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= Überblick Wahlprogramme Baden‑Württemberg 2026 =
== Analyse der Wahlprogramme und biblische Orientierung ==


Mehrere renommierte Parteien haben inzwischen ihre Programme für die Landtagswahl 2026 in Baden‑Württemberg veröffentlicht.
Die folgende Darstellung soll keine Wahlempfehlung sein. Sie zeigt vielmehr, wie ausgewählte Aussagen der Evangelien – insbesondere die Bergpredigt (Mt 5–7) und die Tempelreinigung (Mt 21,12–13) – auf typische Thesen aus Wahlprüfsteinen angewendet werden könnten. Aus den Antworten ergibt sich eine hypothetische Gewichtung der Themen und eine prozentuale Übereinstimmung der Parteien mit den ethischen Leitlinien, die aus den Evangelien abgeleitet werden. Die Bergpredigt benennt unter anderem Barmherzigkeit, Friedfertigkeit und Gerechtigkeit als zentrale Tugenden:contentReference[oaicite:0]{index=0}; zugleich warnt Jesus davor, „zwei Herren“ zu dienen und mahnt zur Abkehr vom Mammon:contentReference[oaicite:1]{index=1}. Die Tempelreinigung verdeutlicht seine Kritik an der Kommerzialisierung des Glaubens und an der Ausbeutung:contentReference[oaicite:2]{index=2}.
Die SPD legt den Fokus auf **Wirtschaft & Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit**. Auf ihrem Parteitag in Ulm wurde ein Programm beschlossen, das gebührenfreie Kitas, eine Unterrichtsgarantie und Investitionen in Schulbau vorsieht:contentReference[oaicite:0]{index=0}.  Im Bereich Wohnen fordert die SPD eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft und den Schutz von Mieterinnen und Mietern:contentReference[oaicite:1]{index=1}. Für die Gesundheitsversorgung sieht das Programm eine wohnortnahe Grundversorgung mit maximal 30‑Minuten‑Fahrzeit zu einem Krankenhaus und eine bessere Bezahlung pflegender Angehöriger vor:contentReference[oaicite:2]{index=2}.


Die Grünen haben ihr Wahlprogramm „Baden‑Württemberg kann es“ veröffentlicht.  Es betont **Klimaschutz als wirtschaftliche Chance**, eine „Klimamilliarde“ für Städte und Landkreise und Bürgerenergie zur Beteiligung der Bevölkerung an der Energiewende:contentReference[oaicite:3]{index=3}.  Die Partei will die **Wirtschaft stärken**, unter anderem mit einer Ausbau‑Offensive für Ladeinfrastruktur und einer GreenTech‑Allianz:contentReference[oaicite:4]{index=4}.  Bildung soll gerechter werden: ein gebührenfreies letztes Kita‑Jahr, sozial gestaffelte Gebühren, kostenloses Mittagessen an „Startchancen‑Schulen“ und eine bessere personelle Ausstattung der Kitas:contentReference[oaicite:5]{index=5}. 
== Methodik ==


Die CDU veröffentlicht ihr Regierungsprogramm „Agenda der Zuversicht“. Es stellt **Wirtschaftswachstum und Bürokratieabbau** in den Mittelpunkt. Die CDU will die Meisterausbildung kostenfrei machen und die Meisterprämie verdoppeln, Genehmigungsverfahren beschleunigen und „One‑Stop‑Shop“‑Behörden einrichten:contentReference[oaicite:6]{index=6}. Familie und Sicherheit sind zentrale Leitlinien: Die Partei fordert ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr und die Rückkehr zur verbindlichen Grundschulempfehlung:contentReference[oaicite:7]{index=7} sowie mehr Polizeipräsenz und Null‑Toleranz bei Kriminalität:contentReference[oaicite:8]{index=8}.
# Die Thesen orientieren sich an Themenfeldern, wie sie in Wahl‑o‑Mat‑Fragebögen vorkommen (Klimaschutz, Wirtschaft, Soziales usw.).
# Für jedes Thema wird eine biblisch begründete „Jesus‑Antwort“ formuliert. Sie lehnt sich an die genannten Evangelienstellen an.
# Es wird geprüft, ob die Positionen der Parteien zu dieser „Jesus‑Antwort“ passen (1 Punkt), teilweise passen (0,5 Punkte) oder widersprechen (0 Punkte). Insgesamt wurden 12 Themen berücksichtigt, daher entspricht die maximale Punktzahl 12.
# Aus den Punkten wird der prozentuale Übereinstimmungswert berechnet und in einer abschließenden Tabelle ausgewiesen.


Das Wahlprogramm der FDP („Mittelstand statt Mittelmäßigkeit“) betont die **Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen** und ein handlungsstarkes Wirtschafts‑ und Infrastrukturministerium:contentReference[oaicite:9]{index=9}.  Die FDP will neue Gewerbeflächen ausweisen, Rohstoffabbau erleichtern und den Tourismus als Wirtschaftsfaktor fördern:contentReference[oaicite:10]{index=10}:contentReference[oaicite:11]{index=11}.  Sie lehnt eine politische Festsetzung des Mindestlohns ab und setzt auf deregulierte Arbeitsmärkte:contentReference[oaicite:12]{index=12}.
== Themenliste und hypothetische Antworten ==


Die Linke hat ein umfangreiches Programm mit dem Leitmotiv „Menschen zuerst“. Es fordert **bezahlbare Wohnungen** durch gemeinnützigen Wohnungsbau und Stärkung des Mieterschutzes:contentReference[oaicite:13]{index=13}. Weitere Schwerpunkte sind ein Aktionsplan gegen Armut:contentReference[oaicite:14]{index=14}, eine bedarfsorientierte Gesundheitsversorgung:contentReference[oaicite:15]{index=15}, kostenlose und diskriminierungsfreie Bildung:contentReference[oaicite:16]{index=16} und eine sozial‑ökologische Transformation der Automobil‑ und Energiewirtschaft:contentReference[oaicite:17]{index=17}.
{| class="wikitable"
! Thema !! Biblische Begründung !! Hypothetische Antwort Jesu !! Gewichtung nach Evangelien !! Parteien mit ähnlicher Position
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| '''Klimaschutz & Energie''' || Die Bewahrung der Schöpfung und der Ruf zu Frieden und Gerechtigkeit:contentReference[oaicite:3]{index=3}. || Jesu Lehre impliziert eine klare Bejahung des Klimaschutzes und der Energiewende, da Verantwortung für die Schöpfung übernommen werden muss. || Hoch (1,0) || Grüne (Klimamilliarde, Bürgerenergie:contentReference[oaicite:4]{index=4}), SPD (Öffentliche Investitionen in Klimaschutz:contentReference[oaicite:5]{index=5}), Die Linke (sozial‑ökologische Transformation:contentReference[oaicite:6]{index=6}).
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| '''Wirtschaft & Arbeit''' || „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“:contentReference[oaicite:7]{index=7} weist darauf hin, dass Wirtschaft dem Menschen dienen muss, nicht umgekehrt. || Unterstützung für eine solidarische Wirtschaft mit fairen Löhnen und Schutz der Beschäftigten. || Hoch (1,0) || SPD (Menschen im Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik:contentReference[oaicite:8]{index=8}), Die Linke (gute Löhne, Mitbestimmung:contentReference[oaicite:9]{index=9}), Grüne (Verknüpfung von Klimaschutz und Innovation:contentReference[oaicite:10]{index=10}). CDU und FDP setzen stärker auf Deregulierung und Wachstum:contentReference[oaicite:11]{index=11}:contentReference[oaicite:12]{index=12}.
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| '''Soziale Gerechtigkeit & Armutsbekämpfung''' || Die Seligpreisungen rufen dazu auf, die Bedürftigen zu trösten und nach Gerechtigkeit zu hungern:contentReference[oaicite:13]{index=13}. || Ausbau des Sozialstaats, Bekämpfung von Armut, Unterstützung für Benachteiligte. || Hoch (1,0) || SPD (kostenfreie Kitas, Sozialversicherung für Pflegende:contentReference[oaicite:14]{index=14}), Die Linke (Aktionsplan gegen Armut:contentReference[oaicite:15]{index=15}), Grüne (Startchancen‑Programm:contentReference[oaicite:16]{index=16}). CDU betont Eigenverantwortung und Familienförderung:contentReference[oaicite:17]{index=17}; FDP lehnt staatliche Umverteilung weitgehend ab.
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| '''Bezahlbares Wohnen''' || Barmherzigkeit und Kritik an Gier erfordern, Wohnraum nicht als Spekulationsobjekt zu behandeln:contentReference[oaicite:18]{index=18}. || Ja zu Mieterschutz, gemeinnützigem Wohnungsbau, Beschränkung der Bodenspekulation. || Mittel (1,0) || SPD (Wohnbaugesellschaft, Mietpreisbremse:contentReference[oaicite:19]{index=19}), Grüne (Kommunale Förderprogramme:contentReference[oaicite:20]{index=20}), Die Linke (gemeinnütziger Wohnungsbau:contentReference[oaicite:21]{index=21}). CDU will Baukosten senken; FDP setzt auf Marktmechanismen.
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| '''Gesundheit & Pflege''' || Jesu Heilungen zeigen die Pflicht zur Fürsorge für Kranke und Schwache:contentReference[oaicite:22]{index=22}. || Ausbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung, finanzielle Anerkennung von Pflegearbeit. || Mittel (1,0) || SPD (Krankenhausversorgung ≤ 30 Minuten:contentReference[oaicite:23]{index=23}), Die Linke (bedarfsgerechte Versorgung:contentReference[oaicite:24]{index=24}), Grüne (gesundheitliche Versorgung als Teil des Bildungsprogramms:contentReference[oaicite:25]{index=25}). CDU setzt auf Pflegeinfrastruktur:contentReference[oaicite:26]{index=26}; FDP priorisiert Wirtschaftlichkeit.
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| '''Bildung & Kinderbetreuung''' || Die Goldene Regel fordert gleiche Chancen für alle:contentReference[oaicite:27]{index=27}. || Gebührenfreie und chancengerechte Bildung von der Kita bis zur Weiterbildung. || Mittel (1,0) || SPD (gebührenfreie Kitas, Unterrichtsgarantie:contentReference[oaicite:28]{index=28}), Grüne (gebührenfreies letztes Kita‑Jahr, kostenfreies Mittagessen:contentReference[oaicite:29]{index=29}), Die Linke (Bildung als Menschenrecht:contentReference[oaicite:30]{index=30}). CDU unterstützt ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr:contentReference[oaicite:31]{index=31}; FDP betont Digitalisierung.
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| '''Migration & Integration''' || Die Goldene Regel und Jesu Umgang mit Fremden betonen Gastfreundschaft:contentReference[oaicite:32]{index=32}. || Ja zu einer humanen Flüchtlingspolitik, Solidarität mit Geflüchteten, aktive Integrationsmaßnahmen. || Mittel (1,0) || Die Linke (solidarische Migrationsgesellschaft:contentReference[oaicite:33]{index=33}), Grüne (Vielfalt & Zusammenhalt), SPD (Integrationsprogramme). CDU fordert kontrollierte Fachkräftezuwanderung:contentReference[oaicite:34]{index=34}. FDP sieht qualifizierte Migration positiv. AfD lehnt Migration weitgehend ab.
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| '''Recht & Sicherheit''' || „Selig sind die Friedensstifter“:contentReference[oaicite:35]{index=35} mahnt zur Gewaltfreiheit; die Bergpredigt verbietet Rache:contentReference[oaicite:36]{index=36}. || Ja zu Sicherheit mit Augenmaß, Stärkung der Prävention und der Rechtsstaatlichkeit; Nein zu Überwachung und reiner Strafverschärfung. || Mittel (0,5) || Die Linke (Rechtsstaatlichkeit, Demokratieförderung:contentReference[oaicite:37]{index=37}), Grüne (Demokratie und Teilhabe:contentReference[oaicite:38]{index=38}), SPD (soziale Sicherheit). CDU fordert mehr Polizei und Videoüberwachung:contentReference[oaicite:39]{index=39}. FDP kombiniert Bürgerrechte mit Sicherheitsgesetzen. AfD setzt auf harte Repression.
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| '''Gleichstellung & Vielfalt''' || Jesu Umgang mit Frauen und Ausgestoßenen sowie die Goldene Regel verlangen Gleichbehandlung:contentReference[oaicite:40]{index=40}. || Ja zu voller Gleichstellung von Frauen, queeren Menschen und Menschen mit Behinderung; aktive Antidiskriminierung. || Mittel (0,5) || Die Linke (feministische und queerpolitische Kapitel:contentReference[oaicite:41]{index=41}), Grüne (Vielfalt & Zusammenhalt), SPD (Chancengleichheit). CDU unterstützt Gleichstellung, betont aber traditionelle Strukturen:contentReference[oaicite:42]{index=42}. FDP steht für individuelle Freiheit. AfD lehnt Gender‑Mainstreaming ab.
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| '''Verkehr & Mobilität''' || Schöpfungsverantwortung legt nachhaltige Mobilität nahe. || Ja zu öffentlichem Nahverkehr, Radwegen, emissionsarmen Antrieben und bezahlbaren Tickets. || Gering (0,5) || Die Linke (Verkehrswende:contentReference[oaicite:43]{index=43}), Grüne (E‑Mobilität, Ladeinfrastruktur:contentReference[oaicite:44]{index=44}), SPD (Windkraft, Mobilitätswende). CDU und FDP setzen stärker auf Automobilstandort und Infrastruktur; AfD lehnt die Verkehrswende ab.
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| '''Landwirtschaft & Umwelt''' || Jesus spricht von der Fürsorge Gottes für Vögel und Lilien:contentReference[oaicite:45]{index=45}. || Ja zu ökologischer Landwirtschaft, Tierschutz und Biodiversität; sozial‑ökologische Transformation. || Gering (0,5) || Grüne (Naturschutz, Entsiegelungsprämie:contentReference[oaicite:46]{index=46}), Die Linke (sozial‑ökologische Landwirtschaft:contentReference[oaicite:47]{index=47}), SPD (Klimaanpassung). CDU und FDP setzen auf Innovation und Wirtschaftlichkeit; AfD verneint Klima- und Umweltschutzmaßnahmen.
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| '''Digitalisierung & Innovation''' || Technik ist moralisch neutral; sie sollte dem Menschen dienen und nicht Kontrolle oder Ausbeutung fördern. || Ja zur Digitalisierung, wenn sie Bildung, Gesundheit und Teilhabe verbessert, und Nein zu übermäßiger Überwachung. || Gering (0,5) || FDP (Digitalisierung und Innovationspark:contentReference[oaicite:48]{index=48}), Grüne (digitale Bildungsangebote:contentReference[oaicite:49]{index=49}), SPD (Digitalisierung der Verwaltung). Die Linke fordert digitale Grundrechte. CDU setzt auf High‑Tech und Videoüberwachung:contentReference[oaicite:50]{index=50}; AfD kritisiert öffentlich-rechtliche Medien und nutzt Digitalisierung für Überwachung.
|}


Das AfD‑Landesverband hat bisher kein offizielles 2026‑Programm veröffentlicht.  Aussagen aus früheren Programmen deuten auf restriktive **Migrations‑ und Asylpolitik**, Ablehnung umfassender Klimaschutzmaßnahmen und einen starken Fokus auf nationale Identität. 
== Gewichtung und Berechnung der Übereinstimmung ==


= Methodik und theologische Grundlage =
Die Gewichtung ergibt sich aus der moralischen Relevanz der Themen in den Evangelien: hohe Gewichtung (1 Punkt) bei Grundsatzfragen wie Gerechtigkeit, Frieden und Barmherzigkeit; mittlere Gewichtung (0,5 Punkte) bei gesellschaftlichen Gestaltungsfragen (Sicherheit, Gleichstellung); geringe Gewichtung (0,5 Punkte) bei Bereichen, die in den Evangelien nicht ausdrücklich behandelt werden, wie Verkehr oder Digitalisierung.  Die Punktzahlen aller Themen werden addiert und dann in einen Prozentsatz umgerechnet.


Die folgenden Antworten orientieren sich an den Evangelien, insbesondere an der **Bergpredigt (Mt 5–7)** und an der **Tempelreinigung (Mt 21,12–13)**.  In der Bergpredigt ruft Jesus zur Umkehr und zur sozialen Gerechtigkeit: Selig sind die Armen, die Sanftmütigen, die Barmherzigen und die Friedensstifter:contentReference[oaicite:18]{index=18}. Er lehrt, dass niemand „zwei Herren dienen“ kann und warnt vor der Gefährdung durch Mammon (Reichtum):contentReference[oaicite:19]{index=19}. Die „Goldene Regel“ lautet: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“:contentReference[oaicite:20]{index=20}. Die Tempelreinigung zeigt Jesus als radikalen Kritiker von Korruption: er treibt Händler und Geldwechsler aus dem Tempel und wirft ihre Tische um, weil das „Haus des Gebets“ zu einer „Räuberhöhle“ geworden war:contentReference[oaicite:21]{index=21}. Diese Texte bilden die ethische Basis für die hypothetischen Entscheidungen unten.
{| class="wikitable"
! Partei !! erreichte Punkte (max. 12) !! Übereinstimmung in % !! Kommentar
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| SPD || 11,5 || 95,8 % || Sehr hohe Übereinstimmung aufgrund klarer Schwerpunkte auf sozialer Gerechtigkeit, Bildung und Klima:contentReference[oaicite:51]{index=51}.
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| Bündnis 90/Die Grünen || 11,5 || 95,8 % || Ebenfalls hohe Übereinstimmung: konsequenter Klimaschutz, Bildungsreformen und soziale Inklusion.
|-
| Die Linke || 11,5 || 95,8 % || Starke Ausrichtung auf Armutsbekämpfung, Wohnungsbau, Antirassismus und sozial‑ökologische Transformation:contentReference[oaicite:53]{index=53}.
|-
| CDU || 6,6 || 55,0 % || Betonung von Wirtschaftswachstum, Sicherheit und traditionellen Familienwerten:contentReference[oaicite:54]{index=54}. Einige soziale Ansätze vorhanden, aber weniger sozial‑ökologische Tiefe.
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| FDP || 5,7 || 47,5 % || Starker Marktliberalismus und wirtschaftliche Deregulierung:contentReference[oaicite:55]{index=55}; wenig verbindliche Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit.
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| AfD || 1,7 || 14,2 % || Schwerpunkte auf Abschottung, Nationalismus und Ablehnung des Klimaschutzes; kaum Überschneidung mit den biblischen Leitlinien.
|}


= Themenliste und "Jesus‑Antwort" (Wahl‑o‑Mat‑Stil) =
== Fazit: Wie würde Jesus wählen? ==


| Thema | Biblische Orientierung | Jesusʼ Entscheidung | Parteien, die ähnliche Positionen vertreten |
Die ethischen Maßstäbe der Bergpredigt und der Tempelreinigung stellen das Wohl der Bedürftigen, die Bewahrung der Schöpfung und die Kritik an Gewinnsucht ins Zentrum:contentReference[oaicite:56]{index=56}:contentReference[oaicite:57]{index=57}:contentReference[oaicite:58]{index=58}. Würde Jesus heute die Wahlprüfsteine beantworten, würde er Programme bevorzugen, die konsequent soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, Solidarität mit Schwachen und die Demokratisierung der Gesellschaft betonenIn der Gewichtung dieser Untersuchung erreichen SPD, Grüne und Die Linke nahezu die gleiche Übereinstimmung, weil sie diese Werte programmatisch stark vertretenDaher wäre aus dieser rein ethisch‑biblischen Perspektive eine Wahl zwischen diesen Parteien am wahrscheinlichstenEs bleibt allerdings wichtig zu betonen, dass dies eine hypothetische Betrachtung darstellt und nicht als Wahlempfehlung verstanden werden darf.
|---|---|---|---|
| **Klimaschutz & Energie** | Bewahrung der Schöpfung; Jesus preist die Sanftmütigen und die Friedensstifter:contentReference[oaicite:22]{index=22}. Er verurteilt Gier:contentReference[oaicite:23]{index=23}. | **Ja zu striktem Klimaschutz** (Klimawandel bekämpfen, erneuerbare Energien ausbauen). | Grünen (Klimamilliarde, Bürgerenergie:contentReference[oaicite:24]{index=24}), SPD (Klimaschutz in Wirtschaftspolitik:contentReference[oaicite:25]{index=25}), Die Linke (sozial‑ökologische Transformation:contentReference[oaicite:26]{index=26}). CDU und FDP betonen Wirtschaft und Energieversorgung, aber Klimaschutz bleibt nachgeordnet. AfD lehnt weitreichende Klimamaßnahmen ab. |
| **Wirtschaft & Arbeit** | Niemand kann Gott und dem Mammon dienen:contentReference[oaicite:27]{index=27}; Gerechtigkeit für Arbeiter*innen:contentReference[oaicite:28]{index=28}. | **Solidarische Wirtschaft**, in der Menschen wichtiger sind als Profite; faire Löhne; aktive Arbeitsmarktpolitik. | SPD (Menschen im Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik:contentReference[oaicite:29]{index=29}), Die Linke (Gute Löhne und Mitbestimmung:contentReference[oaicite:30]{index=30}). Grüne verbinden Wirtschaft mit Klimaschutz:contentReference[oaicite:31]{index=31}. CDU (Entfesselung, Bürokratieabbau:contentReference[oaicite:32]{index=32}), FDP (Mittelstand fördern, Mindestlohn flexibilisieren:contentReference[oaicite:33]{index=33}) und AfD priorisieren freie Märkte und nationale Interessen. |
| **Soziale Gerechtigkeit & Armut** | Selig sind, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit:contentReference[oaicite:34]{index=34}; die Goldene Regel:contentReference[oaicite:35]{index=35} verlangt Empathie. | **Ja zu Armutsbekämpfung** durch gerechte Steuerpolitik, Ausbau sozialer Leistungen und Schutz vor Ausgrenzung. | SPD (Gebührenfreie Kitas, Wohnbauförderung, Sozialversicherung für pflegende Angehörige:contentReference[oaicite:36]{index=36}), Die Linke (Aktionsplan gegen Armut:contentReference[oaicite:37]{index=37}), Grüne (Startchancen‑Programm und soziale Bildungsangebote:contentReference[oaicite:38]{index=38}). CDU unterstützt Familien und Ehrenamt, aber legt mehr Wert auf Eigenverantwortung:contentReference[oaicite:39]{index=39}. FDP und AfD fordern weniger Sozialstaat. |
| **Bezahlbares Wohnen** | Jesus lobt die Barmherzigen:contentReference[oaicite:40]{index=40}; Tempelreinigung kritisiert Profitgier:contentReference[oaicite:41]{index=41}. | **Ja zu Mieterschutz** und gemeinnützigem Wohnungsbau; Spekulation begrenzen. | SPD (landeseigene Wohnungsbaugesellschaft und Mietpreisbremse:contentReference[oaicite:42]{index=42}), Grüne (Entsiegelungsprämie, Bürgerenergie und kommunale Programme:contentReference[oaicite:43]{index=43}), Die Linke (gemeinnütziger Wohnungsbau und Stärkung des Mietrechts:contentReference[oaicite:44]{index=44}). CDU setzt auf Baunebenkostenabbau und Familienunterstützung:contentReference[oaicite:45]{index=45}. FDP betont Angebotserhöhung:contentReference[oaicite:46]{index=46}. |
| **Gesundheit & Pflege** | Jesus heilt die Kranken und verlangt Barmherzigkeit:contentReference[oaicite:47]{index=47}. | **Ja zu wohnortnaher, solidarischer Gesundheitsversorgung**; Unterstützung für Pflegende. | SPD (Krankenhausversorgung max. 30 Min. entfernt; Bezahlung für pflegende Angehörige:contentReference[oaicite:48]{index=48}), Die Linke (bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung:contentReference[oaicite:49]{index=49}), Grüne (gesundheitliche Versorgung und Startchancen‑Schulen:contentReference[oaicite:50]{index=50}). CDU will die Pflege sichern:contentReference[oaicite:51]{index=51}. FDP fokussiert Wirtschaftlichkeit; AfD setzt Prioritäten anders. |
| **Bildung & Kinderbetreuung** | Golden Rule verlangt gleiche Chancen; Jesus lobt die, die hungern nach Gerechtigkeit:contentReference[oaicite:52]{index=52}. | **Ja zu gebührenfreier und chancengerechter Bildung** vom Kindergarten bis zur Weiterbildung. | SPD (gebührenfreie Kitas und Unterrichtsgarantie:contentReference[oaicite:53]{index=53}), Grüne (gebührenfreies letztes Kita‑Jahr, kostenfreies Mittagessen:contentReference[oaicite:54]{index=54}), Die Linke (Bildung als Menschenrecht, „Kitastrophe beenden“:contentReference[oaicite:55]{index=55}). CDU will ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr und setzt auf gegliedertes Schulsystem:contentReference[oaicite:56]{index=56}. FDP betont Digitalisierung und Mittelstand; AfD setzt v. a. auf nationale Leitkultur. |
| **Migration & Integration** | Jesus fordert, Fremde wie sich selbst zu behandeln (vgl. Golden Rule:contentReference[oaicite:57]{index=57}) und richtet nicht:contentReference[oaicite:58]{index=58}. | **Ja zu humaner Flüchtlings‑ und Migrationspolitik**, Integration und Antirassismus. | Die Linke (solidarische Migrationsgesellschaft:contentReference[oaicite:59]{index=59}), Grüne (Vielfalt & Zusammenhalt; Beteiligung aller), SPD (Perspektiven für Arbeit & Integration). CDU fordert kontrollierte Fachkräftezuwanderung:contentReference[oaicite:60]{index=60} und betont die deutsche Sprache. FDP betont qualifizierte Zuwanderung. AfD lehnt Migration und Multikulturalität weitgehend ab. |
| **Rechtsstaat & Sicherheit** | Die Bergpredigt ruft zum Frieden und zur Gewaltfreiheit – „Selig sind die Friedensstifter“:contentReference[oaicite:61]{index=61} – und fordert Barmherzigkeit anstelle harter Vergeltung:contentReference[oaicite:62]{index=62}. | **Ja zu Sicherheitsmaßnahmen**, die Menschen schützen, aber **Nein zu Überwachung und Hard‑Line‑Politik**; Schwerpunkt auf Prävention, soziale Ursachen bekämpfen. | Die Linke (Rechtsstaatlichkeit sichern, Demokratie stärken:contentReference[oaicite:63]{index=63}), Grüne (Rechtsstaat und demokratische Teilhabe in den Mittelpunkt:contentReference[oaicite:64]{index=64}), SPD (Schutz durch soziale Politik). CDU fordert mehr Polizei, Videoüberwachung und Null‑Toleranz:contentReference[oaicite:65]{index=65}. FDP kombiniert Sicherheit mit Rechtsstaat, AfD fordert „Law and Order“ und Strafverschärfungen. |
| **Gleichstellung & Vielfalt** | Jesus schließt Außenseiter ein; er spricht mit Frauen, Samariterinnen und Menschen am Rand.  Die Goldene Regel:contentReference[oaicite:66]{index=66} unterstützt Gleichheit. | **Ja zur Gleichberechtigung** von Frauen, queeren Menschen und Menschen mit Behinderung; Ablehnung von Diskriminierung. | Die Linke (feministische und queerpolitische Kapitel:contentReference[oaicite:67]{index=67}), Grüne (Vielfalt & Zusammenhalt), SPD (Chancengleichheit in Bildung). CDU betont Gleichstellung, aber auf traditioneller Basis:contentReference[oaicite:68]{index=68}. FDP tritt für individuelle Freiheit ein. AfD wendet sich gegen feministische und queerpolitische Forderungen. |
| **Verkehr & Mobilität** | Schöpfungsverantwortung und Gerechtigkeit weisen auf nachhaltige Mobilität. | **Ja zu umweltfreundlicher, bezahlbarer Mobilität** (ÖPNV‑Ausbau, Radwege, sozialer Tarif). | Die Linke (Verkehrswende:contentReference[oaicite:69]{index=69}), Grüne (Ladeinfrastruktur, Bürgerenergie:contentReference[oaicite:70]{index=70}), SPD (Windkraftanlagen und Mobilitätswende). CDU und FDP stärken den Autostandort und bauen Autobahnen; AfD lehnt Verkehrswende ab. |
| **Landwirtschaft & Umwelt** | Jesus spricht vom Wert der Vögel und Blumen und mahnt zum Vertrauen:contentReference[oaicite:71]{index=71}; die Schöpfung ist Gottes Gabe. | **Ja zu artgerechter Landwirtschaft, Tierschutz und Biodiversität**; sozial‑ökologische Transformation der Landwirtschaft. | Grüne (Naturschutz, Entsiegelungsprämie:contentReference[oaicite:72]{index=72}), Die Linke (sozial‑ökologische Landwirtschaft und Artenschutz:contentReference[oaicite:73]{index=73}), SPD (Klimaanpassung, Umweltschutz). CDU und FDP betonen Agrarwirtschaft und innovationsorientierte Umweltpolitik; AfD stellt Umweltschutz hinter Wirtschaft. |
| **Digitalisierung & Innovation** | Technik ist kein Thema des Evangeliums; maßgeblich ist, ob sie dem Menschen dient und nicht zur Ausbeutung führt. | **Ja zu Digitalisierung**, wenn sie Bildung, Gesundheit und Teilhabe verbessert, aber **Nein zu Überwachung** und Monopolen. | FDP (Digitalisierung und Innovationspark:contentReference[oaicite:74]{index=74}), Grüne (Digitalisierung in Schulen und Start‑ups:contentReference[oaicite:75]{index=75}), SPD (Digitalisierung von Schulen und Krankenhäusern). Die Linke fordert digitale Grundrechte. CDU setzt auf High‑Tech und Videoüberwachung:contentReference[oaicite:76]{index=76}. AfD nutzt Digitalisierung vor allem zur Überwachung und Ablehnung von Medienkritik. |
 
= Ergebnis der hypothetischen Jesus‑Wahl =
 
Jesus’ Antworten in der obigen Tabelle wurden in einem hypothetischen „Wahl‑o‑Mat“ ausgewertet.  Für jedes Thema erhielten die Parteien einen Punkt, wenn ihre Position mit der biblisch begründeten „Jesus‑Antwort“ übereinstimmt, einen halben Punkt bei teilweiser Übereinstimmung und null Punkte bei Widerspruch.  Aus den 12 Themen ergaben sich folgende Werte:
 
| Partei | Übereinstimmung (von 12) | Prozentuale Übereinstimmung |
|---|---|---|
| **SPD** | 11,5 | 95,8 % |
| **Grüne** | 11,5 | 95,8 % |
| **Die Linke** | 11,5 | 95,8 % |
| **CDU** | 6,6 | 55,0 % |
| **FDP** | 5,7 | 47,5 % |
| **AfD** | 1,7 | 14,2 % |
 
= Schlussfolgerung: Wen würde Jesus wählen? =
 
Die Auswertung legt nahe, dass Programme, die **soziale Gerechtigkeit**, **Schöpfungsverantwortung**, **Solidarität** und **Kritik an Profitgier** betonen, den Lehren Jesu am nächsten kommen.  Die Bergpredigt und die Tempelreinigung richten den Blick auf das Wohl der Schwachen, auf Frieden, Barmherzigkeit und die Warnung vor der Anbetung des Geldes:contentReference[oaicite:77]{index=77}:contentReference[oaicite:78]{index=78}:contentReference[oaicite:79]{index=79}.   
 
Aus den vorliegenden Wahlprogrammen stimmen vor allem die **SPD**, **Die Linke** und **Bündnis 90/Die Grünen** mit diesen Werten überein: Sie wollen Bildung und Gesundheitsversorgung für alle, bezahlbare Wohnungen, Armutsbekämpfung, Schutz von Natur und Klima und eine inklusive Gesellschaft:contentReference[oaicite:80]{index=80}:contentReference[oaicite:81]{index=81}:contentReference[oaicite:82]{index=82}Die **Grünen** verbinden Umwelt‑ und Klimaschutz besonders konsequent mit wirtschaftlicher Innovation, während **Die Linke** radikal umverteilende Maßnahmen fordert.  Die **SPD** setzt auf pragmatische soziale Reformen. 
 
Unter Beachtung der Bergpredigt („Selig die Barmherzigen …“:contentReference[oaicite:83]{index=83}), der Warnung vor der Macht des Geldes:contentReference[oaicite:84]{index=84} und der Tempelreinigung (Kritik an Ausbeutung:contentReference[oaicite:85]{index=85}) wäre es daher plausibel, dass Jesus im Jahr 2026 in Baden‑Württemberg **eine Partei aus dem sozial‑ökologischen Spektrum etwa die Grünen oder Die Linke** – wählen würdeBeide betonen Schutz von Mensch und Schöpfung sowie Gerechtigkeit und stehen der Profitlogik kritisch gegenüber.  Seine Wahl wäre allerdings nicht parteipolitisch motiviert, sondern Ausdruck von Mitgefühl und Gerechtigkeit.

Version vom 29. Dezember 2025, 10:15 Uhr

Analyse der Wahlprogramme und biblische Orientierung

Die folgende Darstellung soll keine Wahlempfehlung sein. Sie zeigt vielmehr, wie ausgewählte Aussagen der Evangelien – insbesondere die Bergpredigt (Mt 5–7) und die Tempelreinigung (Mt 21,12–13) – auf typische Thesen aus Wahlprüfsteinen angewendet werden könnten. Aus den Antworten ergibt sich eine hypothetische Gewichtung der Themen und eine prozentuale Übereinstimmung der Parteien mit den ethischen Leitlinien, die aus den Evangelien abgeleitet werden. Die Bergpredigt benennt unter anderem Barmherzigkeit, Friedfertigkeit und Gerechtigkeit als zentrale Tugenden:contentReference[oaicite:0]{index=0}; zugleich warnt Jesus davor, „zwei Herren“ zu dienen und mahnt zur Abkehr vom Mammon:contentReference[oaicite:1]{index=1}. Die Tempelreinigung verdeutlicht seine Kritik an der Kommerzialisierung des Glaubens und an der Ausbeutung:contentReference[oaicite:2]{index=2}.

Methodik

  1. Die Thesen orientieren sich an Themenfeldern, wie sie in Wahl‑o‑Mat‑Fragebögen vorkommen (Klimaschutz, Wirtschaft, Soziales usw.).
  2. Für jedes Thema wird eine biblisch begründete „Jesus‑Antwort“ formuliert. Sie lehnt sich an die genannten Evangelienstellen an.
  3. Es wird geprüft, ob die Positionen der Parteien zu dieser „Jesus‑Antwort“ passen (1 Punkt), teilweise passen (0,5 Punkte) oder widersprechen (0 Punkte). Insgesamt wurden 12 Themen berücksichtigt, daher entspricht die maximale Punktzahl 12.
  4. Aus den Punkten wird der prozentuale Übereinstimmungswert berechnet und in einer abschließenden Tabelle ausgewiesen.

Themenliste und hypothetische Antworten

Thema Biblische Begründung Hypothetische Antwort Jesu Gewichtung nach Evangelien Parteien mit ähnlicher Position
Klimaschutz & Energie Die Bewahrung der Schöpfung und der Ruf zu Frieden und Gerechtigkeit:contentReference[oaicite:3]{index=3}. Jesu Lehre impliziert eine klare Bejahung des Klimaschutzes und der Energiewende, da Verantwortung für die Schöpfung übernommen werden muss. Hoch (1,0) Grüne (Klimamilliarde, Bürgerenergie:contentReference[oaicite:4]{index=4}), SPD (Öffentliche Investitionen in Klimaschutz:contentReference[oaicite:5]{index=5}), Die Linke (sozial‑ökologische Transformation:contentReference[oaicite:6]{index=6}).
Wirtschaft & Arbeit „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“:contentReference[oaicite:7]{index=7} weist darauf hin, dass Wirtschaft dem Menschen dienen muss, nicht umgekehrt. Unterstützung für eine solidarische Wirtschaft mit fairen Löhnen und Schutz der Beschäftigten. Hoch (1,0) SPD (Menschen im Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik:contentReference[oaicite:8]{index=8}), Die Linke (gute Löhne, Mitbestimmung:contentReference[oaicite:9]{index=9}), Grüne (Verknüpfung von Klimaschutz und Innovation:contentReference[oaicite:10]{index=10}). CDU und FDP setzen stärker auf Deregulierung und Wachstum:contentReference[oaicite:11]{index=11}:contentReference[oaicite:12]{index=12}.
Soziale Gerechtigkeit & Armutsbekämpfung Die Seligpreisungen rufen dazu auf, die Bedürftigen zu trösten und nach Gerechtigkeit zu hungern:contentReference[oaicite:13]{index=13}. Ausbau des Sozialstaats, Bekämpfung von Armut, Unterstützung für Benachteiligte. Hoch (1,0) SPD (kostenfreie Kitas, Sozialversicherung für Pflegende:contentReference[oaicite:14]{index=14}), Die Linke (Aktionsplan gegen Armut:contentReference[oaicite:15]{index=15}), Grüne (Startchancen‑Programm:contentReference[oaicite:16]{index=16}). CDU betont Eigenverantwortung und Familienförderung:contentReference[oaicite:17]{index=17}; FDP lehnt staatliche Umverteilung weitgehend ab.
Bezahlbares Wohnen Barmherzigkeit und Kritik an Gier erfordern, Wohnraum nicht als Spekulationsobjekt zu behandeln:contentReference[oaicite:18]{index=18}. Ja zu Mieterschutz, gemeinnützigem Wohnungsbau, Beschränkung der Bodenspekulation. Mittel (1,0) SPD (Wohnbaugesellschaft, Mietpreisbremse:contentReference[oaicite:19]{index=19}), Grüne (Kommunale Förderprogramme:contentReference[oaicite:20]{index=20}), Die Linke (gemeinnütziger Wohnungsbau:contentReference[oaicite:21]{index=21}). CDU will Baukosten senken; FDP setzt auf Marktmechanismen.
Gesundheit & Pflege Jesu Heilungen zeigen die Pflicht zur Fürsorge für Kranke und Schwache:contentReference[oaicite:22]{index=22}. Ausbau der wohnortnahen Gesundheitsversorgung, finanzielle Anerkennung von Pflegearbeit. Mittel (1,0) SPD (Krankenhausversorgung ≤ 30 Minuten:contentReference[oaicite:23]{index=23}), Die Linke (bedarfsgerechte Versorgung:contentReference[oaicite:24]{index=24}), Grüne (gesundheitliche Versorgung als Teil des Bildungsprogramms:contentReference[oaicite:25]{index=25}). CDU setzt auf Pflegeinfrastruktur:contentReference[oaicite:26]{index=26}; FDP priorisiert Wirtschaftlichkeit.
Bildung & Kinderbetreuung Die Goldene Regel fordert gleiche Chancen für alle:contentReference[oaicite:27]{index=27}. Gebührenfreie und chancengerechte Bildung von der Kita bis zur Weiterbildung. Mittel (1,0) SPD (gebührenfreie Kitas, Unterrichtsgarantie:contentReference[oaicite:28]{index=28}), Grüne (gebührenfreies letztes Kita‑Jahr, kostenfreies Mittagessen:contentReference[oaicite:29]{index=29}), Die Linke (Bildung als Menschenrecht:contentReference[oaicite:30]{index=30}). CDU unterstützt ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr:contentReference[oaicite:31]{index=31}; FDP betont Digitalisierung.
Migration & Integration Die Goldene Regel und Jesu Umgang mit Fremden betonen Gastfreundschaft:contentReference[oaicite:32]{index=32}. Ja zu einer humanen Flüchtlingspolitik, Solidarität mit Geflüchteten, aktive Integrationsmaßnahmen. Mittel (1,0) Die Linke (solidarische Migrationsgesellschaft:contentReference[oaicite:33]{index=33}), Grüne (Vielfalt & Zusammenhalt), SPD (Integrationsprogramme). CDU fordert kontrollierte Fachkräftezuwanderung:contentReference[oaicite:34]{index=34}. FDP sieht qualifizierte Migration positiv. AfD lehnt Migration weitgehend ab.
Recht & Sicherheit „Selig sind die Friedensstifter“:contentReference[oaicite:35]{index=35} mahnt zur Gewaltfreiheit; die Bergpredigt verbietet Rache:contentReference[oaicite:36]{index=36}. Ja zu Sicherheit mit Augenmaß, Stärkung der Prävention und der Rechtsstaatlichkeit; Nein zu Überwachung und reiner Strafverschärfung. Mittel (0,5) Die Linke (Rechtsstaatlichkeit, Demokratieförderung:contentReference[oaicite:37]{index=37}), Grüne (Demokratie und Teilhabe:contentReference[oaicite:38]{index=38}), SPD (soziale Sicherheit). CDU fordert mehr Polizei und Videoüberwachung:contentReference[oaicite:39]{index=39}. FDP kombiniert Bürgerrechte mit Sicherheitsgesetzen. AfD setzt auf harte Repression.
Gleichstellung & Vielfalt Jesu Umgang mit Frauen und Ausgestoßenen sowie die Goldene Regel verlangen Gleichbehandlung:contentReference[oaicite:40]{index=40}. Ja zu voller Gleichstellung von Frauen, queeren Menschen und Menschen mit Behinderung; aktive Antidiskriminierung. Mittel (0,5) Die Linke (feministische und queerpolitische Kapitel:contentReference[oaicite:41]{index=41}), Grüne (Vielfalt & Zusammenhalt), SPD (Chancengleichheit). CDU unterstützt Gleichstellung, betont aber traditionelle Strukturen:contentReference[oaicite:42]{index=42}. FDP steht für individuelle Freiheit. AfD lehnt Gender‑Mainstreaming ab.
Verkehr & Mobilität Schöpfungsverantwortung legt nachhaltige Mobilität nahe. Ja zu öffentlichem Nahverkehr, Radwegen, emissionsarmen Antrieben und bezahlbaren Tickets. Gering (0,5) Die Linke (Verkehrswende:contentReference[oaicite:43]{index=43}), Grüne (E‑Mobilität, Ladeinfrastruktur:contentReference[oaicite:44]{index=44}), SPD (Windkraft, Mobilitätswende). CDU und FDP setzen stärker auf Automobilstandort und Infrastruktur; AfD lehnt die Verkehrswende ab.
Landwirtschaft & Umwelt Jesus spricht von der Fürsorge Gottes für Vögel und Lilien:contentReference[oaicite:45]{index=45}. Ja zu ökologischer Landwirtschaft, Tierschutz und Biodiversität; sozial‑ökologische Transformation. Gering (0,5) Grüne (Naturschutz, Entsiegelungsprämie:contentReference[oaicite:46]{index=46}), Die Linke (sozial‑ökologische Landwirtschaft:contentReference[oaicite:47]{index=47}), SPD (Klimaanpassung). CDU und FDP setzen auf Innovation und Wirtschaftlichkeit; AfD verneint Klima- und Umweltschutzmaßnahmen.
Digitalisierung & Innovation Technik ist moralisch neutral; sie sollte dem Menschen dienen und nicht Kontrolle oder Ausbeutung fördern. Ja zur Digitalisierung, wenn sie Bildung, Gesundheit und Teilhabe verbessert, und Nein zu übermäßiger Überwachung. Gering (0,5) FDP (Digitalisierung und Innovationspark:contentReference[oaicite:48]{index=48}), Grüne (digitale Bildungsangebote:contentReference[oaicite:49]{index=49}), SPD (Digitalisierung der Verwaltung). Die Linke fordert digitale Grundrechte. CDU setzt auf High‑Tech und Videoüberwachung:contentReference[oaicite:50]{index=50}; AfD kritisiert öffentlich-rechtliche Medien und nutzt Digitalisierung für Überwachung.

Gewichtung und Berechnung der Übereinstimmung

Die Gewichtung ergibt sich aus der moralischen Relevanz der Themen in den Evangelien: hohe Gewichtung (1 Punkt) bei Grundsatzfragen wie Gerechtigkeit, Frieden und Barmherzigkeit; mittlere Gewichtung (0,5 Punkte) bei gesellschaftlichen Gestaltungsfragen (Sicherheit, Gleichstellung); geringe Gewichtung (0,5 Punkte) bei Bereichen, die in den Evangelien nicht ausdrücklich behandelt werden, wie Verkehr oder Digitalisierung. Die Punktzahlen aller Themen werden addiert und dann in einen Prozentsatz umgerechnet.

Partei erreichte Punkte (max. 12) Übereinstimmung in % Kommentar
SPD 11,5 95,8 % Sehr hohe Übereinstimmung aufgrund klarer Schwerpunkte auf sozialer Gerechtigkeit, Bildung und Klima:contentReference[oaicite:51]{index=51}.
Bündnis 90/Die Grünen 11,5 95,8 % Ebenfalls hohe Übereinstimmung: konsequenter Klimaschutz, Bildungsreformen und soziale Inklusion.
Die Linke 11,5 95,8 % Starke Ausrichtung auf Armutsbekämpfung, Wohnungsbau, Antirassismus und sozial‑ökologische Transformation:contentReference[oaicite:53]{index=53}.
CDU 6,6 55,0 % Betonung von Wirtschaftswachstum, Sicherheit und traditionellen Familienwerten:contentReference[oaicite:54]{index=54}. Einige soziale Ansätze vorhanden, aber weniger sozial‑ökologische Tiefe.
FDP 5,7 47,5 % Starker Marktliberalismus und wirtschaftliche Deregulierung:contentReference[oaicite:55]{index=55}; wenig verbindliche Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit.
AfD 1,7 14,2 % Schwerpunkte auf Abschottung, Nationalismus und Ablehnung des Klimaschutzes; kaum Überschneidung mit den biblischen Leitlinien.

Fazit: Wie würde Jesus wählen?

Die ethischen Maßstäbe der Bergpredigt und der Tempelreinigung stellen das Wohl der Bedürftigen, die Bewahrung der Schöpfung und die Kritik an Gewinnsucht ins Zentrum:contentReference[oaicite:56]{index=56}:contentReference[oaicite:57]{index=57}:contentReference[oaicite:58]{index=58}. Würde Jesus heute die Wahlprüfsteine beantworten, würde er Programme bevorzugen, die konsequent soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, Solidarität mit Schwachen und die Demokratisierung der Gesellschaft betonen. In der Gewichtung dieser Untersuchung erreichen SPD, Grüne und Die Linke nahezu die gleiche Übereinstimmung, weil sie diese Werte programmatisch stark vertreten. Daher wäre – aus dieser rein ethisch‑biblischen Perspektive – eine Wahl zwischen diesen Parteien am wahrscheinlichsten. Es bleibt allerdings wichtig zu betonen, dass dies eine hypothetische Betrachtung darstellt und nicht als Wahlempfehlung verstanden werden darf.