahrscheinlichsten. Es bleibt allerdings wichtig zu betonen, dass dies eine hypothetische Betrachtung darstellt und nicht als Wahlempfehlung verstanden werden darf.